gepostet am 17. April 2012 – 9:38 von schwarzerettich
Heute am 17. April, dem Tag des kleinbäuerlichen Widerstands, wird an der Gerasdorferstraße im 20. Bezirk ein Stück Land zur Landwirtschaftlichen Nutzung besetzt.
Das Gelände pachtet die Universität für Bodenkultur (BOKU) momentan von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Die BOKU versucht das Gelände seit einigen Monaten wieder an die BIG zurück zu geben, was sich jedoch auf Grund eines Genralpachtvertrages schwierig gestaltet. Die BIG will, Hand in Hand mit der Stadt Wien, die jahrzente lang landwirtschaftlich genutzte Fläche zu einer Baustelle umwandlen um hier Wohnraum zu schaffen. Wir stellen uns Heute gegen dieses Vorhaben und fordern euch alle auf Heute um 11 Uhr an der Gerasdorferstraße 105 zu sein um mit uns ein Zeichen gegen Immobilienspekulation, Versiegelung und den Wegfall landwirtschaftlicher Flächen zu setzen.
Es wird Heute über einen Ticker laufend neue Infos geben, sowohl hier als auch auf dem Blog http://17april.blogsport.eu als auch auf Twitter.
Haltet euch auf dem laufenden, kommt um 11 Uhr zur Fläche!
Heute Landbesetzung in Wien – Polizeipräsenz massiv, es wird einem tatsächlich das Wasser abgedreht um die illegalen Pflänzchen nicht gießen zu können #Wien #Gerasdorf
>> 13:50Uhr: Mitarbeiter d BOKU setzt unter Polizeischutz durch, dass die Wasserversorgung auf der besetzten Fläche abgedreht wird #17april <<
FH TECHNIKUM SOLL SOFORT 8EH SCHON LANG ZU SPÄT!) AUS DEM INDECT PROGRAMM AUSSTEIGEN! SO WIE DIE POLNISCHE POLIZEI BEREITS!
Projektbeschreibung
Am EU-Projekt aus dem 7. Rahmenprogramm nehmen ingesamt 17 Organisationen aus ganz Europa teil. Das Institut für Electronic Engineering der Fachhochschule Technikum Wien betreut drei Arbeitspakete aus den Bereichen Signalverarbeitung und Bildverarbeitung.
Zwei Arbeitspakete beschäftigen sich mit der Erkennung und Verfolgung von Objekten in Bildern von Überwachungskameras. Dabei werden auffällige Objekte, wie z.B. sich schnell bewegende Personen, liegende Personen, Fahrzeuge im Fußgängerbereich oder alleingelassene Gepäcksstücke, erkannt.
Ein Arbeitspaket beschäftigt sich mit der Sicherung übertragener Bild- und Audiodaten gegen Verfälschungen mittels Watermarking. Die Authentizität der Daten wird durch eingebettete unsichtbare Zusatzinformationen geschützt.
Vom 12. bis zum 15. Mai sind globale Aktionstage ausgerufen. Wir möchten zu einer öffentlichen Versammlung (Asamblea) einladen, um die bereits geplanten Aktionen miteinander zu vernetzen und Allen die Möglichkeit bieten neue Vorschläge und Ideen einzubringen.
Alle Menschen, die sich einen bunten und aktionsreichen Frühling für Wien wünschen, sind herzlich eingeladen! Bringt eure konkreten Vorschläge, Ideen und Projekte – lasst uns diese besprechen, im Konsens beschließen und dann gemeinsam umsetzen.
Asambleas basieren auf den Prinzipien der Offenheit, Kooperation, Gewaltfreiheit und des gegenseitigen Respekts. Daher haben Rassimus, Sexismus und Fremdenfeindlichkeit auf Asambleas keinen Platz!
Asambleas sind ein offener Raum, in dem sich Menschen als gleichberechtigte und selbstbestimmte Individuen begegnen – und nicht als RepräsentantInnen von politischen Parteien oder Organisationen. Asambleas haben eine horizontale Struktur: jede/r ist eingeladen auf allen Ebenen an dem Prozess teilzunehmen.
Hinter dem Namen „Global Spring Vienna“ stehen einfach einige engagierte Menschen, die durch den gemeinsamen Wunsch, Asambleas in Wien zu organisieren, zusammengefunden haben. Für uns sind diese öffentlichen Versammlungen ein zentrales Werkzeug der neu entstandenen globalen Protestformen. Daher möchten wir öffentliche Versammlungen als Infrastruktur anbieten, die ein vernetztes und breites Organisieren, etwa solcher Aktionstage, ermöglicht.
Der Wunsch nach mehr direkter Demokratie und Mitbestimmung fängt bei uns selbst an! Wir alle können nur dann lernen mit solchen Werkzeugen direkter Demokratie umzugehen, wenn wir sie auch in unserer Praxis anwenden! Eine Erfahrung erwartet uns also allemal …
21. April 2012, Wien – Heldenplatz
13 Uhr: ZUSAMMENKUNFT
16 Uhr: ASAMBLEA
Mehr Infos zu den Internationalen Aktionstagen im Mai findet ihr unter: http://globalmay.org/
Am 9. Juni sollen wieder Millionen von Menschen auf die Straßen Europas gehen um für ihre Freiheiten im Internet einzutreten und so auch gegen ACTA anzukämpfen.
Auch in Österreich gibt es Gruppen, die bereits angekündigt haben, eine Demo in ihrer Stadt machen zu wollen.
Zu erwarten sind Demonstrationen in mehreren Städten Österreichs:
Für die Demonstration in Wien und der Koordination mit anderen Städten veranstalten wir am Freitag den 20.04.2012 um 19:00 ein Treffen im Raum D des Museumsquarties.
Mit diesem Treffen möchten wir allen interessierten Organisationen und Privatpersonen die Möglichkeit bieten von Anfang an mitzumachen!
Neben der Organisation in Wien wird auch die österreichweite Koordination und die Terminkollision mit dem NovaRock Festival diskutiert.
Google Maps: http://g.co/maps/kgjqg
Themen
* ACTA – Status-Update
* Internationaler ACTA Protesttag
* Terminfindung – 09.06.2012
* Beteiligte Organisationen
* Demoroute in Wien
* Anmeldung in Wien
* Ideen für die Demo
* Beschallungsanlage (PA) in Wien
* Pressearbeit, Flyer, Ankündigung
* Nationale & Internationale Koordination
* Terminkollision: Aktionen am Nova-Rock
* Finanzierung (Flyer, PA, etc.)
Wann und Wo? Fr, 20.04.2012, 19:00, Raum D im Museumsquartier, 1070 Wien
Ich freue mich schon auf ein breit aufgestelltes und erfolgreiches Treffen!
Am 9. Juni sollen wieder Millionen von Menschen auf die Straßen Europas gehen um für ihre Freiheiten im Internet einzutreten und so auch gegen ACTA anzukämpfen.
Auch in Österreich gibt es Gruppen, die bereits angekündigt haben, eine Demo in ihrer Stadt machen zu wollen.
Zu erwarten sind Demonstrationen in mehreren Städten Österreichs:
Für die Demonstration in Wien und der Koordination mit anderen Städten veranstalten wir am Freitag den 20.04.2012 um 19:00 ein Treffen im Raum D des Museumsquarties. Mit diesem Treffen möchten wir allen interessierten Organisationen und Privatpersonen die Möglichkeit bieten von Anfang an mitzumachen!
Neben der Organisation in Wien wird auch die österreichweite Koordination und die Terminkollision mit dem NovaRock Festival diskutiert.
Themen
ACTA – Status-Update
Internationaler ACTA Protesttag
Terminfindung – 09.06.2012
Beteiligte Organisationen
Demoroute in Wien
Anmeldung in Wien
Ideen für die Demos
Beschallungsanlage (PA) in Wien
Pressearbeit, Flyer, Ankündigung
Nationale & Internationale Koordination
Terminkollision: Aktionen am Nova-Rock
Finanzierung (Flyer, PA, etc.)
Wann und Wo?
Fr, 20.04.2012, 19:00, Raum D im Museumsquartier, 1070 Wien
Drei Jahre, 25 Ausgaben und über 500 Seiten über.morgen sind es wert, gefeiert zu werden. Also bitten wir zum Tanz in den Aparat, mit den feinsten DJs, die Wien zu bieten hat.
Seit Jahren hängt die, von der Wr. Städtischen geplante Aufstockung des Gebäudes wie ein Damoklesschwert über dem Meiselmarkt. „Die neuen Wohnungen und ihre BewohnerInnen werden den Markt beleben und zu einem Aufschwung verhelfen“, so wurde es versprochen.
Zur Zeit ist genau das Gegenteil der Fall. Spärliche, oft auch widersprüchliche Informationen bewegen immer mehr StandlerInnen dazu. ihre Geschäfte aufzugeben. Unsicherheit und fehlende Zukunftsperspektiven haben eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt.
Aber was wird eigentlich gebaut, was sind die Auswirkungen? Wir haben die spärlichen Informationen gesammelt.
In einem ersten Schritt werden die Fundamente und die Statik des bestehenden Marktgebäudes verstärkt um in einem zweiten Schritt auf dem Marktgebäude 71 Wohnungen zu errichten. 24 Monate Baustelle mit massiven Auswirkungen auf das Grätzl, seine Bewohnerinnen und Bewohner und den Meiselmarkt. Und das alles ohne entsprechende Information für die Anrainerinnen und Anrainer durch die Bauträgerin EGW Heimstätte.
Die Fakten:
24 Monate veranschlagte Bauzeit, davon 10 Monate Fundamentarbeiten im bestehenden Gebäude
Baustellenzufahrt über die Johnstraße,
Baustellenabfahrt über die Wurmsergasse
25 LKW-Fahrten pro Tag, bis zu 8 Fahrten pro Stunde
Übersiedlung des Wochenmarktes auf den Leopold-Mistinger-Platz
Eingeschränkter Marktbetrieb im Meiselmarkt
71 frei finanzierte Mietwohnungen
Zur Erinnerung:
1992: Das Grundstück des Meiselmarktes wird von der Gemeinde Wien an die Wiener Städtische Versicherung verkauft. Damit die Wr. Städtische dort eine Tiefgarage, sowie ein Geschäfts-, Büro- und Wohngebäude errichten kann, gibt’s die Änderung der Flächenwidmung gleich dazu. Der Markt soll im zukünftigen Gebäude untergebracht werden. Neben anderen „Rabatten“ in Millionenhöhe wurden weitere 7 Mio. Schilling vom Kaufpreis erlassen, wenn die direkt über dem Markt verbleibende Oberfläche als öffentlich begehbare Grünfläche ausgestaltet wird. Für den Fall, dass diesem Vertragspunkt nicht nachgekommen wird, wird eine Ersatzzahlung von 15 Mio. Schilling vereinbart.
1995: Der „neue“ Meiselmarkt wird eröffnet. Die MA 59 (Marktamt) mietet nun Gebäudeflächen von der Wiener Städtischen und vermietet an StandlerInnen weiter. Die vertraglich vereinbarte begrünte Dachfläche ist nur für kurze Zeit öffentlich zugänglich. Wegen angeblicher Absturzgefahr verschwinden 3.000 m² Grünfläche hinter Zäunen und Gittertoren.
Das Einkaufszentrum erfüllt die Erwartungen nicht, schon bald nach der Eröffnung stehen die ersten Geschäfte wieder leer und auch der „neue“ Meiselmarkt hat spürbar an Flair verloren. Trotzdem nutzen viele BewohnerInnen den Markt als Nahversorger..
2007: Die Wr. Städtische möchte wieder bauen. Über dem Marktgebäude und der nun dauerhaft gesperrten Grünfläche sollen 71 geförderte(!) Mietwohnungen entstehen. Mittels Gemeinderatsbeschluss wird der Wr. Städtischen die vereinbarte Ersatzzahlung erlassen. Gegen heftigen Widerstand der Grünen und der AnrainerInnen wird das Projekt vorangetrieben.
2009: Wr. Städtische und die EGW Heimstätte präsentieren die fertigen Pläne für den Ausbau. Es ist die Rede von „spannender Architektur“, von „geförderten Wohnungen“, von „möglichst geringen Beeinträchtigungen für die AnrainerInnen“ und „laufender Information“.
Wir Grüne übergeben dem Bezirksvorsteher über 1.000 Unterschriften gegen das geplante Projekt.
15. September 2011: In der Sitzung der Bezirksvertretung berichten VertreterInnen der Heimstätte, sowie der ausführenden Baufirma PORR über die unmittelbar bevorstehende Umsetzung des Projekts. Es ist keine Rede mehr von geförderten Wohnungen, frei finanzierte Mietwohnungen sollen es nun werden. Die Richtlinien für umweltfreundliche Baustellenabwicklung (RUMBA) werden nicht angewendet. Entgegen den ursprünglichen Ankündigungen von möglichst geringen Beeinträchtigungen für die AnrainerInnen müssen sich die BewohnerInnen der Umgebung wohl auf viel Lärm und Staub einstellen. Und die laufende Information ist mit dem Satz: „na wenn mir jetzt über jede Baustelle informieren müssten“ schon beendet bevor sie überhaupt begonnen hat.
Wir kämpfen weiter!
Der Meiselmarkt braucht ein Gesamtkonzept und entsprechende Förderungen..Dann könnte sich aus dem Stiefkind der Wiener Märkte ganz rasch ein attraktiver Marktstandort entwickeln. Für die Zeit nach dem Umbau werden wir die Wr. Städtische und die Heimstätte erinnern auch entsprechende Schritte zur Unterstützung und Förderung des Marktes zu setzen.
Die Richtlinien zur umweltfreundlichen Baustellenabwicklung sind während der gesamten Bauzeit umzusetzen. Eine durchdachte Baustellenlogistik reduziert nicht nur die Anzahl der LKW-Fahrten oder vermindert den auf der Baustelle anfallenden Müll, durch den Einsatz von lärmarmen Maschinen und die Koordination von lärmintensiven Arbeiten kann die Belastung der AnrainerInnen möglichst gering gehalten werden.
Während der gesamten Bauzeit müssen die AnrainerInnen laufend über bevorstehende Arbeiten und dadurch zu erwartende Belastungen informiert werden. Von Seiten der Bauträgerin ist ein Beschwerdetelefon einzurichten und durch kompetente MitarbeiterInnen zu betreuen. Die Anliegen und Beschwerden der AnrainerInnen und verbliebenen MarktstandlerInnen sind schnell und ernsthaft zu bearbeiten.
Die Wiener Städtische ist den BewohnerInnen des 15. Bezirks noch immer eine 3.000m² große, öffentliche Grünfläche schuldig.
Wir Grüne erwarten, nein wir fordern von der Wiener Städtischen eine großzügige finanzielle Beteiligung an den Kosten der kommenden Neugestaltung der Wasserwelt zwischen Meiselmarkt und Kardinal-Rauscher-Platz.
Textideen für Kundgebungen bei Hofburg und vor dem Parlament
(bitte auf Pastebin oder anderem Pad schreiben, hier nur die links rein wegen Übersichtlichkeit)
Oder Vorschläge für Redner? Redner brauch ma auf jeden Fall auch noch. einen, der sich kurz hält und zum abschluss etwas länger
Andere Organisationen, welche ebenfalls gegen VDS sind und mitmachen könnten oder das bewerben? Ich werd dann zw. 10. und 20. Jänner anfangen, die anzuschreiben.
jay-ich könnte anfragen bei den FReiheitlichen wenn ihr wollt !!! weil auch sie sind dagegen !!! NO WAY populisten brauchen wir nicht. NEVER
Sarg: Jemand vom Forum hat Zugriff auf einen Sarg, Mal sehen, ob das noch gilt.
gizmo: Sargtischlerei für Sponsoring anfragen (die haben solche )? A: zu viel aufwand – entweder selber aus Karton bauen oder ausborgen (Protest-Sarg).
Musik: irgendwas trauriges, ist ja ein Trauermarsch 😉 Spielt vl wer ein passendes Instrument? Sonst CD:
Vielleicht Porträtfotos von allen Politikern a la Totenbilder gestalten, die für die VDS zugestimmt hatten. Zumindest von den bekanntesten oder Todesanzeigen?
Flyerdesign wie todesmeldung…
dazu getötet durch (logos spö/övp) im Auftrag von (Logo EU)
Monatelang haben wir, unzählige Aktivisten und Datenschützer, sowie der AK Vorrat mit einer Bürgerinitiative, dafür gekämpft, Ihnen die Vorratsdatenspeicherung und die daraus resultierenden Eingriffe in unsere Privatsphäre zu ersparen. In Österreich hört die Regierung jedoch, wie sich in letzter Zeit zunehmend zeigt, nicht auf die Stimme des Volkes, sondern entscheidet willkürlich und über die Köpfe aller anderen hinweg, was in diesem Staat passiert. Wir haben einen gigantischen Teil dazu beigetragen, dass das Thema “Vorratsdatenspeicherung” einer breiten, öffentlichen Diskussion zugeführt wird und wir haben ebenso alles in unserer Macht stehende getan, um die VDS zu bekämpfen. Trotzdem wird diese mit 1. April eingeführt. Mit anderen Worten: Ab diesem Tag werden Sie, wir und alle anderen ohne jeglichen Anlass rund um die Uhr überwacht. Es wird ein halbes Jahr lang gespeichert, wer wann wo mit wem telefoniert, SMS oder E-Mails schreibt und wann man sich von wo aus ins Internet begibt. Diese Daten können bereits bei puren Verdachtsmomenten – und ohne dass irgendjemand davon etwas mitbekommen würde – jederzeit von den Behörden abgerufen werden. Das Innenministerium und hier insbesondere das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämfpung (BVT), sieht in der Vorratsdatenspeicherung eine fundamentale Grundlage, was die Sicherheit in Österreich angeht. Dass die VDS jedoch weder zur gezielten Vorbeugung von Terrorismus beziehungsweise zur Aufklärung von Verbrechen beiträgt, hat sich in der Mehrheit der Staaten gezeigt, in denen die Vorratsdatenspeicherung eingeführt und wegen unzureichender Ergebnisse mittlerweile wieder abgeschafft bzw. aufgrund von Verfassungswidrigkeit aufgehoben wurde. Den massiven Eingriff, den die Vorratsdatenspeicherung in die Privatsphäre aller Bürger hat, können wir nicht hinnehmen. Aus diesem Grund wird es von uns drei weitere große Aktionen gegen die Vorratsdatenspeicherung geben:
1. Am 31.3.2012 werden in Wien, Linz und Salzburg Trauermärsche stattfinden, bei denen unsere Privatsphäre symbolisch zu Grabe getragen wird. Besonderes Highlight sind unter anderem unsere “Femanons”, die ihre Privatsphäre völlig aufgeben und den Marsch in Wien nackt begleiten werden. Das ganze läuft unter dem Motto “Farewell Privacy”. Mehr Informationen finden Sie unter http://pwny.biz/FarewellPrivacy oder auf den Facebook-Events.
2. Um Ihnen zu demonstrieren, was wir von Methoden wie der VDS halten, haben wir im Zuge der “Operation Pitdog” unsere eigene Vorratsdatenspeicherung über Monate hinweg durchgeführt und in dieser Zeit dutzende E-Mail-Accounts von Politikern überwacht. Diese Aktion hat gezeigt, dass die derzeit im Korruptionsuntersuchungsausschuss behandelten Fälle nur die Spitze des Eisbergs darstellen und der Großteil der illegalen Machenschaften noch immer nicht aufgedeckt ist. Zeitgleich mit dem Start der Vorratsdatenspeicherung am 1.4.2012 wird es diesbezüglich zu einer Reihe von Veröffentlichungen kommen, die Österreich erschüttern werden! Zudem haben wir Originaldokumente von Überwachungseinsätzen des BVT gegen regierungskritische Journalisten vorliegen, die wir ebenfalls zu genanntem Datum veröffentlichen werden. In diesem Zusammenhang empfehlen wir allen besorgten Bürgern, Ihre Rechte wahrzunehmen und beim BMI einen Auszug aller über sie gespeicherten Daten ebendort kostenlos anzufordern (Musterbrief der ARGE Daten: http://bit.ly/xxhuXm).
3. Im Zuge der “Operation Free All Pwnies” haben wir uns auch die IT-Systeme der österreichischen Internet Service Provider, vor allem jene der Telekom, näher angesehen. Immerhin sind diese dafür verantwortlich, dass unsere Vorratsdaten – wie es immer behauptet wird – sicher verwahrt werden. Auch auf diese Ergebnisse darf man gespannt sein, aber mehr wollen wir an dieser Stelle nicht verraten.
Abschließend wollen wir dazu aufrufen, ein Zeichen gegen die Vorratsdatenspeicherung zu setzen und – wie es bereits über 74.000 Österreicherinnen und Österreicher gemacht haben – die Bürgerinitiative des AK Vorrat unter www. zeichnemit.at zu unterschreiben.
Am Sonntag, den 1. April 2012 findet in 1160 Wien, Neulerchenfelderstraße 6-8, im Werk ab 10.00 Uhr die Ordentliche Bundesgeneralversammlung (BGV) 2012 statt.
Die BGV beginnt um 10 Uhr, wobei Ihr Euch ab 9 Uhr akkreditieren könnt. Dies ist Eure Möglichkeit, basisdemokratisch den Kurs der Partei mitzugestalten und Eure Vertreter für eine faire und korruptionsfreie Politik in Österreich zu wählen.
Ihr seid die Basis, Ihr entscheidet!
Folgende Funktionen stehen zur Wahl, für die Ihr kandidieren könnt:
Bundesvorstand
Bundesgeschäftsführung
Erweiterter Bundesvorstand
Schiedsgericht
Rechnungsprüfung
Kanditaturen sind bis zum 25. März einzubringen!
Kommt bitte alle zur Bundesgeneralversammlung!
Wir bitten Euch, uns Eure Teilnahme hier auf der Webseite oder per Mail mitzuteilen, um der Teilnehmeranzahl geeignete Vorbereitungen zu treffen und die BGV ordnungsgemäss und zur Zufriedenheit Aller abhalten zu können!
Wir ersuchen Euch für die notwendige Akkreditierung und Feststellung der Stimmberechtigung zu beachten, dass die Vorlage eines Lichtbildausweises erforderlich ist!
Ausserdem bitten wir Euch, den letzten Einzahlungsbeleg über euren Mitgliedsbeitrag mitzubringen um Missverständnisse über Einzahlung und der damit verbundenen Stimmberechtigung zu vermeiden.
Hinweis: Am Vortag, dem 31.3.2012 findet in Wien der VDS-Trauerzug statt. Wir rufen alle Piraten auf, einen Tag früher zu kommen und diese Demonstration zu unterstützen.
Der Widerstand gegen den gläsernen Menschen muss wachsen und die Piraten rufen Alle auf, weiter Ihren Unmut gegen den bald kompletten Überwachungsstaat friedlich auszudrücken.
Ein Aktionstag gegen den Kapitalismus? Protestiert wird dieser Tage viel auf der ganzen Welt. Und der Kapitalismus ist auch wieder im Gespräch. Seine fatalen Auswirkungen auf das Ökosystem und das menschliche Leben lassen sich zunehmend schlechter leugnen, die Idee von immerwährendem Fortschritt und Wachstum scheint vielen nicht mehr plausibel. Aber die Kritik, die daraus erwächst greift meistens zu kurz. Oft beschränkt sie sich darauf, einzelne Akteur_innen und deren Handeln moralisch zu bewerten, sie gegebenenfalls zu verurteilen, und eine strengere Regulierung sowie das Austauschen von Funktionsträger_innen durch vermeintlich “aufrechtere” Personen zu fordern.
Dabei liegt es in den Strukturen der Kapitalismus, dass nicht selten moralisch fragwürdiges oder sogar verwerfliches Verhalten das rationalste ist. Richtet sich also der Protest vor allem gegen bestimmte Akteur_innen, dient er letztlich oft mehr als Ventil für die individuelle Ohnmacht und spielt dabei seine Rolle mit, das bestehende System zu legitimieren, indem nahegelegt wird, es wäre unter den Bedingungen dieses Wirtschaftssystems möglich, grundlegend anders zu handeln.
Zwei Jahrzehnte lang schien sich die Welt in einer Starre zu befinden, erst wurde nach dem Zusammenbruch des Staatssozialismus das “Ende der Geschichte” verkündet und Kapitalismus und westliche “Demokratie” zum bestmöglichen und wünschenswertesten Zustand menschlichen Zusammenlebens erklärt. Als das mit dem Aufflammen der globalisierungskritischen Bewegungen gerade drohte infrage gestellt zu werden, begann der “Kampf der Kulturen” zum roten Faden der Weltgeschichte zu werden. Kapitalismus und bürgerlicher Staat waren nun nicht mehr per se einfach wunderbar, sondern um Leben oder Tod zu verteidigen gegen ein Feindbild der Barbarei. Dabei ist nicht alles was sich gegen den Kapitalismus stellt emanzipatorisch, genauso wenig wie der Kapitalismus als Gegensatz zur Barbarei verstanden werden kann.
Inzwischen ist aber klar geworden, dass das Leben im Kapitalismus tatsächlich nicht einfach immer nur besser wird, sondern vielmehr dass auch die ökonomischen und rechtlichen Zugeständnisse, die im Kampf gegen die Zumutungen des Kapitalismus vor allem im 20. Jahrhundert errungen worden waren, wieder abgebaut werden, wenn es für den momentanen Erhalt des Systems notwendig ist. Dabei geht es der etablierten Politik bis tief in sozialdemokratische Parteien und Gewerkschaften nicht mehr um ein ob oder nicht, sondern vielmehr um die Frage wie das umgesetzt werden kann, ohne dass es eine soziale Explosion zur Folge hat. Die Abwehrkämpfe gegen den Abbau sozialer Rechte sind wichtig, aber die Perspektive muss weiter sein. Wenn sich die Kämpfe aber den herrschenden Normen und Institutionen unterordnen, führen sie im Ergebnis oft nur zu einer Stabilisierung eben der Strukturen, deren negative Auswirkungen sie mildern sollen.
Die aktuellen Krisenerscheinungen, vor allem die nicht zuletzt durch “Bankenrettungen” in die Höhe schnellenden Staatsschulden, halten nun als Begründung her, um diese scheinbar alternativlose Politik zu rechtfertigen. Arbeitsmärkte werden “flexibilisiert”, d.h. Arbeitsrechte beschnitten, Kündigungsschutz gelockert, soziale Sicherheiten gestrichen. Der Staat baut massiv Stellen ab, was viele Leute ohne Arbeit dastehen lässt und gleichzeitig die Löhne im privaten Sektor nach unten drückt. Wer keine Arbeit hat, wird einem repressiven System sozialer Kontrolle unterstellt, dass nicht vorrangig die Funktion hat, die Menschen in Arbeit zu bringen. Vielmehr soll es verhindern, dass sie auf andere Gedanken kommen sich selbst zu beschäftigen, und andererseits den Druck auf sie zu erhöhen und die Option einen Scheiß-Job für einen Hungerlohn zu akzeptieren attraktiver erscheinen zu lassen.
Don’t hate the players, hate the game! Aber auch diese Maßnahmen haben nicht einfach Bosheit oder Gier zur Ursache, sondern sind innerhalb des Kapitalismus logische Folgen des Zwangs zur immerwährenden Maximierung des Profits. Denn ohne Aussicht auf Profit investiert niemand, verleiht keine Bank an ein Unternehmen Geld. Die Produktion würde ins Stocken geraten, ganz gleich ob die produzierten Güter eine gesellschaftlich wichtige Funktion haben oder nicht. Doch der Zwang zur Profitmaximierung steht im Widerspruch dazu, dass die produzierten Waren auch Käufer_innen finden müssen, die sich diese Dinge leisten können.
Nicht zuletzt durch diesen Widerspruch ist die Krise nicht etwa ein Ausnahmezustand im Kapitlismus, ein Stottern des Motors oder ein Betriebsunfall, sondern ein immer vorhandenes Strukturelement, dass sich wiederkehrend, mehr oder weniger periodisch zuspitzt. Es kann weder durch besonders viel noch besonders wenig staatliche Regulierung aus dem System herausgerechnet werden. Der Staat wird die Märkte immer vor allem so regulieren, dass die Aufrechterhaltung des Gesamtzusammenhangs und die Akkumulation von Kapital sichergestellt werden.
Schuld an der Krise sind also nicht etwa “Bankster”, Spekulant_innen oder amoralische Politiker_innen, schuld ist die kapitalistische Produktionsweise. Aber da die herrschenden Verhältnisse dieser Einsicht im Wege stehen, müssen andere Sündenböcke her. Innerhalb Europas wird neben “Finanzmarkt Zocker_innen” vor allem das Bild der angeblich “faulen Südländer_innen” gezeichnet die “über ihre Verhältnisse” gelebt hätten. Diese Erklärung passt gut zum vorherrschenden Alltags-Rassismus, hat aber mit der Realität nichts zu tun. Tatsächlich arbeiteten die Menschen schon vor der Krise zum Beispiel in Griechenland meist mehr Stunden für nicht selten halb so hohe Löhne wie hier, und das bei vergleichbaren Lebenshaltungskosten.
Wenn aber der Kapitalismus der Grund ist für die ganze Misere, wer ist dann “schuld” am Kapitalismus? Eine kleine Bande von Kriminellen, die den Globus terrorisieren und ausbeuten, wie es viele wieder aufkeimende Verschwörungstheorien nahelegen? Weit gefehlt! Vielmehr sind es wir alle, die täglich unseren Beitrag zu seiner Aufrechterhaltung leisten, indem wir arbeiten gehen oder für den Arbeitsmarkt lernen, indem wir Geld ausgeben und konsumieren, indem wir unsere Steuern zahlen an einen Staat, der letzten Endes vor allem das Funktionieren der kapitalistischen Wirtschaft absichert.
Wir sind zwar alle daran beteiligt, den Kapitalismus aufrecht zu erhalten, ihn in unserer derzeitigen Lage einfach beenden können wir aber trotzdem nicht. Die Möglichkeiten zur Mitwirkungen, die uns die bürgerliche Demokratie zur Verfügung stellt, bemächtigen uns dazu nicht. Eine Partei beispielweise, die sich mit antikapitalistischer Rhetorik schmückt, müsste spätestens dann kapitulieren, wenn sie an der Regierung ist. Der Staat den sie übernehmen würde wäre immer noch ein kapitalistischer, der ohne Steuereinnahmen handlungsunfähig wäre und so um jeden Preis die Zirkulation der Waren aufrecht erhalten muss. Auch die viel gepriesenen Grundrechte reichen immer nur so weit, wie ihre Ausübung für den Erhalt dieser Gesellschaft ungefährlich bleibt. Wer sich wirklich der bestehenden Ordnung in den Weg stellt bekommt schnell die volle Härte der Repression zu spüren. Um wirklich etwas tun zu können, müssen wir aus der Vereinzelung herausbrechen, in die uns diese Gesellschaftsform zwingt.
It’s not enough to be angry! Wenn jetzt für den 31. März zu einem Aktionstag gegen den Kapitalismus aufgerufen wird, kann es nicht darum gehen, dem allgemeinen Gerede von der Krise einfach ein paar neue Facetten hinzuzufügen. So ist zum Beispiel die Deutung populär, der Kapitalismus sei nun eh fast am Ende, und wir bräuchten uns jetzt bloß alle an den Händen zu fassen und einen Neuanfang wagen. Dabei ist Widerstand gegen die kapitalistische Wirtschaftsweise alltäglich, aber leider auch schon lange in einer Sackgasse. In der Krise verschärfen sich die Auseinandersetzungen, aber der Kapitalismus ist immer Scheiße, auch wenn er scheinbar “reibungslos” funktioniert.
Es kann also bei einem antikapitalistischen Aktionstag nicht darum gehen, für einen Tag zu moblisieren. Vielmehr sollte der Tag genutzt werden um lokal und transnational die Strömungen zusammen kommen zu lassen, die eine konsequent antikapitalistische, anti-staatliche und revolutionäre Perspektive einnehmen. Die entstehende Vernetzung sollte nicht wie so oft mit dem Aktionstag wieder zerfallen, sondern als Beginn in einem Aufbauprozess gesehen werden.
Dabei sollte es nicht nur um eine Vernetzung für Aktionen gehen, sondern auch um das Entwickeln von Ansätzen, wie eine Bewegung gegen den Kapitalismus enstehen kann, die sich nicht auf symbolischen Protest beschränkt, sondern tatsächlich zur Transfomation und Revolutionierung der Lebensweise auf diesem Planeten in der Lage ist. Die Vereinzelung der (Teilbereichs-)Kämpfe aufzuheben und den Kapitalismus als Ursache hinter vielen Problemen beim Namen zu nennen, kann nur ein Anfang sein.
Einführung der Vorratsdatenspeicherung in Österreich am 1. April
Wieviele?
Wir hoffen auf zahlreiche Beteiligung und erwarten mehr als 9000 Menschen auf der Straße.
Am 1. April wird die Vorratsdatenspeicherung in Österreich umgesetzt.
Aus diesem Grund findet einen Tag vorher ein Trauer- bzw. Protestmarsch statt, um den Politikern zu zeigen, dass wir die durch die VDS resultierenden Einschränkungen in der Privatsphäre aufs Schärfste kritisieren. Der Protestmarsch startet am Christian-Broda-Platz (in der Nähe des Westbahnhofs)
danach wird sich die Gruppe zum Parlament begeben, wo dann einige Reden gehalten werden.
und zeigt eure Solidarität, informiert euch über den Prozessverlauf, verbreitet die Neuigkeiten ihres Twitter-Accounts und seid laut dabei!
19 Monate nach ihrer Enthaftung beginnt am 13. März der Prozess gegen die vier Aktivist*innen J.A.I.B. im Landesgericht Josefstadt. Nach dem Tierschutzprozess wird nun erneut versucht mit Hilfe des Paragraphen 278 eine politische Bewegungen zu kriminalisieren.
Wann genau begonnen wurde die unibrennt-Bewegung zu observieren, ist nicht klar, in der Chronologie der Geschehnisse wird jedoch deutlich wie konsequent die Ermittlungen der Abteilung des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Wien stattgefunden haben.
Am 12. Mai schreibt Abteilungsleiter Hofrat Mag. Erich Zwettler einen Anfallsbericht in dem erweiterte Ermittlungen gegen Studierende (die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens, Observationen und verdeckte Ermittlungen) unter der Heranziehung des Ermittlungsparagraphen § 278b beantragt werden.
Ab Mai werden demnach mehrere Personen unter dem Verdacht der Bildung einer terroristischen Vereinigung überwacht. In der Nacht vom 27. auf den 28. Juni kommt es zum ominösen AMS-Mülleimerbrand und schon am 06. Juli folgen Hausdurchsuchungen und Festnahmen.
Als Vorwand für Durchsuchungen von drei WGs und dem Kaleidoskop, sowie für die Beschlagnahmung zahlreicher Gegenstände und die anschließenden Verhaftungen dient ein AMS-kritisches Video /Kommunique auf at.indymedia.org. Zwei Wochen später wird eine weitere Person festgenommen und Untersuchungshaft über alle vier (J.A.I.B.) verhängt. Daraufhin werden sie noch weitere fünf(!) Wochen in U-Haft festgehalten.
Bis es im Oktober 2011 zur endgültigen Anklage kommt, werden weitere Personen verhört und unter anderem eine Videoaufnahme einer Abschiebung am Flughafen Wien Schwechat als Vorbereitung für einen terroristischen(!) Anschlag eingestuft. Es wird deutlich wie mit allen Mitteln versucht wird den Tatbestand des §278b zu konstruieren, Ähnliches konnte man auch bei den Ermittlungen im Tierschutzprozess beobachten.
Die ÖH/Akademie kritisiert das Vorgehen des Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung und der Staatsanwältin Nina Maygründter und fordert Freisprüche für die vier Angeklagten.
Dass auch dieser Prozess ein politischer ist, wurde bei der letzten Solidaritäts-Demonstration deutlich. Das Polizeiaufgebot war unverhältnismäßig und während der gesamten Demoroute filmten mehrere Beamte das Geschehen.
Auch wenn die Anklage jetzt „nur“ mehr „versuchte Brandstiftung“ lautet, neben den drohenden Strafen für die vier (ein bis zehn Jahre Haft), dürfen wir nicht zulassen dass die offensichtlichen Versuche politischen Aktivismus zu kriminalisieren auch nur den kleinsten Erfolg haben.
Wir lassen uns nicht Einschüchtern und bleiben widerständig!
Was genau Ihr jetzt dagegen tun könnt? Kommt zum Prozessbeginn am 13.03.2012 um 09.00 Uhr im Landesgericht Josefstadt (Raum 205) und zeigt eure Solidarität, informiert euch über den Prozessverlauf, verbreitet die Neuigkeiten ihres Twitter-Accounts und seid laut dabei!
Ja zu einer zukunftsfähigen, bäuerlichen Landwirtschaft! Ja zu einer klimaschützenden Landwirtschaft! Ja zur Bio-Landwirtschaft als Leitbild für das österreichische Agrarmodell Ja zu gentechnikfreien Futter- und Lebensmitteln! Ja zum Menschenrecht auf Nahrung und zu Ernährungssouveränität! Ja zu einer Ernährungskultur, die Menschen, Tieren und Umwelt ihre Würde bewahrt!
Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) wird jetzt ausgearbeitet. Höchste Zeit, ein Zeichen für unsere Anliegen zu setzen!
Verschiedene Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) werden gemeinsam auf die Straße gehen für eine umweltfreundliche, soziale, Landwirtschaft, für Ernährungssouveränität und nachhaltige Lebensmittelproduktion. Die IG-Milch ist da selbstverständlich dabei.
Zur Fahrt nach Wien werden wieder Busse organisiert – wer mitfahren möchte, kann sich im Büro der IG-Milch anmelden!
Als „Täuschungsversuch“ beurteilt SOS Mitmensch die Tatsache, dass anstelle des Balles des Wiener Korporationsringes 2013 in der Hofburg ein von der FPÖ organisierter „Wiener Akademikerball“ stattfinden soll. In einer Aussendung kritisierte die Organisation gestern den „Umfaller“ der Hofburg-Betriebsgesellschaft – und forderte sie auf, die Genehmigung „umgehend rückgängig“ zu machen.
Die Betreiber der Hofburg stünden „dem demokratischen Österreich im Wort“. Ein Bruch des Versprechens, die Pforten der Hofburg nicht mehr für „rechtsextrem durchsetzte Vereinigungen“ zu öffnen, käme einer „Riesenblamage für die privaten Betreibergesellschaften und für die Republik gleich“, so SOS Mitmensch.
Weder der Minister, noch die ÖH und am allerwenigsten die Studierenden wollen die StEOP. Trotzdem werden seit 2011 Erstsemestrige lebenslang für ein Studium gesperrt, wenn sie die Eingangsprüfungen nicht bestehen.
Im März 2011 beschloss der Nationalrat die Einführung einer neuen Studieneingangs- und Orientierungsphase, kurz StEOP. Sie verändert die Studienpläne des ersten Semsters jener Studienrichtungen, die keine Zugangsbeschränkung haben.
Anhand neuer Prüfungen mit jeweils zwei Antrittsmöglichkeiten soll festgestellt werden, ob Studierende für das jeweilige Studium geeignet sind. Wer die Studieneingangs- und Orientierungsphase nicht besteht, ist lebenslang für das Studium gesperrt. Studierendenvertreter kritisierten schon bei der Einführung, dass die SteOP das erste Semster zur reinen Knockout-Phase machen würde. Ein Jahr später liegt ein erster Evaluierungsbericht vor.
2300 Erstsemestrige haben sich an „STEOPWATCH“ beteiligt, einer Umfrage der Österreichischen Hochschülerschaft. Wichtigstes Ergebis für ÖH-Vorsitzende Angelika Gruber: 70% der Studierenden finden, dass die StEOP keineswegs der Orientierung im Studium dient. Noch mehr Erstsemestrige kritisieren den Prüfungsmodus: “80% der befragten Studierenden haben angegeben, dass sie mittels Multiple-Choice-Prüfungen abgeprüft bzw. rausgeprüft worden sind”, so Gruber. “Zumindest kann man sagen, dass man nach der StEOP das System des Kreuzerltests gut beherrscht.”
Esel oder Eule?
Berühmtheit hat etwa die sogenannte “Eselsfrage” erlangt: Sie wurde bei einer Eingangsprüfung im Pädagogik-Studium gestellt und lautete: “Welches Tier ist symbolhaft für den Unterricht?” Als mögliche Antworten standen Esel, Eule, Tiger und Katze zur Auswahl. Für Wolfgang Weigel vom Verband der Universitätslehrerinnen und -lehrer ein Beispiel für eine problematische Art der Fragestellung: “Zu sagen, es gäbe nur eine richtige Antwort, ist in so einem Fall verfänglich. Eine offene Antwort kann nur dann erwartet werden, wenn eine Begründung folgt. Wenn man sagen kann: Ich sage Eule, weil…” Im Test für die Erstsemestrigen des Pädagogikstudiums war “Eule” jedenfalls die falsche Antwort. Der Esel repräsentiere den Unterricht, weil man unaufmerksamen Kindern in Schulklassen lange Zeit die “Eselsmütze” aufsetzte – so wurde das in der Vorlesung gelehrt.
Weigel verteidigt dabei die zuständige Lehrende, auch sie sei ein Opfer des Systems. Mit den Studierendenvertretern solidarisiert sich der Presse-Referent des UniversitätslehrerInnen-Verbands ebenfalls. “Wir sind ja die Bösen, die diese Prüfungen dann durchführen müssen. Aber wir sehen das, was hier geschieht, nicht als funktional angemessenes Modell an.”
Die Kombination aus Pädagogik- und Lehramts-Studien stellt überhaupt einen Sonderfall dar und zeigt eines der gravierendsten Probleme mit der StEOP. Stefan Kastel etwa studierte Lehramt Deutsch, Lehramt Geschichte und Pädagogik. Die Studieneingangsphasen der ersten beiden Fächer bestand er, die dritte verhaute er beide mal. Jetzt ist er für alle Lehramts-Studien an der Universität Wien gesperrt – lebenslang. Kastl engagiert sich bei der Initiative “Steop=Stop” – und hat das Studium gewechselt. Die ÖH kritisiert, dass die Träume von Studierenden, sich in ihren Interessensgebieten zu bilden und in diesen zu arbeiten, zerplatzen.
Ein Semester aufgrund einer verhauten Eingangsprüfung zu verlieren, kann aber auch den Verlust von Stipendium oder Familienbeihilfe bedeuten, weil man die in diesem Semester erforderlichen ECTS-Punkte dann vielleicht nicht erhält.
Problematisch ist für ÖH-Vorsitzende Janine Wulz außerdem die Verknüpfung der Studiengeingangsphase mit Visa: “Studierende aus Drittstaaten haben ein Studierenden-Visum. Dieses ist ganz spezifisch für ein Studium ausgestellt. Wenn sie in diesem Studium die StEOP nicht bestehen – schließlich gibt es nur eine Prüfungswiederholung – dann bedeutet das unter Umständen, dass sie ihr Visum verlieren.”
Alles in allem würde die StEOP nicht der Orientierung dienen, so Wulz, sondern sei eine Zugangsbeschränkung.
Keiner will sie
Auch Wissenschaftsminister Karl-Heinz Töchterle teilt die Kritik der Studierenden an der StEOP, zieht aber andere Schlussfolgerungen. Der Minister sieht sich bestärkt in seiner Forderung nach neuen Zugangsregelungen: “Dann brauche ich diese Studieneingangsphase nicht für etwas anderes zu missbrauchen als dafür, wofür sie gedacht ist. Sondern ich kann wirklich informieren.”
Die ÖH fordert eine prüfungsfreie Orientierungsphase, in der das Studium und auch die Berufsmöglichkeiten nach dem Studium vorgestellt werden. Marginale Verbesserungen wären für die ÖH zumindest eine Aufhebung der lebenslangen Sperren, eine Wiederherstellung des Rechts auf zumindest drei Prüfungswiederholungen, eine Anpassung des Studien-Beihilfesystems und eine Offenlegung der Daten zur StEOP seitens der Universitäten für weitere Evaluierungsschritte.
Das que[e]r gibt es seit 1998. Seitdem hat sich viel getan! In den letzten acht Jahren kamen verschiedene Menschen zusammen, um gemeinsam Informationsveranstaltungen, Filmvorführungen, Theaterabende, Diskussionsrunden und vieles mehr zu organisieren und zu gestalten.
Das que[e]r ist ein politischer Raum, der jenen, die Lust darauf haben, ein spannendes Programm oder einfach “nur” einen gemütlichen Rahmen zum Quatschen mit FreundInnen bietet – Konsumzwang gibt es keinen – und für alle que[e]r-Veranstaltung gilt prinzipiell “Eintritt Frei”!
Das que[e]r soll Menschen Informationen zugänglich machen und einen gemütlichen Kommunikationsort abseits des kommerziellen Wahns bieten. Politische Themen können auch in einem ungezwungenen Rahmen diskutiert werden. Wir machen das que[e]r, weil es uns ein Anliegen ist – es ist selbstverständlich, dass niemand von uns einen Groschen daran verdient. Mit der eigenommenen Kohle werden diverse unabhängige politische Aktionen und Projekte finanziert.
Warum que[e]r?
Wir sind ein bunter Haufen QuerulantInnen. Uns kotzt dieses System, seine Ausbeutung, seine Unterdrückung, die HERRschende Moral, der Sexismus, die Homophobie und alles andere, was in diesem Staat und auf der Welt an der Tagesordnung ist, an. Wir wollen ein selbstbestimmtes Leben ohne HERRschende. Wir wollen leben können, ohne uns über unser Geschlecht oder unsere Sexualität definieren zu müssen. Es ist egal, ob mensch schwarz, weiß, weiblich, männlich, schwul, bi, lesbisch, hetero, trans, a oder sonstwie sexuell ist. Wir lassen uns nicht spalten und nicht trennen durch Grenzen, wir kämpfen gemeinsam gegen dieses System! Trotzig, rotzig, gemein, gehässig und haben viel Spaß dabei!
Mehr zum Begriff que[e]r findet ihr im Inteam-Arikel Tell me what it’s all about, honey! im Inteam 6, der Zeitung der Rosa Antifa Wien, er wurde aus der Zeitschrift Tuntentinte übernommen.
Published on February 12, 2012 in Uncategorized. 0 Comments
The repressive actions of the state, judiciary and police against autonomous political structures in Vienna has increased in the last years . After the completion of the written verdict and the acquittal of 13 defendants in the § 278a case against animal rights activists in february, the biggest Austrian court case since 1945 (hopefully) has found its end.
But the next political trial is already taking place: this time against 4 political activists (J.A.I.B.), who were, among others, participating in the education-protests of 2009 (unibrennt: a.o. Audimax-occupation Vienna, Academy of fine arts Vienna,…) and active in anti-racist protests.
During the occupations of the Academy of fine arts Vienna in 2009 and the following occupations of the Audimax and other lecture halls in the university of Vienna, the Federal Office for the Protection of the Constitution and Counter-Terrorism (Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung – LVT) started an extensive investigation. The LVT did not just monitor protests, but also observed individuals and locations (especially the Academy of Fine Arts Vienna and the huge Audimax auditorium Vienna), tapped telephones and placed undercover agents. These measures were legally “legitimized” by using the sniffer-article 278 (i.e.the formation of a criminal/terrorist organization). In order to justify the investigation, the four activists J.A.I.B. were put into prison for two months in July 2010. Their flats as well as the space of an autonomous culture initiative were raided and many items and computers were seized for several weeks.
The four are being accused of setting a garbage bin on fire in front of a federal job center. They were confronted by the federal prosecutor with the following allegations: forming a terrorist organization, committing terrorist offenses, criminal conspiracy, serious criminal damage and arson. The four activists used their right to refusal to give evidence. Even after their release, the prosecutor and police were still trying to extort statements from them. A video documentation of a deportation found during a raid was presented by the LVT as a preparation for a planned liberation of prisoners. By now, nearly all of these accusations against J.A.I.B. have been dropped (from the indictment).
DEMONSTRATION
FIGHT REPRESSION!
KEINE KRIMINALISIERUNG VON POLITISCHEN WIDERSTAND
SA.10.03.2012
RAMPE UNIWIEN
15:00
SCHOTTENTOR
Die 4 Aktivist_innen J.A.I.B. sind nun 19 Monate nach ihrer Enthaftung wegen versuchter Brandstiftung angeklagt, Prozessbeginn 13.3.2012 9:00 Uhr. LANDESGERICHT JOSEFSTADT
Ausgangspunkt waren Konstruktionen nach §278, die auf Observationen von Demos sowie den Unibesetzungen 2009 (#unibrennt) oder Anti- Abschiebungsaktionen basieren.
Über mehrere Jahre hinweg wurden Tierrechtsaktivist_
innen für ihr Aufbegehren gegen die Unterdrückung und
Ausbeutung von Tieren terrorisiert und kriminalisiert.
Mit der schriftlichen Urteilsverkündung geht der Wiener
Neustädter §278 Prozess nun hoffentlich zu Ende.
Organisationssparagraphen finden vermehrt ihre
Anwendung. Wie gegen die Anarchosyndikalist_innen
“Belgrad 6”, den 40 No TAV (Hochgeschwindigkeitszug)
Aktivist_innen in Italien, den mutmaßlichen Mitgliedern
der Revolutionären Zellen die Frankreich nach 33 Jahren
im Exil nach Deutschland ausliefern,…Hausprojekte,
Wagenplätze und Freiräume, die praktische Versuche
darstellen jenseits unerträglicher Normalzustände zu
leben, werden mit Polizeigewalt geräumt (Liebig 14/
Berlin, Kukutza/Bilbao, Treibstoff/Wien…).
Aber die Städte kochen weiter!
Kein Bespitzeln, Kriminalisieren, Verhaften
wird jemals Widerstand stoppen!
Mit unserer Vernetzung und aktiven Solidarität
bleiben wir laut und lassen uns nicht einschüchtern!
Gerichte sind zum Essen da (und Häfen für Schiffe).
Brüssel.Warschau.Wien. EU-Handelskommissar Karel De Gucht hat das ACTA-Abkommen zum Schutz geistigen Eigentums entschieden verteidigt. “Die Alptraum-Vorstellung dieses Abkommens, die einige in den Raum stellen, gründet nicht in der Realität”, sagte er am Mittwochabend in Brüssel vor dem Handelsausschuss des EU-Parlaments. Am gleichen Tag hatte das EU-Parlament eine von 2,5 Millionen Menschen unterzeichnete Petition gegen ACTA entgegen genommen.
ACTA werde die Rechtslage in Europa nicht ändern, sagte De Gucht. Bestehende Gesetze zur Durchsetzung geistigen Eigentums seien nicht berührt. Er verteidigte das umstrittene Abkommen auch gegen den Vorwurf der Intransparenz: “Das (EU-)Parlament wurde während des gesamten Verhandlung vollständig über den Prozess informiert.”
Das öffentliche Interesse an ACTA lobte De Gucht als gesund. Er fügte aber hinzu, er sei zeitweise enttäuscht gewesen über den “Mangel an sachlicher Genauigkeit”. Ziel müsse es sein, die Bevölkerung über das Abkommen aufzuklären, “wirkliche Ängste” auszuräumen und Missverständnisse zu beseitigen.
Gegner sehen die Freiheit des Internets durch das internationale Abkommen gefährdet. Nachdem die EU-Kommission es zur Prüfung an den Europäischen Gerichtshof in Luxemburg gegeben hatte, liegt das
Polens Verfassungsrechtler sind sich einig: das internationale Abkommen gegen Produktpiraterie im Internet und Urheberrechtsverletzungen, ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement), ist unvereinbar mit der polnischen Verfassung, berichtete am Mittwoch die Tageszeitung “Dziennik Gazeta Prawna”. Sie betonen, dass der Widerspruch das Wesen des Grundgesetzes betrifft, und zwar die Garantien des demokratischen Rechtsstaates. Die Experten sind der Auffassung, dass ACTA sich vor allem um die Interesse der Urheberechtsinhaber kümmert, und das Recht auf Verteidigung derjenigen, die im Verdacht stehen, die Rechte zu verletzten, beschränkt.
Die Experten hatten das Dokument im Auftrag des Büros für Analysen im Parlament untersucht. Nach dem Rechtsgutachten von Verfassungsrechtler Ryszard Piotrowski steht das Dokument völlig im Gegensatz zum polnischen Recht. Ähnliche Schlussfolgerungen beinhaltet das Gutachten von Boguslaw Banaszak, der auf Gefahren hinweist, die mit der Ratifizierung des Abkommens verbunden sind, und zwar der Mangel an Verfahrensgarantien der Achtung der individuellen Rechte auf Schutz der persönlichen Daten und Verletzung der Regeln zur Gewährleistung des Rechts auf Verteidigung. “ACTA gibt Anlass zur Sorge über den möglichen Missbrauch des Rechts auf Zugang zu persönlichen Daten von Personen, die im Verdacht stehen, Urheberrechte zu verletzen”, erklärte gegenüber der Zeitung die Gesetzgebungsexpertin aus dem Analysenbüro des Parlaments Ewa Wojnarska-Krajewska.
Medienmitteilung der Piratenpartei Österreich, Wien, 21.02.2012
Route für Anti-ACTA-Protestzug am 25. Februar fixiert
Bei der überparteilichen Demonstration gegen das Anti-Counterfeiting-Trade-Agreement (ACTA) haben die Veranstalter am Dienstag in Zusammenarbeit mit der Piratenpartei Österreichs (PPÖ), den Grünen, den Jungen Sozialisten und etlichen weiteren Organisationen die Route für die Anti-ACTA-Demonstration in Wien am 25. Februar offiziell fixiert.
Demzufolge wird der Protestzug, für den bisher weit über 5.000 Teilnahmezusagen vorliegen, am Samstag, den 25. Februar 2012 ab 14 Uhr vom Europaplatz über die Mariahilfer Strasse, die Babenberger Strasse und den Ring zum Parlament ziehen, wo es eine Abschlusskundgebung geben wird. Danach findet ein Ausklang im Siegmund-Freud-Park statt.
Die überparteiliche Veranstaltung wird mit einem Lautsprecherwagen die Passanten entlang der Route nach dem Motto „Politk macht, wer mit macht“ über die Auswirkungen des in einer geheimen Sitzung des EU Agrar- und Fischereirats beschlossenen Zensurgesetzes informieren und zur spontanen Teilnahme an dem Protestzug aufrufen.
Nach den bundesweiten Demonstrationen am 11. Februar wird am Samstag DJ MikMok da Groove für passende, de-eskalierende Musik und gute Stimmung am Weg zum Parlament sorgen.
Die Rednerliste der Kundgebung vor dem Parlament wird spätestens am Donnerstag bekanntgegeben.
Piratenpartei Österreich (PPÖ)
Rückfragehinweis: Toni Straka, Bundesmediensprecher
Der Club 2 vom letzten Mittwoch führt uns zu der Frage nach Bürgerbeteiligung und Bürgerinitiativen in Wien und damit verknüpft dem Wiedererstarken sozialer Bewegungen. Wir gehen der Frage nach, welche Bürgerinitiativen und Bewegungen Wien geprägt haben und was es mit der Agenda 21 und den Bürgerinitiativen auf sich hat.
Wer letzten Donnerstag Nacht den Club 2 gesehen hat, dem wird es vielleicht ähnlich ergangen sein wie mir. Zwischen Wut, Entrüstung und Fassungslosigkeit waren meinerseits alle Gefühlslagen dabei. Der Begriff des Fremdschämens fasst jedenfalls nicht dieses unterirdische TV-Erlebnis. Falsche Einladepolitik mag wohl eine Sache sein, Moderationskünste eine andere. Das Thema des Club 2 war ein viel diskutiertes dieser Tage: nämlich die Wutbürger. Unter dem Titel: „Bürger – Wohin mit der Wut?“ und damit verknüpft die Frage der Partizipation und Selbstermächtigung wurde viel heiße Luft verpufft. Am Ende der Sendung blieb der schale Geschmack von Weltverschwörungstheorien hängen, weshalb wir uns nun mit der Frage nach der Selbstermächtigung, Bürgerinitiativen und der Bürgerbeteiligung in Wien befassen. Das ganze Spektrum, das im Club 2 aufgemacht wurde, zu bearbeiten, würde den Rahmen an dieser Stelle nämlich sprengen. Den Club 2 vom 15.2.2012 kann man aktuell noch in der TVthek ansehen.
Das Wort zum Club 2
Einer der Gäste des Club 2 war Herta Wessely, die aus der Perspektive der Bürgerinitativen im Kontext der Aktion 21 berichten sollte. An diesem Abend diskutierten außerdem, der Liedermacher Konstantin Wecker, Maria Maltschnig – eine Vertreterin der „Sektion 8“ einer Sektion der SPÖ Alsergrund, der Journalist Thomas Chorherr und der Kaberettist Roland Düringer, der mit Klischees und Weltverschwörungstheorien unter dem Deckmantel der Provokation und offensichtlicher Uninformiertheit nur um sich warf.
Bürgerbeteiligung wozu?
Grosso modo äußerte Chorherr die Meinung, dass das Schweizer Beispiel der Minarette Debatte zeige, dass Bürgerbefragungen keine gute Ideen sein. Als weiteres Beispiel brachte er Bürgerbeteiligungsverfahren bei denen es um die Frage ging, ob es eine Umfahrung in einer Gemeinde geben solle oder ob die Straße durch die Gemeinde geht. Er meinte, dass sich zwei Bürgerinitiativen gebildet hätten: eine die für die Umfahrung gewesen sei und eine dagegen.
Dürringer nahm bei dieser Diskussion eine Sonderstellung ein was Informiertheit anbelangt und meinte, dass sich die Leute eh alle so leicht täuschen lassen und dass es um den größeren Zusammenhang gehe. Zusammengefasst wurde Kritk am Warenfetischismus und der Ohnmacht der BürgerInnen geübt und vom Primat des Finanzsystems und seine Macht über die Politik diskutiert. Weitgehend blieben die BürgerInnen als aktive Subjekte außen vor. Der Begriff der sozialen Bewegungen, der Bürgerbeteiligung und die Bedeutung der Bürgerinitiativen in Wien war dabei ein besonderes Stiefkind, das wir hier herauspicken möchten um ein wenig Klarheit darüber zu schaffen, was es in Wien damit so auf sich hat.
Wiedererstarken sozialer Bewegungen – Zwischen Hausbesetzung und urban Gardening
Das Wiedererstarken sozialer Bewegungen ist seit der Finanzkrise 2008 unverkennbar. Egal ob es dabei um die Occupy Wall Street Bewegung, den arabischen Frühling, die Uni-Brennt Bewegung oder aktuelle um die Anti-ACTA Bewegung geht.
Allerdings wird zivilgesellschaftliches Engagement, Empowerment (Selbstermächtigung) und die Aneignung von Stadträumen schon lange, wenn auch nicht immer medienwirksam, hochgehalten. Die Bandbreite reicht auch in Wien dabei von der Besetzung von Räumen, wie ehemals dem WUK, dem Amerlinghaus, dem EKH oder der Arena, um Räume für Kunst- und Kulturinitiativen oder politische Initiativen zu schaffen. Bis hin zu Tauschkreisen oder Kostnix Läden die damit alternative Wirtschaftsformen abseits des kapitalistischen Systems erproben und Solidarisierung selbst leben. Aber natürlich ist auch damit noch nicht das ganze Spektrum abgedeckt, denn es gibt natürlich auch noch viele andere Formen der Selbstermächtigung wie Guerilla Gardening, wo die StadtbewohnerInnen die Stadt begrünen, sein es Parks oder verwaiste Rasenflecken nebenstehend Fahrbahnen.
Wiener Bürgerinitiativen und die Agenda 21
Eine Form der Partizipation an Entscheidungsprozessen oder wenn es um die eigene Lebenswelt geht – nämlich die eigene Stadt – sind Bürgerinitiativen. Derer gibt es in Wien – allein – unter dem Deckmantel der Aktion 21 um die 80. Ihre Anliegen sind sehr unterschiedlich und reichen vom der Initiative Steinhof bis zur IBI (Internetinitiative) Verwaltungsreform-jetzt Anliegen österreichweit. Der Generalverdacht von Dürringer das die WienerInnen nur sudern und raunzen kann hier widerlegt werden, denn die BürgerInnen engagieren sich an konkreten Projekten für konkrete Ziele. Natürlich sind die Bürgerinitiativen die Teil der Agenda 21 sind nur ein Ausschnitt der Initiativen die es in Wien schon gegeben hat.
Was ist die Agenda 21?
Ein zentrales Instrument der Bürgerbeteiligung ist seit 1992 die Agenda 21. Diese wurde bei der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwickung in Rio de Janeiro 1992 verabschiedet. Darauf bezieht sich wiederum die Charta von Aalbourg, die in einer späteren Konferenz folgendes fest hält: “Wir Städte und Gemeinden verpflichten uns, den in der Agenda 21, dem auf dem UN-Erdgipfel in Rio de Janeiro verabschiedeten Schlüsseldokument, enthaltenen Auftrag zu erfüllen. (…) Wir werden dafür Sorge tragen, dass alle Bürger und Interessengruppen Zugang zu Informationen erhalten und es ihnen möglich ist, an den lokalen Entscheidungsprozessen mitzuwirken.”
Die Aktion 21 ist in Wien ein Verein zur Wahrung der Interessen der Bürger bei einschneidenden Änderungen in ihrem Umfeld. Das aktuelle Ziel der Aktion 21 ist es, wie Wessely im Club 2 berichtete, die rund 80 Bürgerinitiativen zusammenzubringen und ihre Anliegen und Interessen zu bündeln.
Was wird unter Bürgerbeiteilung in der Stadtplanung verstanden?
Gerade im Kontext der Stadtentwicklung ist Bürgerbeteiligung ein sehr dehnbarer und breiter Begriff. Er wird in unterschiedlicher Weise verwendet. Bei der aktuellen geplanten Seestadt Aspern beispielsweise wurde unter dem Begriff Bürgerbeteiligung „informieren“ verstanden. Im Falle der Wiener Steinhofgründe war diese gleichbedeutend mit – die BürgerInnen vor vollendete Tatsachen stellen, da der Planungsprozess eigentlich schon abgeschlossen war. Die Bürgerinitiative Steinhof war aber ausschlaggebend dafür, dass der geplante Bau der GESIBA gestoppt wurde und nun darüber diskutiert wird, was mit dem Areal passieren soll, wie stadtbekannt schon berichtete. In anderen Fällen wie der Umgestaltung des Brunnenmarkts wurde ein partizipatives Beteiligungsverfahren durchgeführt bei dem sowohl Geschäftsleute, Marktstandbetreiber und Bürgerinnen am Planungsprozess aktiv beteiligt waren.
Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung
Gerade wenn es um die Um- oder Neugestaltung von Stadträumen geht oder die Planung von neuen Stadtgebieten ist es wichtig, dass nicht nur die Interessen der BürgerInnen gewährleistet sind, sonder sie auch die Möglichkeit haben ihr städtisches Umfeld mitzugestalten. Schließlich sind die BürgerInnen ja sogenannte „Lebensweltliche ExpertInnen“. Soll heissen wenn es etwa um die Umgestaltung des Brunnenmarktes geht wissen die Menschen die am Markt arbeiten und leben am besten was sie benötigen um ihren Lebens- und Arbeitsalltag zu erleichtern.
Legendäre Wiener Bürgerbewegungen
Stadtbekannt und die österreichische Politiklandschaft nachhaltig geprägt hat beispielsweise die Bürgerbewegung gegen Zwentendorf und, welche schlussendlich nicht nur dazu geführt hat das Österreich Atomkraftwerk frei blieb und Kreisky abdankte, sondern auch zur Spaltung der SPÖ und der Gründung der Grünen. Ein weiteres bekanntes Beispiel ist der Spittelberg. In den 80er Jahren hätte das Biedermeierviertel abgerissen werden sollen und stattdessen neue moderne Bauten errichtet werden. Dagegen formierte sich ein massiver Bürgerprotest, der in der Besetzung des Amerlinghauses mündete und damit endete, dass der Spittelberg erhalten blieb und zu einem kreativen Zentrum der Stadt wurde, auch darüber haben wir vor einiger Zeit im Zusammenhang mit der möglichen Schließung des Amerlinghauses berichtet.
Fazit
Auch wenn Herr und Frau Österreicher oftmals Ohnmacht attestiert wird, zeigt sich, dass gerade wenn es um ihre Lebenswelt geht zumindest ein Ausschnitt der Bevölkerung sich für die Durchsetzung ihrer Rechte einsetzt. Das kann Auswirkungen auf unterschiedlicher Ebenen haben, wie im Falle von Zwentendorf die Spaltung einer Partei und die eine Atomenergie freie Zone oder im Falle des Spittelbergs, den Erhalt von Kulturgut. Der Feststellung von Chorherr im Club 2, dass Bürger bei Fragen der Verkehrs- und Regionalplanung oft wiedersprüchliche Wünsche äußern, kann man an der Stelle nur mitgeben, dass RaumplanerInnen oftmals vor diesem Problem stehen, aber das eben Teil ihres harten Geschäfts ist, nämlich die Miteinbeziehung der unterschiedlichsten Bedürfnisse der Interessensgruppen. Fest steht jedenfalls das Beteiligung und Selbstermächtigung immer schon wichtig war und dieser Tage wieder wichtiger wird.
Cornelia Dlabaja
Dante Franzi auf http://www.facebook.com/groups/280402428655900/
:”Hallo ihr Lieben, Philipp Janyr hat mir gestern ein Email geschrieben und wollte, dass ich auf der Salzburg Seite einen Admin lösche, den er dort nicht haben will, nachdem wir natürlich nicht seinen Wünschen gefolgt sind, hat er eine neue Occupy-Salzburg Seite eröffnet die er nun auch noch von Wien aus administriert. Bitte helft mit und meldet die Seite als Spam oder unerlaubte Kopie, links unten an der Wall, danke – @Dante Franzi”
Der Hackler macht ums Szenebeisel einen Bogen von Alexander Stoff
erschienen in: Augustin 313 – 25.1.-7.2.2012
Wird über Gentrifizierung gesprochen, so stößt man recht bald auf den Prozess der Verdrängung der alteingesessenen Bewohner_innen. Zu einer solchen kommt es in vielen Städten, sobald ein Stadtteil zum Objekt der Begierde für die Bauindustrie und Immobilienwirtschaft wird. Möglicherweise hat die Wiener Tourismuswerbung in dieser Beziehung sogar Recht: Ist Wien anders? Möglicherweise wird hier nur indirekt verdrängt…
Ähnlich wie in anderen Städten findet die ökonomische Aufwertung von Stadtteilen zwar auch hier statt, doch umstritten bleibt, ob damit eine starke Verdrängung der alteingesessenen Bewohner_innen einhergeht. Gentrifizierung beschreibt einen auch in Wien längst nicht mehr unbekannten Prozess. Der setzt meist ein, sobald ein Viertel von alternativen Milieus wie Künstler_innen und Student_innen – in der Forschung <Pioniere> genannt – <entdeckt> wird. Aufgrung niedriger Mieten ziehen diese Gruppen in den Stadtteil, gründen WGs und eröffnen neue Kneipen und Ateliers.
So verändert sich langsam das Bild des Stadtteils, eine bestimmte Wahrnehmung in der Öffentlichkeit als <trendig> entsteht, und es werden – nicht zuletzt auch durch medialen Hype – neue Bevölkerungsgruppen aufmerksam und in das Viertel gezogen. Schließlich wird auch das Interesse der Wirtschaft geweckt. Investitionen fließen in die Sanierung der alten Bausubstanz, und neuer Luxuswohnraum sowie zahlreiche Boutiquen entstehen. Da in der Folge die Mieten steigen, werden im internationalen Regelfall die alteingesessenen Bewohner_innen verdrängt, die sich ihre Wohnungen nicht mehr länger leisten können. Auch die <Pioniere> müssen früher oder später weichen. Es kommt zu einem Zuzug von einkommensstärkeren Schichten, und so verändert sich mit der ökonomischen Aufwertung auch die Bevölkerungsstruktur des Stadtteils.
Im Zusammenhang mit Gentrifizierung in Wien kann von einer indirekten Verdrängung gesprochen werden, so Florian Huber, Lehrbeauftragter am Institut für Soziologie an der Universität Wien. Mit der Verdrängung der alten Beiseln und Lokale etwa im Rahmen der Aufwertung des Karmeliterviertels verschwand der <Urwiener> aus dem öffentlichen Raum. Die sozialen Räume rund um den Karmelitermarkt, die vor allem für Netzwerke und Beziehungsgeflechte von Bedeutung sind, haben sich verändert, und aus einem ehemals infrastrukturell auf die ortsansässige Bevölkerung abgestimmten Markt ist mittlerweile ein <Trendviertel> geworden. Zwar lebt die alteingesessene Bevölkerung vielleicht nach wie vor im Stadtteil, aber sie zieht es nun vor, zu Hause zu bleiben, und ist daher im öffentlichen Raum nicht mehr sichtbar. So weist auch Gerhard Rauscher, der im Zuge seiner Stadterforschungen regelmäßige Rundgänge in Wien organisiert, darauf hin, dass gerade alternative Milieus die Augen nicht vor möglichen Ausschlussmechanismen verschließen dürfen. Denn <der Hackler von nebenan kommt nicht ins Alternativbeisl, der hat halt lieber sein Wirtshaus. Und wenn das dann auch verschwindet, dann verschwindet auch der Hackler>, meint Rauscher.
Für Menschen, die bei den Protesten gegen den WKR-Ball 2012 von Repression betroffen waren und sind, gibt es ein Treffen am
Samstag, 11.2.2012 um 17 Uhr
im Großraumbüro der ÖH Uni Wien
Uni Campus (Altes AKH), Hof 1 (hinterm Billa), Spitalgasse 2, 1090 Wien
Ihr könnt euch dort informieren und helfen lassen. Falls ihr von der Polizei oder Behörde bereits Post oder Schriftstücke habt, nehmt diese bitte mit.
Achtung: AktivistInnen die bereits am Tag der Proteste gegen den WKR-Ball eine Straferkenntnis erhalten haben, haben nur mehr bis spätestens!!! Montag Zeit um Berufung einzulegen!
Karte, wo das Großraumbüro der ÖH Uni Wien genau ist findet ihr im Anhang und auf unserem Blog
Clean-IT
StoppCleanIT – Für ein Internet ohne Überwachung
ECHELON- Das weltweite Abhörsystem
Bei Echelon handelt es sich um das vermutlich größte Abhörnetz der Welt, welches von den Geheimdiensten der Staaten des UKUSA-Abkommens betrieben wird: USA, Kanada, Großbritannien, Australien und Neuseeland.
Europäische Gendarmerietruppe (EGF)
Die Militärtruppe kann dabei unter das Kommando der Europäischen Union, der Vereinten Nationen, der NATO sowie anderen internationalen Organisationen oder Ad-hoc-Koalitionen gestellt werden.
The CleanIT Project
The Clean IT project is carried out with the financial support from the Prevention of and Fight against Crime Programme of the European Union, European Commission – Directorate-General Justice, Freedom and Security.
*** Tor Browser Bundle*** The Tor software protects you by bouncing your communications around a distributed network of relays run by volunteers all around the world
§ Urheberrechte
Sollten sich auf dieser Seite versehentlich oder unwissentlich irgendwelche Copyright Verletzungen finden, schickt bitte eine e-Mail an sunnyromy@rocketmail.com oder hinterlasst einen Kommentar mit Hinweis.
Ich werde die Copyrightverletzung dann sofort entfernen!
Published explainity on Jul 28, 2011
Sanfte Umschuldung, Rettungspaket, Schuldenschnitt...ganz schön viele Begriffe, die da gerade durch die Nachrichten geistern. explainity fasst die Sache mal in einigen Minuten zusammen, ums ein bisschen übersichtlicher zu machen.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~