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Polen: Geheimes ACTA-Abkommen lässt Gemüter hochkochen | tagesschau.de
Keine Verbreitung gefälschter Produkte im Internet – dafür hat unter anderem Polen eine internationale Vereinbarung unterschrieben, das ACTA-Abkommen. Im Land stößt dies aber seit Tagen auf heftige Proteste vor allem junger Leute, die Opposition wittert Morgenluft. Nur – keiner weiß genau, was drin steht.
Von Henryk Jarczyk, ARD-Hörfunkstudio Warschau
Sie sind jung, fühlen sich hintergangen und wollen sich nichts gefallen lassen. Also demonstrieren sie seit mehr als einer Woche. Beinahe täglich. Nahezu in allen Großstädten. “Die Regierung hat beschlossen, das Abkommen einfach so zu unterschreiben. Obwohl Leute dagegen waren. Niemand hat uns nach unserer Meinung gefragt. Sie haben es beschlossen und unterschrieben”, sagt ein Demonstrant empört.
Ganzer Text und Audiodatei (oder siehe sunnyDownloads)
via Polen: Geheimes ACTA-Abkommen lässt Gemüter hochkochen | tagesschau.de.
NDAA 2012: Ermächtigungsgesetz in den USA? <<bueso.de
*** VIDEO *** siehe Original Link
Am 31. Dezember 2011 unterzeichnete der amtierende Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, den “National Defense Authorization Act”, kurz NDAA – den Verteidigungshaushalt für das Fiskaljahr 2012. Während dieses Gesetz während der letzten 49 Jahre dazu diente, den Haushalt und die Ausgaben des US-Verteidigungsministeriums zu regulieren, wurde es diesmal für etwas eingesetzt, wofür es in der gesamten Geschichte der Vereinigten Staaten kein Beispiel gibt und was sogar gegen die Gründungsprinzipien der USA, wie sie in der Bill of Rights, dem Grundrechtekatalog der US-Verfassung verankert sind, verstößt.
Dem Urteil maßgeblicher amerikanischer Verfassungsrechtler, politischer Persönlichkeiten und Kreisen des Militärs zufolge setzt es praktisch die Zusätze 3, 4, 5, 6 und 7 zur US-Verfassung außer Kraft: Teile diese neuen Gesetzes erlauben dem Militär die unbegrenzte Inhaftierung von Personen, auch von US-Staatsbürgern, ohne Anklage oder Gerichtsprozeß, einfach mit der Begründung, daß diese Person einer Gruppierung „zugehört oder wesentlich unterstützt”, die im Krieg mit den USA oder “verbündeten Kräften” steht.
Aigner lehnt Gesetzesnovelle zur Massentierhaltung ab
Das Bundeslandwirtschaftsministerium von CSU-Frau Ilse Aigner blockiert eine Gesetzesnovelle, welche die Auswüchse der Massentierhaltung in Deutschland beschränken soll. Das berichtet der “Spiegel” in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Bislang gibt es im deutschen Baurecht besondere Privilegien für Ställe, die außerhalb von Siedlungen gebaut werden.
Das vereinfacht den Bau und das Genehmigungsverfahren von Großmastanlagen. Diese Vorzugsbehandlung wollte das Bauministerium von CSU-Mann Peter Ramsauer abschaffen. Kommunen hätten Eigentümern von Hähnchen- und Schweinefabriken stärkere Auflagen machen oder die Ställe gleich verbieten können. Doch Aigner verweigerte binnen eines Tages die Zustimmung zu einem solchen Gesetzesentwurf. Ihr Ministerium teilte mit, das Thema werde noch geprüft. “Während die Ministerin medienwirksam Lippenbekenntnisse zur artgerechten Haltung abgibt, stellt ihr Haus intern auf Druck der Agrarlobby die Ampel für einen Gesetzentwurf auf Rot, der die Auswüchse der Intensivtierhaltung verhindern soll”, klagt Hans- Joachim Hacker (SPD), Berichterstatter für Bauplanungsrecht im Bundestagsausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.
Die permanente »Ruhe vor dem Sturm Publikative.org
Haben sie auch das Gefühl, das es nicht mehr stimmt? Ehemals linksliberale Medien spielen Boulevard, der Boulevard spielt Aufklärung, ehemals konservative Feuilletons reiten für die letzten Reste von Verfassungsrealität. Die Politik versucht hartnäckig ihren schlechten Ruf zu erhärten und das Restpublikum, das sich das noch antut, kann sich nur noch echauffieren, wenn die eigene, gehobene Lebensqualität bedroht scheint.
Von Andreas Strippel
Seit 15 Jahren lebt Heidemarie Schwermer ohne Geld : Artikel Geld : fluter.de
Wer hat sich beim Umzug oder Frühjahrsputz nicht schon mal vorgenommen, so richtig auszumisten, nutzlosen Kram wegzuschmeißen und nur das zu behalten, was er wirklich braucht?
Für Heidemarie Schwermer, geboren 1942 in Danzig, stellt sich weder die Frage nach einem Umzug noch nach dem Wegwerfen von überflüssigem Besitz, denn sie hat keinen festen Wohnsitz und ihr Hab und Gut passt in einen Koffer. Ihr Hab und Gut? “Das sind drei paar Schuhe und einige notwendige Kleidungsstücke”, erklärt sie.
. nachoben Das Sterntalermädchen
Fast ohne Geld leben viele in unserer Gesellschaft, sie halten es für eine Not. Heidemarie Schwermer hält es für eine Tugend und hat sich davon ganz frei gemacht. Das ist ungewöhnlich genug, dass der Raum voll wird, wenn sie einen Vortrag hält.
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Ohne Geld durch die Welt – Die 69-jährige Heidemarie Schwermer lebt seit 15 Jahren ohne Geld – und fühlt sich seitdem um vieles reicher – Wiener Zeitung Online
München/Wien. Das Sommerkleid und die Sandalen will Heidemarie Schwermer noch für einige Wochen in ihrem winzigen Trolley lassen. Dann werden sie einer Winterjacke und dicken Stiefeln weichen müssen – und Kleid und Sandalen werden verschenkt. Mehr als den Inhalt des Trolleys und das, was sie am Körper trägt, besitzt die 69-Jährige nicht. Eine Obdachlose eben, werden viele sagen, die keine Arbeit hat und auf der Straße schläft. Doch weit gefehlt. Schwermer ist eine Visionärin. Sie verzichtet bewusst auf Geld – und das seit 15 Jahren.
Seitdem fühlt sie sich nicht ärmer, sondern um vieles reicher, sagt sie. “Ich habe nichts verloren. Dass ich keine Wohnung, keinen Besitz habe, stört mich nicht – ich bin überall zu Hause”, meint Schwermer zur “Wiener Zeitung”. Gewonnen habe sie hingegen sehr viel, etwas, das sich mit Geld nicht aufwiegen lässt: “Eine gigantische Freiheit und die Zeit, neue Erkenntnisse zu sammeln.” Diese Lebensfreude spiegelt sich in ihrem Äußeren wider: strahlende Augen, blonder Kurzhaarschnitt und gepflegte Kleidung.
Doch ist ein Leben ohne Geld überhaupt möglich? Und wenn ja – wie? “Ich habe einen großen Freundeskreis, jeden Tag kommt jemand dazu. Die Menschen laden mich ein, wir plaudern und kochen zusammen. Manchmal sauge ich die Wohnung oder passe auf die Kinder auf. Oder ich hüte leere Häuser, während die Besitzer auf Urlaub sind. Wir sind wie eine große Familie”, so Schwermer.
Ein Leben also, das auf Tauschen von Dienstleistungen gegen Kost und Logis beruht. Mitunter tauscht Schwermer ihre Mithilfe im Haushalt auch gegen einen Haarschnitt ein. Geld lehnt sie kategorisch ab. Vorträge über ihren Lebenswandel, die sich allmählich summieren, lässt sie sich daher in Wertkarten für ihr (geschenktes) Handy oder Bahnkarten bezahlen. Denn Schwermers Freundeskreis erstreckt sich mittlerweile über Deutschland – ihre ursprüngliche Heimat -, Österreich und Italien bis nach Norwegen. In einer Wohnung bleibt sie nie länger als eine Woche. Österreich besucht sie am häufigsten, um in Innsbruck und Wien die Kost-Nix-Läden und in der Westbahnstraße in Neubau den öffentlich zugänglichen Bücherschrank aufzusuchen.
Pension wird verschenkt
Ihrem Lebensmotto folgend hat Schwermer auch ihre Pension, die ihr für ihre früheren Tätigkeiten als Lehrerin und Psychotherapeutin zusteht, jahrelang abgelehnt. Seit einigen Jahren nimmt sie sie allerdings an – um sie zu verschenken. “An Menschen, die Geld brauchen oder darum bitten.” Mitunter auch an Wildfremde, denen sie beim Vorbeigehen 100 oder 200 Euro in die Hand drückt.
via Ohne Geld durch die Welt – Die 69-jährige Heidemarie Schwermer lebt seit 15 Jahren ohne Geld – und fühlt sich seitdem um vieles reicher – Wiener Zeitung Online. Read the rest of this entry »
Weltreise ohne Geld?!?
Beitrag vom Do, 26.05.11
Manchmal kommt uns unser Leben furchtbar langweilig vor. Vor allem dann, wenn wir von Leuten hören, die das Maximum aus ihrer Energie herausholen. So wie Raphael Fellmer von “Forward The (R)evolution”. Raphael ist zwar gerade mal 27, hat aber schon verdammt coole Sachen mitgemacht.
Zuletzt war Raphael auf einer Weltreise unter erschwerten Bedingungen, nämlich ohne Geld. Bis nach Mexiko und von dort zurück nach Berlin hat es Raphael mit seiner Freundin Nieves und seinen Kumpels Benjamin und Nicola geschafft. 15 Monate hat die Reise gedauert, die hier bestens dokumentiert ist. Etliche Tipps zum Leben ohne Geld findet Ihr dort auch.
Und weil das alles so spannend klingt und uns die Aussicht auf eine bessere Welt reizt, haben wir mit Raphael über die Reise, seine Ideale und seine Philosophie geredet.
http://www.fritz.de/neues_wort/aktuell/2011/05/beitrag9979.html
Das Ende des Geldes – eine Buchkritik
By Andreas Mather – June 22, 2011
Der Aufschrei und das mediale Echo waren groß, als Franz Hörmann im April diesen Jahres den Staatsbankrott der USA und der größten europäischen Länder für 2011 prophezeite – offenbar eine gelungene Werbung, um Aufmerksamkeit auf ihn und “Das Ende des Geldes” zu lenken, das er gemeinsam mit Otmar Pregetter geschrieben und ebenfalls in diesem Zeitraum auf den Markt gebracht hat. Hörmann ist Professor an der WU-Wien für Unternehmensrechnung, Pregetter Unternehmensberater und Lehrbeauftragter and mehreren Universitäten. Die beiden sind also keineswegs Laien oder gar berufliche Weltuntergangs-Prediger, sondern durchaus Kenner der Materie. Wirtschaftsminister Mitterlehner (“Wir haben ein funktionierendes System”), RLB-OÖ Generaldirektor Scharinger (“grenzt an Anstiftung zur Untreue”) und andere haben klar gemacht, dass sich ein näherer Blick auf die Meinung der beiden Autoren lohnt. Um zunächst einen Eindruck über das Buch zu geben, möchte ich den rückseitigen Text des Buches zitieren:
“Banken erfinden Geld aus Luft, unser gegenwärtiges Finanzsystem ist ein reines Betrugsmodell und die freien Märkte – von den Finanzeliten als Allheilmittel gepriesen – machen Reiche noch reicher, während immer mehr Menschen immer weniger übrig bleibt. Zu diesen Erkenntnissen kommen die beiden Wirtschaftswissenschaftler Franz Hörmann und Otmar Pregetter in diesem streitbaren und fundierten Buch. Doch die beiden Autoren verbreiten keineswegs Hiobsbotschaften, wenn sie “grundlegende Veränderungen der Gesellschaft” fordern. Sie zeigen realistische Möglichkeiten auf, wie eine Gesellschaft ohne Geld funktionieren kann, und sie bieten Wegweiser in eine ökologisch und sozial orientierte Zukunft.”
“Das System ist am Ende”
Der Kabarettist Roland Düringer hat mit dem Aufschrei eines Systemtrottels für Aufsehen gesorgt: Seine Rede als Wutbürger wird heftig diskutiert
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