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Der Krankenpfleger unter den Waffenhändlern: Rüdiger von Braunbehrens – BELOHNUNG: 25000 EURO

Rüdiger von Braunbehrens

Krankenpfleger aus Freiburg
Anteile an KMW: 90 Millionen €
11,25 %

Homepage

Wer ist das?

Der gelernte Krankenpfleger Rüdiger von Brauenbehrens besitzt seit dem 20. März 2012 sagenhafte 90 Millionen Euro (11,25 %) an Krauss-Maffei Wegmann und ist damit der größte Eigentümer. Der Krankenpfleger setzt auf die konsequente Fortführung einer bisher scheinbar bewährten Familientradition in Unternehmens-Reinkultur: Der willkürlich anmutende Versuch, die eigene Vita präventiv mit gutmenschlichen oder schöngeistigen Tätigkeiten aufzufüllen, um den eigenen Machenschaften innerhalb des Panzer-Clans einen moralischen Ausgleich entgegenzustellen. So sitzt er im Vorstand der Maria-Montessori-Schule in Freiburg. Auf deren Homepage prangt der Satz: “So wie du bist, bist du gut.” – Man sollte vielleicht in Klammern dazuschreiben: “Dieser Spruch ist mit dem Vorstand abgesprochen und stellt keine Garantie dar.”

Desweiteren ist Herr von Brauenbehrens 1. Vorsitzender der “Freiburger Alpinschule”, einem sich als “idealistisch” gerierenden Bergsteigerverein, der es sich unter anderem zum Ziel gemacht hat, die “TeilnehmerInnen zu selbstständigen und besonnenen BerggängerInnen heranzubilden” und diese in die Lage zu versetzen, “die Schönheit der Natur im Hochgebirge, abseits gesicherter Wege, verantwortungsbewusst zu erleben und unbeschadet wieder nach Hause zu kommen.” Hoffen wir, dass er seine erlernten, sozialen Kompetenzen nun dafür nutzt, sich ein wenig mehr um “besonnene und verantwortungsbewusste PanzerfahrerInnen” zu kümmern.

via Der Krankenpfleger unter den Waffenhändlern: Rüdiger von Braunbehrens – BELOHNUNG: 25000 EURO.

Waffenhandels-Experte Andrew Feinstein über unsere Aktion: Fahndungsticker – BELOHNUNG: 25000 EURO

Der international bekannte Waffenhandels-Experte Andrew Feinstein (“The Shadow World”) hat dem ZDF ein Interview gegeben, in dem er sich über unsere Aktion äußert: “The executives of the weapons makers should not be able to sleep at night!”

via Fahndungsticker – BELOHNUNG: 25000 EURO.

Petition Erhalt des Studiums Internationale Entwicklung

Ich fordere mit meiner Unterschrift die Entscheidungsträger_innen der Universität Wien, insbesondere das Rektorat und den Wissenschaftsminister Karl-Heinz Töchterle auf, das Studium Internationale Entwicklung nicht abzuschaffen, sondern umgehend eine angemessene Lehre (BA, MA, PhD) und Forschung langfristig zu garantieren!


Hintergrund

Das Vollstudium Internationale Entwicklung (IE)  an der Universität Wien soll nach 10 Jahren abgeschafft werden. 2002 als engagiertes Projekt von einigen Professor_innen, Jungwissenschaftler_innen und an einer solchen Studienrichtung interessierten Studierenden ins Leben gerufen, steht es jetzt vor dem Aus.
Entstanden ist die IE als ein nicht-institutionalisiertes Projekt, das
am Institut für Afrikawissenschaften angesiedelt war und nur über ein
geringes Ausmaß an eigenen finanziellen Ressourcen verfügt hat. Dass die
IE in der hierarchischen Universitätslandschaft eher eine Initiative
von „unten“, als von „oben“ ist, drückte sich in den geringen
finanziellen und räumlichen Ressourcen aus, die der IE von Beginn an zur
Verfügung standen.
Das erfolgreiche Bachelorstudium, das im letzten Wintersemester noch über 600 Erstsemestrige zählte, wird, wenn es nach dem Willen der Entscheidungsträger_innen der Universität Wien geht, ab Herbst 2012  seine Pforten nicht mehr öffnen.
Internationale Entwicklung (IE) kann seit dem Studienjahr 2002/03, in Form eines genehmigten „Individuellen Diplomstudiums“, als eigene Studienrichtung studiert werden. Seitdem ist die Nachfrage IE zu studieren ständig gestiegen. Waren es zu Beginn unter 100 Studierende, sind es nach nur 10 Jahren bereits über 2500. Hinzu kommen noch StudentInnen, die Lehrveranstaltungen der IE im Rahmen ihrer Wahlfächer absolvieren.
Gerade im deutschsprachigen Raum ist IE eine einzigartige Studienrichtung, da es das einzige Studium der Entwicklungsforschung ist, das auch als Grundstudium angeboten wird. Die IE basiert auf einem transdisziplinären Forschungsansatz, d.h., dass Entwicklungsforschung durch verschiedene Wissenschaftsdisziplinen betrachtet wird. Des Weiteren gibt es immer wieder engere Zusammenarbeit mit der entwicklungspolitischen Sektion des Außenministeriums bzw. der ADA (Austrian Development Agency) und österreichischen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aus dem EZA-Bereich. Die Austrian Development Agency unterstützt die Forschung mit einer langjährigen Stiftungsprofessur.


Aktuelle Entwicklungen

Nachdem das Rektorat der Universität Wien die Gespräche im Jänner 2012 mit Studierenden und Vertreter_innen der Internationalen Entwicklung aufgekündigt hatte und die Abschaffung des Bachelors offen artikulierte, sahen sich die Studierenden gezwungen, ihren Unmut durch Proteste auszudrücken.
Im Zuge der Protestwoche im April 2012 wurde von über 500 Studierenden zuerst das Rektorat und darauf für mehrere Stunden der größte Hörsaal der Universität Wien besetzt. Das Rektorat ließ beide Besetzungen gewaltsam durch Polizei und WEGA räumen. Studierende wurden durch Abfilmen und Aufnahme der Personalien kriminalisiert. Die vom Rektorat daraufhin angesetzten Veranstaltungen zum Thema autonome Studiengebühren und Abschaffung des Bachelors IE zeigten einmal mehr die Kompromisslosigkeit der Entscheidungsträger_innen der Universität Wien und dass in keinem der Punkte auf die Forderungen eingegangen wurde.
Trotz unveränderter Stellungnahme des Rektorats, nahmen die Proteste größeres Ausmaß an: ein breites Echo in den Medien, zahlreiche nationale und internationale Solidaritätserklärungen und eine sich breit in verschiedensten Arbeitsgruppen organisierende Protestbewegung.
Auch der Wissenschaftsminister Karl-Heinz Töchterle, der sich bis dato eines Gesprächs verweigerte, sieht sich bis heute nicht in der Lage, mit den Studierenden der Internationalen Entwicklung in Kontakt zu treten und von seinem Recht in inneruniversitäre Angelegenheiten einzugreifen, Gebrauch zu machen.
Deshalb fordern wir, dass sich die Entscheidungsträger_innen der Universität Wien und der Wissenschaftsminister sich nicht mehr ihrer Verantwortung entziehen und den Erhalt des Vollstudiums Internationale Entwicklung (BA, MA, PhD) garantieren.

Vorteile des Studiengangs Internationale Entwicklung:

  • Hohes (internationales) Interesse am Studiengang
  • Einzigartig im deutschsprachigen Raum
  • Internationale Profilierung und Prestige für Österreich in anerkannter Entwicklungsforschung
  • Lehre und Forschung in Postcolonial Studies und Gender Studies
  • Beschäftigung mit gesellschaftlichen Tabuthemen wie Rassismus, Sexismus, Hintergründen von globaler Ungleichheit, Neokolonialismus
  • Behandlung von und problem- und lösungsorientierter Auseinandersetzung mit aktuellen Themen, wie nachhaltige Entwicklung (z.B.: Rio+20)
  • kritische Entwicklungsforschung
  • Bachelor ermöglicht es Studierenden früh in den Bereich der Entwicklungsforschung einzusteigen
  • transdisziplinärer Ansatz
  • zukunftsträchtige Wissenschaftsdisziplin, die gerade im Entstehen ist

AbsolventInnen verfügen über:

  • die Fähigkeit, in globalen Zusammenhängen zu denken
  • umfassende Kenntnisse über Geschichte, Organisation und Konzeption internationaler Entwicklungspolitik und -zusammenarbeit
  • die Fähigkeit, Strategien zu untersuchen, welche globale und innergesellschaftliche Ungleichheiten reduzieren
  • ein exemplarisches Wissen über bestimmte Regionen und gesellschaftliche Gruppen
  • Grundfertigkeiten wissenschaftlichen Arbeitens und Denkens
  • Praxiserfahrungen und unmittelbar praxisrelevante Fertigkeiten in einschlägigen Arbeitsfeldern
  • die Fähigkeit „quer zu denken“ und somit innovative Lösungen für zukünftige Gesellschaftsprobleme zu finden

Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift! Danke!
Wir lieben Gesellschaft. Verändern wir S_IE.

via Petition Erhalt des Studiums Internationale Entwicklung.

Internationale Entwicklung in Wien | Vollstudium Internationale Entwicklung in Wien bleibt!

Posted on June 3, 2012

Das Vollstudium Internationale Entwicklung an der Universität Wien soll nach 10 Jahren eingestellt werden. 2002 als engagiertes Projekt von einigen ProfessorInnen, JungwissenschafterInnen und an einer solchen Studienrichtung interessierten Studierenden ins Leben gerufen, steht es jetzt vor dem Aus.

Wenn es nach dem Willen der EntscheidungsträgerInnen der Universität Wien geht, soll der erfolgreiche Bachelorlehrgang, der im letzten Wintersemester noch über 600 Erstsemestrige zählte, ab Herbst 2012 seine Pforten nicht mehr öffnen.

via Internationale Entwicklung in Wien | Vollstudium Internationale Entwicklung in Wien bleibt!.

Die IE verliert ihr Bachelorstudium – daniel0402hrncir

warum genau DIESES Studium für den Senat so im Weg steht, finde ich schon seeeehr verdächtig… vielleicht weil es als EINZIGES Wirtschaftsstudium NICHT unter der Fuchtel der Wirtschaftsuni steht…

wovor haben die Herrschaften Angst, was wird denn hier so Unheimliches unterrichtet… IE ist nicht das einzige “Mini” Studium, im Gegenteil, es gibt wesentlich schlechter frequentierte (und von den Berufsaussichten her gesehen “sinnlosere” Studien)

vielleicht liegts ja dran, dass wir nur lernen sollen, was wir wissen dürfen…?

Veröffentlicht am 15.06.2012 von

Der Senat schafft nun endgültig das Bachelorstudium der Internationalen Entwicklung ab. In Zukunft gibt es nur noch das Masterstudium, da die finanziellen Mittel an der Uni Wien einfach zu gering sind um beides zu erhatlen. Der Protest gegen die Schließung der IE wird immer dramtischer und zeigt die Verzweiflung der Studierenden. Der Senat zeigt leider gar kein Verständnis und holt die Polizei.

Interviews und mehr zu diesem Thema gibts dann in den nächsten WienTV Nachrichten.

via Die IE verliert ihr Bachelorstudium – YouTube.

IE BLEIBT !!!! Hier der IE Song 🙂

via Die IE verliert ihr Bachelorstudium – YouTube.

Verwaltungsgerichtshof: „Arbeit hat Zukunft“ wegen Unbestimmtheit und fehlender Fokusierung unzumutbar?

A M S   B R E N N T

M E H R   B I L D U N G ,   J O B S   U N D   H U M A N I T Ä T

 

Arbeit hat Zukunft“ wegen Unbestimmtheit und fehlender Fokusierung unzumutbar?

Verwaltungsgerichtshof bestätigt Begründungspflicht und erkennt erstmals, dass Arbeitslose nicht selber schuld sind an der Arbeitslosigkeit

Herr K., international anerkannter und tätiger Komponist und Künstler verlor im Oktober 2004 seine Stellung als Lehrbeauftragter und fand trotz intensiver Suche keine neue, halbwegs passende Arbeit. Obwohl bereits zwei Coachingprogramme nicht gefruchtet hatten, trug das AMS Salzburg Herrn K. auf, ein „Case-Management (Coaching)“ beim Verein „Arbeit hat Zukunft“ zu machen. Außer Standardfloskeln, dass Herrn K’s persönliche Kenntnisse und Fähigkeiten nicht ausreichten, und dass die bisherigen Vermittlungsversuche des AMS Salzburg erfolglos gewesen seien, wusste das AMS Salzburg keine Argumente zur Begründung vorzubringen, sperrte Herrn K. dennoch den Bezug für 8 Wochen.

Der Verwaltungsgerichtshof stellte nun zur angeblichen Begründung des AMS Salzburg fest:

„Diese Ausführungen lassen weder ein konkretes Defizit des Beschwerdeführers erkennen noch machen sie ersichtlich, inwiefern ein bestehendes Defizit durch den Besuch der Maßnahme behoben würde. Dass der Arbeitsmarkt in dem der Ausbildung des Beschwerdeführers entsprechenden Berufsfeld “eher schwierig” ist, ist ein von der Person des Beschwerdeführers unabhängiger Umstand, der durch eine Maßnahmenteilnahme kaum verbessert werden kann. Der Beschwerdeführer genießt als Notstandshilfebezieher keinen Berufsschutz im Sinne des § 9 Abs. 3 AlVG, daher ist eine Zuweisung zu einer Beschäftigung in anderen Tätigkeitsfeldern zulässig. Konkrete Defizite des Beschwerdeführers hinsichtlich weniger qualifizierter Beschäftigungen lassen sich der Begründung des angefochtenen Bescheids nicht entnehmen. Der Umstand, dass bislang sämtliche Vermittlungsversuche gescheitert sind, stellt für sich allein – ohne Verbindung mit “bereits zB im Betreuungsplan (§ 38c AMSG) erörterten Problemlagen” – keine ausreichende Begründung dar, um die Zuweisung zu einer Maßnahme zu begründen.“

Auch daß mit der AlVG-Novelle „persönliche Unterstützung bei der Arbeitssuche“ als ausdrücklich zulässig erklärt wurde, „bedeutet aber nicht, dass das Arbeitsmarktservice bei Zuweisung zu einer solchen Maßnahme nicht begründen müsste, wie dadurch die spezifische Problemlage der arbeitslosen Person beseitigt werden kann.“

Zu „Arbeit hat Zukunft“ stellt der VwGH fest: „Angesichts der Unbestimmtheit dieser Maßnahme und der fehlenden Fokussierung auf eine Lösung konkreter Defizite des Arbeitslosen vermag hier auch die schon lang andauernde Arbeitslosigkeit des Beschwerdeführers für sich allein keine nach § 10 Abs. 1 Z 3 AlVG sanktionierbare Pflicht zur Teilnahme an der Maßnahme zu begründen, da nicht ersichtlich ist, wie durch die zugewiesene Maßnahme die aus der langjährigen Absenz vom Arbeitsmarkt resultierenden Defizite – wie der Mangel arbeitsplatzbezogener Einordnungs- und Kommunikationsfähigkeiten – beseitigt werden sollen.“

Erfreulich also die Bestätigung der Begründungspflicht und dass indirekt anerkannt wird, dass fehlende Arbeitsplätze und nicht angebliche Vermittlungshindernisse für die Langzeitsarbeitslosigkeit so vieler Menschen in Österreich verantwortlich ist.

Generalvorverurteilung Langzeitsarbeitsloser: VwGH mauert weiter

Einziger Wermutstropfen an diesem Urteil ist, dass der VwGH geradezu beschwörend seine Generalvorverurteilung von Lanzeitsarbeitslosen als notorisch und daher nicht zu begründen mit einem Mangel an arbeitsplatzbezogenen Einordnungs- und Kommunikationsfähigkeiten behaftet. Diese in dieser Pauschalität aufgestellte Behauptung stellt unserer Meinung nach eine Diskriminierung nach Artikel 14 der in Verfassungsrang stehenden Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) dar. Verletzt wird unserer Meinung nach auch das Recht auf ein faires Verfahren (Artikel 6 EMRK), da den Betroffenen keine Chance auf Widerlegung der Pauschalvorverurteilung gegeben wird,.

Ebenso überzeugt uns nicht, dass der VwGH einfach so von seinen Schreibtischen aus behauptet, dass durch die „praxisnahe Beschäftigung auf einem Transitarbeitsplatz bzw. die Vorbereitung auf einen solchen, … eben dieses Defizit der langen Absenz vom “1. Arbeitsmarkt” abgeschwächt werden.“

Bezugssperren jetzt überprüfen!

Aus unserer Beratungspraxis schließen wir, dass mangelnde Begründung zu den von Betroffenen oft als „Sinnloskurse“ bezeichneten AMS-Zwangsmaßnahmen, eher die Regel als die Ausnahme ist.

Der Verein AKTIVE ARBEITSLOSE fordert daher:

  • AMS Österreich oder das Sozialministerium sollen im Zuge der Dienstaufsicht alle bisherigen Bezugssperren wegen AMS-Zwangsmaßnahmen amtswegig auf die nun wieder bestätigte Begründungspflicht überprüfen und nicht ausreichend begründete Bezugssperren aufheben.
  • Nachschulung des AMS-Personal auf die Begründungspflicht und Abschaffung der vielen nur der Statistikverfälschung dienenden AMS-Zwangsmaßnahmen.
  • Freie Wahl der AMS-Maßnahmen am freien Markt durch die Betroffenen selbst als einfachstes und wirksamstes Qualitätssicherung statt sinnloser und teurer Planwirtschaft.

Weitere Informationen:

Rückfragehinweis:

Mag. Ing. Martin Mair
Obmann „AKTIVE ARBEITSLOSE
+43 676 3548310
kontakt@aktive-arbeitslose.at

 

via Verwaltungsgerichtshof: „Arbeit hat Zukunft“ wegen Unbestimmtheit und fehlender Fokusierung unzumutbar?.

Langzeitarbeitslose – Einordnungs- und Kommunikationsdefizite? |

Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) geht davon aus, dass Langzeitarbeitslose Einordnungs- und Kommunikationsdefizite haben.

Vor dem Gerichtsgebäude auf dem Judenplatz 11 zeigten die AMS Aktiven Arbeitslosen und vernetzte Sympathisanten lautstark und pointiert auf, dass der VwGH  unter Realitätsverlust leidet.

Die Aktionskünstlerin Betty Baloo, Martin Mair (“Erste Hilfe Handbuch für Arbeitslose“) und der Schriftsteller Martin Auer bestritten den High Noon Poetry Slam. Die Demonstranten bewiesen Kreativität und Organisationsfähigkeit bei der vitalen Unterstützung der Aktion.

Möglicherweise hat der VwGH aber mit den “Einordnungsdefiziten” recht, denn lakaienhafte Einordnung unter die Interessen des Kapitals ist ihre Sache nicht.

AMS Aktive Arbeitslose

AMS allgemeine Menschenrechtsstornierung

Aktive Arbeitslose auf Facebook

Aktive Arbeitslose im Netz

Arbeitslosennetz

Generalvorverurteilung für Langzeitarbeitslose?

VwGH bestätigt Begründungspflicht des AMS

Betty Baloo

Martin Auer

via Langzeitarbeitslose – Einordnungs- und Kommunikationsdefizite? |.

andererseits: Agro-Treibstoffe? Nein, tanke!

Dass Treibstoffe aus Agrarpflanzen nicht unbedingt des Rätsels Lösung sind, zeigen die Vorträge der Veranstaltung “Agro-Treibstoffe? Nein tanke!” auf. In ihren Referaten legen Markus Meister vom Welthaus Graz und Harald Frey von der TU Wien dar, wieso die Zukunft der Treibstoff-Gewinnung keinesfalls in Agro-Stoffen liegen sollte.

via andererseits: Agro-Treibstoffe? Nein, tanke!.

“Best of Verwaltungsgerichtshof Entscheidungen” Prekär – Sendung vom 14.06.2012

Eine Gruppe von DemonstrantInnen versammelt sich zum Poetry Slam vor dem Verwaltungsgerichtshof in Wien und trägt ein “Best of Verwaltungsgerichtshof Entscheidungen” vor. Mit dabei sind die Aktionskünstlerin Betty Baloo, der Schriftsteller Martin Auer sowie Martin Mair vom Verein arbeitslose.at bzw http://www.aktive-arbeitslose.at/#0

via Prekär.

Julias Blog

Zamaaneh, 11. Juni 2012 – Fünf Gewissensgefangene sind aus dem Gefängnis Karoun in Ahvaz an einen unbekannten Ort gebracht worden. Aktivisten befürchten, dass sie möglicherweise bald hingerichtet werden sollen.

Nach Berichten der Webseite International Campaign for Human Rights in Iran (ICHRI) wurden Abdolrahman Heydari, Teh Heydari, Jamshid Heydari, Mansour Heydari und Amir Moavi am Samstag aus dem Gefängnis geholt. Berichten zufolge sollen die Gefängnisbeamten erklärt haben, dass die fünf Gefangenen zwecks Vollstreckung ihrer Todesurteile verlegt wurden.

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Note da Blockupy Frankfurt : UniNomade

di SANDRO MEZZADRA

1. This is what democracy looks like

L’appuntamento, giovedì 17 maggio, è nella Paulsplatz, un luogo carico di significati nella storia politica tedesca. Qui (nella Paulskirche) si riunì dopo la rivoluzione di marzo l’assemblea costituente del 1848, che promulgò la prima Costituzione tedesca prima di essere travolta dalla reazione. Molti tra i manifestanti che si avviano alla spicciolata verso la piazza tengono ben in vista il testo di un’altra Costituzione, quella tedesco-federale del 1949, oppure portano cartelli che ne richiamano gli articoli sui diritti fondamentali. Da due giorni Francoforte sta in effetti vivendo in un grottesco stato d’assedio, con la conseguente sospensione dei diritti fondamentali, primo fra tutti quello di manifestare e di esprimere liberamente il dissenso, in teoria (e per evidenti ragioni) fortemente tutelato in Germania. Anche il concentramento nella Paulsplatz, convocato da una coalizione di associazioni per la difesa dei diritti fondamentali, è stato vietato. E quando in piazza ci ritroviamo in un paio di centinaia, la polizia chiude tutti gli accessi. Ogni volta che qualcuno prende la parola con il megafono, gli altoparlanti della polizia ripetono che ogni manifestazione è vietata, soffocando con la potenza dei decibel la voce della protesta.

via Note da Blockupy Frankfurt : UniNomade.

crisisandchange

Sandro Mezzadra
May 22, 2012
Originally in Italian: http://uninomade.org/note-da-blockupy-francoforte/

blockupy

1. This is what democracy looks like

The meeting, on Thursday May 17, is in Paulsplatz, a place full of significance in German political history. Here (in the Paulskirche) people met after the March revolution of the 1848 constituent assembly that proposed the first German constitution before being overwhelmed by the reaction. Many of the protestors that approach the plaza in small groups have another Constitution in mind, that of 1949 federal Germany, and they carry signs recalling the articles about fundamental rights. For two days, Frankfurt lives a grotesque state of exception, with the consequent suspension of fundamental rights, principally the rights to demonstrate and freely express dissent, in theory (and for obvious reasons) strongly protected in Germany.

The concentration in Paulsplatz has also been prohibited, called for by a coalition of associations in defense of basic rights. When we…

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Vorratsdatenspeicherung ist Beginn präventivstaatlicher Maßnahmen

Hans G. Zeger

Die Speicherung des Telefonier- und Internetverhaltens aller Bürger ist die erste präventivstaatliche Maßnahme – Vorratsdatenspeicherung gefährdet die Grundfunktionen modernen Zusammenlebens – unbeobachtet Ideen zu entwickeln, zu wirtschaften ist die Grundlage für die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft – Österreich zeigt sich wild entschlossen Grundprinzipien der Rechtsstaatlichkeit aufzugeben und erlaubt billigen Sieg des Fundamentalismus

via Vorratsdatenspeicherung ist Beginn präventivstaatlicher Maßnahmen.

Peter Hustinx: Privatsphäre, Sicherheit und INDECT – News – gulli.com

Der EU-Datenschutzbeauftragte kritisiert das momentan in der Entwicklung befindliche EU-Überwachungsprojekt INDECT. Er fordert, dass bereits in der Planungsphase ein angemessener Schutz der Bürgerrechte, insbesondere der Privatsphäre, eingebaut wird.

via Peter Hustinx: Privatsphäre, Sicherheit und INDECT – News – gulli.com.

15.6.: Naked Bike Ride CM #7 in Wien! at Critical Mass in Austria

Fr., 25. Mai 2012

in Allgemein und Wien

. 28 Kommentare

Am 15. Juni ists zum 7. Mal wieder soweit, die Critical Mass Vienna erobert sich den Raum in der Stadt ja einmal jährlich fröhlich, laut, bunt und: nackig! Denn es ist Juni, der Monat der World Naked Bike Rides (WNBR), und da greift auch Wien zum Motto: Bare as you dare! Nackig ist ja nicht Pflicht sondern nur eine Spielart unter vielen, die alle Spaß machen können: Zeigt Haut, bemalt euch, zieht euch noch kreativer an oder eben (fast) aus! Oder fahrt eben mit wie immer. A jeds wies mag! Und vor allem viele! Denn in den letzten Jahren war der Naked Ride die größte CM in Wien, mit den wunderbaren Teilnahmezahlen von heuer bedeutet das: 1500? 2000?! Da geht noch was!! Kommt fahrt mit!

Die WNBRs greifen weltweit zum Mittel der Nacktheit, um – durchaus zielstrebig berechnend aber vor allem freiheits- und spaßorientiert – breite Aufmerksamkeit für zentrale kritische Aussagen zu erreichen wie: Protest gegen die tödlichen Folgen von Autoverkehr und Abgasen; So schutzlos wie nackt dem Motorverkehr ausgeliefert sein; Selbstbewusst Botschaften für eine menschenfreundlichere Verkehrsgestaltung vortragen; Der motorisiert-prüden Gesellschaft Lebensfreude und alternative Fortbewegung offensiv unter die Nase zu reiben; Freiraum in der Stadt einfordern.

Freitag, 15. Juni

Schwarzenbergplatz

16:30, as ever!

Wenn das Wetter – und das wirds! – zum Baden einlädt wird wohl traditionell die Donauinsel das Ziel sein, kulinarische und kehlenkühlende Begleitung wär ja noch fein! Wer mag? CU @ CM!

via 15.6.: Naked Bike Ride CM #7 in Wien! at Critical Mass in Austria.

Glühlampe <<Wikipedia

Die Glühlampe oder Glühfadenlampe (früher Glühlicht) ist eine künstliche Lichtquelle. Umgangssprachlich werden Glühlampen wegen der Form als Glühbirnen bezeichnet. In der Glühlampe wird ein elektrischer Leiter durch elektrischen Strom aufgeheizt und dadurch zum Leuchten angeregt. Die weit verbreitete Bauform der Glühlampe mit Schraubsockel wird fachsprachlich als Allgebrauchslampe bezeichnet (abgekürzt A-Lampe oder AGL).

Sie wird heute sehr oft noch zur Wohnraumbeleuchtung eingesetzt. In der Europäischen Union, der Schweiz, Australien und einigen anderen Ländern ist aus Energiespargründen ein Herstellungs- und Vertriebsverbot von Glühlampen mit geringer Energieeffizienz (Energielabel E, F und G) geplant, schon beschlossen oder bereits in Kraft.

Inhaltsverzeichnis

Funktionsprinzip

Doppelwendel einer 200-Watt-Glühlampe mit Stromzuführung und zwei stromlosen Haltedrähten (Mitte)

In einer Glühlampe wird ein elektrischer Leiter (meist ein hochschmelzendes Metall) in Form einer Glühwendel (Glühfaden) durch einen Stromfluss, mithin joulescher Wärme, so stark erhitzt, dass er glüht. Die Temperatur der Glühwendel beträgt je nach Bauform ca. 1500–3000 °C, so dass sie gemäß dem planckschen Strahlungsgesetz elektromagnetische Strahlung emittiert, die vor allem im Bereich der Infrarotstrahlung und des sichtbaren Lichts liegt. Das Aussenden von Photonen (Lichtteilchen) wird dabei durch Gitterschwingungen im Glühfaden hervorgerufen.

Die aufgenommene elektrische Leistung wird jedoch nur zu einem geringeren Teil in Form von sichtbarem Licht abgestrahlt. Der größte Teil wird im Infraroten (oft als Wärmestrahlung bezeichnet) abgestrahlt, mittels Wärmeleitung und -konvektion an das Füllgas und den Glaskolben sowie an die Zuleitungs- und Haltedrähte der Glühwendel abgegeben. Der Anteil des sichtbaren Lichts erreicht maximal 5 %.

Aufbau

Glühlampe für 230 V mit 40 Watt Leistungsaufnahme, klarem Glaskolben und einem Edisonsockel E14

oben: Glühlampe 235 V / 500 W mit E40-Sockel, zu sehen ist die dem Wärmeschutz des Sockels dienende Glimmerscheibe.
unten: Allgebrauchs-Glühlampe mit E27-Sockel zum Vergleich

Die Glühlampe besteht aus einem Sockel einschließlich der elektrischen Stromzuführungen im Quetschfuß und einem Glaskolben, der den Glühfaden und dessen Halterung vor der Außenumgebung abschirmt. Die unterschiedlichen Bauformen und Leistungsformen werden meist durch das Lampenbezeichnungssystem ILCOS charakterisiert und sind dort näher beschrieben.[2]

Sockel

Hauptartikel: Lampensockel

Der Sockel einer Glühlampe dient dazu, sie in einer Lampenfasssung zu fixieren und elektrisch zu kontaktieren. Die Ausführung der Fassung beschränkt die zulässige Leistung und Stromaufnahme der darin betreibbaren Glühlampe. Leuchtenfassungen für E27-Allgebrauchslampen sind oft auf 60 Watt begrenzt. Sockellose Lampen besitzen nur Anschlussdrähte oder einen Quetschfuß ohne Stutzen zum Einstecken. Stecksockellampen tragen lediglich verstärkte Stifte am Quetschfuß. Traditionelle Glühlampen besitzen aus Blech gefertigte Edisonsockel, in die die Lampe eingekittet ist. Bei Projektionslampen (außer Halogen) und solchen für Fahrzeugscheinwerfer ist der Sockel gegenüber dem Glühdraht exakt justiert. Im Sockel von Allgebrauchslampen höherer Leistung (ab 40 oder 60 Watt) befindet sich eine Schmelzsicherung oder ein dafür geeignetes dünnes Drahtstück, um zu vermeiden, dass der beim Durchbrennen möglicherweise im Inneren der Lampe zündende Lichtbogen zum Auslösen der vorgeordneten Sicherung oder zum Bersten des Glaskolbens führt.

Glaskolben

In normaler Umgebungsluft würde der Glühfaden aufgrund des Sauerstoffs und der hohen Betriebstemperaturen sofort zu Wolframoxid verbrennen, deshalb wird er durch den Glaskolben von der Umgebungsluft abgeschirmt. Da während des Betriebs ständig Metall vom Glühfaden abdampft, richtet sich die Größe des Kolbens im Wesentlichen nach der Sublimationsrate des Drahtmaterials. Konventionelle Glühlampen bzw. Glühlampen mit hoher Leistung benötigen einen großen Glaskolben, damit sich der Niederschlag auf einer größeren Fläche verteilen kann und die Transparenz des Glaskolbens während der Lebensdauer der Lampe nicht allzu sehr eingeschränkt wird. Der Glaskolben kann innen partiell verspiegelt, mattiert (innen aufgerauht) oder aus opakem Glas (Milchglas) gefertigt sein. Farbige Glühlampen werden selten durch gefärbtes Glas, öfter durch lackierte Kolben realisiert. Glühlampen-Glaskolben besitzen fertigungsbedingt einen Pumpstutzen (Abpumpen der Luft und Befüllen mit Schutzgas), der abgeschmolzen ist. Bei älteren Glühlampen und bei Halogen-Glühlampe sitzt er an der Spitze des Kolbens, unter anderem bei Allgebrauchslampen sitzt er geschützt im Sockel. An die Glasart werden nur bei kompakteren Bauformen besondere Anforderungen gestellt, er ist teilweise aus hitzebeständigem Glas oder – bei Halogenglühlampen – aus Kieselglas.

Schutzgas

Früher wurde der Glaskolben evakuiert. Heute sind die Glühlampen mit einem Schutzgas gefüllt. Das vereinfacht die Herstellung und reduziert die Sublimationsrate. Die bei einer Gasfüllung auftretenden Wärmeverluste durch Wärmeleitung und Konvektion begrenzt man durch die Wahl von möglichst schweren Inertgasmolekülen oder -atomen. StickstoffArgon-Gemische sind ein Zugeständnis an die Herstellungskosten. Teure Glühlampen enthalten Krypton oder Xenon, was eine stärkere Erwärmung ermöglicht.

Glühfaden

Geschichte

Die ersten patentierten Glühlampen in den 1840er Jahren hatten Glühfäden aus Platin. Aus diesen Entwicklungen wurde allerdings kein Produkt. Erst bei Temperaturen knapp unter dem Schmelzpunkt von Platin von 1772 °C wurde eine akzeptable Lichtausbeute erzielt. Die exakte Temperatursteuerung für haltbare Glühfäden erwies sich als zu schwierig. Thomas Alva Edison gab diesen Technikansatz auf.

Die ersten kommerziell hergestellten Glühlampen enthielten einen Faden aus Kohle mit einem Sublimationspunkt von 3550 °C. Die Verkohlung von natürlichen dünnen Fasern schnellwachsender tropischer Pflanzen wie Bambus war geeignet. Der Herstellungsprozess ist wesentlich komplexer als die Herstellung dünner Fäden aus Platin. Ferner erfordert der Betrieb von Kohlefäden ein stärkeres Vakuum im Glaskolben. Kohlenfadenlampen sind heute noch erhältlich. Das leicht rötliche Licht und das sanfte Ansteigen der Helligkeit beim Einschalten wird oft als angenehm empfunden.

Vor allem um die Helligkeit zu erhöhen wurde weiterhin an Metallglühfäden geforscht. Gemäß dem schon damals bekannten Wienschen Strahlungsgesetz ist dazu eine höhere Temperatur des Glühfadens erforderlich als mit einem Kohlefaden erreichbar ist. Ein wichtiger Zwischenschritt waren Glühfäden aus Osmium. Durch den hohen Schmelzpunkt war eine große Helligkeit bei relativ niedriger Wärmeentwicklung möglich. Nachteilig ist, dass Osmium so spröde ist, dass es sich überhaupt nicht zu Drähten formen lässt, sondern mit einem Bindemittel zu einer metallpulverhaltigen Paste verarbeitet und dann zu Fäden gespritzt werden muss. Die so erhaltenen Glühfäden sind noch empfindlicher gegen Erschütterung als Kohlefäden. Außerdem sind sie relativ dick und leiten sehr gut, bedingen also bei kleinen Leistungen sehr geringe Spannungen, wie sie in den damals üblichen Gleichstromnetzen nur schwer bereitzustellen waren. Wegen dieser Nachteile wurden die Osmiumglühfäden sehr schnell von solchen aus Tantal verdrängt. Ab dem Jahr 1903 war es möglich, das ebenfalls hochschmelzende Tantal sehr rein und damit zu feinen Drähten verformbar herzustellen. Die Tantalglühfäden lösten in der darauffolgenden Zeit die Kohlefäden in den meisten Anwendungen ab. Ab 1910 wurden Glühfäden aus Wolfram üblich, nachdem man Methoden gefunden hatte, um dieses noch höher als Osmium schmelzende Metall zu dünnen Metalldrähten zu formen.

Gegenwart

Neben der möglichen Erhöhung der Temperatur und damit der Lichtausbeute pro Watt besitzen die Metallfäden auch noch einen weiteren Vorteil: Sie können zu kleinen Wendeln geformt werden, wodurch sich die Leistungsdichte erhöht – die Glühlampe wird bei gleicher Lichtabgabe kleiner. Neben dem verringerten Platzbedarf lässt sich das Licht dadurch auch besser bündeln. Zudem kann bei gleicher elektrischer Leistung nochmals eine höhere Temperatur erreicht werden, weil die Wärmequelle eine geringere Ausdehnung hat und somit nicht so viel Wärme an die Umgebung verliert. Bei Lampen großer Leistung ist der Draht oft doppelt gewendelt, um durch eine kleine Langmuirschicht (Irving Langmuir, Nobelpreis 1932) diese Wärmekonvektion zu begrenzen und/oder bei hohen Betriebsspannungen viel Draht auf kleinem Volumen unterzubringen.
Wendeln und Doppelwendeln werden hergestellt, indem Wolframdraht auf Molybdändraht größeren Durchmessers gewickelt wird, dieser – bei Doppelwendeln – wiederum auf einen weiteren dickeren Draht. Die Hilfsdrähte werden weggeätzt.
Lange Wendeln müssen durch Stützdrähte gehalten werden. An Fahrzeuglampen werden besondere Anforderungen hinsichtlich Erschütterungsempfindlichkeit gestellt.

Elektrische Eigenschaften

Abhängigkeit des elektrischen Widerstandes einer Glühlampe von der angelegten Spannung

Darstellung des (max.) Wirkungsgrades einer Glühlampe in einem Sankey-Diagramm

Aufgrund der positiven Temperatur-Widerstands-Charakteristik (Kaltleiter) fließt beim Einschalten einer Metalldraht-Glühlampe ein sehr hoher Einschaltstrom (das Fünf- bis Fünfzehnfache des Nennstromes), der die Glühwendel schnell auf die Betriebstemperatur aufheizt. Mit der Zunahme des elektrischen Widerstands bei steigender Temperatur sinkt der Strom auf den Nennwert. Die früher gebräuchlichen Kohlenfadenlampen zeigten dagegen eine sanfte Zunahme des Stromes beim Einschalten, da erst mit steigender Temperatur genügend Ladungsträger für den Stromtransport freigesetzt werden (Kohle ist ein Heißleiter).

Der hohe Einschaltstrom ist die Ursache für Ausfälle von Glühlampen unmittelbar beim Einschalten (siehe unten). Dabei kann (bei höheren Betriebsspannungen) ein Lichtbogen zünden, was zum Auslösen der Sicherung und/oder zum Bersten des Glaskolbens führen kann. Manche Glühlampen für Netzspannung sind daher im Sockel mit einer Schmelzsicherung versehen.

Der hohe Einschaltstrom von Metalldrahtglühlampen belastet das Energieversorgungssystem des Leuchtmittels. In Kühlräumen ist das Verwenden von Halogenlampen ohne entsprechende Strombegrenzungen wegen der hohen Einschaltströme bei tiefen Temperaturen problematisch.

Optische Eigenschaften

Lichtausbeute

Fast die gesamte der Lampe zugeführte Energie wird in Strahlung umgesetzt, die Verluste durch Wärmeleitung und -konvektion sind gering. Aber nur ein kleiner Wellenlängenbereich der Strahlung ist für das menschliche Auge sichtbar. Der Hauptanteil liegt im unsichtbaren Infrarotbereich und wird als Wärme abgestrahlt.

Verlauf der Glühdrahttemperatur (obere Kurve) und der relativen Helligkeit (untere Kurve) einer Glühlampe 12 V/60 W in Abhängigkeit von der Betriebsspannung

Der Glühfaden strahlt mit einer Wellenlängenverteilung entsprechend dem planckschen Strahlungsgesetz. Das Lichtspektrum ist im Gegensatz zu vielen anderen Lichtquellen kontinuierlich. Das Strahlungsmaximum der Strahlung verschiebt sich mit steigender Temperatur gemäß dem Wienschen Verschiebungsgesetz zu kleineren Wellenlängen hin. Zugleich erhöht sich das Maximum. Die Helligkeit einer Glühlampe hängt daher stark überproportional von der Temperatur und daher der Betriebsspannung ab.

Um eine möglichst hohe Lichtausbeute zu erhalten, strebt man danach, das Strahlungsmaximum durch Temperaturerhöhung aus dem Bereich der langwelligen Infrarotstrahlung (Wärmestrahlung) in den Bereich des sichtbaren Lichtes zu verschieben. Ein weiterer Weg ist, den infraroten Strahlungsanteil mittels einer Beschichtung des Glaskolbens (Dichroitischer Spiegel) teilweise zurück auf den Glühfaden zu reflektieren, wodurch die Stromaufnahme bei gleicher Fadentemperatur sinkt.

Der Wirkungsgrad beträgt bei einer Glühfadentemperatur von etwa 2700 K etwa 3 %. Erhöht man die Temperatur auf 3400 K, so steigt die Effizienz auf etwa 5 %. Die höhere Temperatur führt jedoch zu einer stark verkürzten Lebensdauer. Die Lichtausbeute wird in [3] mit 9…22 lm/W (Lumen pro Watt) angegeben.

Die Höchsttemperatur wird durch die Eigenschaften des Glühfadenmaterials begrenzt. Um möglichst hohe Temperaturen zu ermöglichen, verwendet man heute für Glühfäden das hochschmelzende Metall Wolfram (Schmelztemperatur 3422 ± 15 °C), früher auch Osmium oder Kohle. Allerdings lässt sich auch mit diesem Material die für tageslichtähnliches Licht wünschenswerte Farbtemperatur von etwa 6200 K nicht erreichen, da Wolfram bei dieser Temperatur sogar bereits gasförmig (Siedetemperatur 5660 °C) ist. Selbst wenn das gelänge, betrüge die Lichtausbeute aufgrund des breiten emittierten Wellenlängenbandes nur weniger als 15 %.

Siehe auch: Lichtquelle

Lichtspektrum und Farbtemperatur

Das Spektrum einer Halogenlampe zeigt die Ursache des rotstichigen Lichts.

Glühlampen geben mit Farbtemperaturen von etwa 2300 K bis 2900 K ein Licht ab, das deutlich gelb-rötlicher als das natürliche Tageslicht ist. Je nach Sonnenschein liegt Tageslicht bei 5000 K bis 7000 K. Andere Lichtquellen mit dieser typischen Farbtemperatur von Glühlampen (Energiesparlampen, Leuchtstofflampen und LED-Lampen) werden als „Warmton“ angeboten, haben aber im Gegensatz zu Glühlampen kein kontinuierliches Lichtspektrum, weshalb der Farbwiedergabeindex schlechter ist.

Die Glühfadentemperatur entspricht nicht der Farbtemperatur des abgestrahlten Lichts, da Wolfram kein idealer Schwarzer Körper ist; Die Farbtemperatur ist um etwa 60 bis 80 Kelvin höher als die Glühfadentemperatur (im Temperaturbereich üblicher Glühlampen).[4]. Der Grund ist der wellenlängenabgängige Emissionsgrad des metallischen Wolframs, welcher mit geringerer Wellenlänge etwas ansteigt.

Um beispielsweise für Projektions- und Bühnenbeleuchtungszwecke sowie für Fotoarbeiten eine höhere Farbtemperatur zu erreichen, werden entsprechende Glühlampen mit sehr hohen Glühfadentemperaturen betrieben, die Farbtemperaturen von 3400 K erlauben. Die Lebensdauer sinkt dementsprechend auf teilweise wenige Stunden ab. Oft werden zusätzlich auch Wärmeschutzfilter eingesetzt, die die Farbtemperatur weiter erhöhen. Vergleiche auch Kaltlichtspiegellampe.

Auf der anderen Seite werden Glühlampen oft mit Unterspannung betrieben (gedimmt), um stimmungsvolles Licht zu erzeugen, ähnlich demjenigen von Kerzen (ca. 1600 K) oder Feuer.

Leuchtdichte

Die Leuchtdichte des Glühdrahtes einer Glühlampe beträgt 5 bis 36 Mcd/m2,[5] wird aber von anderen künstlichen Lichtquellen (zum Beispiel Hochdruck-Gasentladungslampen, Kohlebogenlampen, LEDs) übertroffen. Glühlampen eignen sich daher gut für Anwendungen, bei denen das Licht gebündelt werden muss, was für Projektoren und Scheinwerfer zutrifft. Die wirksame Leuchtdichte lässt sich durch die Gestaltung des Glühfadens (Doppelwendel, Flachwendel) weiter erhöhen. Generell besitzen dicke Glühdrähte (für niedrige Betriebsspannungen) höhere wirksame Leuchtdichten als dünne Glühdrähte.

Lichtmodulation

Aufgrund der thermischen Trägheit des Glühfadens weisen auch an netz- bzw. niederfrequenter Wechselspannung betriebene Glühlampen nur geringe Schwankungen der Helligkeit auf. Die Helligkeitsmodulation mit der doppelten Betriebsfrequenz ist umso stärker, je dünner der Glühfaden ist. Sie ist also besonders bei Lampen geringer Leistung für Netzspannung ausgeprägt und beträgt bei einer Glühlampe 15 W/230 V etwa 30 %.

Insbesondere Niederspannungsglühlampen gelten aufgrund ihrer dicken, thermisch trägen Glühdrähte als flimmerfrei – ein Vorteil bei der Beleuchtung von rotierenden Maschinen. Glühlampen mit sehr dünnem Glühfaden für Betriebsströme von weniger als 0,1 A können mit Frequenzen bis zu einigen 100 Hz moduliert werden und wurden früher in Bastelprojekten zur Sprachübertragung verwendet.

Die langsame Helligkeitszunahme geschalteter Niederspannungsglühlampen ist zwar beim Einsatz als Beleuchtung angenehm, gilt aber bei sicherheitsrelevanten Anwendungen wie Verkehrsampeln oder Bremsleuchten gegenüber den hier zunehmend eingesetzten Leuchtdioden als nachteilig.

Lebensdauer

Lebensdauer und Helligkeit in Abhängigkeit von der Betriebsspannung (nicht gültig für Halogenlampen)

Die Lebensdauer einer Glühlampe fällt mit steigender Lichtausbeute durch die höhere Glühfadentemperatur drastisch ab. Bei 2700 K erreichen konventionelle Glühlampen eine Standzeit von etwa 1000 Stunden, bei 3400 K (Studiolampen) von nur wenigen Stunden. Wie das Diagramm zeigt, verdoppelt sich die Helligkeit, wenn man die Betriebsspannung um 20 % erhöht. Gleichzeitig reduziert sich die Lebensdauer um 95 %. Eine Halbierung der Betriebsspannung (zum Beispiel durch Reihenschaltung zweier gleichartiger Glühlampen) verringert demnach zwar den Wirkungsgrad, verlängert aber die Lebensdauer um mehr als das Tausendfache. Sind die Kosten für das Auswechseln einer Lampe hoch (Ersatzbeschaffung, Montage), so kann zu Gunsten einer höheren Lebensdauer auf eine hohe Lichtausbeute verzichtet und die Betriebsspannung abgesenkt werden. In Geräten eingebaute Lampen sind meist umständlich zu wechseln. Hier sollte für die Glühlampen eine deutlich niedrigere Betriebsspannung als die Nennspannung der Lampen angesetzt werden.

Die Lebensdauer einer Glühlampe wird meist nicht durch gleichmäßiges Abdampfen von Wendelmaterial bestimmt, sondern durch das Durchbrennen an einer Stelle. Grund ist eine Instabilität, die mit der Zunahme des elektrischen Widerstandes mit der Temperatur zusammenhängt: Stellen des Glühfadens, die nur wenig dünner sind und sich beim Einschalten zunächst nur aufgrund der höheren Stromdichte schneller aufheizen, haben dann auch noch aufgrund ihrer Übertemperatur einen höheren Widerstand, heizen sich kurzzeitig extrem auf und verlieren dabei etwas Material durch Verdampfen. Beim nächsten Einschalten verschärft sich das Problem. Beim letzten Einschalten kann von der Unterbrechungsstelle sogar eine Bogenentladung im Füllgas ausgehen.

Um Überströme durch solche Bogenentladungen gerade durchgebrannter oder anders innen kurzgeschlossener Glühlampen zu limitieren, haben viele 230-Volt-Glühlampen – im Glasfuß sichtbar – eine Schmelzsicherung im dünnen Glasröhrchen eingebaut.

Eine Möglichkeit, die Lebensdauer zu verlängern, ist daher die Begrenzung des Einschaltstroms oder die in der Veranstaltungstechnik häufig angewandte Vorheizung (engl. Pre Heat) durch einen permanenten Stromfluss knapp unterhalb der Leuchtschwelle.

Die Ausfallwahrscheinlichkeit von Glühlampen lässt sich durch eine Exponentialverteilung oder, mit Berücksichtigung der Historie, durch eine Weibullverteilung beschreiben.

Kompromiss zwischen Lebensdauer und Lichtausbeute

Die Dimensionierung von Glühlampen bei gegebener Betriebsspannung ist ein Kompromiss zwischen Lebensdauer und Lichtausbeute und ergibt sich neben den technologischen Fähigkeiten der verschiedenen Hersteller wesentlich aus der vorgesehenen Anwendung.

Heute unterscheidet sich die angegebene Lebensdauer von Allgebrauchsglühlampen verschiedener Hersteller wenig. Es werden Lampen für 1000 und für 2000 Stunden angeboten. Halogenglühlampen werden für 2000 bis 6000 Stunden angeboten. Bei gleicher Leistung haben Glühlampen für geringere Nennspannung einen dickeren Glühfaden und damit eine höhere Lebensdauer. Die tatsächlich erreichte Lebensdauer hängt jedoch deutlich von den Einsatzparametern ab:

  • genaue Einhaltung der Nennspannung (die möglichen 15 % Netzüberspannung haben eine wesentliche Lebensdauerverkürzung zur Folge)
  • Erschütterungen im Betrieb
  • Umgebungstemperatur
  • häufiges Aus- und Einschalten: der dünn gewordene Bereich des Glühfadens wird aufgrund des Kaltleiterverhaltens meist beim Anschalten durchbrennen, da durch den geringeren Widerstand des kalten Glühfadens im ersten Moment eine hohe Leistung abfällt.

Für Anwendungen, bei denen das Auswechseln aufwendig oder eine hohe Zuverlässigkeit erforderlich ist, gibt es Glühlampen, die eine lange Lebensdauer durch eine ähnlich geringe Lichtausbeute wie frühe Glühlampen erreichen: Sogenannte Sig-Lampen haben eine Lebensdauer von bis zu 6000 Stunden.

Die Lebensdauer von Projektor-Glühlampen beträgt hingegen aufgrund der hohen Glühfadentemperaturen (hohe Effizienz und Leuchtdichte) oft nur 50 bis zu wenigen 100 Stunden. Für Fotoaufnahmen und Belichtung von Fotomaterial gibt es beispielsweise Spezialglühlampen (beispe OSRAM Nitraphot S), die eine für Glühlampen sehr hohe Farbtemperatur von 3400 K erreichen. Diese Lampen haben eine Lichtausbeute von 7500 lm bei 250 W, also das Fünffache einer Allgebrauchsglühlampe. Erkauft wird das durch eine sehr geringe Lebensdauer von nur wenigen Stunden, außerdem darf die Lampe nur wenige Minuten am Stück betrieben werden, da sonst der Glühfaden schmilzt.

Kraftfahrzeug-Glühlampen sind statt für ihre Nennspannung von 12 oder 24 V für die 14 oder 28 V des Bordnetzes ausgelegt. Die Betriebsspannung von Niedervolt-Halogen-Anlagen für Halogenglühlampen einer Nennspannung von 12 V beträgt demgegenüber oft nur 11,5 V.

Zum Kompromiss zwischen Lebensdauer und Lichtausbeute bei Allgebrauchslampen siehe auch Phoebuskartell.

Beispiele für längere Lebensdauer

Das Centennial Light (englisch hundertjähriges Licht) leuchtet seit 1901 fast ununterbrochen in der Feuerwache von Livermore im US-Bundesstaat Kalifornien.[6] Von dieser „60 Watt“-Kohlefadenlampe heißt es jedoch, sie „scheine zur Zeit mit 4 Watt“.[7]

1928 fanden Bauarbeiter in einem Theater in Glasgow hinter einer vermauerten Tür einen Raum, von dem niemand etwas wusste, mit einer brennenden Glühlampe und einem Kalender aus dem Jahr 1906. Sie war 22 Jahre am Strom angeschlossen. Unter dem Pseudonym Michael Gesell schrieb Otto Ernst Hesse am 7. Juni 1928 in der Vossischen Zeitung darüber:

„Der Verbrauchsanspruch dieser Wunderlampe scheint in diesen Jahren nicht besonders gestiegen zu sein. Sonst hätte – nach den Theorien der Elektrotechniker – das Theater gewiß mittlerweile wegen zu hoher Elektrizitätsrechnungen Pleite gemacht.“

– Artikel von 1928[8]

Glühlampentypen im Vergleich

Hersteller Typen-
name
Technologie Betriebs-
spannung
Aufnahme-
leistung [W]
Leucht-
stärke
[Lumen]
Jahr der
Markt-
einführung
Fassung Lebens-
dauer
Shelby Electrics Company Centennial Light Kohlenfadenlampe  ? 60 (heute 4)  ? ca. 1890  ? > 100 Jahre
Osram 64445 IRC-Halogenglühlampe 12 VDC 65 1690  ? E27  ?
AEG EVZ-066 Nernstlampe 95 VDC 47,5  ? 1900 E27 700 h

Sonderformen

Halogenglühlampen (Wolfram-Halogen-Kreisprozess)

Halogenglühlampe

  • Glühwendel einer Halogenlampe im Betrieb.

  • Glühwendel einer Kfz-H1-Lampe nach mehreren hundert Stunden Betriebsdauer. Die Rekristallisationen des Wolframs sind deutlich zu sehen.

Durch Verwendung eines kompakten Quarzglaskolbens und Zugabe des Halogens Iod lassen sich Glühlampen konstruieren, die auch bei erhöhten Betriebstemperaturen von 2800 bis 3100 K eine Lebensdauer von 2000 bis 5000 Stunden haben. Diese sogenannten Halogenglühlampen haben ein weißeres Licht und Lichtausbeuten von 10 lm/W bis 19,5 lm/W (herkömmliche Glühlampe 12–15 lm/W, Energiesparlampe 40–60 lm/W). Höhere Werte weisen spezielle Foto-Halogen-Lampen mit bis zu 35 lm/W auf – allerdings bei 1 bis 2 kW Leistungsaufnahme und wenigen Stunden Betriebsdauer.

Das Iod reagiert (zusammen mit Restsauerstoff) mit den vom Glühdraht verdampften Wolframatomen und stabilisiert eine wolframhaltige Atmosphäre. Der Prozess ist reversibel: Bei hohen Temperaturen zerfällt die Verbindung wieder in ihre Elemente – Wolframatome schlagen sich auf der Glühwendel nieder. Kleine Temperaturdifferenzen entlang der Wendel spielen für die Zersetzung nur eine untergeordnete Rolle. Die Vorstellung, dass sich Wolfram ausschließlich an den dünnen überhitzten Bereichen der Wendel niederschlage, ist falsch.[9] Ein interessanter Nebeneffekt dieser Überlegung hätte darin bestanden, dass sich der Glühfaden an den dünnsten Stellen selbst reparieren würde. In Wirklichkeit findet die Kondensation von Wolframatomen jedoch an den kältesten Stellen der Wendel statt – es entstehen Whisker.[10] Das Prinzip ist der chemische Transport, welcher sich in ähnlicher Weise auch beim Van-Arkel-de-Boer-Verfahren findet.

Der Halogenzusatz verhindert bei einer Glastemperatur von mehr als 250 °C den Niederschlag von Wolfram auf dem Glaskolben. Aufgrund der nicht vorhandenen Kolbenschwärzung kann der Glaskolben einer Halogenlampe sehr kompakt gefertigt werden. Das kleine Volumen ermöglicht einen höheren Betriebsdruck, der wiederum die Abdampfrate des Glühdrahtes vermindert. Daraus ergibt sich der lebensverlängernde Effekt bei Halogenlampen. Jedoch wird der Halogenprozess durch Dimmung der Halogenleuchte vermindert, da die dafür notwendige Temperatur nicht mehr erreicht wird.

Das kleine Volumen ermöglicht zur Reduktion der Wärmeleitung die Befüllung mit schweren Edelgasen zu vertretbaren Kosten. Verunreinigungen auf dem Kolben (zum Beispiel Fingerabdrücke durch Anfassen des Glases) verkohlen im Betrieb und führen zu lokalen Temperaturerhöhungen, die zum Platzen des Glaskolbens führen können. Daher sollte eine Halogenlampe nach dem Berühren immer sorgfältig mit einem fettlösenden Mittel (z. B. Spiritus) abgewischt werden. Zurückbleibende Salze können auch als Kristallisationskeime zur Entglasung beitragen und so Schäden verursachen.

Die erforderliche hohe Glaskolbentemperatur erzwingt eine kleine Bauform, um die Wärmeabgabe an die Umgebungsluft zu reduzieren, und den Einsatz von Kieselglas (Quarzglas), das der hohen Temperatur standhält. Gasdichte Stromdurchführungen werden bei den Quarzglaskolben von Halogenglühlampen und auch bei Quarzglasbrennern von Gasentladungslampen mittels Molybdän-Folienbändern realisiert.

IRC-Halogenglühlampen (IRC steht hier für englisch infrared reflective coating, dt. Infrarot-reflektierende Beschichtung) haben eine spezielle Beschichtung des Glaskolbens, die Licht passieren lässt, aber Wärmestrahlung auf die Glühwendel zurück reflektiert, ein sogenannter Wärmespiegel. Dadurch wird der Wärmeverlust vermindert und folglich die Lichtausbeute erhöht. Nach Herstellerangaben kann so der Energieverbrauch zusammen mit Verwendung von Xenon als Füllgasbestandteil gegenüber Standard-Halogenlampen um bis zu 30 % vermindert werden, allerdings bezieht sich das auf ineffiziente Normvergleichslampen, real sind es etwa 20 %. Die Lichtausbeute liegt beispielsweise bei der 12 V/65 W Osram 64445 bei 26 lm/W.

Halogenlampen für 230 V in der Standardbauform mit E27-Sockel sparen durch diese IRC-Technik ca. 20 % Energie gegenüber normalen Glühlampen (zum Beispiel 42 W statt 60 W, 30 % Stromeinsparung bei ca. 10 % weniger Helligkeit) und können diese überall ersetzen, wo Energiesparlampen wegen der Aufwärmzeit nicht praktikabel sind. Diese Lampen erreichen damit zwar nicht die Effizienz von Kompaktleuchtstofflampen, sie können jedoch durch das Erreichen der Energieeffizienzklasse C die klassische Glühlampe nach Inkrafttreten der ersten Stufe der EU-Energiesparlampenrichtlinie im Jahr 2009 ersetzen. Halogenlampen können wie klassische Glühlampen nach Gebrauch über den Restmüll entsorgt werden und erreichen einen ebenso guten Farbwiedergabeindex.

Weitere Varianten

  • Halogen-Glühlampe 230 V mit Standardsockel E27

  • H4 Bilux-Halogenglühlampe mit Glühwendeln für Fernlicht (Mitte) und Abblendlicht (rechts in der Blechblende)

  • Blinkende Glühlampe mit Bimetallschalter (die Animation in Zeitlupe zeigt den Augenblick, in dem der Schalter öffnet)

Neben besonderen Kolbenformen, dem verwendeten Material (zum Beispiel mattiert oder aus Opalglas gefertigt) und der gewählten Einfärbungen gibt es folgende Sonderformen:

  • Bilux-Lampen: Sie werden in Fahrzeugscheinwerfern verwendet und besitzen einen freien (Fernlicht) und einen mit einer Blende (Abblendlicht) versehenen Glühfaden mit ähnlicher Leistungsaufnahme.
  • Glühlampen mit zwei Glühwendeln unterschiedlicher Leistung (Zweifadenlampen, zum Beispiel als Kombination Rücklicht/Bremslicht)
  • Glühlampen mit Innenreflektor
    • Projektionslampen mit Wendel im Brennpunkt einer Innenverspiegelung
    • sogenannte Kuppelspiegellampen oder Kopfspiegellampen (KSL) mit Glühwendel im Mittelpunkt einer spiegelnden Halbkugelschale
  • Wolframbandlampen: Sie besitzen ein Band statt einer Glühwendel; Einsatz als Strahlungsnormal oder in älteren Pyrometern (visueller Vergleich der Leuchtdichte und der Farbtemperatur mit der des Messobjektes)
  • Hochtemperatur-Heizstrahler: Glühwendel mit relativ niedriger Betriebstemperatur, angeordnet in einem oft teilweise verspiegelten Glaskolben, der in Abstrahlrichtung vorrangig den Infrarot-Anteil passieren lässt (Rotlicht)
  • Glühlampen zu Heizzwecken: zum Beispiel stabförmige Halogen-Glühlampen in der Fixierwalze von Xerox-Kopierern und Laserdruckern
  • stabförmige Halogen-Glühlampen mit beidseitigen Anschlusskontakten („Halogenstab“) mit Leistungen von 300 Watt bis mehrere Kilowatt: Eine gestreckte Einfach- oder Doppelwendel befindet sich mit Abstandshaltern in einem Quarzglas-Rohr, Einsatz in Lichtstrahlern auf Baustellen oder in Deckenflutern.
  • Kaltlichtspiegellampen: Sie besitzen einen externen dichroitischen Reflektor, der nur sichtbares Licht reflektiert, Infrarot jedoch passieren lässt (Anwendung: Niedervolt- und Hochvolt-Halogenglühlampen, Projektionslampen).
  • Linienlampen sind im Prinzip große Soffittenlampen für Netzspannung aus langgezogenen Glasröhren mit einem Glühfaden über die ganze Länge. Linienlampen haben entweder eine Steckfassung in der Mitte der Röhre oder zwei Steckfassungen an den beiden Enden. Oftmals werden sie mit Leuchtstoffröhren verwechselt, der Grund ist die annähernd gleiche Form.

Bei blinkenden Glühlampen ist manchmal in Serie mit dem Glühfaden ein Bimetallschalter angeordnet. Diese Ausführung ist zum Beispiel in älteren Warnlampen oder Leuchtstäben zum Martinstag anzutreffen. Im kalten Zustand ist dieser Schalter geschlossen. Durch die Wärmeeinwirkung des Glühfadens und der Wärmekapazität des Bimetalls verbiegt sich das Schaltelement und öffnet eine Kontaktstelle. Der Stromfluss wird unterbrochen und die Glühlampe erlischt. Nach ausreichender Abkühlung schließt der Kontakt wieder, der Glühfaden leuchtet wieder und erwärmt dadurch erneut das Schaltelement, der Vorgang beginnt von vorne, die Lampe blinkt.

Geschichte

Thomas Alva Edison, mit einer Glühlampe in der Hand

Glühlampe von C. H. F. Müller, wie auf der Weltausstellung Paris 1878 vorgestellt

Kohlefadenlampe, E27-Sockel, 220 Volt, etwa 30 Watt, links an 100 Volt

Edisons Glühlampe, Abb. aus Meyers Konversationslexikon 1888

Louis Jacques Thénard zeigte 1801, dass man Metalldrähte durch den galvanischen Strom zur hellen Glut bringen kann. Der Schotte James Brown Lindsay präsentierte 1835 eine Glühlampe. William Grove veröffentlichte 1840 die erste Platindrahtglühlampe. Die ersten Patente sicherten sich Frederick de Moleyns 1841 und John Wellington Starr 1845.

Es existieren Belege für eine frühe Glühlampe mit Platinfaden unter einer evakuierten (luftleeren) Glasglocke aus der Zeit um 1820. Herkunft und Datierung der als „De-la-Rue-Lampe“ oder auch „De-la-Rive-Lampe“ bezeichneten Lampe sind unklar.[11] 1860 erfand Joseph Wilson Swan eine Glühlampe, bei der er als Glühfaden verkohltes Papier in einem luftleeren Glaskolben benutzte. Später benutzte man wegen des höheren Schmelzpunktes und besserer Lichtausbeute zunächst Kohlestifte und dann Kohlefäden, wobei von Edison 1881 patentierte verkohlte Bambusfäden besonders gut geeignet waren.[12]

Am 25. Juli 1835 führte der Schotte James Bowman Lindsay bei einem öffentlichen Meeting in Dundee ein konstantes elektrisches Licht vor. Er gab an, dass er „ein Buch in einem Abstand von eineinhalb Fuß lesen“ könne. Lindsay vervollkommnete die Vorrichtung zu seiner eigenen Zufriedenheit, wandte sich danach jedoch von seiner Erfindung ab und dem Problem drahtloser Telegraphie zu. Frederick de Moleyns erhielt 1841 das erste bekannte Patent auf eine Glühlampe. Er verwendete Kohlepulver zwischen Platindrähten unter einem luftleeren Glaskolben. Der Amerikaner John Wellington Starr erhielt 1845 durch Edward Augustin King in London ebenfalls ein Patent auf eine Glühlampe. In diesem Patent werden Karbonstifte als geeignetes Glühmaterial für helles Licht genannt. Ebenfalls 1845 veröffentlichte der Engländer William Robert Grove die Konstruktion einer von ihm 1840 entwickelten Glühlampe mit Platinglühfaden in Spiralform.[13]

Zahlreiche Patente für Glühlampen wurden ab den 1850er Jahren angemeldet. Die Entwickler scheiterten mit der Herstellung länger haltender Glühlampen zunächst an der Vakuumtechnik. Nach Erfindung und Verbreitung der Vakuumpumpe intensivierten sich in den 1870er Jahren die Konstruktionsanstrengungen in verschiedenen Ländern mit der Folge zahlreicher Patentanmeldungen. Die Brenndauer der Konstruktionen lag jedoch bei unter 10 Stunden. Neben der Haltbarkeit der Lampen wurde das Problem des Energieverbrauchs ein Schwerpunkt der Bemühungen. 1874 erhielt Alexander Nikolajewitsch Lodygin in Russland ein Patent auf eine Glühlampe mit einem Kohlefaden oder einem dünnen Kohlestift in einem mit Stickstoff gefüllten Glaskolben.

Der britische Physiker und Chemiker Joseph Wilson Swan entwickelte 1860 ebenfalls eine Glühlampe, bei der er als Glühfaden verkohltes Papier in einem luftleeren Glaskolben benutzte. Erst 1878 gelang ihm die Herstellung einer praktisch brauchbaren elektrischen Glühlampe. Er erwarb sein Patent in England 1878 mithin zwei Jahre früher als Edison sein vergleichbares Patent in den USA. Er stattete seine Glühlampen mit einer speziellen Fassung, der Swanfassung aus, die sich im Gegensatz zu den Schraubgewinden der Edisonglühlampen bei Erschütterung, zum Beispiel in Fahrzeugen, nicht lösten. Nach anfänglichen Patentrechtsstreitigkeiten einigten sich Edison und Swan und gründeten schließlich 1883 in London eine gemeinsam betriebene Firma.

Thomas Alva Edison verbesserte die Glühlampe und erhielt am 27. Januar 1880 das Basispatent Nummer 223898[14] für seine Entwicklungen in den USA, das in tradierten Darstellungen verbreitete Erfindungsdatum 21. Oktober 1879 gilt nach Ergebnissen der neueren Quellenforschung indes als Legende. Seine Glühlampe bestand aus einem evakuierten Glaskolben mit einem Kohleglühfaden aus verkohlten Bambusfasern. Zahlreiche Verbesserungen insbesondere bei der Präzisionsherstellung des Glühfadens führten zu Glühlampen, mit denen Edison den Wettbewerb gegen die damals üblichen Gaslampen erfolgreich aufnahm. Haltbarkeit, Lichtausbeute und Energiekosten spielten dabei eine Rolle. Edisons Glühlampen waren im Unterschied zu Swans Lampen mit hochohmigen Glühfäden ausgestattet, die zwar schwierig herzustellen waren, den Einsatz in elektrischen Netzen jedoch wesentlich vereinfachten und verbilligten. Bei hoher Spannung für hochohmige Verbraucher konnte elektrische Energie einfacher transportiert werden und die möglichen geringeren Kabelquerschnitte sparten erhebliche Kupfermengen. Dadurch wurde ein Energieversorgungsnetz für Elektrizität technisch machbar und mit Netzen für Gaslampen wettbewerbsfähig. Insbesondere konnte Edison mit seinen hochohmigen Lampen auch das Problem der Teilbarkeit des Lichts lösen; alle vorherigen Lösungen erforderten für wenige Lampen jeweils eine eigene Stromquelle. Deswegen wird die Erfindung der praktisch nutzbaren Glühlampe gemeinhin Thomas Alva Edison zugeschrieben. Edisons Konstruktion war die erste Glühlampe, die nicht nur in geringer Stückzahl in Werkstätten hergestellt wurde, sondern in einer eigens errichteten Fabrik in Serienfertigung ging.

Die Benutzung von Kohlefadenglühlampen in privaten Haushalten in den 1880er Jahren ging einher mit dem Aufbau von Versorgungsnetzen für elektrische Energie. Diese Produkte markieren mithin den Beginn der durchdringenden Elektrifizierung in der kulturellen Entwicklung. In Deutschland gilt das Café Bauer (Berlin) als erstes mit Glühlampen beleuchtetes Gebäude im Jahr 1884, die von Emil Rathenau nach Edison-Patenten gefertigt wurden.[15]

Um die Verteilung des neu entstehenden Elektromarktes wurde in den 1880er Jahren hart gekämpft, wobei insbesondere zahlreiche Patentprozesse um das Schlüsselprodukt der Elektrifizierung, die Glühlampe mit hochohmigem Kohlefaden, geführt wurden. Heinrich Göbel gab 1893 in Patentprozessen zwischen der Edison Electric Light Co. und anderen amerikanischen Glühlampenherstellern an, bereits ab den frühen 1850er Jahren mit Kohlefadenglühlampen experimentiert zu haben, konnte seine Behauptung der Antizipation der Edison-Erfindung aber vor Gericht nicht beweisen.[16] Er galt dennoch im 20. Jahrhundert in Deutschland als Erfinder der Kohlefadenglühlampe. Die erste deutsche Glühlampe soll 1883 in Stützerbach (Thüringen) hergestellt worden sein. Diesbezügliche Quellen stehen allerdings im Widerspruch zur älteren oben abgebildeten Glühlampe vom C. H. F. Müller.

Die Eignung von Osmium, Tantal oder Wolfram für Glühfäden war wegen des hohen Schmelzpunktes dieser Metalle bekannt. Aber erst technische Entwicklungen in der Pulvermetallurgie wie die Sintertechnik ermöglichten die wirtschaftliche Verarbeitbarkeit von Wolfram. Osmium und Tantal sind seltene und mithin teure Rohstoffe. Bei dem sehr harten und spröden Wolfram waren die zu lösenden Verarbeitungsprobleme am größten. Der österreichische Chemiker und Gründer von OSRAM Carl Auer von Welsbach leistete einen wichtigen Beitrag zu der Erfindung der Glühlampe, indem er ein Verfahren zur Herstellung von Drähten aus Osmium (Patent 1890) und Wolfram entwickelte, die damals als Metalle mit den höchsten Schmelzpunkten galten.

1897 erfand der Physikochemiker Walther Nernst in Göttingen die nach ihm benannte Nernstlampe, die von der AEG und von Westinghouse (Nernst Lamp Company) produziert wurde. Bei dieser Glühlampe dient ein dünnes Stäbchen (Nernststift) aus einem Festkörper-Elektrolyt (überwiegend Zirconiumoxid mit Zusätzen) statt eines Kohle- oder Metallfadens als Glühkörper. Der Nernststift benötigt kein Schutzgas, sondern kann in normaler Umgebungsluft betrieben werden.

Im Jahre 1903 erfand Willis Whitnew einen Glühfaden, der die Innenseite einer Glühlampe nicht schwärzte. Es war ein metallummantelter Kohlefaden. Bereits ein Jahr zuvor (1902) erkannte der deutsche Chemiker Werner von Bolton mit dem Schweizer Physiker Otto Feuerlein das chemische Element Tantal (Ta) als geeignetes Material zur Herstellung von metallischen Glühfäden. 1905 wurden die ersten Glühlampen mit Tantalfäden ausgeliefert und ersetzten allmählich die bisherigen Kohlefadenlampen. Die Tantallampe war zwar eine kurze Episode in der Geschichte der Glühlampe im Vorfeld der Entwicklungen zur heute verwendeten Wolframlampe, aber bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs konnten weltweit über 50 Millionen Tantallampen nach Bolton und Feuerleins Verfahren hergestellt und verkauft werden.

Im Jahre 1906 wurden von der General Electric Company Patente für Wolframglühfäden als Basis für eigene Forschungs- und Weiterentwicklungsarbeiten gekauft. Diverse Quellen nennen Alexander Nikolajewitsch Lodygin als Patentinhaber, der schon in den 1890er Jahren mit Wolfram experimentiert hatte und auf der Weltausstellung 1900 eine solche Lampe vorführte. In jener Zeit experimentierten viele Entwickler, auch der Kroate Franjo Hannaman aus Zagreb, an der Entwicklung einer praktisch einsetzbaren Wolframglühfadenlampe. Glühfäden aus mittels Sintern gewonnenen Metall waren extrem spröde, die Verarbeitung zu Spiralen oder Schlaufen war für eine Massenproduktion unmöglich. Im Jahre 1910 erfand der für General Electric arbeitende William David Coolidge eine Methode zur Herstellung mechanisch stabiler Wolframglühfäden. General Electric begann 1911 mit der kommerziellen Herstellung der heute noch üblichen Glühlampen mit Wolframglühfaden. Dieser Lampentyp verbesserte das Verhältnis von Lichtausbeute zu Energieverbrauch erheblich. General Electric gewann die nach Auslauf der Edison-Patente verlorene Dominanz auf dem Glühlampensektor zurück.[17]

Im Jahre 1911 entdeckte Irving Langmuir, dass durch die Verwendung eines Argon-Stickstoff-Gemischs in einer Glühlampe die Lebensdauer des Wolfram-Glühfadens verlängert wird. Seit 1936 wird Krypton als Füllgas benutzt, seit 1958 erstmals auch Xenon für Hochleistungslampen. 1931 beantragte die Chemikerin Mary B. Andrews in den USA ein Patent für eine elektrische Glühlampe, welches mit der Nummer 2019331 im Jahr 1935 erteilt wurde. Eine frühere Patenterteilung an eine Frau in der Glühlampentechnologie ist zur Zeit nicht bekannt.

Der Berliner Erfinder Dieter Binninger entwickelte für seine Berlin-Uhr eine langlebige (150.000 h) „Ewigkeitsglühbirne“, die, wie auch die sogenannten SIG-Lampen (6000 h) besonders für Anwendungen gedacht war, bei denen ständig hohe Auswechselkosten entstehen, wie etwa bei Verkehrsampeln oder seiner Mengenlehreuhr. Seine zwischen 1980 und 1982 eingereichten Patente zur „Verlängerung der Lebensdauer von Allgebrauchsglühlampen“ beruhen jedoch im Wesentlichen auf einer veränderten Wendelgeometrie und dem Betrieb mit Unterspannung mittels einer vorgeschalteten Diode.

Umweltaspekte

Energieeffizienzklassen von Glühlampen

Grenzen der Energieeffizienzklassen für Leuchtmittel

Hauptartikel: Energielabel

Haushaltslampen werden in der Europäischen Union in Energieeffizienzklassen eingestuft, wobei die Skala von A (sehr effizient) bis G (weniger effizient) reicht. Herkömmliche Glühlampen erreichen die Effizienzklassen D, E, F und G. Niedervolt-Halogenlampen, die mit typisch 12 Volt betrieben werden, liegen oft in den Effizienzklassen C, D und E, müssen aber offiziell nicht in Effizienzklassen eingeteilt werden. Hochvolt-Halogenlampen, die direkt mit 230 V betrieben werden, erreichen heute ebenfalls die Effizienzklasse C[18] und eignen sich daher neben Energiesparlampen nach 2012 als Ersatz für herkömmliche Glühlampen. Messungen der Stiftung Warentest ergaben jedoch, dass Halogenlampen die deklarierten Energieeffizienzklassen oft nicht erreichen.[19]

Vertriebsverbot von Glühlampen geringer Energieeffizienz

Seit etwa 2005 werden Herstellung und Vertrieb von Glühlampen geringer Energieeffizienzklasse in einigen Ländern verboten oder es werden solche Verbote geplant, um Energie zu sparen. Glühlampen müssen durch Energiesparlampen besserer Energieeffizienzklassen ersetzt werden.

Australien

Australien kündigte als erster Staat im Februar 2007 an, ab 2010 herkömmliche Glühlampen zu verbieten. Die Regierung geht davon aus, dass durch diese Maßnahme jährlich vier Millionen Tonnen Treibhausgase weniger in die Luft ausgestoßen werden.[20]

Europäische Union

Die EU-Kommission gab im Dezember 2008 bekannt, dass auf der Basis der Ökodesign-Richtlinie 2005/32/EG stufenweise Herstellungs- und Vertriebsverbote von Lampen geringer Energieeffizienz in den Mitgliedsländern umgesetzt werden.[21] Der Verkauf bereits in Verkehr gebrachter Glühlampen bleibt aber weiterhin erlaubt. Mitte April 2009 ist die entsprechende EG-Verordnung 244/2009[22] in Kraft getreten. Zuvor wurden die Anforderungen wegen umfangreicher Kritik erneut beraten; der Umweltausschuss des EU-Parlaments beschloss am 17. Februar 2009 mit 44:14 Stimmen, daran festzuhalten.[23] Irland plante als erster Staat der EU, bereits den Vertrieb von Glühlampen geringer Energieeffizienz ab Januar 2009 zu verbieten.[24]

Bereits auf dem Markt befindliche betroffene Produkte dürfen auch nach den genannten Terminen noch verkauft und gehandelt werden, es dürfen jedoch keine verbotenen Produkte mehr innerhalb der EU in Verkehr gebracht werden und an Handel oder Endverbraucher geliefert werden. Die Herstellung von Glühlampen ohne Erfüllung der Norm für den Export in Länder außerhalb der EU ist weiter erlaubt. Der Zoll soll seit September 2009 Paketsendungen auf verbotene Leuchtmittel kontrollieren.[25]

Lampen mit mattiertem Glas müssen bereits seit der ersten Stufe der Anforderungen (seit September 2009) die Energieeffizienzklasse A haben; das bedeutete ein Herstellungs- und Vertriebsverbot für mattierte Glühlampen. Da mattierte Lampen keine Punktlichtquelle wie die klaren Lampen darstellen, lassen sie sich in ihrer Funktion nach Auffassung der EU-Kommission durch verfügbare Energiesparlampen direkt ersetzen.

Für Lampen mit klarem Glas, also Punktlichtquellen, gelten in Abhängigkeit von ihrer Leistungsaufnahme folgende Mindestanforderungen:

  • seit September 2009: ab 100 Watt Energieeffizienzklasse C; unter 100 Watt Energieeffizienzklasse E
  • seit September 2010: ab 75 Watt Energieeffizienzklasse C; unter 75 Watt Energieeffizienzklasse E
  • seit September 2011: ab 60 Watt Energieeffizienzklasse C; unter 60 Watt Energieeffizienzklasse E
  • ab September 2012: Energieeffizienzklasse C für alle
  • 2014 wird die gesamte Regelung auf dem Prüfstand stehen, um die Erfahrungen auszuwerten und neue technische Entwicklungstrends zu berücksichtigen.
  • ab September 2016: Energieeffizienzklasse B für alle; Ausnahmen für einige Halogenlampen mit Effizienzklasse C, für die es derzeit noch keinen geeigneten Ersatz gibt.

Derzeit sind herkömmliche Glühlampen in den Effizienzklassen D, E und F verfügbar; Halogenlampen (230 Volt) erreichen teilweise die Effizienzklasse C. Niedervolt-Halogenlampen werden nicht in Energieeffizienzklassen eingeteilt. Neben den Anforderungen an die Energieeffizienz gelten bereits ab der ersten Stufe auch strengere Qualitätsanforderungen an die weiteren Betriebseigenschaften, wie die Lebensdauer, den Lichtstromrückgang, die Schaltfestigkeit, die Anlaufzeit (bis 60 % des Lichtstroms erreicht sind) sowie Anforderungen an die Produktinformationen auf Verpackungen und Katalogen.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale hat zum „Glühbirnenausstieg“ Fragen und Antworten zusammengestellt.[26]

Speziallampen, beispielsweise zur Verwendung in Kraftfahrzeugen, in der Fahrradbeleuchtung, in Kühlschränken, Backöfen oder der Medizin,[27] sind von den Verboten nicht betroffen; ebenso Lampen besonders kleiner und großer Leistung (Lichtstrom unter 60 Lumen oder über 12.000 Lumen). Ebenfalls nicht betroffen sind Reflektorlampen, die einen gebündelten Lichtstrahl abgeben, da es zu diesen Lampen bisher keine ausreichend verbreiteten Alternativen gibt. Für Leuchtstofflampen und Hochdruckentladungslampen gilt die EG-Verordnung 245/2009.[28]

Neuseeland

In Neuseeland sollten Glühlampen geringer Energieeffizienz ab Oktober 2009 verboten werden.[29] Diese Pläne wurden inzwischen wieder aufgegeben und sollen durch effizientere Einsparmöglichkeiten ersetzt werden.[30]

Kuba

Am 17. November 2005 forderte Fidel Castro die Kubaner auf, herkömmliche Glühlampen durch Energiesparlampen zu ersetzen. Hintergrund ist die Energieknappheit in Kuba.

Schweiz

In der Schweiz ist seit 2009 der Verkauf von Glühlampen, die nicht mindestens der Energieeffizienzklasse E entsprechen, verboten.[31]

Vereinigte Staaten von Amerika

In den USA wurde in dem im Jahre 2007 verabschiedeten Energy Independence and Security Act eine schrittweise Verschärfung der Vorschriften zur Energieeffizienz von Glühlampen zwischen 2012 und 2014 beschlossen. Abgesehen von den beschlossenen Ausnahmen, beispielsweise für farbige Glühlampen, werden durch diesen Act herkömmliche Glühlampen verboten.[32] Die letzte große Fabrik für herkömmliche Glühlampen in den USA wurde im September 2010 geschlossen.[33]

Volksrepublik China

Im November 2011 wurde bekannt, dass auch in China Glühlampen mittelfristig verboten werden. Demnach sei ab Oktober 2012 der Verkauf von Glühlampen mit über 100 Watt verboten, bis 2016 werde die Leistung der erlaubten Glühlampen stufenweise abgesenkt, sodass ab Oktober 2016 nur noch Birnen mit unter 15 Watt Leistung erlaubt seien. Ersetzt werden sollen die Glühlampen durch LED-Technik.[34] Damit sollen 48 TWh Strom eingespart werden.[35]

Kritik an Verboten

Glühlampenverbote eignen sich nach Meinung mancher Kritiker nicht zur CO2-Einsparung, da nur der Emissionshandel letztlich den Kohlendioxidausstoß mit Kosten belege. Die durch das Glühlampenverbot eingesparten Energiemengen können daher anderweitig verkauft werden, ohne dass zusätzliche Emissionszertifikate erworben werden müssten. Alternativ können auch die nicht benötigten Zertifikate von den Energieerzeugern an andere Industrien verkauft werden. Die Wirkung eines Glühlampenverbotes auf den CO2-Ausstoß sei daher allenfalls mittelbar wirksam. Ein sinnvolleres Steuerinstrument zur Erreichung der umstrittenen Klimaziele sei daher die direkte Begrenzung der Emissionsmenge von Kohlendioxid.[36]

Ein Vorteil der Glühlampe sei, dass sie stufenlos gedimmt werden kann. Die meisten Energiesparlampen sind nicht dimmbar; einige sind stufenweise dimmbar; stufenlos dimmbare Energiesparlampen sind deutlich teurer. Ein weiterer Vorteil sei die sofortige Bereitstellung der vollen Lichtleistung, während die meisten Energiesparlampen erst langsam hochfahren würden. Das erfordere den Einsatz spezieller Energiesparlampen (Osram-Facility- oder Hybridlampen) zum Beispiel für die Treppenhausbeleuchtung.

Glühlampen funktionieren mit jeder gängigen Frequenz einschließlich Gleichstrom aus akkugespeisten Notstromversorgungsanlagen. Einige Energiesparlampentypen funktionieren aufgrund ihres elektronischen Vorschaltgerätes nur mit der Frequenz, für die sie gebaut wurden, zum Beispiel 50 Hz, nicht jedoch mit Gleichstrom. Für batteriegespeiste Sicherheitsbeleuchtungsanlagen gibt es spezielle Energiesparlampentypen, die vom Hersteller für den Betrieb an Wechsel- und Gleichspannung vorgesehen sind. In den meisten Fällen funktionieren gewöhnliche Energiesparlampen auch an Gleichspannung, da übliche elektronische Vorschaltgeräte die Netzwechselspannung ohnehin gleichrichten. Auch die Hochfrequenzabstrahlung der Vorschaltgeräte ist in die Kritik geraten. Gütesiegel für besonders strahlungsarme Lampen sind in Vorbereitung.

Nach einer Studie der EU-Kommission amortisieren sich Energiesparlampen je nach Annahme des Kaufpreises der Lampe und des Strompreises nach 1500 bis 2500 Stunden Nutzungszeit gegenüber der Glühlampe. Kritiker bemängeln den sich ergebenden langen Zeitraum von 30 Jahren bei wenig genutzten Lampen wie in Abstellräumen mit zirka einer Stunde Leuchtdauer je Woche.[37] Bislang nicht untersucht ist die Auswirkung eines eventuell veränderten Benutzerverhaltens bei Einsatz von Energiesparlampen auf die Energieeinsparung. Unnötig lange Leuchtzeiten wegen der geringeren Kosten und Umweltauswirkungen sind denkbar (→Reboundeffekt).

Glühlampen tragen zur Erwärmung von geschlossenen Räumen bei. Bei der Verwendung von Glühlampen in Räumen mit Heizbedarf müssen diese weniger durch andere Energiequellen geheizt werden. Dieser sogenannte heat replacement effect („Wärmeersatzeffekt“) kann dabei die Gesamtenergiekosten beeinflussen, bei Energiesparlampen ist dieser Effekt deutlich geringer.[38] Es muss jedoch beachtet werden, dass der Wirkungsgrad einer solchen elektrischen Heizung auf Grund von Verlusten in Kraftwerken und Leitungen unter der von Primärenergieheizungen etwa auf Gas-, Kohle- oder Holzbasis liegt. Deshalb ist es auch etwa viermal so teuer mit Glühlampen als mit Gas zu heizen.[39] Umgekehrt reduziert der Einsatz von Energiesparlampen in klimatisierten Räumen nicht nur den Energieverbrauch der Beleuchtung sondern auch den der Kühlung.

Quecksilber-Emission

Oft werden die Quecksilberbelastungen bei Leuchtstofflampenbruch in Wohn- und Arbeitsräumen und bei der Entsorgung als Argument gegen die stromverbrauchsärmeren Kompaktleuchtstofflampen genannt. Gegen dieses Argument werden globale Berechnungen einiger deutscher Institute angeführt, wie der Deutschen Umwelthilfe: Durch die Stromerzeugung aus Steinkohle (19% des Strommixes in Deutschland)[40] würden nach Berechnungen des Öko-Instituts pro Kilowattstunde Strom durchschnittlich 14,7 Mikrogramm Quecksilber freigesetzt, allerdings überwiegend nicht in elementarer Form. Die vermiedenen Quecksilberemissionen durch Stromeinsparung wären damit größer als der gesamte Quecksilbergehalt der Energiesparlampen, wenn die gesamte Stromerzeugung durch Steinkohle erfolgte.[41] Die Zeitschrift Öko-Test kommt aber auf Basis der gleichen Daten zum Ergebnis, dass die Quecksilberbilanz bei einem Drittel der untersuchten Kompaktleuchtstofflampen schlechter ist als bei Glühlampen.[42] Außerdem wird eingewandt, dass sich diese Berechnungen auf Deutschland beziehen: In Österreich beispielsweise werde Strom zu einem erheblich Teil mit Wasserkraft erzeugt, was die Quecksilberbilanz der herkömmlichen Glühlampen verbessere.[43] Diese Überlegung basiert jedoch auf der impliziten und unrealistischen Annahme, dass ein Minderverbrauch an Strom in Österreich zu einer Minderproduktion der dortigen Wasserkraftwerke führen würde, und nicht etwa zu einer Änderung der Import-/Exportbilanz und somit der Stromproduktion außerhalb von Österreich.

Entsorgung

Sogenannte Allgebrauchs- und auch Halogenglühlampen enthalten keine umweltbelastenden Inhaltsstoffe und können als Hausmüll oder hausmüllähnlicher Gewerbeabfall entsorgt werden. Die geringen Halogenmengen in Halogenglühlampen können als unschädlich angesehen werden. Anders ist es bei Entladungslampen wie Leuchtstofflampen, Energiesparlampen und Hochdruck-Entladungslampen, in denen Quecksilber für die Lichterzeugung verwendet wird. Diese sind nach dem amtlichen Abfallkatalog Sondermüll. Die Entsorgung von Entladungslampen übernehmen üblicherweise kommunale Sonderabfall-Sammelstellen sowie der Handel. Dies wird in Deutschland vom Retourlogistikunternehmen Lightcycle organisiert.[44] Im deutschen Abfallgesetz ist festgelegt, dass der Besitzer von Abfällen zu deren Entsorgung verpflichtet ist und dass die Wiederverwertung Vorrang vor sonstiger Entsorgung (Deponierung, Verbrennung) hat. Der Wolfram- und Buntmetallanteil von Glühlampen wird bisher kaum wiederverwendet, lediglich die Edisonsockel können von automatischen Trenn- und Sortieranlagen mit Magnetscheidern erfasst werden.

Alternativen zur Glühlampe

Leuchtdioden in einer E27-Fassung für 230 Volt

Elektrische Lichtquellen

Lichtquellen mit besseren Wirkungsgraden oder einer höheren Lichtausbeute sind zum Beispiel Gasentladungslampen (Leuchtstofflampen, Quecksilberdampflampen, Natriumdampflampen, Halogenmetalldampflampen). Diese haben zwar ebenfalls häufig Edisonsockel, benötigen jedoch Vorschaltgeräte zum Betrieb und sind daher nicht direkt im Austausch gegen Glühlampen verwendbar. Leuchtstofflampen sind auch in kompakten Formen als sogenannte Kompaktleuchtstofflampen mit im Sockel integrierten Vorschaltgerät gebräuchlich. Diese können daher direkt im Austausch gegen Edison-Glühlampen verwendet werden.

Bereits für die meisten Anwendungsbereiche verfügbar sind Lichtquellen mit hoher Lichtausbeute auf Basis von Leuchtdioden. Sie bieten hohe Wartungsfreiheit, lange Lebensdauer und geringen Energieverbrauch. Besonders interessant ist die Anwendung von Leuchtdioden in Kraftfahrzeugen, weil die Stromerzeugung dort aufgrund des niedrigen Wirkungsgrades des Verbrennungsmotors ineffizient ist. An der Entwicklung von organischen Leuchtdioden wird ebenfalls geforscht.

Nichtelektrische Lichtquellen

Nichtelektrische Lichtquellen sind nur dann eine Alternative zu Glühlampen, wenn kein Stromanschluss zur Verfügung steht. Lichtquellen von geringer Lebensdauer und Helligkeit, jedoch ohne externe Energiequelle sind die sogenannten Knicklichter, die auf Chemolumineszenz beruhen. Tritiumgaslichtquellen haben eine Lebensdauer von einigen Jahren und benötigen wie die Knicklichter ebenfalls keine externe Energiequelle. Sie werden hauptsächlich als Notfallbeleuchtung eingesetzt und beruhen wie Leuchtstofflampen auf Fluoreszenz, angeregt jedoch durch die Betastrahlung des radioaktiven Tritiums. Ihre Helligkeit ist sehr gering. Beide Lichtquellen werden nur als Notlicht eingesetzt.

Gaslaternen haben hauptsächlich historische Bedeutung, obzwar ihre Energieeffizienz mit Langlebensdauerglühlampen vergleichbar ist. Wie auch bei Camping-Gasleuchten wird das Verbrennen von Gas als Energiequelle genutzt, ein anderes Beispiel sind die die mit Petroleum oder Petroleumdampf betriebenen Starklichtlampen. Diese erreichen durch einen Glühstrumpf gegenüber Petroleumlampen eine wesentlich höhere Leuchtkraft.

Die Glühlampe in Kunst, Literatur und Denkmalgestaltung

  • Der zirka 92 Meter hohe Edison Tower mit einer überdimensionierten stilisierten Glühlampe (zirka 8 Meter Durchmesser) wurde 1937 zu Ehren von Thomas Alva Edison in Menlo Park, heute Edison (New Jersey), gebaut.

  • 1954 errichteter Obelisk mit Glühlampensymbol auf der Göbel-Bastei am Ebersberg oberhalb von Springe zu Ehren von Heinrich Göbel, den man in Deutschland im 20. Jahrhundert für den Erfinder der Glühlampe hielt

  • Pablo Picasso gestaltete in seinem monumentalen Bild Guernica eine Glühlampe an Stelle der Sonne. Sie deutet vermutlich auf die von Flugzeugen abgeworfene Bomben, worauf auch das im Spanischen offensichtliche Wortspiel „la bombilla/la bomba“ (bombilla „Glühbirne“) hinweist.[45]
  • Ingo Maurer schuf eine überdimensionierte Glühlampe aus Glas mit einer gewöhnlichen Glühlampe im Inneren mit Namen Bulb für das Museum of Modern Art in New York.[46]
  • Joseph Beuys zeigt in seinem Multiple mit Namen Capri-Batterie eine gelbe Glühlampe und deren Stromversorgung durch eine Zitrone.[47]
  • Lewis Latimer, ein Sohn amerikanischer Sklaven und später der einzige Afroamerikaner im engeren Mitarbeiterstab von Thomas Alva Edison, verfasste Lyrik und schrieb über die Glühlampe “Like the light of the sun, it beautifies all things on which it shines, and is no less welcome in the palace than in the humblest home.” (deutsch: „Wie das Licht der Sonne macht sie alle Dinge auf die sie scheint schöner, und ist in Palästen nicht weniger willkommen als im bescheidensten Haus.“)
  • Günter Grass lässt in seinem Roman Die Blechtrommel die Hauptfigur Oskar Matzerath über dessen Geburt den Satz sagen „Ich erblickte das Licht dieser Welt in Gestalt zweier Sechzig-Watt-Glühlampen.“
  • Pink Floyd: Cover und Poster zu Delicate Sound of Thunder
  • Die Comicfigur Daniel Düsentrieb hat in seinem Helferlein, einem von ihm selbst geschaffenen Roboter in Gestalt einer Glühlampe mit Beinen, einen Partner für seine Erfindungen.

Siehe auch

  • Dunkelbirne, wissenschaftlicher Witz, entsprechend der Tag-Nacht-Lampe von Korf
  • Heatball, alternative Bezeichnung für Glühlampen im Rahmen eines satirischen Projektes
  • Linienlampe, Glühlampe in Röhrenform (sieht wie eine Leuchtstoffröhre aus, hat jedoch zwei radial herausstehende Sockel)
  • Phoebuskartell, die zeitweilige Übereinkunft von Herstellern auf eine einheitlich begrenzte Lebensdauer von Glühlampen

Literatur

  • Roland Heinz, Andreas Schulz (Vorwort): Grundlage der Lichterzeugung: Von der Glühlampe bis zum Laser. Highlight, Rüthen 2004, ISBN 3-937873-00-7.
  • Andreas Holzinger: Von der Wachskerze zur Glühlampe. In: Deutsch Taschenbücher. Band 95, Harri Deutsch, Thun/Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-8171-1566-0.
  • Hans Christian Rohde: Die Göbel-Legende: Der Kampf um die Erfindung der Glühlampe. Zu Klampen, Springe 2007, ISBN 978-3-86674-006-8 (Zugleich Dissertation an der Universität Hannover 2006).
  • Hans-Jürgen Wulf, BAG Turgi Electronics (Hrsg.): Die Geschichte der elektrischen Glühlampenbeleuchtung. Marbach & Marbach, Eich, Luzern 1998.
  • Noe Lazar Müller: Die Fabrikation und Eigenschaften der Metalldrahtlampen. 1914.[48]

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Glühlampe – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Glühlampe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Energy Saver Halogenleuchte 105 Watt (Lichtleistungsäquivalent Glühlampe 150 Watt klassisch) abgerufen am 20. Oktober 2009
  2. Beispiele finden sich im Fachbericht zur IEC 1231 des ZVEI
  3. http://www.archester.de/download/Technischer_14.pdf Leuchtmittelvergleich des bayrischen Umweltministeriums
  4. Osram: Technik und Anwendung: Halogen-Niedervoltlampen
  5. Gigahertz-Optik (Hrsg.): Leuchtmittel – Applikationen & Lichtmessung. 2008, S. 4.
  6. Livermore’s Centennial Light Live Cam
  7. Livermore’s Centennial Light Facts
  8. „Bagatellen – Die Wunderlampe“ In: Vossische Zeitung, Nr. 265 des 7. Juni 1928
  9. Basic Physics of the Incandescent Lamp abgerufen am 20. Oktober 2009
  10. Chemie in Glühlampen abgerufen am 20. Oktober 2009
  11. „E.Covington: Eine Lampe unbekannten Ursprungs.“, abgerufen 27. Februar 2007
  12. Edison-Patent 251540 „carbon for electric lamps“
  13. Groves Lamp of 1840 abgerufen am 31. Oktober 2010
  14. United States Patent and Trademark Office
  15. Die Glühlampe kommt nach Deutschland. ard.de, abgerufen am 9. August 2011
  16. Hans-Christian Rohde: Die Göbel-Legende – Der Kampf um die Erfindung der Glühlampe. Zu Klampen, Springe 2007, ISBN 978-3-86674-006-8.
  17. The History of Electric Lighting. (engl.) abgerufen am 28. Oktober 2010
  18. OSRAM Katalog 2009 http://catalogx.myosram.com/ Halogen Energy Saver Classic, Lampenleistung < 42 Watt – Energieeffizienzklasse C
  19. Halogenlampen-Test der Stiftung Warentest test.de, 6. Februar 2009
  20. In Australien wird die Glühbirne verboten. Auf: ÖKO-TEST Online. Am: 20. Februar 2007. (Nachrichten-Meldung)
  21. Phasing out incandescent bulbs in the EU, Dokument(PDF) auf ec.europe.eu, abgerufen am 15. Dezember 2008
  22. VERORDNUNG (EG) Nr. 244/2009 […] umweltgerechte Gestaltung von Haushaltslampen mit ungebündeltem Licht. In: Amtsblatt der Europäischen Union. 24. März 2009 (Verkündungsdatum), S. L 76/3 – L 76/16, abgerufen am 20. Mai 2009 (deutsch).
  23. Die Glühlampe erlischt. In: Süddeutsche Zeitung. 18. Februar 2009, S. 8.
  24. Department of the Environment, Heritage and Local Government: Gormley Outlines Position on Plan to Introduce Minimum Energy Efficiency Standards for Light Bulbs, 10. Januar 2008
  25. Zoll soll Glühbirnen abfangen, Wirtschaftswoche vom 16. Mai 2009
  26. Fragen und Antworten zur Energiesparlampe der Energieberatung der Verbraucherzentrale
  27. Deutschlandfunk: Sendung Marktplatz, 9. September 2010, 10:00 Uhr – 11:30
  28. VERORDNUNG (EG) Nr. 245/2009 […] umweltgerechte Gestaltung von Leuchtstofflampen ohne eingebautes Vorschaltgerät, Hochdruckentladungslampen sowie Vorschaltgeräte und Leuchten zu ihrem Betrieb […]. In: Amtsblatt der Europäischen Union. 18. März 2009 (Verkündungsdatum), abgerufen am 16. Juli 2009 (deutsch).
  29. Welt.de: Neuseeland verbietet herkömmliche Glühbirnen, vom 17. Juni 2008, abgerufen am 8. Dezember 2008
  30. Stuff.co.nz: National ditches light bulb phase-out vom 17. Dezember 2008, abgerufen am 26. August 2009
  31. Edisons Glühlampe vor dem Erlöschen, NZZ vom 17. März 2008
  32. U.S. Government Printing Office: Public Law 110 – 140 – Energy Independence and Security Act of 2007
  33. The Miami Herald: Last major U.S. factory making incandescent light bulbs closes
  34. Leuchdioden für das Reich der Mitte. Peking verbietet die Glühbirne. In: ntv.de, 5. November 2011. Abgerufen am 6. November 2011.
  35. China unveils plans for incandescent lamp phase-out. In: http://www.ledsmagazine.com/ 5. September 2011. Abgerufen am 6. September 2011.
  36. Bodo Sturm: Das Glühlampenverbot bringt nichts. In: Süddeutsche Zeitung. 19./20. Juli 2008, S. 24.
  37. Christopher Schrader: Das neue Licht. In: Süddeutsche Zeitung. 5. September 2009, S. 22.
  38. BNXS05: The Heat Replacement Effect. http://www.mtprog.com, Version 9.0 15. März 2010 (PDF).
  39. Vattenfall Hamburg berechnet für Gas 5,19 Cent und für Strom 22,04 Cent je kWh. Standardtarife für Privathaushalte inklusive aller Steuern, Stand September 2011.
  40. Bundesministerium für Wirtschaft: Stromaufkommen und -verwendung: Woher kommt der Strom, wohin fließt er?, bmwi.de, aufgerufen am 22. Januar 2012
  41. Aus für Stromfresser Glühbirne die tageszeitung 8. Dezember 2008
  42. Keine Leuchten: „[…] gibt zumindest ein Drittel der Energiesparlampen im Test deutlich mehr Quecksilber in die Umwelt ab als die Glühlampe. Nach dem Dauertest kann sich das Ergebnis noch weiter zu Ungunsten der Energiesparlampen verschieben.“
  43. Das Wolfram-Komplott: EU verbietet Glühbirnen auf Wunsch der Industrie: „[…] Auch bei der Energiegewinnung aus Braunkohle würde Quecksilber freigesetzt. Und weil Europa künftig weniger Elektrizität benötige, würde sich das schon irgendwie ausgleichen. Das ist reiner Unsinn, zumal aus österreichischer Sicht. Strom wird hierzulande zu einem erheblichen Teil aus Wasserkraft gewonnen.“
  44. http://www.lightcycle.de/ueber-uns/unternehmen.html
  45. Foto des Bildes Guernica von Pablo Picasso, abgerufen am 25. Oktober 2009
  46. Museum of Modern Art, Ingo Maurer Bulb, abgerufen am 25. Oktober 2009
  47. Foto einer Variante von Capri-Batterie von Joseph Beuys, abgerufen am 25. Oktober 2009
  48. http://www.archive.org/details/diefabrikationun00mlrich

Verbot der Glühlampe – Bulb Fiction German *** inkl FULL MOVIE *** BULB FICTION

Das Kopieren und Weiterleiten dieser Informationen ist ausdrücklich erwünscht und wird von uns nicht verfolgt!

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+++ HIER gibt’s den ganzen Film zum Ansehen! +++

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Glühlampen Verbot auf Wikipedia

Hier ORF Beitrag zum Film:

]

Der Film will den Konsumenten informieren, mit Wissen zum Thema ausstatten, seine Wachsamkeit schärfen, ihn zu mündigem Verhalten ermuntern, und um ihn zum Widerstand gegen Fremdbestimmung aufzurufen.

Der Dokumentarfilm Bulb Fiction nimmt das Verbot der Glühlampe zum Anlass, um Macht und Machenschaften der Industrie, sowie den Widerstand gegen die „Richtlinie zur Regulierung von Lichtprodukten in privaten Haushalten” zu portraitieren. Es geht um die Macht der Industrie und ihrer Lobbys, die Verstrickung der Politik in diese Machtstrukturen, um Profit und Scheinheiligkeit, um bewusste Fehlinformation. Es geht aber auch um die prinzipielle Frage, ob die Qualität des visuellen Umfelds, und somit unsere Lebensqualität, anderen Belangen ohne weiteres unterzuordnen ist. Die Güte des uns umgebenden Lichts stellt einen nicht zu unterschätzenden Wert dar, ein Wert, den man nicht am Altar eines reinen Umweltgewissens unüberlegt opfern sollte.

2007 lässt Greenpeace vor dem Brandenburger Tor in Berlin mit einer Strassenwalze 10.000 Glühlampen zerstören. Mit Sparlampen wäre diese Aktion nicht möglich gewesen: Das Quecksilber, das in 10.000 Kompaktleuchtstofflampen enthalten ist, reicht aus, um 50 Millionen Liter Trinkwasser zu verseuchen – abgesehen von der akuten Gesundheitsgefährdung für Aktivisten und Zuschauer.

Warum Greenpeace gemeinsam mit der Lampenindustrie in Brüssel erheblichen Druck gemacht hat um die Glühlampe verbieten zu lassen, ist eine der Fragen, denen in BULB FICTION, dem investigativen Dokumentarfilm von Christoph Mayr, nachgegangen wird.

Ab Sep 2009 sind Glühlampen mit 100W und mehr, dazu alle matten Glühlampen verboten, ab Sep 2011 verschwinden die 60W Lampen, und ab 1.9.2012 gibt es EU-weit keine einzige Glühlampe mehr zu kaufen. Hochvolthalogenlampen haben noch eine Schonfrist und sind dann ab Herbst 2016 verboten.

Wie konnte es soweit kommen?

Die Industrie braucht Umssätze, NGOs müssen ihren Spendern beweisen, dass sie ihre Anliegen durchsetzen können, die meisten Politiker schauen, woher der Wind weht, für sie gibt es sonst selten die Gelegenheit, sich als Klimaschützer feiern zu lassen, ohne sich mit der Industrie oder sonst einer mächtigen Lobby anzulegen.

Beinahe alle, die sich intensiver mit dem Thema Licht und seiner Wirkung auf den Menschen auseinandersetzen, Mediziner, Lichtplaner, Baubiologen, sind gegen das Verbot der Glühlampe. Da sie keiner der großen Lobbies angehören, verhallen ihre Proteste.

In BULB FICTION kommen sie zu Wort.

Bereits 2007 erfuhr der Kameramann und Lichtplaner Moritz Gieselmann zufällig von einem Mitarbeiter Lampenherstellers Osram, dass Glühlampen verboten werden würden, hält das aber für ein bizarres Gerücht – wer könnte schon auf die Idee kommen, ein so alt eingeführtes und beliebtes Produkt zu verbieten? Die Einfachheit und Eleganz der Glühlampe ist bis heute unübertroffen: Eine Fassung aus Blech, ein glühender Wolframdraht, ein vakuumierter oder mit Schutzgas gefüllter Glaskolben – fertig. Als 2008 das bevorstehende Glühlampenverbot Thema in allen Medien ist, beginnt Gieselmann zu recherchieren, und was er da findet, lässt die Skepsis gegenüber der Kompaktleuchtstofflampe wachsen. Die Information in den Medien ist lückenhaft, und so entsteht die Idee, einen Kinodokumentarfilm zum Thema zu machen. Der Autor und Regisseur Christoph Mayr, anfangs skeptisch ob des vermeintlich zu trockenen Themas, ist bald Feuer und Flamme, mit Thomas Bogner findet sich ein engagierter Produzent, und im Herbst 2011, together zum Verschwinden der 60W Glühlampe, kommt BULB FICTION in die Kinos.

Mit der Verordnung (EG) 244/2009 der EU wurde das Verbot der Glühlampen und damit der Zwang zur Sparlampe amtlich. Christoph Mayr will mit dem seinerzeit zuständigen Energiekommissar der EU, Andris Piebalgs, sprechen. Mit dem Hinweis, nicht mehr für das Energieressort zuständig zu sein, lehnt er ab. Günter Oettinger, sein Nachfolger, lehnt auch ab: Er sei erst nach Inkrafttreten der Verordnung ins Amt gekommen. Dem zuständigen Spitzenbeamten der EU, Andras Toth, wird es von seiner Behörde untersagt, vor die Kamera zu treten.

Einzig Marlene Holzner, Sprecherin der EU-Energiekommission, darf die Fragen von Christoph Mayr beantworten. Weil sie im Thema aber nicht so organisation ist, bringt sie Andras Toth als Einflüsterer mit – gefilmt werden darf er nicht.

Dass Kompaktleuchtstofflampen Quecksilber enthalten, weiß die EU. Dass Quecksilber giftig ist, ebenfalls, nicht umsonst wurden Quecksilberthermometer verboten, und im Herbst 2008 werden in Österreich und Deutschland Quecksilberthermometer gratis umgetauscht.

Dass Quecksilber in Sparlampen extrem giftig sein kann, zeigt BULB FICTION am Fall des vierjährigen Max aus Linden, einem idyllischen Dorf in Oberbayern. Nachdem Max das gasförmige Quecksilber einer im Betrieb zerbrochenen Sparlampe eine Nacht lang eingeatmet hat, verliert er nach und nach alle Haare, selbst Wimpern und Augenbrauen, es folgen Zitterschübe und Depressionen. Dr. Mutter aus Konstanz, der sich als Spezialist für Quecksilberausleitungen einen Namen gemacht hat, diagnostiziert eine Quecksilberbelastung, die in Kombination mit anderen Belastungen für diese Symptome verantwortlich ist.

Gary Zörner vom LAFU-Institut, das sich seit langem mit Umweltgiften beschäftigt, bringt es auf den Punkt: “Jedes kleinste bisschen Quecksilber macht ein kleines bisschen dümmer“ – weil es sich im Gehirn anlagert und Nervenzellen zerstört, auch wenn kein Grenzwert überschritten wird.“

Der Grenzwert von Quecksilber in den Kompaktleuchtstofflampen ist ein Kapitel für sich: Es gibt ihn zwar, 5mg pro Lampe überwacht wird er aber nicht. Christoph Seidel, Pressesprecher von Megaman, nach eigenen Angaben dem europaweit grössten Hersteller von Sparlampen, meint, dass man den Herstellern vertrauen müsse, und überhaupt würden sie sich gegenseitig kontrollieren…

VITO, das belgische Institut, das im Auftrag der EU die Kompaktleuchtstofflampen evaluiert hat, hat den Quecksilbergehalt an einem Sample von 5 (fünf) Stück überprüft. Auch hier will niemand mit Christoph Mayr sprechen.

Für Dr. Georg Steinhauser, Strahlenphysiker an der TU Wien, ist eine solche Sample-Grösse lachhaft und schlichtweg unseriös. Er ermittelt für BULB FICTION den Quecksilbergehalt einer Kompaktleuchtstofflampe und kritisiert gleichzeitig die offizielle Messmethode der EU, die nur das am Glaskolben anhaftende Quecksilber misst, aber nicht das gasförmige, das beim Zerlegen der Lampe entweicht: “Das ist so, wie wenn ich bei einem geplatzten Ballon den Heliumgehalt anhand der Anhaftungen an der Hülle bestimmen wollte.“

VITO, das ansonsten sehr optimistische Zahlen für die Befürworter des Glühlampenverbots produziert, geht davon aus, dass 80% des Quecksilbers aus verbrauchten Sparlampen in die Umwelt gelangt. Wenn Europa erst einmal flächendeckend mit Kompaktleuchtstofflampen beleuchtet ist, werden täglich mindestens eine Million dieser kleinen Giftcontainer entsorgt werden müssen. Mit je 5mg multipliziert sind das jährlich 146 Tonnen Quecksilber, die sich flächendeckend in Europa verteilen.

Aber auch das Fünftel der ausgebrannten Sparlampen, das es unversehrt in eine Recyclinganlage schafft, kann noch Schaden anrichten: Christoph Mayr dreht bei der “Electrical Waste Recycling Group“ in Huddersfield in England. Die Firma ist im Juni 2010 zu einer Geldstrafe von 145.000 Pfund verurteilt worden, weil in ihrer Anlage 20 Mitarbeiter, unter anderem eine Schwangere, über einen längeren Zeitraum durch die Ventilation mit Quecksilber verseucht wurden. Ein ehemaliger Mitarbeiter der Firma erzählt im Film, ein Jahr nach den Vorfällen, dass er noch immer an Konzentrationsstörungen, Gedächtnisproblemen und Depressionen leidet.

Christoph Mayr lässt nicht locker, BULB FICTION lässt keine Frage zum Thema Glühbirne und Sparlampe unbeantwortet. In Berlin spricht er mit Helmut Höge von der TAZ, der sich lange und ausführlich mit Phoebus, dem Glühlampenkartell, gegründet in den 1920er Jahren, beschäftigt hat. Phoebus war das erste weltweit agierende Kartell. Es sicherte nicht nur den beteiligten Firmen, unter ihnen Osram, Philips und General Electric, Gewinnmargen und Marktanteile, es sorgte auch dafür, das die Lebensdauer von Glühlampen, die Ende des 19. Jahrhunderts bei Thomas Edison noch 1500 Stunden betrug, bis 1935 auf 1000 Stunden gesenkt wurde. Für Mitgliedsfirmen, deren Glühlampen zu lange brannten, gab es ein ausgeklügeltes System von Bußgeldern.

Anfang der 1990er entwickelt Dieter Binninger, Erfinder und Industrieller aus Berlin, eine Glühlampe, die bei gleicher Leistung wie die herkömmliche 1000-Stunden-Lampe, 150.000 Stunden hält. Nur Tage nachdem er bei der Treuhand ein Gebot für ein ehemaliges DDR-Lampenwerk abgegeben hat, kommt er 1991 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Der Kartellforscher Rudolf Mirow schreibt 1992 an Birgit Breuel, die Chefin der Treuhand: “Es besteht der Verdacht, dass dieses Kartell sich jetzt den Markt der neuen deutschen Bundesländer untereinander aufgeteilt hat… “ 1993 stirbt Mirow bei einem Autounfall in Indonesien.

BULB FICTION behandelt auch die biologisch-medizinischen Aspekte von Licht, zwischen dem Licht von Glühlampen und dem von Leuchtstofflampen gibt es erhebliche Unterschiede: Glühlampen sind sogenannte Temperaturstrahler: Ein Wolframfaden wird so lange erhitzt, bis er Licht abgibt, analog zu Sonne und Feuer. Und so wie bei den natürlichen Lichtquellen Licht und Wärme untrennbar miteinander verbunden sind, so ist es auch bei der Glühlampe. Doch als die Lichtindustrie in den 1930er Jahren eine technisch-physikalische Definition von Licht suchte, reduzierte sie den Begriff “Licht“ auf den visuell wahrnehmbaren Anteil der Strahlung der Sonne. Dass Infrarot, der unsichtbare Teil dieser Strahlung, aber eine Wirkung auf unseren Organismus hat, ist unbestritten. Welche Nebenwirkungen das fehlende Infrarot im Licht haben kann, ist noch weitgehend unerforscht. Professor Richard Funk ist Vorstand des anatomischen Instituts der Uni Dresden. 2009 veröffentlicht er eine Untersuchung, in der er die Hypothese aufstellt, dass die blauen Anteile im Licht zur Entstehung der Makuladegeneration beitragen können, wenn nicht gemeinsam mit dem blauen Licht auch Infrarot ins Auge gelangt. In Experimenten weist er nach, dass blaues Licht Sehzellen zerstören kann, Infrarot hingegen Zellen zur Selbstheilung anregt.

Dem Licht der Leuchtstofflampen fehlt nicht nur das Infrarot, sie haben 3 oder 5 energetische Spitzen im sichtbaren Bereich, dazwischen ist es finster, wie der Arzt Dr. Alexander Wunsch, der sich intensiv mit den gesundheitlichen Aspekten von Licht beschäftigt, demonstriert. Die Folge ist eine mangelhafte Farbwiedergabe – denn Gegenstände können nur einem jenes Licht reflektieren, mit dem sie beleuchtet werden. Fehlen bestimmte Farbanteile im Licht, erscheinen Oberflächen in diesen Farben fahl und ausgewaschen.

Wolfgang Maes, Baubiologe aus Neuss, testet die Kompaktleuchtstofflampen im Auftrag von Ökotest, mit erschreckenden Resultaten: Die Werte beim Elektrosmog sind bis zu 15 mal so hoch als es die TCO-Norm für Bildschirme erlaubt.

In Brüssel spricht Christoph Mayr mit Holger Krahmer, einem deutschem EU-Abgeordneten aus Leipzig, der sich als erster EU-Politiker gegen das Glühlampenverbot aussprach. Für ihn ist es demokratiepolitisch unverständlich, wie es möglich sein kann, dass die Politik entscheidet, welche Produkte der Bürger verwenden darf und welche nicht. Ihn erinnert dieses Verbot an die diktatorische Planwirtschaft der DDR.

Max Otte, Finanzpublizist und Professor für Wirtschaftswissenschaft: “Dieses Europa ist ein Europa der Konzerne, die haben schon längst die Herrschaft übernommen!“

Währenddessen verteilt Sigmar Gabriel, als deutscher Umweltminister, angeblich eine treibende Kraft hinter dem Glühlampenverbot, im letzten Bundestagswahlkampf tausende Kompaktleuchtstofflampen von Osram.

Unbeirrbar verfolgt Christoph Mayr alle Hinweise, akribisch werden alle Details rund ums Thema aufbereitet. Wie findet man die nächste Sammelstelle für Elektroschrott? Nicht immer so einfach, wie man sich das vorstellt. Wird hier dann alles getan, um das giftige Quecksilber nicht in die Umwelt entkommen zu lassen? Stimmen die Zahlen von der hohen Lebensdauer der Kompaktleuchtstofflampen? Stimmt die Geschichte vom sogenannten Quecksilberparadox, die beweisen soll, dass quecksilberfreie Glühlampen eigentlich für mehr Quecksilber in der Umwelt verantwortlich sein sollen als die quecksilberhaltigen Kompaktleuchtstofflampen? Was ist der Heat Replacement Effect? Was bedeuten die Quecksilberlampen für die Menschen in den Schwellenländern?

Während Michael Moore in seinen Filmen von der eigenen Emotion zur polemischen Zuspitzung hingerissen wird, bleibt Christoph Mayr in BULB FICTION sachlich, lässt aber als hartnäckiger Tiroler nicht locker, bis alle Fakten auf dem Tisch liegen.

Am Ende von BULB FICTION präsentieren die Macher von Heatball ihre Aktion: Sie drehen die Argumentation, dass Glühlampen 95% der eingesetzten Energie als hochwertige Wärmestrahlung, abgeben, um, und verkaufen glühlampenförmige Kleinheizgeräte, die nebenbei etwas Licht abgeben: “Heatball ist auch ein Widerstand gegen die Unverhältnismäßigkeit von Maßnahmen zum Schutze unserer Umwelt. Wie kann man nur ernsthaft glauben, dass wir durch den Einsatz von Energiesparlampen das Weltklima retten und gleichzeitig zulassen, dass die Regenwälder über Jahrzehnte vergeblich auf ihren Schutz warten.“

Die europäisch-deutsche Bürokratie ist von dieser Aktionskunst engagierter Bürger entsprechend überfordert, reagiert mit Ordnungsverfügung, Androhung von Zwangsgeld und mit der Beschlagnahme der Heatballs.

BULB FICTION ist ein Film für engagierte BürgerInnen, die sich nicht mit der dumpfen Wut auf die herrschenden Verhältnisse begnügen, sondern genau informiert werden wollen, um sich selbst eine fundierte Meinung zu bilden.

DVD kaufen und an schlafende Familienangehörige verschenken. 

Projekt Peacemaker

Das Kopieren und Weiterleiten dieser Informationen ist ausdrücklich erwünscht und wird von uns nicht verfolgt!

weiterer artikel dazu:

Es wird allgemein angenommen, dass die Glühbirnenhersteller bereits Glühbirnen herstellen können, die eine fast unbegrenzte Lebensdauer besitzen

weiter lesen via: http://www.v-22.de/component/content/article/68

150 Kinder pro Jahr getötet – unter Aufsicht vom Jugendamt

Schier unfassbare Zustände wurden jetzt in Deutschlands Jugendämter aufgedeckt. Mehr als 150 Kinder werden jedes Jahr erschlagen, oder zu Tode gequält – unter Aufsicht und Verantwortung der Jugendämter. Aber auch in Österreich herrschen fatale Zustände und Unfähigkeit. Genaue Zahlen kann man hierzulande gar nicht nennen. Man beruft sich auf den Datenschutz.

weiter lesen via: http://www.inhr.net/artikel/150-kinder-pro-jahr-get%C3%B6tet-unter-aufsicht-vom-jugendamt

Sehen Sie hier einen Beitrag aus Deutschland, damit Sie einen Überblick über die katastrophalen Zustände in diesem Bereich bekommen:

http://www.inhr.net/artikel/150-kinder-pro-jahr-get%C3%B6tet-unter-aufsicht-vom-jugendamt

International Targets: Part One – Deutsche Bank

Is there an Affiliate of Deutsche Bank in Vienna?

Ubeudgen's Blog

Via Facebook:

“The crisis of global capitalism requires a global response. We will now act against its leading institutions one by one. Transnational banks are central to this crisis and profit from the suffering of the people everywhere. Our first target will be Deutsche Bank. Deutsche Bank is active in over 70 countries in the world, creating complex local crisis in various regions. For example, Deutsche Bank is speculating on the lives of people in Southern Europe, using economic and political mechanisms to ensure the payment of odious debts. In the United States, Deutsche Bank is known as the “foreclosure king” for driving millions of people from their homes. We need a new global tactic. Like Deutsche Bank, the movements are everywhere, we are connected, and now we can act in coordinated ways, targeting socioeconomic injustices through the specific companies that spread them; from Berlin to Cairo, to Madrid to…

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sVlog

Uploaded by bungabunga007 on Dec 22, 2011

Kurzfilm Animationsfilm Frankreich 2009. Die beste Schleichwerbung, die es je im Film gab! Und Ronald McDonald zeigt sein wahres Ich.

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sVlog

Published on Jun 6, 2012 by ARD

Kleine Beträge sollen in Zukunft mit der Kreditkarte nur noch im Vorbeigehen gezahlt werden, mit funkenden Karten. Doch report zeigt: Hacker haben leichtes Spiel – mit einem Handy können die Daten einfach ausspioniert werden.

http://www.report.de

Mehr Videos:
http://www.ardmediathek.de
http://mediathek.daserste.de

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sVlog

Published on Jun 8, 2012 by MrWotan77

Ausführliche Beschreibung sowie eine Stellungnahme des ZDF-Redakteurs gibt es unter http://www.bildblog.de/38145/wie-eine-explosion-der-anderen/?utm_source=feedb…
sowie auf http://medien-luegen.blogspot.co.at/2012/06/die-ard-und-zdf-lugner-dasselbe-v…

Weitere ARD und ZDF-Lügen:

ZDF zeigt Video aus dem Iran und gibt es als Aufnahme aus Syrien aus
http://www.youtube.com/watch?v=jS_YBOOnsHo
Ahmadinedschad: Das ZDF lügt uns weiterhin die Hucke voll
http://medien-luegen.blogspot.co.at/2012/03/ahmadinedschad-zdf-lugt-uns-weite…
Das ZDF zensiert Ahmadinedschad sowie Aufdecker-Kommentare auf Youtube
http://medien-luegen.blogspot.co.at/2012/03/zdf-zensiert-ahmadinedschad-und.html
ARD zeigt verfälschtes Video über Syrien
http://medien-luegen.blogspot.co.at/2012/02/syrien-ard-zeigt-verfalschtes-vid…

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“Wir sind Alle Teil der Netzgemeinde” <<netzpolitik.org

Von | Veröffentlicht am: 08.06.2012 um 19:33h | 2 Responses

Die Wiener Künstlergruppe Go Outside hat ein neues Video veröffentlicht, dass im Rahmen der Demonstrationen zur Einführung der Vorratsdatenspeicherung in Österreich am 31. März 2012 entstanden ist.

Frage: Was ist die Verbindung eurer Videos mit den Demonstrationen zur Netzpolitik?
Go-Outside: Das normale, verwackelte Demonstrationsvideo sieht sich niemand an. Vor allem motivieren diese Videos niemanden selbst auf eine Demonstration zu gehen, geschweige denn sich mit den Themen der Demo zu beschäftigen. Unser Ziel ist es Netzpolitische Themen in den Mainstream zu tragen.

Frage: Seht ihr euch als Teil der Netzgemeinde?
Go-Outside: Vor ein paar Monaten hätten wir uns nicht vorstellen können eine Aktion zu Netzpolitischen Themen zu machen. Aber als wir verstanden haben, worum es bei den Themen wirklich geht, war uns klar, dass uns das alle betrifft und auch wir eine Verantwortung haben. Jeder ist Teil der Netzgemeinde, egal wie er oder sie das Internet verwendet, und alle sollten sich an den Tisch setzten und mit diskutieren.

Frage: Was wollt ihr mit euren Videos erreichen?
Go-Outside: Viel mehr als das über das Video gesprochen wird, wollen wir erreichen, das über die Inhalte gesprochen wird. Was wir wollen ist die Diskussion. Wir wollen die Nichtwähler, die Nicht-Nerds, diejenigen die noch nicht mit diskutieren, an den Tisch bringen. Sich mit Netzthemen zu beschäftigen muss normal werden!

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Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Thomas Lohninger, Netzpolitik.org.
via http://netzpolitik.org/2012/wir-sind-alle-teil-der-netzgemeinde/

Ubeudgen's Blog

Am Frei­tag, den 08.06.2012, tra­fen sie in Ber­lin zusam­men. Die Kader der Par­tei der Ver­nunft (PdV), die Leser_innen der rech­ten Wochen­zei­tung „Junge Frei­heit” und andere Wutbürger_innen tra­fen sich vor dem Reichs­tag, um gegen einen angeb­li­chen „kal­ten Staats­streich” zu pro­tes­tie­ren, den sie mit dem ESM-Vertrag ver­wirk­licht sehen. Sie fürch­ten um ihren deut­schen Natio­nal­staat, der durch „Ban­ker”bedroht wer­den würde. Ganz ver­schwö­rungs­ideo­lo­gisch wurde die kapi­ta­lis­ti­sche Krise als eine „vom welt­wei­ten Banken-Kartell seit Sep­tem­ber 2008 selbst insze­nier­ten Krise” gedeu­tet, die, so die den Natio­nal­so­zia­lis­mus ver­harm­lo­sende For­mu­lie­rung, zu einem „finan­zi­el­len Reichts­tags­brand” geführt hätte. Vor eben jenem Reichs­tag sam­mel­ten sich etwa drei­hun­dert Euro-Gegner_innen.

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Demo – Die Rebellion der ‘Versuchskaninchen’ in Griechenland sollte auch zu unserer Rebellion werden

Ubeudgen's Blog

  • Bundeskanzlerinamt
  • Aufruf zur Kundgebung am Mittwoch, den 13. Juni um 17 Uhr vor dem Bundeskanzlerinamt

Die Wahlen am 6. Mai im – von der kapitalistischen Krise und massiven Sozialprotesten – gekennzeichneten – Griechenland endeten mit einem Patt zwischen drei politischen Lagern: (1.) den neoliberalen Regierungsparteien und deren unterhalb der 3 %-Hürde gebliebenen kleinen GesinnungspartnerInnen sowie (2.) deren rechten und (3.) linken KritikerInnen.

 

Daher wird es am 17. Juni, also in   Wochen bereits wieder Neuwahlen geben. In Griechenland selbst sowie international wird seit Scheitern der Regierungsbildung eine massive Stimmungsmache gegen die linken griechischen Parteien, insb. gegen deren größte, Syriza, betrieben. Die Bild-Zeitung titelte über den Syriza-Spitzenkandidaten: „Alexis Tsipras – Der Grieche, der unsere Milliarden behalten will“ [0]. In Griechenland selbst werden Horrorszenarien für den Fall eines Wahlsieges von Syriza an die Wand gemalt. In der BRD wird von Ökonomen und Journalisten sogar die Idee einer Militärintervention in…

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*** OCCUPY *** Massenveranstaltungen Fußball-Weltmeisterschaft 2014 #BRASILIERN

Die Endrunde der 20. Fußball-Weltmeisterschaft der Männer (offiziell 2014 FIFA World Cup, deutsch „FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014“) wird vom 12. Juni bis zum 13. Juli 2014 in Brasilien ausgetragen. Der Beschluss des FIFA-Exekutivkomitees fiel am 30. Oktober 2007 in Zürich. Brasilien ist als WM-Gastgeber auch automatisch Ausrichter des Konföderationen-Pokals 2013.

Inhaltsverzeichnis

Vergabe

Ricardo Teixeira (links), Präsident des CBF, und Staatspräsident Lula da Silva mit dem Logo zur Bewerbung.

FIFA-Präsident Sepp Blatter bei der WM-Vergabe in Zürich.

Die CONMEBOL, die südamerikanische Fußball-Konföderation, hatte sich auf Brasilien als einzigen Bewerber um die WM 2014 festgelegt, da in diesem Jahr der brasilianische Fußballverband Confederação Brasileira de Futebol (CBF) 100 Jahre alt wird.

Im Dezember 2006 erklärte zunächst auch Kolumbien seine Absicht, eine Bewerbung abgeben zu wollen,[1] am 11. April 2007 zog es seine Bewerbung allerdings wieder zurück.[2] Brasilien übergab schließlich am 13. April 2007 in der FIFA-Zentrale in Zürich als einziger Kandidat die so genannte Bewerbungsvereinbarung. Am 31. Juli 2007 wurde fristgerecht auch das vollständige 900-seitige Kandidaturdossier vom Präsidenten der CBF, Ricardo Teixeira, an Sepp Blatter übergeben, das auch alle notwendigen Regierungsgarantien umfasst. Damit erhielt Brasilien jedoch noch nicht automatisch den Zuschlag.[3] Das weitere Verfahren sah nun eine gründliche Prüfung der Kandidatur durch die FIFA vor, die auch einen Inspektionsbesuch in Brasilien im August 2007 umfasste. Dabei wurden fünf der 18 möglichen Spielorte besucht, in Rio de Janeiro präsentierten sich zudem die übrigen möglichen Austragungsorte.[4] Nach der Abschlusspräsentation des brasilianischen Fußballverbandes am 29. Oktober wurde Brasilien am 30. Oktober 2007 in Zürich endgültig als Gastgeber durch das FIFA-Exekutivkomitee bestätigt.[5] Dieses Turnier wird die zweite Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien sein, dort wurde dieser Wettbewerb bereits 1950 ausgetragen. Das letzte große Fußballturnier in Brasilien war die Copa América 1989.

Austragungsorte

Am 31. Mai 2009 gab die FIFA die zwölf Städte bekannt, die aus insgesamt 17 Bewerbern für die Austragung der Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 ausgewählt wurden.[6][7] Diese sind:

Belo Horizonte Brasília Cuiabá Curitiba
Mineirão Estádio Nacional de Brasília Arena Pantanal Arena da Baixada
Kapazität: 66.805
(Umbau)
Kapazität: 70.064
(Neubau)
Kapazität: 42.968
(Neubau)
Kapazität: 40.000
(Umbau)
Estádio Governador Magalhães Pinto Estadio Nacional de Brasília (obras).jpg Arena Pantanal.jpg
Fortaleza
Manaus
Castelão Arena da Amazônia
Kapazität: 64.165
(Umbau)
Kapazität: 42.374
(Neubau)
Castelão Stadium, Fortaleza,Brazil 6.jpg
Natal Porto Alegre
Arena das Dunas Estádio Beira-Rio
Kapazität: 42.086
(Neubau)
Kapazität: 50.287
(Umbau)
Beira-Rio Internacional - 4.jpg
Recife Rio de Janeiro Salvador da Bahia São Paulo
Arena Pernambuco Maracanã Arena Fonte Nova Arena Corinthians
Kapazität: 43.921
(Neubau)
Kapazität: 76.935
(Umbau) [8]
Kapazität: 56.500
(Neubau)
Kapazität: 65.807
(Neubau) [9]
Maracanã Stadium in Rio de Janeiro.jpg Obras na Fonte Nova2.jpg

Das Finale findet in Rio de Janeiro statt, das Eröffnungsspiel wird in São Paulo ausgetragen.[10] Nicht berücksichtigt wurden die Kandidaturen der Städte Belém, Campo Grande, Florianópolis, Goiânia und Rio Branco.

Qualifikation und Teilnehmer

Hauptartikel: Fußball-Weltmeisterschaft 2014/Qualifikation

Die Qualifikation zur Endrunde beginnt in Europa im Sommer 2012. In den anderen Fußballverbänden bereits im Jahr 2011; die zeitlich erste Qualifikationsrunde als Vorqualifikation des ozeanischen Verbandes war das Fußballturnier der Pacific Games 2011 im August/September 2011.[11]

Es werden 32 Nationalmannschaften antreten, die Verteilung der Startplätze wurde auf der Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees[12], am 2. und 3. März 2011 in Zürich, wie folgt festgelegt:

Organisation und Umfeld

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Kritik

Kein einziges brasilianisches Stadion erfüllt bisher die FIFA-Anforderungen für Fußball-Weltmeisterschaften. Kritisiert werden unter anderem erhebliche Sicherheitsmängel. Allerdings werden in den nächsten Jahren mehrere Stadien komplett neu errichtet bzw. modernisiert. Jedoch wird befürchtet, dass die Stadien nicht fertig werden, da im Juli 2010 bisher nur mit sechs Stadien begonnen wurde. Zudem ist die Infrastruktur, insbesondere die der Flughäfen, mangelhaft.[13] Der Umgang mit kritischen Stimmen zum Thema Sicherheit und die Kommunikationspolitik der FIFA sowie des WM-Veranstalters wurden in der Presse kritisiert.[14]

Der brasilianische Sportminister, Orlando Silva de Jesus Júnior, musste am 26. Oktober 2011 zurücktreten, weil ihm die Annahme von Bestechungsgeld im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft vorgeworfen wurde.[15]

Logo

Logo der Bewerbung

Hochrangige Vertreter Brasiliens und der FIFA haben am 8. Juli 2010 in Johannesburg das Logo für die WM vorgestellt: Das Design ahmt die Form des FIFA-WM-Pokals nach – bestehend aus drei ineinander greifenden Händen, die eine Kugel formen. Die Farben des Logos sind Grün, Gelb, Rot, Blau und Weiß.[16]

Probleme

Vorbereitung

Bis 14. Mai 2010 hätte die Stadt São Paulo verbindliche finanzielle Garantien für das genehmigte Projekt Morumbi-Stadion abgeben müssen. Da diese beim Lokalen Organisationskomitee (LOK) der FIFA nicht vorgelegt wurden und auch für ein alternatives Projekt die Frist versäumt wurde, werden bei der WM keine Spiele in diesem Stadion stattfinden. Die FIFA und das LOK wollen aber weitere Gespräche mit der Stadt führen.[17] Ende August 2010 wurde bekannt, dass der Verein Corinthians São Paulo ein neues Stadion im Osten der Stadt bauen werde, in dem dann das Eröffnungsspiel stattfinden soll. Gleichzeitig wurde das „Aus“ für das Morumbi-Stadion bestätigt.[18]

Fernsehübertragung

Die TV-Rechte für Deutschland für die WM 2014 übertrug die FIFA-Exekutive den beiden öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ARD und ZDF. Zudem wurde die Partnerschaft mit der EBU (Union der Europäischen Rundfunkorganisationen) auf die FIFA WM 2014 ausgedehnt.[19]

Einzelnachweise

  1. Pressemitteilung der zur Ausrichtung der WM 2014 auf FIFA.com (Link nicht mehr abrufbar)
  2. Kolumbien zieht Bewerbung zurück
  3. kicker.de − Brasilien bewirbt sich offiziell
  4. Brasilien 2014 – Die Entscheidung naht
  5. Exekutivkomitee entscheidet am 30. Oktober in Zürich über Vergabe
  6. WM-Spielorte stehen fest, FIFA.com, 31. Mai 2009
  7. FIFA.com: Die Stadien der FIFA WM 2014
  8. Cadeiras sao retiradas do Maracanã para conclusao da primeira etapa das obras pra a Copa do Mundo – Chairs are removed from Maracanã concluding the upgrading first step
  9. Nota Oficial da Diretoria do Sport Club Corinthians Paulista – Official note from Sport Club Corinthians Paulista announcement
  10. WM 2014 Spielplan und Anstoßzeiten bekannt gegeben wm2014-in-brasilien.de, 21.Oktober 2011
  11. Pacific Games Council: „MOU agreement with Oceania Football Conferderation“, 17. Juli 2009, abgerufen 5. Juli 2010
  12. Sitzung FIFA-Exekutivkomitee 2. und 3. März 2011, abgerufen am 4. März 2011
  13. Kritik an WM 2014 SZ, Juli 2010
  14. Einspruch unerwünscht – Die Fifa bestimmt Brasilien zum WM-Veranstalter 2014 und würgt jegliche Bedenken ab NZZ Online, 31. Oktober 2007
  15. Brasiliens Sportminister tritt zurück. In: ORF. 27. Oktober 2011, abgerufen am 27. Oktober 2011 (deutsch).
  16. Präsentation des Logos zur WM 2014
  17. Erklärung zum Morumbi-Stadion FIFA.com, 16. Juni 2010
  18. Pläne für neues Stadion Süddeutsche.de, 28.August 2010
  19. FIFA Info vom 23. März 2007

Weblinks

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***Occupy Massenveranstaltungen*** Olympische Sommerspiele 2016 in BRASILIEN

Die Olympischen Spiele 2016 (offiziell Spiele der XXXI. Olympiade genannt) finden zwischen dem 5. und 21. August 2016 in Rio de Janeiro statt. Rio de Janeiro ist damit die erste Stadt in Südamerika, die Gastgeber der Veranstaltung sein wird.

Inhaltsverzeichnis

Wahl des Austragungsortes

Für die Olympischen Spiele 2016 läutete das Internationale Olympische Komitee (IOC) am 16. Mai 2007 die Bewerbungsphase ein. Alle 203 Nationalen Olympischen Komitees wurden eingeladen, eine Kandidatur einzureichen. Bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 13. September 2007 reichten sieben Städte ihre vollständigen Unterlagen beim IOC ein. Auf dieser Basis erklärte das Executive Board des IOC am 4. Juni 2008 die Städte Chicago, Tokio, Rio de Janeiro und Madrid zu offiziellen Kandidaten.[1] Die Mitglieder des IOC entschieden am 2. Oktober 2009 in Kopenhagen, dass Rio de Janeiro der Austragungsort der Olympischen Spiele 2016 sein wird.

In den ersten beiden Wahlgängen schieden die Bewerbungen aus Chicago und Tokio mit den jeweils wenigsten Stimmen aus. Als Austragungsort stand um 18:50 Uhr Rio de Janeiro, mit der Verkündung im Saal, offiziell fest.

Das offizielle Logo der Spiele wurde am Abend des 31. Dezember 2010 als Prelude der Silvesterfeiern am Strand von Copacabana vorgestellt.[2] Das von der Agentur Tátil in Rio entworfene Logo stellt drei händehaltende Menschen dar. Die Umrisse sind wiederum an einen Blick auf den Zuckerhut von der Botafogo-Bucht abgeleitet worden. Die Farbe Grün kann als Metapher für die Natur angesehen werden, Gelb für die Sonne und Blau für das Meer; auch sind dies die Farben der Flagge Brasiliens. Das Logo steht unter dem Motto Paixão e Transformação, Leidenschaft und Transformation.[3]

Ergebnis der Wahl des Austragungsortes

Ort Land Runde 1 Runde 2 Runde 3
Rio de Janeiro Brasilien Brasilien 26 46 66
Madrid Spanien Spanien 28 29 32
Tokio Japan Japan 22 20
Chicago Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 18

Offizielle Kandidaten

Logo Ort Land Beschreibung
Chicago 2016 Applicant City Logo.svg Chicago Vereinigte Staaten Chicago setzte sich in einem inneramerikanischen Bewerbungsverfahren gegen die Bewerbungen aus Houston, Philadelphia, Los Angeles und San Francisco durch. Nachdem das USOC am 9. Januar 2007 seine Absicht zur Ausrichtung der Sommerspiele bestätigt hatte, wählten dessen Mitglieder Chicago am 14. April 2007 zum offiziellen Bewerber. Es wäre das fünfte Mal gewesen, dass die Olympischen Spiele in den Vereinigten Staaten stattfinden, zuletzt war dies 1996 in Atlanta.
Madrid 2016 Applicant City Logo.svg Madrid Spanien Madrid hatte sich erstmals für die Olympischen Spiele 1972 beworben, die aber letztlich an München gingen. Für 2012 startete man einen zweiten Versuch, die Stadt schied in einer äußerst knappen Wahl gegen Paris und den späteren Sieger London aus. Am 6. Juni 2006 bewarb sich Madrid für die Spiele 2016 und am 30. Mai 2007 bestätigte das Spanische Olympische Komitee die Kandidatur. Aufgrund der Tatsache, dass die Spiele schon 1992 in Barcelona auf spanischem Boden stattfanden und zudem die Sommerspiele 2012 an die europäische Stadt London vergeben wurden, wurden Madrid geringe Chancen eingeräumt. Andererseits erhielt die Kandidatur aber in der technischen Bewertung des IOC im Juni 2008 die zweitbeste Gesamtnote (8,2), knapp hinter Tokio (8,4) und klar vor Chicago (7) und Rio de Janeiro (6,4).[4] Zudem war der spanische Ex-IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch sehr einflussreich.[5]
Rio 2016 Applicant City Logo.svg Rio de Janeiro Brasilien Das Brasilianische Olympische Komitee nominierte am 1. September 2006 die Küstenstadt Rio de Janeiro. Diese hatte sich bereits für die Sommerspiele 2004 und 2012 beworben, scheiterte jedoch beide Male bei der Vorauswahl der offiziellen Bewerberstädte durch das IOC. Die Chancen von Rio de Janeiro, die Spiele 2016 auszurichten, besserten sich jedoch, da dort 2007 die Panamerikanischen Spiele stattfanden und im Zuge dessen zahlreiche auch für Olympische Spiele benötigte Sportstätten wie ein Leichtathletikstadion (João Havelange Stadium), eine Sporthalle für Basketball und Turnen (Rio Olympic Arena), ein Schwimmstadion (Maria Lenk Aquatic Parc) und ein Velodrom für Bahnradsport, entstanden. Mit der Entscheidung des IOC finden die Olympischen Spiele zum ersten Mal in Südamerika statt, was einen Vorteil gegenüber europäischen, asiatischen und nordamerikanischen Bewerberstädten darstellte.
Tokyo 2016 Candidate City.svg Tokio Japan Tokio war ursprünglich für die Ausrichtung der Olympischen Spiele 1940 vorgesehen, die jedoch aufgrund des Zweiten Weltkrieges nicht stattfanden. Tokio richtete dann die Olympischen Spiele 1964 aus. In einer landesinternen Abstimmung setzte sich die japanische Hauptstadt am 30. August 2006 gegen ihren Mitbewerber, die Hafenstadt Fukuoka, durch. Tokio erhielt im Juni 2008 vom IOC die beste Note aller Bewerber (8,4).[4]

Ausgeschiedene Bewerberstädte

Logo Ort Land Beschreibung
Baku 2016.png
Baku Aserbaidschan Baku bewarb sich erstmals um die Ausrichtung Olympischer Spiele. Die Bewerbung erschien recht aussichtslos, zum einen aufgrund der fehlenden Infrastruktur[6] und zum anderen aufgrund der geographischen Nähe zu Sotschi, dem Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014. Dazu kam die politische Situation in Aserbaidschan, die zu einer weitgehenden Isolation führte.[7]
Doha2016.gif Doha Katar Doha bewarb sich als erste Stadt des arabischen Raumes um die Ausrichtung Olympischer Spiele – dem lokalen Organisationskomitee zufolge standen 86 Prozent der Einwohner hinter der Bewerbung. Aufgrund der hohen Temperaturen am Persischen Golf in den Sommermonaten hätten die Spiele in Doha erst vom 14. bis 30. Oktober 2016 durchgeführt werden können. 2006 hatten im Emirat die Asienspiele stattgefunden.
Prag 2016 Applicant City Logo.svg Prag Tschechien Am 22. März 2007 beschloss der Stadtrat von Prag (50 Ja-Stimmen, 10 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen), sich für die Olympischen Spiele 2016 zu bewerben. Dabei ging man selbst in Prag davon aus, dass die Bewerbung chancenlos ist („Es ist zu 99 % sicher, dass die Spiele 2016 nicht in Europa stattfinden werden“, so Pavel Bém, der Oberbürgermeister von Prag.) Die Bewerbung stellte vielmehr einen Testlauf für eine erfolgreichere Bewerbung hinsichtlich der Spiele 2020 oder 2024 dar.[8] Prag hatte sich bereits für die Austragung der Olympischen Spiele 1924 beworben, unterlag aber damals Paris.

Wettkampfprogramm

Für die Aufnahme in das Wettkampfprogramm bewarben sich mit Golf, 7er-Rugby, Squash, Karate und Inlineskating sowie Baseball und Softball insgesamt sieben Sportarten. Eine Vorauswahl auf 7er-Rugby und Golf wurde bei einer Exekutiv-Sitzung am 14. August 2009 in Berlin getroffen. Nach Präsentation und Abstimmung des IOCs auf der 121. IOC Session am 9. Oktober 2009 in Kopenhagen wurden beide Sportarten in das olympische Programm aufgenommen.

Sportstätten

Die Sportstätten werden sich in vier Zonen innerhalb Rio de Janeiros befinden: Barra da Tijuca, Deodoro, Maracanã und Copacabana. Die Eröffnungs- und Schlussfeier werden, ebenso wie das Fußballfinale, im Maracanã-Stadion ausgetragen werden, die Leichtathletikwettbewerbe werden im Olympiastadion João Havelange stattfinden. Das Olympische Dorf wird derzeit nahe dem Riocentro und dem Olympiapark in Barra errichtet.
Zusätzlich zu den Sportstätten in Rio de Janeiro wird es noch vier Stadien in anderen Städten als Austragungsorte für die Vorrundenspiele im Fußball geben.

Barra da Tijuca

Sportstätte Kapazität Sportart(en)
Riocentro (Halle 2) 9.000 Boxen
Riocentro (Halle 3) 5.000/2.000 Tischtennis
Riocentro (Halle 4) 6.500 Badminton
Riocentro (Halle 6) 6.500 Gewichtheben
Olympisches Trainingszentrum (Halle 1) 16.000 Basketball
Olympisches Trainingszentrum (Halle 2) 10.000 Judo, Taekwondo
Olympisches Trainingszentrum (Halle 3) 10.000 Ringen
Olympisches Trainingszentrum (Halle 4) 12.000 Handball
Olympisches Hockeyzentrum 10.000/5.000 Hockey
Olympisches Tenniszentrum 10.000/5.000/3.000 Tennis
Olympisches Velodrom Rio 5.000 Bahnradsport
Wassersportzentrum “Maria Lenk” 6.500 Wasserball, Kunst- und Turmspringen
Olympisches Wassersportzentrum 18.000 Schwimmen, Synchronschwimmen
HSBC Arena 12.000 Kunstturnen, Rhythmische Sportgymnastik, Trampolinturnen
Olympischer Golfplatz unbegrenzt, jedoch keine Sitzplätze Golf[9]

Deodoro

Sportstätte Kapazität Sportart(en)
Nationales Reitzentrum 14,000 Springreiten, Dressurreiten
Nationales Schießzentrum 1.000/2.000/1.600/1.000/750 Sportschießen
Arena Deodoro 5.000 Fechten
Deodoro Park des Modernen Fünfkampfes 15.000 Moderner Fünfkampf
Olympischer Mountainbike-Park 5.000 Mountainbike
Olympisches Wildwasser-Zentrum 8.000 Kanuslalom
Olympisches BMX-Zentrum 7.500 BMX

Maracanã

Sportstätte Kapazität Sportart(en)
Sambódromo 30.000 (Marathon)/6.000 (Bogenschießen) Marathon, Bogenschießen
Olympisches Stadion João Havelange 60.000 Leichtathletik
São-Januário-Stadion 15.150 7er-Rugby
Maracanã-Stadion 90.000 Eröffnungs- und Schlussfeier, Fußball
Maracanãzinho-Halle 12.000 Volleyball

Copacabana

Sportstätte Kapazität Sportart(en)
Lagoa Rodrigo de Freitas 14.000 Rudern, Kanu/Kayak Sprint
Copacabana-Stadion 12.000 Beachvolleyball
Copacabana 5.000 Freiwasserschwimmen
Yachthafen “Marina da Glória” 10.000 Segeln
Flamengo Park 5.000 Straßenradrennen, Gehen

Fußballstadien

Stadion Kapazität Stadt
Morumbi-Stadion 66.000 São Paulo
Mineirão-Stadion 74.000 Belo Horizonte
Nationalstadion Brasília 76.000 Brasília
Fonte Nova-Stadion 60.000 Salvador da Bahia

[10]

Bestehende Anlagen

Weblinks

 Commons: Olympische Spiele 2016 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. vgl. AFP-Meldung Chicago, Madrid, Tokio und Rio in Finalrunde für Olympia 2016 bei focus.de (aufgerufen am 4. Juni 2008)
  2. Rio-2016 mostra sua cara e lança em Copacabana a logomarca dos Jogos globoesporte.globo.com, 31. Dezember 2010
  3. Paixão e Transformação, Tátil (ges. 31. Dezember 2010)
  4. a b Bewertung der Kandidaten 4. Juni 2008
  5. Berliner Zeitung 11. Dezember 2008
  6. gamesbids.com
  7. telegraph.co.uk
  8. Prag bewirbt sich für die Olympischen Spiele 2016
  9. [1] Presseerklärung der Veranstalter über die Vergabe des Projekts zum Bau des Olympischen Golfplatzes
  10. [2] Karte der Veranstalter mit allen Sportstätten (außer Golf)

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Naechstes AKVorrat Socializing: Mo. 11.6.2012 [vds-info]

11.6.2012

19:00

Neubaugasse 12-14,

1070 Wien

Das nächste Socializing des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung am
11.6.2012 um 19:00 im Sender.fm (Neubaugasse 12-14, 1070 Wien) Statt.

Wir wollen uns mit folgenden Themen beschäftigen:
* Übergabe der Verfassungsbeschwerde/Aktion vor dem VfGH
* Status der Bürger_inneninitative zeichnemit.at

Wenn du dich aktiv für deine Grundrechte einsetzen oder auch einfach nur
die Menschen kennenlernen möchtest, die hinter den Kampagnen stehen: Komm
Vorbei!
Liebe Gruesse
Mihi

Newsletter des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung.

Der Aufmarsch der Anti-Europäer | Reflexion

Ubeudgen's Blog

Am Frei­tag, den 08.06.2012, tra­fen sie in Ber­lin zusam­men. Die Kader der Par­tei der Ver­nunft (PdV), die Leser_innen der rech­ten Wochen­zei­tung „Junge Frei­heit” und andere Wutbürger_innen tra­fen sich vor dem Reichs­tag, um gegen einen angeb­li­chen „kal­ten Staats­streich” zu pro­tes­tie­ren, den sie mit dem ESM-Vertrag ver­wirk­licht sehen. Sie fürch­ten um ihren deut­schen Natio­nal­staat, der durch „Ban­ker”bedroht wer­den würde. Ganz ver­schwö­rungs­ideo­lo­gisch wurde die kapi­ta­lis­ti­sche Krise als eine „vom welt­wei­ten Banken-Kartell seit Sep­tem­ber 2008 selbst insze­nier­ten Krise” gedeu­tet, die, so die den Natio­nal­so­zia­lis­mus ver­harm­lo­sende For­mu­lie­rung, zu einem „finan­zi­el­len Reichts­tags­brand” geführt hätte. Vor eben jenem Reichs­tag sam­mel­ten sich etwa drei­hun­dert Euro-Gegner_innen.

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