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October 12, 2012 at 8:40 am · Filed under Uncategorized and tagged: deutschland, petition, protest, TierSchG, tierschutz, Tierschutzgesetz
Hiermit protestiere ich gegen die Novellierung des Tierschutzgesetzes 2012 (17/10572) von Bundesministerin Aigner aus folgenden Gründen:
1. Fehlen eines Sodomie-Verbotes
Im neuen Tierschutzgesetz fehlt völlig die Normierung eines Sodomie-Verbotes.
Über die dringende Notwendigkeit eines gesetzlichen Verbotes kann es überhaupt keine Diskussion geben. Niemand kann sich ernsthaft einem solchen Verbot verschließen, es sei denn man pflegt selbst sexuellen Umgang mit Tieren. 14 Tierbordelle in diesem Land zeigen die Erforderlichkeit. In Deutschland bekommt man für Falschparken sofort ein Ticket, aber Sex mit Tieren ist erlaubt. Unfassbar.
2. Tierrettung aus dem Ausland wird fast unmöglich gemacht, Politik auf dem Rücken gequälter Tiere. Seriöse Tierschützer werden diffamiert und mit kriminellen Welpenhändlern in einen Topf geworfen. (§11) In der Folge bedeutet das für viele Tiere in Zukunft den sicheren Tod.
Zur Einfuhr von Hunden/Katzen nach Deutschland braucht man zukünftig, neben den bestehenden formalen Hürden, auch noch eine „Erlaubnis“. Das betrifft alle privaten und organsierten Tierschützer, die Auslandstierschutz betreiben. Aigner kriminalisiert Tierschützer:
“ …„Viele dieser Tiere werden über Tierschutzvereine, in der Regel über Pflegestellen, oder direkt auf Bestellung an einen neuen Halter vermittelt. Bei den Tieren handelt es sich vielfach um leicht vermittelbare Welpen. Es kann davon ausgegangen werden, dass ein großer Teil dieser Tiere gezielt für den deutschen Markt gezüchtet und auf dem Luftweg nach Deutschland kommt.“
Nur ca.1% der gequälten Tiere im Ausland haben das Glück gerettet zu werden, Millionen werden jedes Jahr ermordet. Die wenigen Überlebenden sind jeden Alters und jeder Größe, meist Mischlinge und haben oft Verletzungen Es sind Dreibeiner, Blinde, Traumatisierte, Tiere mit Brand- und Schusswunden, abgeschnittenen Ohren oder Ruten. Absurd, wenn Aigner behauptet, diese Tiere seien „vorbestellt“ oder “extra gezüchtet”! Offenbar ist niemandem im Bundesrat und auch in der Bundesregierung wirklich klar, was Tierrettung bedeutet und welche Kosten letztlich damit verbunden sind. Offenbar weiß auch niemand, wie viele verletzte und misshandelte Tiere nach Deutschland verbracht werden. Gewinne werden jedenfalls mit der ordnungsgemäßen Auslandstierrettung keine erzielt. Im Gegenteil. Aber: Nicht alles im Leben ist gewinnorientiert. Sofern sich die Bundesregierung insgeheim aus diesen „Vermittlungen“ Steuereinnahmen erwartet, wird sie damit nicht rechnen können. Denn ohne Gewinne keine Steuereinnahmen.
Richtig wäre es gewesen, den Ost-Welpen-Handel konkret zu erwähnen und Maßnahmen zu ergreifen, diesen zu verbieten.
3. Ferkelkastration mit Betäubung erst 2017
Bisher werden Ferkeln bis zum 7. Lebenstag die Hoden ohne Betäubung am lebendigen Leib per Hand herausgerissen, was man vornehm als „betäubungslose Kastration“ bezeichnet. Mit der Novellierung des Gesetzes soll das erst ab 2017 geändert werden. Die lange Übergangsfrist ist völlig unnötig und eine reine Hinhaltetaktik und Lobbyismus für die Massentierhaltungsindustrie. Eine Umsetzung wäre viel schneller möglich. Da aber durch die Kastration mit Narkose den Produzenten mehr Kosten entstehen und Fleisch in der Folge ein paar Cent teurer würde, wird die Qual der Tiere für weitere Jahre legalisiert.
Zudem fehlt auch eine klare Regelung zu Eingriffen bei Tieren, wie dem Kupieren von Ferkelschwänzen oder dem Schnabelstutzen bei Hühnern, sowie der schmerzvollen Enthornung von Rindern.
4. Tierversuchs-Einschränkung bleibt weit hinter EU-Tierversuchsrichtlinien zurück
Die EU-Tierversuchsrichtlinie ermöglicht einen weitaus umfassenderen Schutz von Tieren als dieser im Aigner-Gesetz umgesetzt ist. Anstatt Versuche an Menschenaffen generell zu verbieten, lässt Aigner Ausnahmen zu. Versuche an Affen sind zu unzureichend beschränkt, z.B. fehlt die Vorgabe, dass nur „schwer wiegende Krankheiten“ erforscht werden dürfen. Anstatt Tierversuche mit schweren und anhaltenden Schmerzen generell zu verbieten, sind bei Aigner Ausnahmen zulässig. Anstatt für gesetzlich vorgeschriebene Tierversuche eine Genehmigung einzuführen, sieht Aigner weiterhin nur Anzeigeverfahren vor. In Wissenschaft und Industrie müssen Tiere noch immer leiden und sterben, obwohl tierversuchsfreie Alternativen verfügbar sind. Die Förderung von sogenannten Alternativmethoden zu Tierversuchen muss im Gesetz festgeschrieben werden, auch dies fehlt in dem Gesetz.
Im Gegensatz zu anderen Ländern ist in Deutschland die Haltung von Tieren zur reinen Fellgewinnung weiterhin erlaubt, auch hier fehlt ein Verbot
5. Vollständiges Wildtierverbot im Zirkus fehlt, für Zootiere gar keine Verbesserung
Anstatt ein vollständiges Wildtierverbot im Zirkus zu beschließen, wie es auch viele Experten fordern, ermöglichen Aigners Pläne künftig nur ein Verbot einzelnen Tierarten im Zirkus.Die Hürden für ein Verbot einzelner Tierarten sind jedoch derart hoch gesetzt, dass kaum eine Tierart von der neuen Verbotsmöglichkeit profitieren wird. In der Folge wird es ein langandauerndes Gerangel darum geben, welche einzelne Tierart verboten oder erlaubt ist, während die Wildtiere in den Zirkussen, wo es keine artgerechte Haltung für Löwen, Bären, Elefanten gibt, leidvoll dahinvegetieren. Für Zootiere und Dressuren an festen Standorten gibt es gar keine neuen Verbesserungen.
6. Ausdrückliches Verbot von Qualzucht und Intensivtierhaltung fehlt
Hunde, die aufgrund von Qualzucht gar nicht mehr aussehen wie Hunde, dürfen auf Ausstellungen nicht mehr präsentiert werden, aber die Züchter dieser Tiere erhalten keine Strafen. Notwendigen Änderungen zur Verbesserung der so genannten Nutztierhaltung sind im Gesetz nur oberflächlich angegangen. Die millionenfachen schmerzhaften Manipulationen an Tieren bleiben erlaubt. Ein Verbot von Qualzuchtrassen vor allem in der Intensivtierhaltung, sowie die Elektrokurzzeitbetäubung für das Schächten fehlt.
7. Das Recht zur Tierschutz-Verbandsklage fehlt im Gesetz
Die Rechte von Tieren müssen außerdem einklagbar sein. Das geht nur mit der Tierschutz-Verbandsklage und ist daher für Tierschutzverbände ein wichtiger Punkt, um für Tiere auch vor Gericht eintreten zu können. Diese fehlt völlig,
Maja Prinzessin von Hohenzollern Botschafterin des Europäischen Tier- und Naturschutz e.V. (ETN e.V.)
Kontaktieren Sie die Petition Autors
via Protest gegen die Novellierung des Tierschutzgesetzes 2012/ETN eV – Petitionen24.com.
October 12, 2012 at 8:35 am · Filed under Uncategorized and tagged: 17-OCT-2012, 17-OKT-2012, 17.10.2012, aktion, berlin, Bundesministerium, demonstrieren, deutschland, gesetzes-novelle, protest, Tiere, tierrechte, TierSchG, tierschutz

Guten Morgen zusammen – Good Morning !!! Der Bitte von Maja Prinzessin von Hohenzollern und des ETN kommen wir gerne nach !!!
Veranstaltung von Aktion Fair Play zu diesem traurigem Thema: https://www.facebook.com/events/466191473402940/
Bitte unterzeichnet auch die Online Petition : http://www.petitionen24.com/protest_gegen_die_novellierung_des_tierschutzgesetzes_2012etn_ev — mit Störti Einauge Etn und Maja Prinzessin von Hohenzollern.
via Facebook.
October 12, 2012 at 8:08 am · Filed under Uncategorized and tagged: aktion, Blockade, home, landgrabbing, landraub, police state, protest, Tar Sands, transcanada

This banner says it all.
A photojournalist managed to snap this photo despite TransCanada’s paid police force turning the tree blockade into an occupied police state.
Yesterday, two New York Times journalists were handcuffed, detained and then turned away from private property while trying to report on the tree blockade.
Click LIKE and SHARE to stand up for freedom of press and everyone’s right to defend their home from toxic tar sands.
Read the NYTimes’ official statement and details here: http://tarsandsblockade.org/freepress/
via Facebook.
October 12, 2012 at 7:55 am · Filed under Uncategorized and tagged: #uaus, 99%, 99%creatives, aktion, österreich, BKA, bundeskanzleramt, kollektiv, korruption, kreativ, kultur, kunst, protest, protestaktion, SPÖ, twitter, uausschus, werner faymann, zgk, zwitschern gegen korruption
Aktion “Zwitschern gegen Korruption”: Twitter-Meldungen empörter Bürger/innen werden das Bundeskanzleramt “schmücken”.
Wien (OTS) – Unter dem Titel “Zwitschern gegen Korruption” (#zgk) hat
die Initiative “99 % Creatives”, ein Kollektiv kritischer Kreativer,
eine Protestaktion gegen das Ende des Untersuchungsausschusses zum
Thema Korruption ins Leben gerufen. Verärgerte Bürger/innen sind
dabei eingeladen, ihren Unmut in Form von Twitter-Meldungen mit dem
Kürzel #zgk zu verbreiten.
Als Höhepunkt der Aktion werden die Twitter-Meldung der empörten BürgerInnen am Abend des 16. Oktober die Fassade des
Bundeskanzleramts “schmücken”.
Interessierte Bürger/innen wie auch Vertreter/innen der Medien und der Zivilgesellschaft sind herzlich dazu eingeladen.
Datum: Dienstag, 16. Oktober 2012
Beginn: 18.00 Uhr
Ort: Ballhausplatz, 1010 Wien
Webseite der Aktion:
http://zgk.99percentcreatives.com
Über 99 % Creatives:
https://www.facebook.com/99Creatives
via 16. 10.: Kreative Protestaktion gegen das Ende des U-Ausschusses am Ballhausplatz | 99 % Creatives, 12.10.2012 | ots.at.
October 11, 2012 at 4:36 pm · Filed under Uncategorized and tagged: österreich, IE, IE bleibt, internationale entwicklung bildung uni, protest, uni wien, wien
Gegenparteitag – Freie Bildung statt Beschränkungen
Freitag 12.10.2012, 10:00, vor der Uni Wien, Universitätsring.
Liebe Freund_Innen,
nicht nur die IE ist in Bedrängnis: Anscheinend wird bei den Regierungsparteien mit Zugangsbeschränkungen in einigen Studien (wohl Wirtschaftswissenschaften, Informatik, Biologie, Architektur und Pharmazie) geliebäugelt. Um darauf aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass Hochschulpolitik auch ganz anders und viel besser geht, wird morgen um 10 Uhr vor der Uni Wien ein Gegenparteitag (am Samstag tagt die SPÖ in St. Pölten…
) stattfinden. Hier wird Raum sein zum Solidarisieren, Diskutieren, Vernetzen, Utopieren, Lautmachen und vieles mehr!
Hier die Weiterleitung des Aufrufs:
Wir freuen uns, verkünden zu dürfen, dass es vor dem SPÖ Bundesparteitag am Samstag, es schon morgen am Freitag um 10 Uhr die Möglichkeit geben wird, den Echten Parteitag vor der Uni zu erleben. Bei diesem Gegenparteitag kann die SPÖ lernen, was sie beschließen sollte, um ihre Grundsätze nicht vollends zu verraten.
Es werden zahlreiche Granden der Sozialdemokratie erwartet: Werner Failmann, Gabi Schlossstaller, Günter Krautsalat und Laura Tudas sind nur einige schimmernde Nelken die morgen strahlen werden.
Verlässliche Quellen berichten von brisanten Beschlüssen der Bildungsarbeitsgruppe: Werden die Hochschulen ausfinanziert? Die Studienbeihilfen mal wieder an die Inflation angepasst? Freier Hochschulzugang ernst genommen und alle Zugangsbeschränkungen abgeschafft? Wir dürfen gespannt sein…
Alle MedienvertreterInnen sind herzlich eingeladen. Und alle anderen Interessierten natürlich auch, denn: Der Gegenparteitag ist öffentlich zugänglich!
October 11, 2012 at 2:51 pm · Filed under Uncategorized
15M Barcelona Internacional

[ENG] Español abajo. Français ci-dessous.
October 13 against debt
International call on debt / Globalnoise /Global Week of Action against Debt – THSankara
Citizen Debt Audit Platform (PACD) Spain – Strike Debt/Occupy Wall Street – Democratie Réelle Maintenant ! Paris
To the financial institutions of the world, we have only one thing to say: we owe you NOTHING!
To our friends, families, our communities, to humanity and to the natural world that makes our lives possible, we owe you everything.
To the people of the world, we say: join the resistance, you have nothing to lose but your debts.
On O13, in the larger context of the worlwide “globalnoise” mobilisation, and within the Global Week of Action against Debt, we will mobilise against debt in several cities of the world: Barcelona, Madrid, Mexico, Paris, New York, Rome…
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October 11, 2012 at 1:15 pm · Filed under Uncategorized and tagged: #uaus, korruption, Politik, rudi fußi, st pölten, uausschuss, untersuchungsausschuss
Samstag
13. Oktober 2012
10:00
Hauptbahnhof St. Pölten
ES REICHT!
Facebook Event: https://www.facebook.com/events/454337274617374/
Samstag, 13. Oktober, Treffpunkt 10 Uhr, Hauptbahnhof St. Pölten. Von dort spazieren wir zum SPÖ-Bundesparteitag, um Faymann unsere Meinung zu sagen: WIR FORDERN VOLLE AUFKLÄRUNG!
Der Untersuchungsausschuss wurde abgedreht. Abgedreht, damit Korruptionsfälle vertuscht werden. Keine neuen Akten, keine neuen Zeugen. Durch die Weigerung von Werner Faymann vor dem Ausschuss zu erscheinen, werden Dinge wie Telekom-Ostgeschäfte, Staatsbürgerschaftskäufe, Inseratenaffäre und vieles mehr unter den Teppich gekehrt. Faymann hat für den Fall seiner Ladung sogar mit Neuwahlen gedroht. WIR WOLLEN VOLLE AUFKLÄRUNG!
via “Volle Aufklärung statt Vertuschung! U-Ausschuss muss weitergehen!”.
October 10, 2012 at 4:10 pm · Filed under Uncategorized and tagged: asyl, österreich, dauerprotest, demo, demonstration, dublin II, Flüchtlinge, kundgebung, protest, wien
AB SOFORT UND BIS FREITAG 15:00
PARLAMENT WIEN
Dublin II- Abschiebung, fehlende Flüchtlings- anerkennung, willkürliche Asylentscheide, soziale Ausgrenzung – Flüchtlinge wollen 2 Tage und Nächte vor Parlament protestieren.
In Reaktion auf ihre prekäre Lebenssituation haben sich somalische Flüchtlinge in Österreich zusammengeschlossen, um gemeinsam für ihre Rechte zu protestieren.
Sie planen für Mittwoch, 10. Oktober, ab 13 Uhr, einen Demonstrationszug vom Bundesasylamt (Landstraßer Hauptstraße 171, 3. Bezirk) zum östereichischen Parlament.
Dort wollen sie anschließend 2 Tage und Nächte, bis Freitag, 12. Oktober, 15 Uhr, bleiben und ihren Forderungen Gehör verschaffen.
Unterstützt wird der Flüchtlingsprotest von den antirassistischen Basisinitiativen “1. März transnationaler MigrantInnenstreik”, “Afrique Europe Interact”, “Familien und FreundInnen gegen Abschiebung” und “Plattform Bleiberecht Innsbruck”, sowie von SOS Mitmensch und Asyl in Not.

Vorbeikommen und Tee oder warme Suppe mitbringen, solidarisieren und unterstützen. Der Flüchtlings-Dauerprotest vor dem Parlament hat begonnen.
via no-racism.net: 10. – 12. Oktober 2012: Demonstration und Dauerkundgebung somalischer Flüchtlinge in Wien.
October 10, 2012 at 2:52 pm · Filed under Uncategorized
sVlog
Veröffentlicht am 09.10.2012 von WienTV org
Die Links zur Sendung findet ihr hier http://wientv.org
Wege aus der Krise, unsichtbares Straßentheater mit dem Thema Bettelverbot, Proteste mit Seifenblasen der Studierenden, der Untersuchunsausschuss muss weitergehen. Dazu gibt es jetzt eine Petition und der Dachverband globale Verantwortung fordert keine Kürzung der Entwicklungshilfe Gelder. Kurznachrichten aus aller Welt und Ankündigungen gibt es auch.
via Die Nachrichten gan org vom 9. Oktober 2012 – YouTube.
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October 10, 2012 at 2:24 pm · Filed under Uncategorized
#MAT1236 “Brave” Greek Cops Use Young Woman as a Human Shield During Protests
#MAT1236 refers to the number of the riot policeman who used the woman as a shield a few blocks after she was arrested

via Facebook.
October 10, 2012 at 1:51 pm · Filed under Uncategorized and tagged: finanz, lobby, lobbyismus, system, Verbraucherschutz
Die Sozialdemokraten im Europäischen Parlament haben den Verbraucherschutz beim Thema Finanzberatung torpediert. Eigentlich gab es im Wirtschaftsausschuss einen Kompromiss, dass Provisionen für Finanzprodukte in Zukunft an die Kunden weitergeleitet werden müssen. In letzter Minute brachten die Sozialdemokraten einen mündlichen Antrag ein, der diese Neuregelung aushebelte. Konservative und Liberale stimmten diesem Antrag zugunsten der Banken zu. Das Ganze hatte etwas von einer Nacht-und-Nebel-Aktion und man fragt sich, welche Lobbyisten da im letzten Moment ihre Finger im Spiel hatten.
via LobbyControl | Sozialdemokraten torpedieren Verbraucherschutz – zugunsten der Banken.
October 10, 2012 at 1:06 pm · Filed under Uncategorized and tagged: attac, demokratie, echte demokratie jetzt, Politik, spanien, sparpaket
Mit: Cristina Asensi, Attac Spanien
Datum: Mi, 17. Oktober 2012, 19.00 Uhr
Ort: Depot, Breitegasse 3, 1070 Wien
Europaweit wird gekürzt. Ein Land nach dem anderen schlittert in die Rezession. Eines der Länder, in denen die Menschen von den drastischen Sparmaßnahmen betroffen sind, ist Spanien. Cristina Asensi von Attac Spanien und der Bewegung „Echte Demokratie Jetzt“ wird über die aktuelle Sparpolitik in Spanien erzählen, über die Auswirkungen dieser Politik auf die Menschen dort und über den Widerstand. Seit mehr als einem Jahr gibt dort es eine immer größer werdende Bewegung, die unter dem Motto „Echte Demokratie Jetzt“ für die Streichung illegitimer Schulden und für echte Demokratie kämpft. Gemeinsam diskutieren wir mit ihr auch darüber, wie aus der Sicht der spanischen Bewegung eine stärkere Verknüpfung des Widerstandes auf europäischer Ebene möglich ist.
Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.
Moderation: Alexandra Strickner, Attac Österreich
via ATTAC Austria :: Widerstandsstrategien in Spanien.
October 10, 2012 at 12:36 pm · Filed under Uncategorized and tagged: überwachung, überwachungsstaat, Clean IT, cleanIT
Von Gastbeitrag | Veröffentlicht am: 26.09.2012 um 18:37h |
Dieser Kommentar ist eine Übersetzung des aktuellen ENDitorials von Joe McNamee, Executive Director von European Digital Rights.
Seit der Veröffentlichung des Entwurfs vom “Clean IT”-Projekt durch EDRi und der begleitenden Berichterstattung gab es eine Menge Aufmerksamkeit für das Projekt. Inzwischen haben die Organisatoren des Projekts gesagt, dass die Behauptung auf der Titelseite “dieses Dokument enthält detaillierte Empfehlungen” nicht korrekt war und das Dokument noch weitere (nicht identifizierte) Fehler enthält.
Projektkoordinator But Klaasen erklärte auf Twitter, dass das geleakte Dokument nicht mehr als ein “Diskussionspapier” sei. Laut der Clean IT-Website ist das Dokument das Ergebnis von zweitägigen Sitzungen in Amsterdam (Oktober 2011), Madrid (Januar 2012), Brüssel (März 2012) und Berlin (Juni 2012). Nach Angaben der Webseite des Projekts, das 23 Seiten mit Stichpunkten an Vorschlägen für die Politik hervorgebracht hat, wird es nur noch eine Sitzung geben (Wien, November 2012), bevor im Februar 2013 eine abschließende Präsentation erfolgt. Herr Klaasen erklärte auch auf Twitter, dass alle bisher eingegangenen Vorschläge nur “Diskussionsvorschläge” sind, weil die geäußerten Ideen nicht zensiert werden.
Clean IT ist daher Teil eines größeren Problems: ein laufendes Förderband schlecht definierter Projekte, bei denen von der Wirtschaft erwartet wird, “etwas zu tun” oder Probleme im Internet, die schlecht oder gar nicht definiert sind, zu lösen. So zeigt sich beispielsweise eine beeindruckende Zersplitterung der Europäischen Kommission, wenn sie gleichzeitig zwei unterschiedliche und unkoordinierte Projekte finanziert (Clean IT und die Koalition für ein sichereres Internet für Kinder), die beide “freiwillige” Industrie-Standards für “Notice & Takedown”, “Upload-Filter” und einen “Alarmknopf fürs Internet” entwickeln, und alles mit wenig oder gar keiner Analyse des spezifischen Problems, das eigentlich gelöst werden soll.
Schlimmer noch, Clean IT ging aus einem gescheiterten “freiwilligen” Projekt hervor, das direkt von der Europäischen Kommission zum Thema “illegale Online-Inhalte” koordiniert wurde. Dieses Projekt scheiterte damals, weil es keine Problemdefinition gab. Ohne zu wissen, welches Problem man eigentlich lösen will, drehte man sich in immer kleineren Kreisen, bis man im sprichwörtlichen Abfluss landete. Leider wurden hieraus keine Lehren gezogen, bevor sich die Kommission verpflichtete, Clean IT zu finanzieren – und die gleichen Fehler werden nun erneut gemacht.
Dieser Ansatz zeigt, dass sogar aus noch größeren nichts gelernt wurde. Im von der Kommission organisierten Dialog über “Illegales Up- und Downloaden” wurde die großflächige “freiwillige” Filterung von Peer-to-Peer-Netzwerken vorgeschlagen. Das traf auf den Widerstand der Internet-Provider Branche und wurde schließlich vom Europäischen Gerichtshof als Verletzung von Grundrechten eingestuft (Scarlet/Sabam, Rechtssache C‑70/10).
All diese Erfahrungen führten dazu, dass sich EDRi unmöglich an Clean IT beteiligen konnte, ohne sicherzustellen, dass das Projekt nicht die gleichen Fehler macht, die wir immer und immer wieder beobachten konnten. Als Voraussetzung für die Teilnahme stellten wir daher 2011 einige sehr berechtigte Forderungen:
- Eine Identifizierung der spezifischen Probleme, die gelöst werden sollen. (Zu verschiedenen Zeitpunkten richtete sich Clean IT gegen “von Al Quaida beeinflusste Netzwerke”, die “terroristische oder extremistische ‘Nutzung’ des Internets” bis hin zu “Diskriminierung” und “illegaler Software”.
- Eine Identifizierung des Umfangs der Beteiligung der Industrie. Die Auflistung jeder einzelnen Art von Online-Vermittlern ist weder glaubwürdig noch wirksam.
- Die aktive Identifizierung und Vermeidung von unbeabsichtigten Folgen für Grundrechte und die Bekämpfung illegaler Inhalte
Der Projektleiter wies all diese Voraussetzungen zurück, was uns leider keine Wahl ließ, als außerhalb des Prozesses bleiben. Als Ergebnis haben wir ein Projekt, dass nicht näher genannte Industrie-Partner nutzen will um nicht näher definierte Probleme lösen, in einer Weise, die möglicherweise oder auch nicht gegen EU- oder internationale Gesetze verstößt. Es wäre unverantwortlich für EDRi, sich unter diesen Umständen zu beteiligen.
Wir wurden auf Twitter auch von einem Sprecher von der EU-Kommissarin Kommissarin kontaktiert. Herr Heaths Kommentare lassen vermuten, dass Clean IT nur eine “Brainstorming”-Sitzung ist und die Kommission hunderttausende Euros nur für eine Liste an möglichen Maßnahmen ausgegeben hat.
Es ist sehr wichtig zu betonen, dass absolut nichts in dem Dokument, das wir letzte Woche veröffentlicht haben, offiziell als Politik der Europäischen Kommission gebilligt wurde. Die Empfehlungen, soweit sie Empfehlungen sind, entstanden in der alleinigen Verantwortung des Clean IT-Projekts. Kommissarin Malmström hat nun sich via Twitter recht deutlich von dem Projekt distanziert. Jetzt jedoch muss der Prozess, mit dem solche Projekte eine öffentliche Finanzierung bekommen, kritisch und durchleuchtet und hinterfragt werden.
Das Gesetz ist hier klar, bzw. die Charta der Grundrechte, die Menschenrechtskonvention sowie der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte sind kristallklar: Einschränkungen von Grundrechten müssen gesetzlich vorgesehen sein und dürfen nicht von unvorhersehbaren Ad-hoc-Projekten der Industrie eingeführt werden. Der Rechtsstaat kann nicht durch den Verzicht auf Rechtsstaatlichkeit verteidigt werden und EDRi wird sich auch weiterhin dieses Prinzip einsetzen.
Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Gastbeitrag, Netzpolitik.org.
via Clean IT ist nur ein Symptom für die irreführende Politik der privaten Rechtsdurchsetzung im Internet.
October 10, 2012 at 12:33 pm · Filed under Uncategorized and tagged: antiterror, überwachung, überwachungsstaat, Clean IT, cleanIT, cyberkriminalität, EU, INDECT
Von Gastbeitrag | Veröffentlicht am: 09.10.2012 um 16:16h |
Dieser Gastbeitrag ist ein Kommentar von Ben Hayes, Projektmanager bei Statewatch und Fellow beim Transnational Institute. Übersetzung von Andre Meister.
Seit dem Leak des “vertraulichen” Entwurfs von Empfehlungen des Clean IT Projekts gab es ein großes Interesse an dem Projekt bei EU-Politik-Interessierten und Netz-Aktivisten. “Die EU plant Polizei-Patrouillen auf Facebook und Twitter gegen Terroristen” titelte der britische Daily Telegraph. Cory Doctorow bloggte, dass eine “EU-Arbeitsgruppe” die “dümmste Sammlung an Vorschlägen für Internet-Regeln in der gesamten Geschichte der Menschheit” produziert hat. Die Blogosphäre füllte sich bald mit Berichten über ein neues ACTA. Es gab nur ein Problem: Clean IT ist keine Arbeitsgruppe der EU und dessen Vorschläge sind kein Plan der EU.
Also, worüber war die ganze Aufregung? Clean IT ist ein transnationales Projekt, das vom 2007 eingerichteten, 600 Millionen Euro schweren Programm “Kriminalprävention und Kriminalitätsbekämpfung” (ISEC) finanziert wird. Während das ISEC-Programm verwendet werden kann, um “von der Kommission initiierte und verwaltete Projekte europäischer Dimension” zu unterstützen, ist Clean IT ein nationalstaatliches Projekt, das vom Büro des niederländischen Koordinators für Terrorismusbekämpfung geleitet und seinen Amtskollegen aus Belgien, Deutschland, Großbritannien und Spanien als Partnern unterstützt wird. Das Projekt erhielt 325.000 Euro, um vier Workshops, zwei Konferenzen und das jetzt glücklos aussehende Projektteam in Den Haag zu finanzieren. Das erklärte Ziel des Projektes ist es, einen “nicht-legislativen ‘Rahmen’” zu entwickeln, der “aus allgemeinen Grundsätzen und Best Practices” besteht.
Die Rolle der EU bei Clean IT
Worüber wir also wirklich sprechen, sind ein paar Treffen in Europa, auf denen Vertreter von Strafverfolgungsbehörden, Industrie und Regierung zusammen kommen, um die “terroristische Nutzung des Internets” zu diskutieren. Für die meisten der Teilnehmer war es wohl einfach “jolly” (ein freier Tag, der als Arbeit zählt – Anm.d.Ü.), für die Projektleitung war es wahrscheinlich die Speerspitze der Cyber-Terrorismus-Bekämpfung. Wie auch immer, die “terroristische Nutzung des Internets” wird derzeit an vielen Orten diskutiert, unter anderem bei den Vereinten Nationen und im Europarat, wobei diese Initiativen anscheinend sehr viel weniger kritische Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben.
Hätten sie nicht eine so unglaublich dumme Sammlung an Vorschlägen produziert, würden nur wenige Menschen Clean IT so viel Aufmerksamkeit schenken, wenn überhaupt jemand. Es ist eine traurige Wahrheit, dass die Europäische Kommission derzeit so viel von unserem Geld auf “Sicherheits”-Projekte wirft, die, würde man all ihre “Empfehlungen”, “Grundsätze” und “best practices” in Biokraftstoff umwandeln, Brüssel wahrscheinlich klimaneutral machen könnten. Aber heiße Luft zu produzieren ist nicht das selbe wie die Entwicklung konkreter EU-Politik oder sogar nationaler Politik – weit entfernt.
Es ist leicht zu erkennen, wo die Verwirrung herkommt: Die riesige EU-Flagge auf der Webseite von Clean IT und die Tatsache, dass in der Tat ein Großteil der EU-Politik auf solchen “Jollies” internationaler Strafverfolgungsbehörden geschliffen wird. Darüber hinaus hat EDRi Recht, dass die Kommission im Bereich “Cyberkriminalität” nur zu gerne undurchsichtige Beratungen dieser Art sponsert und “freiwillige” Maßnahmen zur Privatisierung der Rechtsdurchsetzung fördert.
Aber wen interessiert es, dass es nicht wirklich ein Plan der EU war? Durch das rücksichtslose Naming-und-Shaming sah sich die EU-Kommissarin für Inneres gezwungen, Clean IT mit einem Tweet öffentlich zu verstoßen. Hat also das bisschen Übertreibung nicht der Welt einen Gefallen getan und die Initiative getötet? Die kurze Antwort ist: “Ja, auf Nimmerwiedersehen.” Die längere Antwort ist: “Ja, aber …”, und hierbei handelt es sich um ein wirklich wichtiges “aber”.
Nicht die Fehler von INDECT wiederholen
Ein Beispiel spricht Bände. Vor ein paar Jahren kamen Berichte über eine EU-finanzierte Initiative namens INDECT auf. Die Berichterstattung darüber ähnelte der über Clean IT sehr. INDECT hatte zwölf Millionen Euro aus dem 1,4 Milliarden Euro schweren Sicherheitsforschungsprogramm erhalten und behauptet, es würde die Überwachungs-Äquivalente von Genfood, Stammzellenforschung und “Fracking” entwickeln.
INDECT versprach, Gesichtserkennung, Internet-Überwachung, intelligente Videoüberwachung und Drohnen als Teil einer Sammlung an “Werkzeugen zur Erkennung von Bedrohungen” zu entwickeln. Als INDECT dieses schreckliche PR-Video produzierte, begannen einige, die Glaubwürdigkeit des Projekts in Frage zu stellen. Aber da war die Katze schon aus dem Sack und Aktivisten erzählten der Welt, dass INDECT Drohnen für FRONTEX (EU-Grenzpolizei) und Datenbanken für EUROPOL (Europäisches Polizeiamt) baut und auf Demonstrationen ausgerichtet ist – während nichts davon stimmte. (Ironischerweise hat eine ganze Reihe anderer, wenig beachteter EU-finanzierter Projekte im Grunde genau das getan.) Die weit verbreiteten Übertreibungen und Falschdarstellungen gipfelte in diesem hoffnungslos falschen Video von Anonymous, das behauptet, dass INDECT zu den Olympischen Spielen 2012 in London das erste Mal eingesetzt werden sollte.
Das ist nicht gut. Wie brauchen Aktivisten, die mit Fakten bewaffnet sind, um die wahren Bösewichte ins Ziel zu nehmen, denn die sind Legion (viele, Anm.d.Ü.). Und wir brauchen NGOs und Journalisten, die sich darauf konzentrieren, konkretere Bedrohungen für die Freiheit des Internets zu skandalisieren. Es besteht die Gefahr, genau wie es bei INDECT passiert ist, dass Clean IT der Fokus von fehlgeleitetem Aktivismus wird, während viel anspruchsvollere und letztlich viel gefährlichere Initiativen unter dem Radar segeln, komfortabel und wohl wissend, dass währenddessen die Amateure bei Clean IT viele ihrer Kritiker beschäftigt haben.
Wir können natürlich sicher sein, dass es Elemente in Europa gibt, die sehr gerne die Wunschliste von Clean IT in die Praxis umgesetzt sehen würden (darunter viele aus den Strafverfolgungsbehörden und der sie unterstützenden Industrie sowie auch einige aus der Europäischen Kommission selbst), aber wir sollten genau zwischen transnationalen Schwatzbuden, EU-Arbeitsgruppen und Entwürfen für EU-Politik unterscheiden. Wir sollten auch verstehen, dass es viele Clean ITs braucht, um uns in diesen Weg zur Tyrannei zu führen.
Die Ursachen der Probleme in den Fokus rücken
In diesem Sinne können wir mehr erzielen, wenn wir zumindest einen Teil unserer Aufmerksamkeit darauf richten, wie diese schrecklichen Initiativen überhaupt finanziert werden, nicht zuletzt weil die EU derzeit dabei ist, sich auf seinen mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) für den Zeitraum von 2014 bis 2020 zu einigen. Was den Bereich “Sicherheit” betrifft, gibt es überhaupt keine Anzeichen für eine Sparsamkeit, mit der Wohlfahrtsprogramme und andere Bereiche der öffentlichen Politik verwüstet werden. Der vorgeschlagene Finanzrahmen umfasst einen 11 Milliarden Euro Fonds für innere Sicherheit (eine 40-prozentige Steigerung gegenüber dem vorherigen Finanzrahmen), aus dem viele Maßnahmen zum “besseren Schutz der Bürger und Unternehmen im Cyberspace” sowie “Maßnahmen gegen Terrorismus, Radikalisierung und die Rekrutierung von Terroristen” finanziert werden.
Weitere 3,8 Milliarden Euro sind für das neue Sicherheitsforschungsprogramm im Rahmen von “Horizon 2020” vorgesehen. Dennoch kritisiert fast niemand aus der europäischen Community für Menschen- und Grundrechte diese konkreten “Goldesel”, fast niemand stellt sie in Frage. Das ist nicht gut, denn die antidemokratische Kultur, die der Vielzahl von Clean ITs dieser Welt zugrunde liegt, erwächst genau aus der Art und Weise, wie “Sicherheit” heutzutage definiert und finanziert wird.
Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Gastbeitrag, Netzpolitik.org.
via Clean IT: Der geheime Plan der EU, der keiner war.