Stuttgart 21, Berliner Flughafen, Elbphilharmonie: Drei Großbaustellen, drei Desaster. Die rasant steigenden Kosten bei Prestigeprojekten sind kein Zufall, sondern System, meint der Verband der Deutschen Bauindustrie. Die Politik täuscht über die tatsächlichen Kosten, um Diskussionen zu vermeiden. Wie es besser geht, zeigt ein Blick nach London.
December 17, 2012 at 1:34 pm · Filed under Uncategorized
“Ausgezockt: Ist der Kapitalismus gescheitert?”:
In Städten und Gemeinden wird mit Steuergeld gezockt, allein in Salzburg wurden angeblich 340 Millionen Euro verspekuliert. Was in den besten Jahren des Turbokapitalismus als erfolgreiches Geldvermehrungskonzept galt, ist nun, in der Krise, Symbol für das Ausufern der freien Märkte. Der Glaube an ungehemmtes Spekulieren und die Kraft der Märkte schwindet. Gleichzeitig wird die Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern des Kapitalismus immer größer, die Wirtschaft schrumpft, Arbeitslosigkeit und Armut steigen.
Wird es gelingen, die Finanzmärkte in die Schranken zu weisen und einen Crash zu verhindern? Und ist unser Lebensstil, unsere Weise zu produzieren und zu wirtschaften an ihre Grenzen gekommen? Darüber diskutieren bei Peter Rabl:
Großartige interaktive Visualisierung der “inoffiziellen Presseförderung” von HORIZONT und paroli. Achtung! Die Daten beziehen sich nur auf ein Quartal. (Zum Vergleich: Die offizielle Presseförderung für das ganze Jahr 2012 betrug bei “Presse” und “Standard” jeweils ca. 1 Mio. EUR.)
Bundesministerien, die Stadt Wien, staatsnahe Betriebe: sie gehören zu den besten Kunden der österreichischen Tageszeitungen. Cursor auf den Balken oder Strömen zeigt die Details.
“Die wichtigsten politischen Veränderungen verbergen sich manchmal im Kleingedruckten. Klammheimlich, versteckt in einer Richtlinie, versucht die Europäische Kommission gerade ein Jahrhundertprojekt durchzusetzen. Es geht um nicht weniger als um die europaweite Privatisierung der Wasserversorgung. Wenn sich die EU-Kommission durchsetzt, dürfte aus einem Allgemeingut dann ein Spekulationsobjekt werden, mit dem sich – auch in Deutschland – Milliarden verdienen lassen. Es ist ein Sieg großer multinationaler Konzerne, die für diese Privatisierung jahrelang gekämpft haben. Die Folgen für uns Verbraucher könnten erheblich sein. Was da auf uns zukommt, zeigen Ihnen jetzt Stephan Stuchlik und Nikolaus Steiner.”
Wasser ist ein Öffentliches Gut, keine Handelsware – Wir fordern die Europäische Kommission zur Vorlage eines Gesetzesvorschlags auf, der das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung entsprechend der Resolution der Vereinten Nationen durchsetzt und eine funktionierende Wasser- und Abwasserwirtschaft als existenzsichernde öffentliche Dienstleistung für alle Menschen fördert. Diese EU-Rechtsvorschriften sollten die Regierungen dazu verpflichten, für alle Bürger und Bürgerinnen eine ausreichende Versorgung mit sauberem Trinkwasser sowie eine sanitäre Grundversorgung sicherzustellen. Wir stellen nachdrücklich folgende Forderungen:
Die EU-Institutionen und die Mitgliedstaaten haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass alle Bürger und Bürgerinnen das Recht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung haben.
Die Versorgung mit Trinkwasser und die Bewirtschaftung der Wasserressourcen darf nicht den Binnenmarktregeln unterworfen werden. Die Wasserwirtschaft ist von der Liberalisierungsagenda auszuschließen.
Die EU verstärkt ihre Initiativen, einen universellen Zugang zu Wasser und sanitärer Grundversorgung zu erreichen.
2000 wurde Cochabamba Schauplatz des Guerra del Agua („Wasserkrieg”).
Nach der durch den Internationalen Währungsfonds erzwungenen Privatisierung der Wasserversorgung verdreifachte die neue Gesellschaft Aguas de Tunari (ein Konsortium unter Beteiligung von Bechtel aus den USA, Edison aus Italien und Abengoa aus Spanien sowie weiteren Investoren) innerhalb kürzester Zeit die Wasserpreise.
Dies führte Anfang 2000 zu heftigen Protesten und einem Generalstreik. Nach Zusammenstößen der Demonstranten mit der Polizei eskalierte die Gewalt und im April 2000 wurde das Kriegsrecht über die Stadt verhängt. Mitte April 2000 nahm die Regierung die Privatisierung schließlich zurück. Insgesamt starben 7 Menschen und hunderte wurden verletzt.
Die neue Gentechnik-Datenbank GRACE und die Informationsseite biosicherheit.de haben nach Ansicht der Bundesregierung kein Problem mit einer einseitig positiven Darstellung der Agro-Gentechnik. Das geht aus der gestern veröffentlichten Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen hervor. Beide Projekte werden von der Regierung unterstützt – Kritiker halten sie jedoch nicht für neutral.
Sie gilt als Hort des Geldes: die Oesterreichische Nationalbank (OeNB). Nirgendwo im Land sollte so sorgfältig mit jedem Euro umgegangen werden wie hier. Doch gerade die heimische Zentralbank ist offenbar das Spesenparadies der Republik. Denn über Jahre gelang es hier einer hochrangigen Mitarbeiterin, Verschiedenstes von Potenzmitteln über Unterwäsche bis hin zu Schuhen und sogar Bügeleisen auf Unternehmenskosten abzurechnen. Über die Vorwürfe sprach NEWS mit dem zuständigen Vizegouverneur der Nationalbank Wolfgang Duchatczek.
Indien fasziniert ihn, dort will er leben. Doch dazu braucht er zunächst Geld. Also beginnt der 23-jährige in der City of London zu arbeiten, zieht erstmals einen Anzug an. Er hat keine Ahnung davon, doch das kommt schnell. Er arbeitet für seine Bank fast rund um die Uhr. Seine gesellschaftlichen Qualitäten sind ausschlaggebend, das Nachtleben entscheidet über das Geschäft. Striptease-Bars gehören zum Business. Der Hippie wird zum Investmentbanker. Aber nur fünf Jahre, dann will er Schluss machen.
Estrella ist 58 Jahre alt. Heute ist sie wieder in der Bank gewesen. Schon wieder. Um das Geld zu verlangen, dass ihre Familie vor drei Jahren als Entschädigung bekommen hatte, nachdem der 32-jährige Sohn Juan Pedro nach einem Verkehrsunfall für immer gelähmt geblieben war. Als man ihr schon wieder jegliche Auszahlung verweigerte, nahm die verzweifelte Estrella nervös eine Schere aus der Tasche und stach sie sich in den Hals.
Banken-Bashing ist Mode, jeder tut das heutzutage. Besonders Leute, die von den komplizierten Mechanismen des Kapitalmarkts gar keine Ahnung haben, von volkswirtschaftlichen Zusammenhängen sowieso nicht. Hauptsache immer drauf auf die Banken, egal wie wenig fundiert die Analyse ist. Selbst die Aussage des Bundespräsidenten, die derzeitige Finanzmarktdebatte halte er für “unsäglich albern”, schreckt solche Anti-Kapitalisten und Wirrköpfe nicht ab, die unser System zerstören wollen. (*)
Nicht nur ist er nach eigenem Bekunden sehr stolz auf die Steuerspar-Tricks seines Unternehmens – er hat auch vollkommen recht damit. Und mehr noch: Eric Schmidt, der Verwaltungsratschef des Suchmaschinenkonzerns, macht alles richtig! Das sei nun mal Kapitalismus, sagt er. Wer dem Manager jetzt Vorhaltungen machen will, hat selbst ein Problem, weil ihr oder ihm jedes Verständnis für das aktuelle System fehlt.
Das nächste Todesopfer wegen Zwangsräumung heisst Dolores García. Vor drei Tagen hatte die 52-jährige Frau den Zwangsräumungsbescheid zugestellt bekommen. Heute Morgen stürzte sie sich vom Balkon ihrer Wohnung im vierten Stock in den Tod. Dolores lebte zusammen mit ihrer 96-jährigen kranken und bettlägrigen Mutter in der Strasse Río Guadiana in Málaga, gleich neben der Polizeiwache. Nach Aussagen von Nachbarn war sie in den vergangenen Tagen “sehr besorgt” wegen der Zwangsräumung.
Die UN-Sonderorganisation ITU (“International Telecommunication Union”) hat in den vergangenen zwei Wochen über einen neuen Regulierungsvertrag verhandelt, der auch das Internet betreffen würde. Die USA, Deutschland und Großbritannien wollen nicht unterzeichnen. Kritiker sehen die ITU als Gefahr für die Netzfreiheit, Russland und China hingegen als Hebel, um mehr Kontrolle über das Netz zu bekommen.
“Global Day of Action for the Rights of Migrants, Refugees and Displaced People” am *Dienstag, den 18. Dezember* im Camp ab 10 Uhr einen *Tag der offenen (Zelt)Tür*.
Heißen Soli-Tee und -Suppe gibt es gegen Spende, warme Kleidung nicht vergessen!
Open tents at the Refugee Protest Camp, discussions with refugees, prominent supporters, NGOs and politicians at 10 a.m. and later on. Hot tea+soup for donations, warm clothes are recommended!
Wir wollen allen Interessierten, also vor allem auch, den Termin als konkrete Möglichkeit anbieten, das Camp kennenzulernen und natürlich ins Gespräch zu kommen. In diesem Rahmen ist übrigens auch eine Diskussionsrunde mit einigen prominenten ErstunterzeichnerInnen der Unterstützungserklärung angedacht. Näheres dazu findet ihr in Kürze unter: http://refugeecampvienna.noblogs.org/
U.a. wegen der Wettersituation ist das Camp zunehmend auf *praktische Unterstützung* angewiesen. Dazu zählen:
o) *Spenden* – das Geld geht dem Camp, trotz zahlreicher Spenden gerade aus!
o) *Lebensmittel* – Nudeln, Reis, aber auch z.B. Gemüse!
o) *Heizstrahler und Brennholz*
o) *Mittel um die Zelte wintertauglich zu machen* – Isoliermaterial,
Teppiche, Planen, bessere Zelte!
Wenn Ihr helfen könnt, setzt Euch bitte mit uns in Verbindung oder noch besser, bringt die Sachen einfach direkt im Camp vorbei. Eine gesamte „Wunschliste“ der benötigten Dinge findet ihr unter: http://refugeecampvienna.wikispaces.com/
Ständige Kontrolle der Arbeit, Abmahnung für zu häufige Toiletten-Gänge: „Das Schlimmste ist der fehlende Respekt“, hat eine Verdi-Sprecherin einmal über die Arbeitsbedingungen beim Internethändler Amazon gesagt. Ein Eindruck, den Ilka Meier aus Rheinberg bestätigen kann.
Only one out of 27 respondents knew that white tigers are not a subspecies at all but rather the result of a mutant gene that has been artificially selected through massive inbreeding to produce oddball animals for human entertainment.
Fremdwährungsdarlehen, umfangreiche Derivatgeschäfte der gemeindeeigenen Unternehmen, Cross-Border-Leasing: Auch in der Bundeshauptstadt wurde bisher wild spekuliert. Mit beträchtlichem Verlustpotenzial.
Die Stadtwerke haben freilich ein anderes Problem, das auch mit internationaler Finanzspekulation zusammenhängt: Cross-Border-Leasing (CBL).
In den Neunzigerjahren haben unter anderem die Verkehrsbetriebe US-Steuervorteile lukriert, indem sie etwa U-Bahn-Züge für 99 Jahre an US-Investoren vermietet und dann in Form von Untermietverträgen zurückgemietet haben. Das Geschäft war immer sehr risikoreich, verlief zuerst aber profitabel.
Dann kam die Finanzkrise: Weil die Bonität der US-Depotbanken (etwa AIG) abgestuft wurde, mussten die Wiener Sicherheiten nachschießen.
I’ve been fortunate enough to spend the last month on a double bed, which is rare for a woofer; I was half expecting to stay in a caravan with a blanket; there are actually two over the hill here in case more helpers turn up.
Helpers even have a shower and a toilet across the veranda making the whole farming transition that bit easier. I was rather expecting to fight with the insects as I searched for the cubicle in the far off distance during my midnight toilet break.
The heat wave has confirmed that summer is here, reaching 45 degrees, I can tell you that my English skin is breaking out in droplets just by sitting still. Two months here has not acclimatised my body yet, which isn’t helped by the room hot boxing itself during the day, despite every window being open; and I fear that this is…
Frankfurt (dpo) – Angestellte der Deutschen Bank staunten heute Morgen nicht schlecht, als gegen 10 Uhr sämtliche Ausgänge und Fenster der Hauptniederlassung mit Stahlgittern versiegelt wurden. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft, die in zahlreichen Fällen gegen die Bank ermittelt, hatte beschlossen, beide Bürotürme kurzerhand in ein Gefängnis umzubauen, um Zeit und Ermittlungsarbeit zu sparen.
Das Strafmaß der früheren Mitarbeiter der Deutschen Bank und heutigen Insassen der “Haftanstalt Westend-Süd” soll pauschal nach der Position im Unternehmen gestaffelt werden. So müssen Praktikanten, Hausmeister und Putzfrauen lediglich eine Haftstrafe von sechs Monaten wegen Beihilfe verbüßen, während im Management Strafen von fünf bis zehn Jahren vorgesehen sind.
Die Vorstandsvorsitzenden Anshu Jain und Jürgen Fitschen, aber auch der nachträglich in die neue Haftanstalt eingelieferte frühere Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann werden das Gebäude wohl nie wieder verlassen. Sie erhielten lebenslängliche Gefängnisstrafen mit anschließender Sicherungsverwahrung. CC BY-SA 2.5
Das EU-Parlament soll noch vor Weihnachten über den geplanten Aufbau eines Systems zur Sammlung von Fluggastdaten (PNR) abstimmen. Informationen von Flugreisenden sollen dabei europaweit an den Staat übermittelt werden und für fünf Jahre gespeichert werden. Netzaktivisten sehen darin eine Vorratsdatenspeicherung in der Luft und haben eine Kampagne gestartet, um die EU-Abgeordneten auf ihre Bedenken aufmerksam zu machen.
21.12.: RADokalpypse 2012! Letzte Critical Mass des Planeten? Wie das Schicksal es so will, ist der Tag des Weltuntergangs ident mit dem dieser Dezember-CM in Wien. Was kanns für ein schöneres Ende geben, als eines auf dem Fahrrad? Wir sehen uns wie immer am Schwarzenbergplatz, aber zum letzten Mal! 😉
nun sollen sogar auch Mitreiter und Reitschüler besteuert werden !!
Eschwege/ Bad Sooden – Allendorf. Die geplante Einführung der Pferdesteuer in Bad Sooden-Allendorf, die möglicherweise nun auch dazu führt, dass erste Pferdebesitzer ihre Tiere im Tierheim abgeben, hat bundesweit einen Proteststurm bei Pferdehaltern ausgelöst.
Aufregung im Frankfurter Bankenviertel: Polizisten haben die Zentrale der Deutschen Bank durchsucht. Mitarbeiter des Instituts stehen im Verdacht der Steuerhinterziehung und Geldwäsche.
11.12.2012 · Lobbyisten träumen davon, möglichst frühzeitig von Gesetzesvorhaben in Ministerien zu erfahren. Dann können sie noch rechtzeitig dagegen etwas unternehmen. Der Apothekerlobby ist das offenbar gelungen. Sie soll einen Maulwurf ins Gesundheitsministerium eingeschleust haben.
Wir fordern vom Nationalrat gesetzliche Regelungen, die unsere bürgerliche Freiheit gewährleisten, unser Geld ohne Bankenzwang im direkten Wege für Unternehmen und Initiativen unseres Vertrauens zur Verfügung stellen zu können.
Bitte unterschreiben Sie dieses Gesuch an den Nationalrat.
HIER GEHTS ZUR ELEKTRONISCHEN ZUSTIMMUNGSERKLÄRUNG
Gestern behandelte der „Unterausschuss Neue Medien” des Deutschen Bundestages die Themen INDECT und CleanIT (auf Twitter: #UANM). Während ein „Expertengespräch” zu Open Data-Projekten der Bundesregierung noch öffentlich war, sollten die Erörterungen zu den beiden EU-Forschungsprojekten hinter verschlossenen Türen stattfinden. Der Grund dafür erschließt sich nicht, denn weder zu INDECT zu CleanIT gibt es klassifizierte, also geheim gehaltene Informationen. Trotzdem darf über das Gesagte der 45 Minuten dauernden Sitzung nicht berichtet werden. Das macht eigentlich auch nichts, denn der eingeladene Staatssekretär Ole Schröder las in weiten Teilen aus den Antworten einschlägiger Kleiner Anfragen zu INDECT sowie CleanIT vor. Schröder, der damals für die Beantwortung zuständig war, zählte die Beteiligten, die Kosten und die Ziele der Projekte auf. Er wiederholt das Mantra, INDECT sei lediglich ein Forschungsprojekt, das keine Beschaffung beabsichtigt. Zudem seien für derartige Produkte zur automatisierten Gefahrenabwehr die 16 Bundesländer zuständig, weshalb die Nutzung etwaiger Ergebnisse in deren Zuständigkeit falle. Perfide wird behauptet, die Bundesregierung sei stets sensibel, wenn es um Bürgerrechte und Datenschutz gehe.
Ähnlich argumentiert die Bundesregierung zu CleanIT : Das Projekt wolle lediglich „Best practises” zur Verhinderung „terroristischer Gefahren” erarbeiten, deren Umsetzung freiwillig sei. Diese „Dialogplattform” richte sich an öffentliche und private Beteiligte und habe keine Einführung umfassender Filtertechnologie im Internet zum Ziel. Dass der private Sektor die inhaltliche Federführung innehat, wird nicht bestritten. Die Mitarbeit eines Piraten aus der Schweiz, die dieser selbst mit einem Marsch durch die Institutionen begründet, gerät der Bundesregierung zum Feigenblatt. Verschwiegen wird, dass CleanIT laut Mitteilung auf der Projektwebseite die Veröffentlichung eines Vorschlags zum Ziel hat, wie die zunächst „freiwilligen” Regelungen in eine Initiative zur Rechtssetzung münden können.
Viele der anwesenden Abgeordneten erleichterten Schröder seine Rolle als Repräsentant der Bundesregierung, indem nach ohnehin Bekanntem gefragt wurde. Also riet der Staatssekretär den Fragenden, in den entsprechenden Anfragen nachzulesen. Was INDECT betrifft, ist dies allerdings dreist: Denn die Bundesregierung gab dort in den meisten Fällen keine Antworten und verwies stattdessen auf die INDECT-Webseite. Die dort mitgeteilten Informationen stimmen aber nicht immer mit dem überein, was in der Öffentlichkeit oder entsprechenden Antworten der EU-Kommission behauptet wird: So heißt es aus Brüssel, vor jedem Test müsste das Einverständnis der dabei Aufgenommenen eingeholt werden. Gleichsam teilte INDECT bereits vor zwei Jahren mit, Anwendungen würden im öffentlichen Raum ausprobiert: In Warschau sei hierfür eine „Partnerschaft mit dem Polizeiüberwachungszentrum in Warschau” abgeschlossen worden, auch die Polizeizentrale und der Flughafen Lech-Wałęsa in Danzig hätten Tests genehmigt. Konfusion herrschte überdies zum inmitten der heißen ACTA-Proteste vom polnischen Innenministerium mitgeteilten, angeblichen Ausstieg eigener Behörden: Alles heiße Luft, nach wie vor ist die polnische Polizei Partner von INDECT.
Bundespolizei und Bundeskriminalamt nutzen Bildersuche in polizeilichen Datenbanken
Vor dem Hintergrund der widersprüchlichen Auskünfte erscheint die Aufforderung, eine Kritik an INDECT und CleanIT müsse über das Europaparlament ausgetragen werden, wie ein Schlag ins Gesicht der damit befassten NetzaktivistInnen oder Bürgerrechtsgruppen. Denn die Bundesregierung hat zu Beginn beider Projekte nichts unternommen, deren Ansatz infrage zu stellen. Schröder windet sich aus der Kritik heraus, indem er kompetenzrechtliche Fragen der Zuständigkeit der Bundesländer zur Gefahrenabwehr vorschiebt. Denn auch die Bundespolizei ist durch den Paragraphen 12 Bundespolizeigesetz mit Gefahrenabwehr betraut.
Eine Anmerkung von Herbert Behrens hat Ole Schröder dann doch entwaffnet: Der Abgeordnete erkundigte sich nach eigenen Vorhaben, in denen deutsche Behörden zur automatisierten Überwachung von Personen und Sachen forschen. Hintergrund ist der Ansatz von INDECT, die Informationen aus verschiedenen Sensoren in einer Plattform zu bündeln. Zwar ist seitens der Bundesregierung keine Forschung an einem „System of systems” wie INDECT bekannt. Zu einzelnen Verfahren der Mustererkennung, Bildersuche oder automatisierten Auswertung von Webseiten betreibt die Bundesregierung aber selbst Forschungsvorhaben.
Bundes- und Landespolizeien nutzen beispielsweise längst die Möglichkeit, in Datenbanken gespeicherte Personen über eine Bildersuche ausfindig zu machen. Dies hatte das Innenministerium kürzlich auf eine parlamentarische Anfrage mitgeteilt. Im Frühjahr wurde noch behauptet, die Bilderkennung in polizeilichen Datenbeständen nur „in ausgewählten Fällen einzusetzen”. Jetzt gestand die Regierung ein, dass die Zahl derartiger Suchanfragen in den letzten drei Jahren um den Faktor 30 zugenommen hat. Vor allem die Bundespolizei nutzt das neue Ermittlungswerkzeug immer öfter. Für den „Lichtbildvergleich” wird eine Gesichtserkennungssoftware namens „FaceFacs” der Firma Cognitech aus Dresden eingesetzt. Das BKA ist überdies im deutschen Forschungsprojekt „Multi-Biometrische Gesichtserkennung” (GES-3D) beteiligt. Eine dort entwickelte Software soll Suchanfragen auf Basis eines schlechten, nicht vollständigen Gesichtsfotos ermöglichen. Die Bundespolizei arbeitet selbst am Projekt „Multi-Biometriebasierte Forensische Personensuche in Lichtbild- und Videomassendaten” (MisPel) mit, das vom Bundesforschungsministerium gefördert wird. Ein Projekt zur „Röntgenbild-Analyse” soll sogar Bilder von Nacktscannern automatisch detektieren.
Etliche deutsche Projekte zur „Automatisierten Detektion interventionsbedürftiger Situationen”
Im „Unterausschuss Neue Medien” versprach Ole Schröder, auch eine Liste deutscher Forschungsprojekte zur automatisierten Mustererkennung zu erstellen. Doch wird der Staatssekretär sich keine große Mühe machen, sondern lediglich eine Kopie der entsprechenden Webseite „Bewilligte Verbundprojekte aus dem Themenfeld ‘Mustererkennung’” nachreichen. Die dort aufgeführten Forschungen zur „Automatisierten Detektion interventionsbedürftiger Situationen” sind ähnlich problematisch wie INDECT. Die Anwendungen sollen Personenbewegungen an Flughäfen und Bahnhöfen ausforschen. Mittels „zeitlich rückwärts- und vorwärtsgerichteter Videodatenströme” kann der Weg von Personen in die Vergangenheit zurückverfolgt werden.
Wie dieses „Auto video tracking” funktioniert, illustrierte die Polizei in Dubai nach dem Mord an dem Hamas-Mitglied Mahmoud al Mabhouh Anfang 2010. Die Polizei war in der Lage, den Weg verdächtiger israelischer Geheimdienstler vom Tatort in einem Hotel bis zur Einreise am Flughafen aufzuspüren. Derartige beforschte Plattformen bezeichnet das Bundesforschungsministerium als „halb-automatisches System mit Situationseinschätzung” oder „in situ-Erkennung personeninduzierter Gefahrensituationen”.
GIVE away-FESTe bringen flohmarktähnliche Situationen, jedoch ohne Geld.
Dinge, welche zum Wegschmeißen zu schade sind, da sie funktionstüchtig, sauber und benutzbar sind, werden bei GIVE away-FESTen verschenkt.
Die Ziele der Wiederverwertung von brach liegenden Dingen und die Ressourcenschonung ergeben sich dabei sehr einfach.
Begegnung auf gleicher Augenhöhe
Beabsichtigt ist: Schenken auf gleicher Augenhöhe. Wir kennen diese Art des Schenkens von Weihnachten, von Geburtstagen und von anderen Anlässen, wo es uns wichtig ist, mit dem Geschenk auch Freude, Anerkennung und Wertschätzung zu vermitteln.
Es geht uns dabei mehr um den Menschen, den wir beschenken. Es ist der Gegenstand zwar vielleicht schön und wichtig, aber mindestens ebenso wichtig sind die zwischenmenschlichen Werte, die mit dem Geschenk verbunden sind.
In diesem Sinne sind GIVE away-FESTe gemeint.
Das Verschenken findet unter Kontaktaufnahme des Schenkenden und des Beschenkten statt. Es findet ein Kontakt, der sich über die Gegenstände herstellt, statt. Das erlaubt die Neubewertung der Gegenstände und die Teilung der Freude von Beschenkten und Schenkenden.
Zur Neubewertung der Dinge und Bedürfnisse dienen auch
Anleitungen fürs Beschenktwerden auf GIVE away-FESTen:
Überlege dir, ob das, was du dir nehmen möchtest,
dein Leben erleichtert
dein Leben verschönert.
Und was hat der Schenkende noch davon? Befreiung von Ballast
Wir sind in unserem Alltag von vielen, vielen Dingen umgeben. Diese benutzen wir teilweise, andere sind da und erfreuen uns. Viele aber befinden sich in Laden, Schränken, Kellern, Dachböden, und es ist einfach schade, sie wegzuwerfen, da es funktionstüchtige und benutzbare Dinge sind.
Diese Dinge benötigen Raum, und sie behindern auch den Energiefluss.
Das sind Dinge für das Give-away-Gartenfest und für Kost-Nix-Läden oder für andere Gelegenheiten zum Verschenken.
Die Befreiung und Erleichterung, die man erleben kann, wenn man seinen Keller, Dachboden, den Raum über dem Kasten, unter dem Bett oder wo auch immer durchgeht und von Dingen befreit, die man ohnehin schon länger nicht benötigt und verwendet, ist groß und nicht zu unterschätzen. Das befreiende Gefühl stellt sich aber erst ein, wenn man es probiert. Die Vorstellung alleine reicht nicht!!
Sinn geben, nicht Müll vermehren
Und dann noch die Freude derjenigen, welche Dinge beim Give-away-Gartenfest finden, die es vielleicht sonst nicht mehr gibt, Dinge, die sie immer schon finden wollten.
So erlebt man Befreiung, Freude und vor allem auch, dass die Dinge zur weiteren Verwendung und Benutzung gelangen.
Wenn man das weiß, kann man auch beim Ausräumen und Freimachen großzügiger sein, denn es geht nicht verloren, es macht Sinn und nicht Müll.
In diesem Sinne unterstütze ich gerne Menschen, die GIVE away-FESTe veranstalten wollen.
Termine
Sa., 15. Dezember 2012, 14.00-18.00: Sandleitengasse 55 / Ecke Rosenackergasse, 1160 Wien. (Anmeldung bitte bis 12.12.)
Stefanitag, 26. Dezember 2012, 14.00-18.00: Bürogemeinschaft Kesslergasse 8 (Gassenlokal), 2700 Wiener Neustadt – nur für kleine Gegenstände (keine Möbel).
So., 13. Jänner 2013, 14.00-18.00: “Weihnachtsgeschenke weiterschenken” bei REMA-PRINT, Neulerchenfelderstr. 35, 1160 Wien
Clean-IT
StoppCleanIT – Für ein Internet ohne Überwachung
ECHELON- Das weltweite Abhörsystem
Bei Echelon handelt es sich um das vermutlich größte Abhörnetz der Welt, welches von den Geheimdiensten der Staaten des UKUSA-Abkommens betrieben wird: USA, Kanada, Großbritannien, Australien und Neuseeland.
Europäische Gendarmerietruppe (EGF)
Die Militärtruppe kann dabei unter das Kommando der Europäischen Union, der Vereinten Nationen, der NATO sowie anderen internationalen Organisationen oder Ad-hoc-Koalitionen gestellt werden.
The CleanIT Project
The Clean IT project is carried out with the financial support from the Prevention of and Fight against Crime Programme of the European Union, European Commission – Directorate-General Justice, Freedom and Security.
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§ Urheberrechte
Sollten sich auf dieser Seite versehentlich oder unwissentlich irgendwelche Copyright Verletzungen finden, schickt bitte eine e-Mail an sunnyromy@rocketmail.com oder hinterlasst einen Kommentar mit Hinweis.
Ich werde die Copyrightverletzung dann sofort entfernen!
Published explainity on Jul 28, 2011
Sanfte Umschuldung, Rettungspaket, Schuldenschnitt...ganz schön viele Begriffe, die da gerade durch die Nachrichten geistern. explainity fasst die Sache mal in einigen Minuten zusammen, ums ein bisschen übersichtlicher zu machen.
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