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Wer seine Macht an Nachfolger *weitergibt, der darf danach nicht mehr über sie verfügen. Das gilt für den Vorstand der Deutschen Bank ebenso wie für einen *mittelständischen Seniorchef. Verantwortliche müssen rechtzeitig loslassen, sonst schaden sie sich selbst und ihrem Lebenswerk, ist Markt und Mittelstand Redakteur Michael Dörfler überzeugt
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Jetzt kann das der Deutschen Bank aber nicht schnell genug gehen. Josef Ackermann wird bereits von Vorstandskollegen gedrängt, den Vorsitz so schnell wie möglich abzugeben. Ist sein Auftritt beim heutigen European Banking Congress in Frankfurt sein letzter großer in der Öffentlichkeit?
Noch ist der Verzicht auf’s Amt mit Würden machbar. Dauer-Rücktrittskandidaten kennt man aus der Politik. Immerhin, Berlusconi hat’s nach langem Anlauf endlich geschafft. Dann muss aber auch wirklich Schluss sein mit dem Entscheiden. Ob das Hineinregieren des Aufsichtsratschefs bei VW für den Automobilkonzern immer zu glücklichen Entscheidungen führt, mag dahingestellt bleiben. Auch welche Szenen sich vor der Firmen-Übergabe an Familienmitglieder oder externe Geschäftsführer abspielen, kann hier nur vermutet werden.
Fest steht für die Nachfolge leider auch, dass Günstlinge nicht die beste Wahl sind, aber oft bleibt keine andere, wie das Beispiel König Lears lehrt („Beßre deine Rede, sonst schädigst du dein Glück“). Dieser Shakespearesche Herrscher ist ein Prototyp dafür, was man bei der Aufteilung seiner Macht an Nachkommende eben nicht machen sollte. Sonst wird das Lebenswerk durch die eigene Hand des Inhabers zerstört. Der endgültige Abschied kann Verdammnis oder Krönung sein. Rechtzeitig loslassen können, das ist die Kunst der Führung in ihrem reifsten Stadium. „O du kehrst nimmer wieder,
Niemals, niemals, niemals, niemals, niemals!“ (König Lear)





















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