***Cross-Border-Leasing*** #CBL « MEINE BIM? oder wie. . .

Wien (und so weiter) zittert um Risikomillionen « MEINE BIM? oder wie. . .

http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/455490/CrosswbrBorderwbrLeasing_Wien-zittert-um-Risikomillionen

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Die Stadt Wien und ihre Töchter haben es offenbar jetzt eilig, dem einst hochgelobten Cross-Border-Leasing den Rücken zu kehren. In den Neunzigerjahren war CBL in ganz Europa ein beliebtes Finanzierungsmittel, um zu Geld zu kommen. In Wien wurden neben dem Rechenzentrum Teile des Kanalnetzes, Straßenbahn- und U-Bahn-Garnituren an US-Investoren verleast, die Stadt erhielt dafür Geld (Barwertvorteil). Angesichts der weltweiten Finanzkrise ist aber jetzt Feuer am Dach.

http://www.der-wiener.at/cross_border_leasing.html

de.wikipedia.org/wiki/Cross-Border-Leasing
Cross-Border-Leasing (CBL) ist ein Leasing, bei dem der Leasinggeber und der Leasingnehmer ihren Sitz in verschiedenen Staaten haben. In der Regel wird CBL genutzt, um eine unterschiedliche Gesetzgebung in zwei Ländern zu nutzen und dadurch Steuern zu sparen bzw. zu vermeiden. Im weiteren Sinn ist jedes Leasinggeschäft über Staatsgrenzen CBL, auch wenn es sich von einem normalen Leasing de facto nicht unterscheidet.

Österreich [Bearbeiten]

In Österreich haben die bisher durchgeführten CBL-Transaktionen nach Schätzung der Kommunalkredit, die solche Geschäfte abwickelt, bereits ein Volumen von etwa zwanzig Milliarden Euro (2004). Weitere Verträge für 3,5 Milliarden Euro werden verhandelt. Vertragsgegenstände sind meist Teile der Landes- und Stadt-Infrastruktur, aber auch Immobilien und Anlagen von privaten sowie staatsnahen Betrieben.

Cross-Border-Leasing-Aktivitäten in Österreich sind:[21]
Austro Control: Flugsicherungsanlagen
BEWAG: Stromnetz
BEGAS: Gasnetz
Connect Austria: Übertragungsanlagen
Energie AG Oberösterreich: Stromnetz, Wasserkraftwerke
Immofinanz: Bürogebäude Wienerberg
Innsbrucker Kommunalbetriebe AG: Kläranlagen und Kanäle
Linz AG: Fernwärmewerk, Fernwärme- und Stromnetz
Österreichische Bundesbahnen: Bahnhöfe, Lokomotiven, Waggons, Signalanlagen
Post AG: Postsortieranlagen in Wien-Inzersdorf, Graz, Salzburg und Innsbruck (CBL über 119 Millionen Euro)
Telekom und Mobilkom Austria – diverse Übertragungsanlagen (1998: $ 200 Mio., 1999: $ 400 Mio., 1999: $ 200 Mio., 1999: $ 190 Mio.)
TIWAG: Wasserkraftwerke
Verbund: 8 österreichische Donaukraftwerke (ohne Eigentumsübertragung, lease-and-lease-back)
Wiener Linien: U-Bahn und Straßenbahnnetz
Stadt Wien: Kanalisation im 21. und 22. Gemeindebezirk (CBL über 500 Millionen Euro und 35 Jahre bis 2037)

Diskussionsplattforn zu #CBL
www.kommunale-info.de/index.html?/infothek/1616.asp

Die größten „Arrangeure“ sind Deutsche Bank, Macquarie (Australien), Babcock&Brown und debis. Als Investoren wurden bisher u. a. bekannt Philipp Morris, Microsoft, Citigroup, John Hancock Life Insurance, Tyco und First Union Bank (Wachovia).

Kommunales Cross Border Leasing wird bisher v. a. in den Niederlanden, der Schweiz, in Österreich, Belgien und Deutschland praktiziert.

Viele Kommunen haben ihre U-Bahnen, Messehallen oder Kanalnetze an US-Investoren verkauft und zurückgeleast. Das könnte sich jetzt bitter rächen.

Cross-Border-Leasing – Beispiel Düsseldorf: Die Tunnel unter den Straßen der Stadt hat die Verwaltung an US-Investoren vermietet.
Foto: ddp

www.fr-online.de/krise/cross-border-leasing-jetzt-zittern-die-deutschen-staedte,1471908,2890890.html

Deutschen Städten drohen neue Verluste aus alten Geschäften: Kommunen, die über das sogenannte Cross-Border-Leasing (CBL) ihre U-Bahnen, Messehallen oder Kanalnetze an US-Investoren verkauft und zurückgeleast haben, leiden unter der amerikanischen Finanzmarktkrise. “Die Krise kann sich auf alle CBL-Geschäfte auswirken”, sagt Winfried Fuest vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln der Frankfurter Rundschau.

Die Städte könnten für strauchelnde Banken und auch Versicherer bürgen müssen, die an dem Geschäft beteiligt sind. Bestehende Sicherheiten nützten nichts, wenn der Bürgende insolvent werde. “Welche Summen auf die Städte zukommen, kann heute niemand abschätzen”, so der Volkswirt. Die Verträge seien zu undurchsichtig für eine genaue Prognose. “Wir müssen unsere damalige Philosophie überdenken”, betont Fuest.

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