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Pressemitteilung in Sache Paul WATSON – Sea Shepherd Deutschland
Montag, den 14. Mai 2012 um 13:01 Uhr
Pressemitteilung in Sache Paul WATSON
Captain Paul Watson verteidigt die Wale im antarktischen Walschutzgebiet, während das japanische Fabrikschiff Nisshin Maru im Hintergrund lauert. Foto: Barbara Veiga
Der kanadische und US – Staatsangehörige Paul WATSON, Gründer der Nichtregierungsorganisationen „Sea Shepherd“ wurde heute durch Beschluss des Amtsgerichts Frankfurt am Main auf der Grundlage eines Festnahmebegehrens Costa Rica´s festgehalten, und zunächst in das Untersuchungsgefängnis in Frankfurt am Main eingeliefert.
Die Festnahme erfolgte aufgrund eines am 25.10.2011 durch ein lokales Gericht in Costa Rica erlassenen Haftbefehls.
Grundlage dieses Haftbefehls ist ein Vorfall aus dem Jahr 2002 in internationalen Gewässern vor der Küste Costa Ricas bzw. Guatemalas. Paul WATSON wird durch die Behörden in Costa Rica beschuldigt, einen illegalen Eingriff in den Seeverkehr vorgenommen zu haben.
Paul WATSON bestreitet jedes strafrechtliche Tun.
Es ist mehr als wahrscheinlich, dass die strafrechtliche Verfolgung in Costa Rica nach so langer Zeit politisch motiviert ist; jedenfalls wurde im Jahre 2002 das Verfahren gegen Paul WATSON nach zwei richterlichen Anhörungen und der Vorlage von Beweismitteln (insbesondere Videoaufnahmen des Vorfalls) nicht weiter betrieben.
Der Abteilungsleiter des Referats internationale Rechtshilfe bei der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main wird nunmehr zu entscheiden haben, ob gegen Paul WATSON bei dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main um den Erlass eines vorläufigen Haftbefehls nachgesucht wird.
Interpol Lyon hat nach eingehender Prüfung des Sachverhalts auf der Grundlage von Art. 3 der dortigen Statuten entschieden eine Empfehlung gegenüber den Vertragsstaaten von Interpol auszusprechen, Paul WATSON nicht festzunehmen; jedenfalls ist eine internationale Fahndungsausschreibung („Interpol Red Notice“) durch das Generalsekretariat von Interpol abgelehnt worden. Hintergrund war auch hier die Überzeugung, dass möglicherweise ausschließlich politische Motive hinter der strafrechtlichen Verfolgung von Paul WATSON stehen.
Paul wird von den Rechtsanwälten Oliver Wallasch Frankfurt am Main und Alexander S.K. Gruner Frankfurt am Main gemeinsam vertreten.
Die Beistände stehen in engem Kontakt mit der englischen NGO Fair Trials International.
Wir sind davon überzeugt, dass der Mandant in Costa Rica in keinem Fall ein faires Verfahren erhalten wird, so dass eine Auslieferung nach Costa Rica jedenfalls gegen fundamentale Menschenrechte des Mandanten verstoßen würde.
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Oliver Wallasch Rechtsanwalt Fachanwalt für Strafrecht |
Alexander S.K. Gruner Rechtsanwalt Fachanwalt für Strafrecht |
via Pressemitteilung in Sache Paul WATSON – Sea Shepherd Deutschland.
Freiheit für den Umwelthelden Paul Watson – Rettet den Regenwald e.V.
18.307 Unterschriften bisher
Start der Aktion: 16.05.2012
Das Time Magazin bezeichnete ihn als „Umwelthelden des 20. Jahrhundert“ und der britische Guardian zählt Paul Watson (61) zu den „50 Personen, die die Welt retten können“. In spektakulären Aktionen setzt sich Watson unter Einsatz seines Lebens gegen die Ausbeutung der Meere ein; stellt sich als lebendes Schutzschild zwischen Wale, Robben und ihre jeweiligen Jäger.
Festgenommen weil er Tierquälerei verhindern wollte
Die Festnahme Watsons am Frankfurter Flughafen begründet die deutsche Justiz mit einem zehn Jahre alten Haftbefehl aus Costa Rica. Im Jahr 2002 versuchte er mit seiner Organisation Sea Shepherd vor Guatemala das Finning von hunderten Haien zu stoppen. Dazu richtete er eine Wasserkanone auf die Finner. Im Zuge dessen wurde ihm Gefährdung des Schiffsverkehrs vorgeworfen.
Beim Finning wird den Tieren bei lebendigem Leibe die Rückenflosse abgeschnitten, dann werden sie zurück ins Wasser geworfen, wo sie langsam und qualvoll verenden.
Unsere Meere brauchen mutige Menschen, die sie schützen. Bitte fordern Sie bei der Justizministerin die sofortige Freilassung Paul Watsons.
Hier finden Sie eine gute Darstellung der Vorgänge:
Hier finden Sie die Pressemitteilung der Anwälte von Paul Watson.
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
Bundesministerin für Justiz
Deutscher Bundestag
Platz der Republik, 11011 BerlinTelefon: 030 – 227 751 62
Telefax: 030 – 227 764 02
E-Mail: sabine.leutheusser-schnarrenberger@bundestag.deSehr geehrte Frau Leutheusser-Schnarrenberger,
ich bin sehr besorgt darüber, dass Paul Watson, Captain und Gründer von Sea Shepherd, in Deutschland festgenommen wurde und möglicherweise nach Costa Rica ausgeliefert werden soll. Ich bin der Meinung, dass der Haftbefehl, der zu der Festnahme von Captain Watson führte, politisch motiviert ist, vermutlich aufgrund eines Vorfalls, bei dem Sea Shepherd illegale Shark-Finning-Aktivitäten aufdeckte.
Ich unterstütze Sea Shepherds Bemühungen, illegalen Fisch- und Walfang auf der ganzen Welt zu beobachten und aufzudecken und bin der Meinung, dass einige illegale Fischerorganisationen versuchen, die internationalen Gesetze zu nutzen, um Sea Shepherd aufzuhalten.
Ich bitte Sie eindringlich zu berücksichtigen, welch wertvolle Arbeit Captain Watson und Sea Shepherd weltweit leisten, um auf die Gefährdung unserer Ozeane aufmerksam zu machen und die deutsche Justiz nicht von Lobbyisten instrumentalisieren zu lassen. Insofern fordere ich die Freilassung von Paul Watson.
Mit freundlichen Grüßen,
via Freiheit für den Umwelthelden Paul Watson – Rettet den Regenwald e.V..
























