Archive for menschen

Publikative.org » Blog Archive » „Sind hier etwa Schwuchteln anwesend?“

Abstruse Theorien, homophobe Sprüche und ein Veranstalter, der die Anwesenden filmt und fotografiert. Ein Abend mit Christa Meves in Donaustauf. Sie gilt als Deutschlands führende Homophobe.

via Publikative.org » Blog Archive » „Sind hier etwa Schwuchteln anwesend?“.

Water and sanitation are a human right – sign now!

***** PLEAS HELP SPREAD ******
NECESSARILY NEED MORE SIGNATURES FROM DIFFERENT COUNTRIES !!!!!!

sign now, click hier:

(and then hit “support” and chose your country – there are different obligate information neded in different countries, this is an official European Citien Initiative ! dont be scared :) )

we really must get this initivaive populare in more countries, we need 7 countries at lesat to fullfill their amount of signatures, otherwise the EC commission will not hav to take note at all,3 countries are well for now (germany, austria, belgium) so we need at lest 4 more counries !!! thx to all who help spread this! it must get in to main evening proggam tv oallover europe!!!

Water is a public good, not a commodity. We invite the European Commission to propose legislation implementing the human right to water and sanitation as recognised by the United Nations, and promoting the provision of water and sanitation as essential public services for all. The EU legislation should require governments to ensure and to provide all citizens with sufficient and clean drinking water and sanitation. We urge that:

Read the rest of this entry »

Das Anthropozän-Projekt <<hkw.de

Kulturelle Grundlagenforschung mit den Mitteln der Kunst und der Wissenschaft

10.01.2013 – 31.12.2014

Unsere Vorstellung von der Natur ist überholt. Der Mensch formt die Natur. Das ist der Kern der Anthropozän-These, die einen Paradigmenwechsel nicht nur in den Naturwissenschaften ankündigt, sondern darüber hinaus in Kultur, Politik und Alltag nach neuen Wegen sucht. In einem zweijährigen Projekt lotet das HKW die vielfältigen Implikationen dieser Hypothese aus.

 

Der vom Chemiker und Nobelpreisträger Paul J. Crutzen um die Jahrtausendwende geprägte Begriff eines neuen geologischen Erdzeitalters „Anthropozän“, zählt mittlerweile zu den bahnbrechenden wissenschaftlichen Konzepten unserer Gegenwart. Das transdisziplinäre Anthropozän-Projekt spürt mit wissenschaftlichen und künstlerischen Mitteln den mit diesem Konzept verbundenen neuen Positionierungen des „Menschlichen“ nach. Welches sind die „blinden Flecken“ und unbeabsichtigten (sozialen) Nebenwirkungen dieses Modells? Wie neuartig ist die Aufhebung des Gegensatzes von Mensch und Natur tatsächlich? Ist es noch möglich, in Begriffen wie „künstlich“ und „natürlich“ zu denken? Was bedeutet es für unser anthropozentrisches Selbstverständnis und unsere Zukunft, wenn die Natur menschengemacht ist? Welche Auswirkungen hat die Vorstellung von bis in den letzten Winkel der Welt wirksamen Erdveränderungen auf global-politische Entscheidungsfindungen? Und welches Menschenbild fordert die Idee einer menschengemachten Natur heraus?

EINE ERÖFFNUNG
…als ob es menschlich wäre
10. – 13.1.2013
Dialoge, Erzähl-Inseln, Keynotes, künstlerische Interventionen, Lecture Performances, Roundtables, Research Forum
Mehr…

UNMENSCHLICHE MUSIK
Kompositionen von Maschinen, Tieren und Zufällen
21. – 24.2.2013
Konzerte, Performances, Installationen, Gespräche, Filme, Gameshows
Mehr…

IM ARCHIV
ganzjährig ab 1.4.2013
Diskurse, Experimente, Debatten
Mehr…

Ausstellung
THE WHOLE EARTH
Kalifornien und das Verschwinden des Außen
26.4. – 1.7.2013 Eröffnung: 25.4.
Mehr…

Konferenz
THE WHOLE EARTH
Kalifornien und das Verschwinden des Außen
21. und 22.6.2013
Mehr…

ANTHROPOZÄN TV
ab 22.5.2013
Filmserien
Mehr…

BÖSE MUSIK
24. – 27.10.2013
Konzerte, Performances, Installationen, Filme, Gespräche, Gameshows
Mehr…

„Das Anthropozän-Projekt“ ist eine Initiative des Hauses der Kulturen der Welt in Kooperation mit Max-Planck-Gesellschaft, Deutschem Museum, Rachel Carson Center for Environment and Society, München und Institute for Advanced Sustainability Studies, Potsdam

via Das Anthropozän-Projekt.

20 Minuten Online – In der Fabrik des Grauens – News

Erstmals ist es einem Fernsehteam gelungen, innerhalb einer Anlage des umstrittenen Apple-Zulieferers Foxconn versteckt zu filmen. Die Arbeitsbedingungen sind so schlecht wie befürchtet.

lesen via 20 Minuten Online – In der Fabrik des Grauens – News.

Zugriff auf Vorratsdaten auch bei Urheberrechtsdelikten – Vorratsdatenspeicherung – derStandard.at › Web

Diskussion zum Gesetzesentwurf nur mit Industrie und Verwertungsgesellschaften

lesen via Zugriff auf Vorratsdaten auch bei Urheberrechtsdelikten – Vorratsdatenspeicherung – derStandard.at › Web.

ABSCHIEBUNG HEUTE 16:00 (5-DEC-2012) WIEN *** SPONTAN DEMO ***

Hab soeben diese Nachricht erhalten… Für alle, die spontan Zeit haben, zu protestieren.

via Wir boykottieren Air Berlin / Fly Niki!.

UPDATE 6-DEC-2012:

Zurück in die Steinzeit: Elektrischer Strom nur noch für reiche Griechen | DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN

Die Wirtschaftskrise in Griechenland zwingt immer mehr Menschen auf vorindustriellem Niveau zu leben. Jeden Monat kappen die Stromversorger 30.000 griechischen Haushalten den Strom – weil diese ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können.

weiter lesen via Zurück in die Steinzeit: Elektrischer Strom nur noch für reiche Griechen | DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN.

Saualm-Flüchtlinge: Neue Unterkunft, alte Schikanen – Flüchtlingswohnheime – derStandard.at › Panorama

Flüchtlinge, die nach der Schließung der Sonderanstalt auf der Saualm in ein Klagenfurter Asylheim abgesiedelt wurden, berichten von hygienischen Missständen und abgezähltem Brot.

weiter lesen via Saualm-Flüchtlinge: Neue Unterkunft, alte Schikanen – Flüchtlingswohnheime – derStandard.at › Panorama.

Hungern statt arbeiten – Berlin – Tagesspiegel

Ein Hartz-IV-Empfänger aus Wedding lebt von 37,40 Euro im Monat. Deshalb hat er aufgehört zu essen.

weiter lesen via Hungern statt arbeiten – Berlin – Tagesspiegel.

The How-To’s of WWOOF’ing | BootsnAll Travel Articles

WWOOF.

What in the world wide web does a word like that mean? If you are anything like me, up until recently it sounded like something that had more to do with canines than it did organic food or traveling for that matter. As soon as I started researching my round the world (RTW) trip, though, the word WWOOF would pop up on website after website and in conversations with veteran independent travelers nearly non-stop.

read more via The How-To’s of WWOOF’ing | BootsnAll Travel Articles.

Collaborative Consumption – Die Wiederbelebung der Gemeinschaft « Lilli Green® – Magazin für nachhaltiges Design und Lifestyle

Ganz klar umrissen ist der Begriff Collaborative Consumption aktuell noch nicht. Fest steht: es geht um eine andere Art des Konsumierens, um gemeinschaftliche Nutzung und um das zugänglich Machen von Ressourcen und Gegenständen für viele. Beispiele sind Car-Sharing, Nachbarschaftsgärten und Wohnungstausch auf Zeit.

via Collaborative Consumption – Die Wiederbelebung der Gemeinschaft « Lilli Green® – Magazin für nachhaltiges Design und Lifestyle.

Meins ist Deins – gemeinschaftlicher Konsum | www.reset.to

Geteilte Autos, gemeinsame Gärten, getauschte Klamotten und Wohnungen – die Möglichkeiten des kollektiven Konsums sind vielfältig und werden von Millionen Menschen weltweit genutzt. Das Internet macht es möglich, dass sogenannter “Collaborative Consumption” zu einer riesigen Bewegung geworden ist.

weiter lesen via Meins ist Deins – gemeinschaftlicher Konsum | www.reset.to.

haben oder sein – Ein Film zum Thema “Überkonsum” – startnext.de

Ein Film über unser Konsumverhalten. Ein Film, der die Verschwendung zeigt. Ein Film über Überkonsum. Haben oder Sein ist der Titel eines Filmprojekts, welches von jungen Menschen ausgearbeitet wurde. Es geht darum, die Schattenseite des Wachstumsprinzips im Kapitalismus zu beleuchten. Kaufen, kaufen, kaufen,… Ein Prinzip, welches für die Zukunft unserer Erde nicht tragbar sein wird.

watch via haben oder sein – Ein Film zum Thema “Überkonsum” – startnext.de.

Global Mag » Blog Archiv » Sie ändern ihr Leben : für eine Bio-Genossenschaft

Denis, der ehemalige Vertriebsleiter einer großen Luxusmarke, hat seine Anzüge in den Schrank gehängt und verwaltet jetzt Bio-Lebensmittelläden. Er verdient um die Hälfte weniger, aber seine Entscheidung bereut er nicht.

WATCH via Global Mag » Blog Archiv » Sie ändern ihr Leben : für eine Bio-Genossenschaft.

Farmers protest over supermarket milk prices

20 July 2012

Hundreds of farmers blockaded milk plants into the early hours in protest at the price supermarkets pay for milk.

WATCH via http://www.bbc.co.uk/news/business-18920667

über IG Milch

*** DÜSSELDORF *** Orga-Treffen für die Aktionstage 18. – 21. Juli

ich weiss, post kommt etwas spät :) aber es gibt sicher noch weitere treffen, denk ich mal, meldet euch einfach mal bei der gruppe, wenn ihr interesse habt!
Orga-Treffen für die Aktionstage 18. – 21. Juli
Öffentliche Veranstaltung · Von Occupy Düsseldorf

Heute 19:30

Occupy Camp Düsseldorf
Um konkrete Aktionen auszuarbeiten, Themen wie Ressourcen, Wirtschaftssystem, Echte Demokratie und Menschlichkeit mit Inhalten zu füllen und den Kontakt mit Bündnissen, Organisationen und Initiativen zu verstärken.

via https://www.facebook.com/events/261469783955078/

über KuKuMA | KuKuMA

Über Ku­Ku­MA

KuKuMA ist ein dezentrales Netzwerk es besteht nicht nur aus einer einzelnen Gruppe, sondern aus verschiedenen Projekten in den Bereichen Kunst (Ku) Kultur (Ku) und Medien (M). Ziel ist es in diesen Bereichen Alternativen (A) aufzubauen.

Jeder und jede kann sich in den Gruppen engagieren, die Gruppen agieren frei und selbständig.

Da uns ein offener Zugang wichtig ist, ist die Teilnahme bei allen Projekten/Gruppen kostenlos oder auf freier Preispolitik basierend.

Wir sind ein Netzwerk das sich seit Herbst 2005 zusammenfindet.

Warum wir aktiv sind?

Das, was in Österreich unter Ku Ku und M läuft ist zu steril und festgefahren; wir wollen Eigenes verwirklichen und unsere Ideen leben (Alternativen). Dabei offen zu sein, Raum zu schaffen und uns mit Gleichgesinnten zu vernetzen ist uns wichtig.

Aus dem kleinen Gründungsteam sind mehrere stetig wachsende Projekte geworden.

Ein wichtiger Aspekt unserer Tätigkeit ist es (deine?) Ideen, an uns herangetragen werden, zu realisieren.

Wenn jemand eine Idee für ein Projekt oder eine Gruppe hat, so kann er/sie sich jederzeit an uns wenden. Wir helfen dir den nötigen Raum/ die nötigen Ressourcen zu bekommen, bewerben dein Projekt und geben dir Starthilfe. Ob und wie du mit deinem Projekt im KuKuMA Netzwerk aktiv sein möchtest bleibt dir überlassen.

Als einzelnes Ku Ku/ M Projekt steht mensch relativ alleine da (und alleine ist es schwierig). Dem Anspruch gerecht zu werden vom (selbst-) Geschaffenen leben zu können ist dann wirklich Kunst. Erst wenn wir anfangen größere Netzwerke zu bilden kommen wir weiter. Gemeinsam sind wir stärker und können einander unterstützen und unsere Ideen umsetzten.

KuKuMA ist ein großes und offenes Projekt für viele Menschen, dass wächst und sich und Anderen neue Möglichkeiten schafft.

Weil Kunst mehr ist, als Bilder hinter Glas,

Kultur mehr, als ein tristes Dahinvegetieren,

Medien mehr, als fette Schlagzeilen sind.

Weil wir ein Recht darauf haben unsere Ideen zu leben.

via über KuKuMA | KuKuMA.

Verdrängung der Armen aus der Öffentlichkeit hat System – Der Sozialticker

„Die Politik konzentriert sich nur noch auf diejenigen, die relativ leicht in den Arbeitsmarkt vermittelbar sind. Die anderen werden aus der öffentlichen Aufmerksamkeit entlassen in die desolate Sphäre des Privaten“, so der Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V., Professor Dr. Uwe Becker.

via Verdrängung der Armen aus der Öffentlichkeit hat System – Der Sozialticker.

Ovid: Metamorphosen, Die vier Weltzeitalter (Ov.met.1,89-150)

Aurea prima sata est aetas, quae vindice nullo,

Erst nun sprosste von Gold das Geschlecht, das ohne Bewachung
90

sponte sua, sine lege fidem rectumque colebat.
poena metusque aberant, nec verba minantia fixo
aere legebantur, nec supplex turba timebat
iudicis ora sui, sed erant sine vindice tuti.
nondum caesa suis, peregrinum ut viseret orbem,

Willig und ohne Gesetz ausübte das Recht und die Treue.
Strafe und Furcht waren fern; nicht lasen sie drohende Worte
Nicht an geheftetem Erz, noch stand ein flehender Haufe
Bang vor des Richters Gesicht: Schutz hatten sie ohne den Richter.
Noch nicht hatte, gefällt auf heimischen Bergen, die Fichte,
95

montibus in liquidas pinus descenderat undas,
nullaque mortales praeter sua litora norant;
nondum praecipites cingebant oppida fossae;
non tuba derecti, non aeris cornua flexi,
non galeae, non ensis erat: sine militis usu

Andere Welt zu sehn, sich gesenkt in die flüssigen Wogen;
Noch von keinem Gestad’, als dem ihrigen, wussten die Menschen.
Noch umgürteten nicht abschüssige Gräben die Städte;
Kein krummgehendes Horn und keine gerade Drommete
War, kein Helm, kein Schwert. In behaglicher Muße vergingen,
100

mollia securae peragebant otia gentes.
ipsa quoque inmunis rastroque intacta nec ullis
saucia vomeribus per se dabat omnia tellus,
contentique cibis nullo cogente creatis
arbuteos fetus montanaque fraga legebant

Ohne des Kriegers Bedarf die Tage den sicheren Völkern
Undienstbar und verschont von dem Karst und von schneidender Pflugschar
Nimmer verletzt gab alles von selbst die gesegnete Erde,
Und mit Speisen zufrieden, die zwanglos waren gewachsen,
Lasen sie Arbutusfrucht, Erdbeeren an sonniger Halde
105

cornaque et in duris haerentia mora rubetis
et quae deciderant patula Iovis arbore glandes.
ver erat aeternum, placidique tepentibus auris
mulcebant zephyri natos sine semine flores;
mox etiam fruges tellus inarata ferebat,

Oder am rauhen Gerank Brombeeren und rote Cornellen
Und von dem ästigen Baume des Iupiter fallende Eicheln.
Da war ewiger Lenz, und gelind mit lauem Gesäusel
Küsste die Blumen der West, die sprosseten ohne Besamung.
Nicht vom Pfluge bestellt trug bald auch Halme die Erde;
110

nec renovatus ager gravidis canebat aristis;
flumina iam lactis, iam flumina nectaris ibant,
flavaque de viridi stillabant ilice mella.

Ohne zu ruhn ward grau von belasteten Ähren der Acker.
Ströme von Milch nun wallten daher und Ströme von Nektar,
Und gelb tropfte herab von der grünenden Eiche der Honig.

Das silberne Zeitalter ( 113-124)

Postquam Saturno tenebrosa in Tartara misso
sub Iove mundus erat, subiit argentea proles,

Als nunmehr, da gestürzt in des Tartaros Dunkel Saturnus,
Iupiter lenkte die Welt, da folgte das silberne Alter,
115

auro deterior, fulvo pretiosior aere.
Iuppiter antiqui contraxit tempora veris
perque hiemes aestusque et inaequalis autumnos
et breve ver spatiis exegit quattuor annum.
tum primum siccis aer fervoribus ustus

Schlechter als Gold, im Werte voraus dem rötlichen Erze.
Iupiter schmälerte nun die Zeit vormaligen Frühlings
Und ließ wandeln das Jahr durch Winter und ungleichmäßgen
Herbst und flüchtigen Lenz und Glut vierfältig geschieden.
Jetzo geschah es zuerst, dass schwül von trockener Hitze
120

canduit, et ventis glacies adstricta pependit;
tum primum subiere domos; domus antra fuerunt
et densi frutices et vinctae cortice virgae.
semina tum primum longis Cerealia sulcis
obruta sunt, pressique iugo gemuere iuvenci.

Brannte die Luft und das Eis starr hing, von den Winden verdichtet.
Jetzo traten sie ein in Wohnungen. Wohnungen waren
Höhlen und dichtes Gesträuch und mit Bast verbundene Zweige.
Jetzo wurde zuerst in gezogenen Furchen der Ceres
Samen verscharrt, und vom Joche gedrückt aufseufzten die Rinder.

Das eherne Zeitalter (125-127a)
125

Tertia post illam successit aenea proles,
saevior ingeniis et ad horrida promptior arma,
non scelerata tamen;

Drauf als drittes erwuchs nach ihnen das eherne Alter,
Wilder im Sinn und derb und den schrecklichen Waffen geneigter,
Aber verbrecherisch nicht.

Das eiserne Zeitalter (127b-150)

de duro est ultima ferro.
protinus inrupit venae peioris in aevum
omne nefas: fugere pudor verumque fidesque;

Hart ist das letzte von Eisen.
Jählings brachen herein in die Zeit von schlechterer Ader
Alle die Greul; es entflohen die Scham und die Treu’ und die Wahrheit,
130

in quorum subiere locum fraudesque dolusque
insidiaeque et vis et amor sceleratus habendi.
vela dabant ventis nec adhuc bene noverat illos
navita, quaeque prius steterant in montibus altis,
fluctibus ignotis insultavere carinae,

Und an die Statt einzogen Betrug und tückische Falschheit,
Hinterlist und Gewalt und verruchte Begier des Besitzes.
Segel entfaltete nun der Schiffer den wenig bekannten
Winden, und Kiele, die lang auf hohen Gebirgen gestanden,
Schwammen geschaukelt umher auf nimmer befahrenen Wogen.
135

communemque prius ceu lumina solis et auras
cautus humum longo signavit limite mensor.
nec tantum segetes alimentaque debita dives
poscebatur humus, sed itum est in viscera terrae,
quasque recondiderat Stygiisque admoverat umbris,

Fluren, zuvor wie die Luft und das Licht der Sonne gemeinsam,
Zeichnete jetzt mit begrenzendem Strich vorsichtig der Messer;
Und nicht wurde geheischt bloß Saat und schuldige Nahrung
Von dem ergiebigen Feld: ein ging’s in der Erde Geweide.
Schätze, die jene versteckt und stygischen Schatten genähert,
140

effodiuntur opes, inritamenta malorum.
iamque nocens ferrum ferroque nocentius aurum
prodierat, prodit bellum, quod pugnat utroque,
sanguineaque manu crepitantia concutit arma.
vivitur ex rapto: non hospes ab hospite tutus,

Werden gewühlt ans Licht, Anreizungen böser Gelüste.
Heillos Eisen bereits und Gold heilloser als Eisen
Stiegen herauf: auf steiget der Krieg, der streitet mit beidem
Und mit der blutigen Faust schlägt klirrende Waffen zusammen.
Lebensbedarf gibt Raub. Von dem Wirt ist der Gast, von dem Eidam
145

non socer a genero, fratrum quoque gratia rara est;
inminet exitio vir coniugis, illa mariti,
lurida terribiles miscent aconita novercae,
filius ante diem patrios inquirit in annos:
victa iacet pietas, et virgo caede madentis

Selber der Schwäher bedroht; auch selten sind Brüder in Eintracht.
Tod gar sinnet der Mann dem Weib, wie diese dem Gatten;
Graunvoll brauen den Trank Stiefmütter von bleichendem Sturmhut;
Lang vor der Zeit schon forscht der Sohn nach den Jahren des Vaters.
Achtende Scheu ist dahin, und von blutbefeuchteten Ländern
150

ultima caelestum terras Astraea reliquit.

Kehrte die Jungfrau heim, Astraia, der Himmlischen letzte.

via Ovid: Metamorphosen, Die vier Weltzeitalter (Ov.met.1,89-150).

Maßnahmen um die Verschwendung von Lebensmitteln, Rohstoffen und Waren zu stoppen ››Forward the (R)evolution

Liebe Freunde dieser Welt, Liebe Mitmenschen!
Es ist höchste Zeit das wir alle gemeinsam etwas gegen die Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung in der Welt unternehmen! Im Moment läuft mein Vorschlag bei dem von der Kanzlerin Merkel ins Leben gerufenen Iniative “Dialog über Deutschland” unter dem Titel: “Maßnahmen um die Verschwendung von Lebensmitteln, Rohstoffen und Waren zu stoppen”.
Die zehn Vorschläge mit den meisten Stimmen werden nach dem Ende (15. April) des Zukunftsdialogs ins Bundeskanzleramt eingeladen, um mit der Bundeskanzlerin über den Vorschlag zu sprechen. Jede Stimme zählt, lasst uns gemeinsam den Wandel leben den wir in der Welt sehen wollen!

Text des Vorschlages

Der Bundestag möge beschließen, dass alle Güter die der endgültigen Entsorgung zugeführt werden sollen, der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssen. Gemeint sind: abgelaufene Lebensmittel, Waren die leicht beschädigt sind oder Macken haben, überflüssige Materialien in Fabriken, liegengebliebenes Gemüse und Obst, also alles was aus irgendwelchen Gründen für Betriebe keinen Wert mehr hat.

Um die Verschwendung von Rohstoffen und Essbarem zu minimieren sind alle Produzenten und Händler verpflichtet monatlich öffentlich Rechenschaft über ihre entsorgten Güter zu leisten. Für eine möglichst schnelle Reduzierung der Verschwendung von Ressourcen soll so auf einer zentralen Website alle weggeschmissen Güter der einzelnen Betriebe aufgeführt werden. Diese Transparenz soll dazu führen das jeder Mensch totalen Einblick in die verschwenderische Überflussgesellschaft von Heute bekommt und Akteure animiert werden ihre Praktiken zu überdenken und nachhaltiger zu wirtschaften.

Ferner werden Händler und Produzenten verpflichtet bei der Weitergabe dieser aufgeführten Güter und Lebensmittel an Privatpersonen oder Vereine zu kooperieren. Somit erledigt sich auch das “containern”, also das Retten von Lebensmitteln aus Tonnen, denn die Weigerung der Weitergabe von Ware die entsorgt werden soll ist damit passé. Ziel ist global zu denken und lokal gegen Klimawandel und Hunger vorzugehen. Gemeinsam können wir uns für Frieden und Gerechtigkeit auf dem ganzen Planeten einsetzen.

Um für den Vorschlag zu stimmen brauchst Du Dich nirgendwo registrieren sondern landest per Klick auf den Link direkt bei dem Vorschlag wo du nur noch auf “Ja, ich unterstütze diesen Vorschlag” klicken musst.

Gib hier Deine Stimme für den Vorschlag ab www.dialog-ueber-deutschland.de

Vielen Dank!

Begründung für den Vorschlag

Die Zeit von Verschwendung und Überfluss muss ein Ende haben. Weltweit stirbt alle drei Sekunden ein Mensch an Hunger und über 1000 Mio. leiden an Unterernährung. Jedes Jahr sterben an Hunger mehr als 15 Mio. Menschen, die meisten davon Kinder. Gleichzeitig werden in Europa 50% aller Lebensmittel weggeschmissen bzw. bleiben ungenutzt auf den Feldern. Allein in Deutschland werden so über 20 Mio. Tonnen Lebensmittel, wovon 30% noch ungeöffnet sind, verschwendet. Der Wert dieser kostbaren Nahrung, die über 40 Mio. Menschen ernähren könnte, liegt bei mehr als € 25 Mrd. jährlich. Pro Jahr schmeißt so jeder Bundesbürger 100kg Nahrung in die Tonne.

Obwohl genug Nahrung für über 12 Mrd. Menschen vorhanden ist, leidet dennoch jeder siebte Mensch an Hunger. Es ist es vollkommen unverständlich, dass es in Deutschland legal ist Lebensmittel die noch genießbar sind wegzuschmeißen, es aber illegal ist diese zu retten (Containern, Mülltauchen). Der Markt reguliert sich in einem an Profit orientierten System eben nicht selbstständig. Ethische, soziale und Umweltrichtlinien müssen erstellt und eingehalten werden.

Angesichts der wachsenden Dringlichkeit die Umweltzerstörung einzudämmen und Klimawandel, Arten – und Speziensterben zu stoppen, muss die Bundesregierung und die Bürger alles tun was in ihrem Ermessen liegt um die Verschwendung sowohl von Lebensmitteln als auch aller anderen Waren und Produkten zu unterbinden. Es gilt heutzutage nicht nur oberflächlich oder auf dem Papier die Umwelt zu schützen, sondern es muss ein zentraler Anspruch aller Beteiligter dieses Systems sein, denn wir alle hängen vom Funktionieren des komplexen Ökosystems des Planeten ab. Wir können es uns nicht mehr leisten Rohstoffe jedweder Art zu vergeuden.

Durch Importe aus dem EU-Ausland raubt die Gesellschaft Deutschlands indirekt duch Gemüse, Getreide, Kaffee und aller anderer Rohstoffe, Wasser aus Regionen, in denen akuter Wassermangel herrscht. Besonders die Landwirtschaft ist für den weltweiten Wasserverbrauch verantwortlich, so tragen Nahrungsmittel und andere landwirtschaftliche Produkte mit 86% den höchsten Anteil am weltweiten Wasserfußabdruck. In der Erzeugung eines jeden Produktes wird Wasser verbraucht – das so genannte virtuelles Wasser. Die Herstellung eines jeden Produktes benötigt neben kostbaren Wasser auch wertvolle Energie und Ressourcen. In der Regel sind dies Erdöl, Gas, Kohle und Atomenergie. Dies ist die so genannte “Graue Energie”, also jene Energie die zur Herstellung, zum Transport und zur Entsorgung eines Produktes oder einer Dienstleistung erforderlich ist.
Beispiele:

Graue Energie:
Aludose: 3 kWh
Notebook: 1 000 kWh
Neuwagen: 35 000 kWh

Zum Vergleich, ein 4 Personenhaushalt verbraucht im Schnitt 5 kWh pro Tag.

Virtuelles Wasser:
1kg Rindfleisch: 15 500 l
1 Jeans: 8 000 l
1kg Röstkaffee: 21 000 l
1kg Kakaobohnen: 27 000 l

Zum Vergleich, der Durchschnittsdeutsche verbraucht 120 l an direktem Wasser aber 5000 l virtuelles Wasser täglich!
Es ist Zeit für Menschlichkeit! Es ist Zeit Akzente zu setzen, in weniger als 20 Sekunden kannst Du für den Vorschlag stimmen:
www.dialog-ueber-deutschland.de

Dank Dir für Dein Interesse! Alles Liebe Dir Raphael

at Dienstag, Februar 14, 2012 0 comments

via Forward the (R)evolution – in Harmonie mit der Erde.

Mein Leben mit der Aids-Krise. Oder: Wütend auf Lugner. ››schreuder.at

Das wird wieder so ein Blogpost, in dem ich persönlich werde. Um eine Geschichte zu erzählen. Die Geschichte eines schwulen Mannes, der 1969 geboren wurde und in den 80-er Jahren sein Coming-out hatte. Zur Zeit als Aids aufkam. Und diese Geschichte betrifft einen Großteil meiner Generation plusminus einige Jahre. Eigentlich betrifft es alle, die vor 1996 die schöne, bunte und die damals irgendwie auch als gefährlich verrufene Welt der Schwulenszene kennenlernte. Damals änderte sich diese dramatisch. Grund: Die Aids-Krise.

Der Anlass, warum ich das hier schreibe heißt übrigens Richard Lugner. Ich weiß, der wäre es eigentlich nicht wert einen Artikel zu schreiben, in dem er vorkommt. Aber eben: Ein Anlass ist er allemal. Im ORF sagte Lugner nämlich:

„Ein Veganer wird aus mir nicht, auch kein Homosexueller. Das sind so gewisse Dinge, wo ich sage: ‚Das überlasse ich anderen, diese Späße.‘ … Ich habe jetzt unlängst ein Buch gelesen, also ein Kapitel über Homosexualität, und da habe ich gelesen, wie gefährlich das ist und was da alles für Gefahren schlummern. Deswegen wird man eben Aids-krank“,

Lugner war oft am Life Ball, dem größten Aids-Charity-Event überhaupt. Und Life Ball-Macher Gery Keszler reagierte sofort und erklärte Lugner für unerwünscht. Er brauche den Life Ball nicht mehr besuchen, so Keszler. Das ist eine richtige Antwort auf die unsäglichen Äußerungen eines medial viel zu hochgepushten Pensionisten. Bleibt nur noch die Frage, wie man Life Ball-Besucher und -Besucherinnen sensibilisieren kann, die nur aufgrund der Events und des Gesehenwerdens dort sind. Nicht aus inhaltlichen Gründen.

Trotzdem bin ich wütend. Warum?

Wie oben geschrieben bin ich Jahrgang 1969. Das heißt, dass mein Coming-out zeitlich parallel geschah, als Aids auftauchte und Forscher feststellten, dass besonders in der Schwulenszene Menschen betroffen sind. Ich hörte zuerst nur in den Medien davon. Von “Schwulenkrebs” war damals die Rede. Und ich kurz vor dem Coming-out! Nicht gerade lustig, sowas. Und bei einer Veranstaltung, die mein damaliger Schuldirektor der Tourismusschule in Bad Ischl veranlasste (was ich bis heute außergewöhnlich und großartig fand), hörte ich von Übertragungswege und Kondomen, die helfen. Mein Coming-out war also gleichzeitig mit dem Erlernen von Safer Sex-Regeln. Erste Erfahrungen hatte ich bereits, aber noch nicht so wirklich den Durchbruch.

1988 kam ich dann nach Wien. Und kurz darauf besuchte ich die ersten Szenelokale. Ich hatte Angst. Aidsfolder hier, Aidsplakate da. Ich stellte anfangs zwei Sachen fest:

1. In der Schwulenszene muss ich verdammt aufpassen und immer mindestens 3 Kondome und 3 Gleitgel-Packs dabei haben.
2. Die Jungs halten aber ganz schön zusammen!

Und nach einem Jahr Lokale, Clubs, Parties, Freunde kennen lernen, Netzwerkaufbau usw. konnte ich noch etwas Drittes feststellen:

3. Die Freunde, die man gerade gewonnen hat, können jederzeit sterben.

Und das taten sie auch. “Wie die Fliegen”, wie wir damals oft bitter feststellten.

Als sehr junger Mann 1988 (19 Jahre alt) war ich einer der jüngeren Generation. Ich gehörte also zu denen, die bereits mit Safer Sex-Regeln in die Szene ankamen. Das unterschied mich und Gleichaltrige von der Generation, die einige wenige Jahre älter war. Die sich noch an die Zeit erinnern konnte, in der man nach Mykonos, San Francisco und Amsterdam fuhr, um auf wilde Parties teilzunehmen und eines nie dabei hatte: Ein Kondom. Wozu auch? Das war ja nur was für Heteros, damit die keine Kinder kriegen. Diese Generation hat es erheblich erwischt. Oder sie hatten einfach Glück.

Die Szene vor Aids stellte noch keine Forderungen nach Ehe oder Anerkennung ihrer Partnerschaften. Das war sogar ein ziemlich lächerlicher Gedanke! Wozu heterosexuelle Lebensmodelle kopieren? Man verstand sich vielmehr als Teil der sexuellen Revolution, die in den späten 1960-ern begann. Feminismus, Ablehnung von Ehe und konservativen Lebensmodelle! Das war der Geist, der die 70-er Jahre ziemlich prägte. Und dann kam Aids. Promiskuität galt plötzlich als gefährlich. Auch in der Schwulenszene wurden progressive und konservativere Konzepte neu hinterfragt. Die Forderung nach so genannten “Homo-Ehen” bzw. rechtliche Anerkennung von Partnerschaften begann. Die erste Partnerschaft wurde dann 1988 in Dänemark anerkannt. Zeitlich kein Zufall.

Hier spaltete sich auch die Lesben- und die Schwulenszene zu einem gewissen Grad. Zwar trugen viele Lesben die Forderungen, die unter dem Eindruck der Aids-Krise entstand, mit – immerhin waren und sind Lesben und Schwule gern und oft privat befreundet. Doch die aus der feministischen, anti-patriarchalen Ecke stammenden Frauen konnten staatlich anerkannten Lebenspartnerschaften eigentlich nicht viel abgewinnen, ist die Ehe doch ein von Männer für Männer erfundenes Instrument zur Unterdrückung der Frau. Ein Konflikt, der auch heute oft noch auftaucht, wenn auch mittlerweile mit etwas mehr Gelassenheit diskutiert wird.

Doch zurück zur Schwulenszene Ende der 80-er und zu Beginn der 90-er Jahre.

Ich arbeitete in Beisln und hatte Stammcafés. Ich lernte damals ungeheuer spannende Menschen kennen. Man ging ins Café Savoy, ins Café Willendorf, ins Nightshift oder ins Kaiserbründl. Man sah viele Menschen, kannte viele Menschen, und mit Einigen hatte man auch was… Und ein paar wurden enge Freunde. Bis heute. Und manchmal verschwand plötzlich ein Gesicht und man fragte sich: “Wo steckt er denn?” Man wusste nicht: Ausland? Baumgartner Höhe (Synonym für das auf HIV-Patienten spezialisierte Annenheim)? Neuer fixer Freund? Und man hörte Freunde sagen: “Mich hat’s erwischt.” Und dieser flüsterte einige Wochen später “Rate mal, wenn ich oben auf der Baumgartner Höhe noch getroffen habe! Erinnerst du dich noch? Der ist eh seit Monaten verschwunden!” Und man rannte zu vielen Beerdigungen. Sie starben. Als junger schwuler Mann war man früh mit dem Tod konfrontiert. So war das in dieser Zeit.

Aber noch etwas geschah in dieser Zeit: Die Schwulencommunity hatte ein Problem, und dieses Problem galt es zu lösen. Daher gründeten sich früh Aidshilfe-Gruppen, die Kondome verteilten. Überall waren Plakate zu sehen. Folder gab es an jeder Ecke und für jedes Spezialgebiet. Bis zu Safer S/M-Praktiken für schwule Lederkerle. Man hielt unglaublich zusammen, man redete darüber. Und man kümmerte sich um die Patienten, die “oben lagen”, also im Annenheim. Die Medien begannen sich dafür zu interessieren. Schwule wurden plötzlich Experten, vermittelten Safer Sex, machten vermehrt darauf aufmerksam, dass auch Heterosexuelle betroffen sind. Zahlen wurden publik, Frauen waren betroffen! Doch immer noch blieb Aids irgendwie die “Schwulenkrankheit”. Aber Schwule wurden mittlerweile breit wahrgenommen. Sie traten im TV auf. Sie wurden ernster genommen. Dänemark Anerkennung der Partnerschaften 1988, der Beginn des Life Balls 1993 und die erste Regenbogenparade 1996 zeugen von dieser Zeit.

Bis heute wird Aids aber trotzdem noch vorwiegend als ein Problem von homosexuellen Männern wahrgenommen, denn wie viele interpretieren den Life Ball immer noch als Schwulenevent? Dabei ist es längst bekannt, dass es mehrere Risikogruppen gibt (Ungeschützter Analverkehr ist etwa eines der möglichen Risikoverhalten, der aber auch unter Heterosexuellen praktiziert wird) und Sex nicht der einzige Übertragungsweg ist – wenn auch ein wesentlicher.

1996 änderte sich dann vieles. Es kamen die ersten Kombi-Therapien auf, die sich im Laufe der Jahre verbesserten. Bis heute. Nebenwirkungen – etwa ungleiche Fettverteilungen im Körper – wurden sichtbarer Bestandteil der Community, aber besserten sich auch im Laufe der Jahre. Aber es ging plötzlich nicht mehr um einen gewissen Tod, sondern um das Leben mit dem HI-Virus. Um die Integration ins Alltags- und Berufsleben. Die Aids-Prävention freilich wurde dadurch schwieriger. Es starben nicht mehr Freunde weg. Nicht mehr wie die Fliegen.

Ich lernte also zu Beginn meiner Erfahrungen in der Schwulenszene Menschen kennen, die andere befreundete Menschen verloren, Angst hatten, für einander da waren, es thematisierten und neue Lebenskonzepte und ein neues Selbstbewusstsein entwickelten . Und dann hört man Lugner im jahr 2012. Und man fühlt sich einige Jahrzehnte zurück geworfen. Das macht so wütend!

via schreuder.at – politikblog.

Break Bad Habits By Developing an If-Then Plan ››lifehacker.com

Most habits are loops that we automatically repeat: a cue or trigger in our environment sets off our routine and the reward we get from the habit. Once we recognize this loop, we can develop a plan to change it. Here’s how.

Psychology and self-improvement blog The Emotion Machine notes that making a plan to act in a certain way at a certain time and place stacks the decks in our favor that we’ll be able to replace bad habits with new ones. These implementation intentions, in psychology terms, intercept the cue and the old routine and redirect to a new routine instead.

The basic idea is to form an if-then plan to help instill new habits. Write down and repeat your plan, such as, “If situation X arises, I will perform response Y.” X refers to the cue from your environment. Y refers to the new routine you want to replace with the old routine.

The key is to have that specific plan and know your triggers.

Some days you might miss your cue or you might really struggle and resort to your old habits, but that’s ok. It’ll take practice until the new habit loop is established. (And if this doesn’t work, don’t give up. There are lots of other things you can try to break bad habits, ultimately rewiring your brain for the better!)

 Identify Your Habit Loops | The Emotion Machine

 Contact Melanie Pinola:

Related Stories

via Break Bad Habits By Developing an If-Then Plan.

Brainwashing Techniques You Encounter Every Day (and How to Avoid Them) ››lifehacker.com

While it’s pretty unlikely that you’re a target of deliberate brainwashing, it is likely that you’re subject to some of the common techniques associated with the less-than-ethical practice. Here are a few common methods you encounter on a regular basis and what you can do to avoid them.

First things first, what is brainwashing exactly? Wikipedia offers a concise definition:

Mind control (also known as brainwashing, coercive persuasion, mind abuse, thought control, or thought reform) refers to a process in which a group or individual “systematically uses unethically manipulative methods to persuade others to conform to the wishes of the manipulator(s), often to the detriment of the person being manipulated”.

  • Basically, it’s a form of extreme manipulation. We often associate the practice with cults and don’t consider its presence in everyday life, yet the techniques used in brainwashing are frequently leveraged by advertisers, news networks, politicians, and others. Alex Long, writing for hacking blog Null Byte, provides an outline of some of the most common brainwashing techniques. Here are the most notable:
  • The manipulator offers you a number of choices, but the choices all lead to the same conclusion.
  • The same idea or phrase is frequently repeated to make sure it sticks in your brain.
  • Intense intelligence-dampening is performed by providing you with constant short snippets of information on various subjects. This trains you to have a short memory, makes the amount of information feel overwhelming, and the answers provided by the manipulator to be highly desired due to how overwhelmed you feel.
  • Emotional manipulation is used to put you in a heightened state, as this makes it harder for you to employ logic. Inducing fear and anger are among the most popular manipulated emotions.

When reading this list, you’re likely able to think of a few examples of these techniques. News channels and political parties often repeat a consistent message when they want to get their point across. Short snippets of information is also a common tactic on news networks. Advertisers love to offer choices that all lead to their product, and emotional manipulation is common in people you’ll encounter as well as in most forms of media—even seemingly (and sometimes actually) harmless mediums like film. These techniques are everywhere. They aren’t turning you into a zombie, but they are informing many of your choices. The good news is that you can avoid them if you’re proactive.

How to Avoid Brainwashing Techniques

Brainwashing Techniques You Encounter Every Day (and How to Avoid Them)Avoiding brainwashing techniques often involves avoiding the brainwashers themselves, but this is next to impossible. Taking advertising as an example, you can’t avoid them all and attempting to do so can be rather expensive if you still want to watch television and movies. Your best bet is to cut out what you can and, when you can’t, seek balance. Finding balance is often easiest by simply providing yourself with the information you need. All you need to do is the following:

  1. Identify the manipulative message you’ve received.
  2. Find an opposing message, whether it’s manipulative or not. Also attempt to find the most neutral and unbiased account of that same message.
  3. Compare your different sources and decide how you feel.

Brainwashing, whether mild or extreme, is possible in a large part due to isolation. If you only hear the brainwashed message on a regular basis, and rarely (or never) expose yourself to alternatives, you’re going to be far more likely to accept what you hear without thinking. If you want to avoid the brainwashing techniques discussed in this post, your best bet is to surround yourself with a spectrum of information rather than simply settling for the message that makes you feel comfortable. After all, that’s often what the message is aiming to do.

Read the rest of this entry »

How to Plant Ideas in Someones Mind ››lifehacker.com

If you’ve ever been convinced by a salesperson that you truly wanted a product, done something too instinctively, or made choices that seemed entirely out of character, then you’ve had an idea planted in your mind. Here’s how it’s done.

Before we get started, it’s worth noting that planting an idea in someone’s mind without them knowing is a form of manipulation. We’re not here to judge you, but this is the sort of thing most people consider evil, so you probably shouldn’t actually do anything you read here. Instead, use this information to stay sharp.

 

If you’ve seen the film Inception, you might think that planting an idea in someone’s mind is a difficult thing to do. It’s not. It’s ridiculously easy and it’s tough to avoid. We’re going to take a look at some of the ways it can work.

 

Reverse Psychology Actually Works

 

Reverse psychology has become an enormous cliché. I think this peaked in 1995 with the release of the film Jumanji. (If you’ve seen it and remember it, you know what I’m talking about.) The problem is that most people look at reverse psychology in a very simple way. For example, you’d say “I don’t care if you want to go risk your life jumping out of a plane” to try and convince someone not to go skydiving. This isn’t reverse psychology—it’s passive-aggressive. So let’s leave that all behind and start from scratch.

 

If you’re going to use logic reversals in your favor, you need to be subtle. Let’s say you want your roommate to do the dishes because it’s his or her turn. There’s always this approach:

 

“Hey, would you mind doing the dishes? It’s your turn.”

 

But in this example we’re assuming your roommate is lazy and the nice approach isn’t going to get the job done. So what do you do? Something like this:

 

“Hey, I’ve decided I don’t want to do the dishes anymore and am just going to start buying disposable stuff. Is that cool with you? If you want to give me some money, I can pick up extras for you, too.”

 

What this does is present the crappy alternative to not doing the dishes without placing any blame. Rather than being preoccupied with an accusation, your roommate is left to only consider the alternative. This is how reverse psychology can be effective, so long as you say it like you mean it.

 

Never Talk About the Idea — Talk Around It

 

Getting someone to want to do something can be tough if you know they’re not going to want to do it, so you need to make them believe it was their idea. This is a common instruction, especially for salespeople, but it’s much easier said than done. You have to look at planting ideas in the same way you’d look at solving a mystery. Slowly but surely you offer the target a series of clues until the obvious conclusion is the one you want. The key is to be patient, because if you rush through your “clues” it will be obvious. If you take it slow, the idea will form naturally in their mind all by itself.

 

Let’s say you’re trying to get your friend to eat healthier food. This is a good aim, but you’ve got a tough enemy: they’re addicted to the Colonel and need a bucket of fried chicken at least once a day. Out of concern you tell them to eat healthier. They either think that’s a good idea and then never do anything or just tell you to stop nagging them. For them to realize what they’re doing to their body, they need to have an epiphany and you can make that happen by talking around the issue.

 

To do this you need to be very clever and very subtle, otherwise it will be obvious. You can’t just say “oh, I read today that fried chicken is killing 10 million children in Arkansas every year” because that’s a load of crap and comes with an incredibly obvious motivation for saying it. If chicken is the target, you need to make chicken seem really unappealing. Next time you sneeze, make a joke about coming down with the avian flu. When you’re ordering at a restaurant together, verbally convey your decision to order something other than chicken because you just learned how most chicken is processed by restaurants. When you’ve done enough of these things—and, again, with enough space between them so that it doesn’t seem like odd behavior—you can start being a little more aggressive and stop going with your friend to get fried chicken. You can also take proactive steps to improve your own health and tell your friend 1) what you’re doing, and 2) how well it’s working for you. After a few weeks, if your friend hasn’t decided to reconsider his or her position on frequent fried chicken, you can casually mention it and they should be much more open to having a real discussion.

 

Undersell

 

Underselling is probably one of the easiest and most effective ways to plant an idea in someone’s mind. This is another version of reverse psychology but at a less aggressive level. Let’s say you’re trying to sell someone a hard drive. They could buy a 250GB, 500GB, or 1TB hard drive. You want to sell the largest hard drive possible because those cost more and mean more money for you. Your buyer is coming in with the idea that they want to spend the least money possible. You’re not going to get very far by telling them they should spend more money when you know they don’t want to. Instead, you need to cater to what they want: the cheap option. Here’s a sample dialogue:

 

Buyer: Can you tell me about this 250GB hard drive? I want to make sure it will work for me.

 

You: What kind of computer do you have and what do you want to use it for?

 

Buyer: I have a 2-year old Windows laptop and I need it to store my photos. I have about 30GB of photos.

 

You: 250GB is definitely more than enough for just storing your photos, so as long as you don’t have many more files you might want to put onto the drive it should be just fine for your needs.

 

This last sentence instills doubt in the buyer. You could even add “you’d only need a larger drive if you wanted to be absolutely sure you’ll have enough space in the future” but that might be pushing it a little bit. The point is, if you appear to have their best interests at heart it can be easy to make them think they want to buy more from you.

 


Again, I’d like to take this opportunity to remind everyone that planting ideas in the minds of others is not necessarily a nice thing to do. Use this information to detect when someone’s doing it to you and not necessarily as a guide to do it to somebody else.

You can contact Adam Dachis, the author of this post, at adachis@lifehacker.com. You can also follow him on Twitter and Facebook.

via How to Plant Ideas in Someones Mind – StumbleUpon.

Direct Link: http://lifehacker.com/5715912/how-to-plant-ideas-in-someones-mind?tag=manipulation/

Katie Melua: Karriere ist nicht alles im Leben ››Der Newsburger

Die Popsängerin musste im Herbst 2010 wegen starker Erschöpfung ihre Europatournee absagen.

Karriere ist nicht alles im Leben© dapd

München – Die britische Popsängerin Katie Melua schätzt nach ihrem Burnout nun auch die alltäglichen Dinge des Lebens. Sie habe lernen müssen, alles etwas entspannter zu sehen, sagte Melua der Zeitschrift “freundin” laut Vorabbericht. “Ich versuche jetzt, die kleinen, alltäglichen Dinge genauso zu schätzen wie die großen Momente, die meine Karriere mit sich bringt”, fügte die Musikerin hinzu. Sie wisse jetzt, dass nicht nur ihre Karriere in ihrem Leben zähle.

Melua musste im Herbst 2010 wegen starker Erschöpfung ihre Europatournee absagen und auf 2011 verschieben.

via Katie Melua: Karriere ist nicht alles im Leben – Der Newsburger.

INDECT in full compliance with the EU Charter of Fundamental Rights ››FOCUS Information Agency

05 March 2012 | 01:13 | FOCUS News Agency

Home / European Union

Sofia. European Commission Spokesperson Matthew Newman told the 24 Chasa daily that the INDECT project was in full compliance with the EU Charter of Fundamental Rights. In the beginning of 2012 the EC had ordered “an ethic audit” on the project by independent experts and there were so far no indications that INDECT had violated any ethics rules or EU laws. A spokesperson for EU Commissioner Antonio Tajani clarified that the system would not be tested during the European Football Championship. It transpired that no tests of the project would be run in urban environment until its end in 2013.

via INDECT in full compliance with the EU Charter of Fundamental Rights – FOCUS Information Agency.

Hallo StadtneudenkerInnen! ››PiratePad

 Hallo StadtneudenkerInnen!
Für das Vorhaben eines zweistufigen Dialogprozessess zum Thema Neuausrichtung der Berliner Liegenschaftspolitik möchten wir Euch einladen, thematisch interessierte Akteure und potentielle “AgentInnen” zu benennen, um so eine möglichst viel versprechende Sammlung möglicher MitstreiterInnen zwecks Runder Tisch zu erstellen.
In Bälde ist geplant, mit ExpertInnen (Gruppe A) und Zivilgesellschaft (Gruppe B) einen uns weiter qualifizierenden Workshop durchzuführen. Das Ergebnis des Workshops, in Form eines Thesen- und Fragenpapiers, soll bei einem darauf folgenden Runden Tisch mit Politik und Verwaltung diskutiert werden. An diesem sollen sowohl die Initiative Stadt Neudenken als auch VertreterInnen der Gruppen A und B das kritisch/konstruktive Gegenüber der Berliner Regierenden bilden. Den genaueren Zeitplan werden wir in Kürze kommunizieren.
Hinweise zur Eintragung von Informationen in dieser Liste:
Bitte tragt Eure Vorschläge bis 13. März, 18 Uhr, ein. Zwischen dem 13. und 17. März findet die Auswertung der Vorschläge statt, um sodann eine spezifische Zahl an Akteuren und “AgentInnen” zu kontaktieren und zum o.g. Workshop einzuladen.
Dieses Pad ist sehr einfach zu bedinen: bitte einfach in die untenstehenden Gliederung Namenund/oder Organisationen etc. eintragen. Die Bereiche (A-C) dienen als Gliederung und Orientierung bei der Suche und Zuordnung von potentiellen Akteuren und Institutionen etc. (wobei Überschneidungen nicht ausgeschlossen sind). Sollte ein Bereich in der Liste noch fehlen, diesen bitte als Vorschlag ergänzen.
Bei der Nennung Eurer Vorschläge bitte, falls vorhanden, auch weiter führende Informationen und/oder Links mit angeben.
Und für den Fall dass Ihr bereits Kontakt zu den von Euch eingebrachten Vorschlägen habt:  bitte Euren Namen bzw. Mailadresse am Ende Eures Eintrags notieren.
Anmerkungen bitte kursiv formatieren. 
DATENSCHUTZ: Bitte hier keine Daten von Dritten ablgen die nicht öffentlich (z.B. im Netz) zugänglich sind (z.B. Handynummern). Alle hier abgelegten Daten werden entsprechend der allgemeinen Datenschutzbestimmungen behandelt.
Nachfragen bitte an Jürgen Breiter jbreiter@wedding-windows.de 
Read the rest of this entry »

Unterstütze die „Steuer gegen Armut“ auf der Zielgeraden ››Oxfam Deutschland

Unterstütze die „Steuer gegen Armut“ auf der Zielgeraden

Nach einem langen Weg zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer (FTS) biegen die Regierungen auf die Zielgerade ein. Tempo machen vor allem Frankreich und Deutschland. Sie wollen rasch eine Steuer auf Finanzprodukte einführen, Frankreich notfalls allein und sofort, Deutschland am liebsten mit anderen europäischen Ländern im kommenden Jahr. Im Januar 2012 steht das Thema auf der Tagesordnung verschiedener Treffen, zum Beispiel beim Ratstreffen der EU am 30. Januar.

Mehr als 232.000 Menschen in Deutschland haben sich bereits mit ihrer Unterschrift für die FTS stark gemacht. Ihre Forderung: Die Finanztransaktionssteuer rasch einführen und die Einnahmen daraus für weltweite Armutsbekämpfung und Klimaschutz nutzen!

Jetzt ist unsere Unterstützung gefragt, damit die Verantwortlichen nicht auf der Zielgeraden schwächeln. Feuern Sie als Fan der Idee einer „Steuer gegen Armut“ Merkel, Sarkozy und andere Entscheidungsträger an und helfen Sie mit, dass Ihre Twitter-Follower, Facebook-Freunde und E-Mail-Kontakte ebenfalls Anhänger werden:

Twittern Sie und nutzen Sie dafür den Hashtag #Zielgerade

Fragen Sie Peter Altmaier, den Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, ob er dafür ist, Einnahmen aus der Finanztransaktionssteuer für weltweite Armutsbekämpfung und Klimaschutz zu verwenden.

Fragen Sie Hartmut Koschyk, den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, ob er dafür ist, Einnahmen aus der Finanztransaktionssteuer für weltweite Armutsbekämpfung und Klimaschutz zu verwenden.

Mit den Einnahmen aus einer Sekunde einer EU-Finanztransaktionssteuer könnten 665 Moskitonetze zum Schutz gegen Malaria finanziert werden. Diesen Fakt twittern.

Mit den Einnahmen aus einer Minute einer EU-Finanztransaktionssteuer könnten 200.000 Kinder gegen Meningitis geimpft werden. Diesen Fakt twittern.

Die Einnahmen aus drei Stunden einer EU-Finanztransaktionssteuer entsprechen dem gesamten Gesundheitsbudget von Sierra Leone. Diesen Fakt twittern.

Teilen Sie die Aktionsseite in Ihrem Facebook-Profil

Teilen Sie diese Seite in Ihrem Facebook-Profil und machen Sie ihre Kontakte aufmerksam.

Ihnen gefällt unser 84-Sekunden-Erklärvideo? Teilen Sie es und zeigen es Ihren Facebook-Freundinnen und -Freunden.

Wer soll die Finanztransaktionssteuer bezahlen und warum? Unser Info-Film erklärt es in 84 Sekunden.

Machen Sie Freunde und Bekannte per E-Mail aufmerksam

Füllen Sie bitte die Felder im Formular aus und senden Sie den Text an Ihre Freunde.

Hallo,

wusstest Du, dass man schon mit den Einnahmen eines Monats aus einer EU-weiten Finanztransaktionssteuer (winzige Steuer auf den Handel mit Finanzprodukten wie Aktien, Derivaten, Devisen etc.) in Afrika 115.000 Krankenschwestern und -pfleger für 30 Jahre beschäftigen könnte? Damit könnte ein dringend benötigter Beitrag zur weltweiten Armutsbekämpfung und zum Klimaschutz geleistet werden. Gleichzeitig würden Banken und andere Finanzinstitutionen, die für die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise maßgeblich verantwortlich sind, endlich an den Krisenreparaturkosten beteiligt.

Ich finde, die Idee einer solchen „Steuer gegen Armut“ gut. Die Regierungen biegen jetzt auf die Zielgerade ein. Vor allem Frankreich und Deutschland wollen rasch eine solche Finanztransaktionssteuer einführen, Frankreich notfalls allein und sofort, Deutschland am liebsten mit anderen europäischen Ländern im kommenden Jahr. In diesem Monat steht das Thema auf der Tagesordnung verschiedener Treffen, zum Beispiel beim Ratstreffen der Europäischen Union am 30. Januar.

Damit Merkel, Sarkozy und andere Entscheidungsträger nicht auf der Zielgeraden schwächeln und ihnen nicht die Puste ausgeht, feuere ich sie zum Schlussspurt an. Du kannst auch mitmachen. Informiere Dich und trage die Botschaft weiter. Oxfam hat ein paar Ideen zusammengestellt:

Aktionswebseite mit Vorschlägen für Twitter, Facebook und Co.

Wer soll die Finanztransaktionssteuer bezahlen und warum? Dieser Info-Film erklärt es in 84 Sekunden.

Bleibe auf dem Laufenden und besuche Oxfams Facebook-Seite von Oxfam.

Vielen Dank und beste Grüße

ABSENDEN HIER

via Unterstütze die „Steuer gegen Armut“ auf der Zielgeraden | Oxfam Deutschland.

TLAXCALA: Retten wir das griechische Volk vor seinen Rettern! ››tlaxcala-int.org

Artikel veröffentlicht auf Tlaxcala am 26/02/2012
Original: Sauvons le peuple grec de ses sauveurs !
Übersetzungen: English  Ελληνικά  Italiano  Português  Svenska  Türkçe  Español 

In eben dem Moment, in dem jeder zweite jugendliche Grieche arbeitslos ist, in dem 25000 Obdachlose durch die Straßen von Athen irren, in dem 30% der Bevölkerung unter die Armutsschwelle gefallen sind, in dem Tausende von Familien dazu gezwungen sind, ihre Kinder zur Arbeit zu schicken, damit sie nicht vor Hunger und Kälte sterben, in dem die neuen Armen und die Flüchtlinge sich auf den öffentlichen Müllhalden um die Abfälle streiten – in eben diesem Moment zwingen die „Retter“ Griechenlands unter dem Vorwand, dass die Griechen „sich nicht hinreichend Mühe geben“, diesem Land einen neuen Hilfeplan auf, der die verabreichte tödliche Dosis noch einmal verdoppelt. Dieser Plan schafft das Recht auf Arbeit ab, stürzt die Armen in extremes Elend und bringt zugleich die Mittelklassen vollständig zum Verschwinden.

Das Ziel dieser Operation kann gar nicht die „Rettung“ Griechenlands sein: in diesem Punkt sind sich alle Wirtschaftswissenschaftler einig, die überhaupt diesen Namen verdient haben. Es geht darum Zeit zu gewinnen, um die Gläubiger zu retten, während zugleich das Land in einen zeitverschobenen Konkurs getrieben wird. Und es geht vor allem darum, Griechenland zu einem Laboratorium einer gesellschaftlichen Veränderung zu machen, die dann in einem zweiten Schritt auf ganz Europa verallgemeinert werden wird. Das auf dem Rücken der Griechen experimentierte Modell ist das einer Gesellschaft ohne öffentliche Dienste, in der die Schulen, die Kliniken und die Abgabestellen für Medikamente zu Ruinen verfallen, in der Gesundheit zu einem Privileg der Reichen wird und in der die besonders verwundbaren Bevölkerungsteile zu einer planmäßigen Eliminierung bestimmt sind, während jene, die noch Arbeit haben, zu extremen Formen der Verarmung und der Prekarität verurteilt werden.

“Gerettet…”, von Dave Brown, The Independent

Damit diese Offensive des Neoliberalismus aber ihre Ziele erreichen kann, muss ein Regime eingesetzt werden, dass die elementarsten demokratischen Rechte schlichtweg einspart. Wir müssen daher sehen, wie in Europa auf Anweisung der Retter Regierungen von Technokraten gebildet werden, die sich einen Dreck um die Volkssouveränität kehren. Damit geht es um eine Wende in den parlamentarischen Regimen, in der zu beobachten ist, wie die „Volksvertreter“ den Experten und den Bankern freie Hand geben und auf das ihnen zugeschriebene Recht, Entscheidung zu treffen, einfach verzichten. Gewissermaßen ein parlamentarisch vollzogener Staatsstreich, der dann auch gegen die Protestaktionen des Volkes auf einen erweitertes Arsenal an Unterdrückungsmaßnahmen zurückgreift. Auf diese Weise hat in dem Moment, in dem die Abgeordneten – in direktem Gegensatz zu ihrem bei ihrer Wahl übernommenen Auftrag – das von der Troika (EU, EZB, IWF) diktierte Abkommen ratifiziert haben, eine Staatsgewalt, der jegliche demokratische Legitimität abgeht, die Zukunft des Landes für dreißig oder auch vierzig Jahre verpfändet.

Zugleich bereitet die Europäische Union die Einrichtung eines Sperrkontos vor, auf das die Hilfen für Griechenland direkt überwiesen werden sollen, so dass sie einzig und allein für den Schuldendienst eingesetzt wird. Die Einkünfte des Landes sollen mit „absoluter Priorität“ für die Rückzahlungen an die Gläubiger eingesetzt werden und nötigenfalls direkt auf dieses von der Europäischen Union verwaltete Konto überwiesen werden. Das Abkommen legt fest, dass jede neue Schuldverschreibung, die in seinem Rahmen aufgelegt wird, dem englischen Recht unterliegt, das materielle Garantien vorsieht, und dass alle Streitfragen von den Gerichten in Luxemburg entschieden werden sollen, da Griechenland auf jeden Einspruch gegen von den Gläubigern beschlossene Pfändungen im Vorhinein verzichtet hat. Um das Bild abzurunden, werden auch noch die auferlegten Privatisierungen einer von der Troika verwalteten Kasse übertragen, bei der die Eigentumstitel der öffentlichen Güter deponiert werden. Kurzum, es geht um eine ganz allgemein durchgeführte Plünderung, also um den eigentümlichen Zug des Finanzkapitalismus, der sich hier eine schöne institutionelle Bestätigung leistet. In dem Maße, wie hier dann Käufer und Verkäufer auf derselben Seite des Tisches sitzen werden, kann es keinen Zweifel daran geben, dass dieses Privatisierungsunternehmen sich zu einem wahren Festmahl für diejenigen entwickeln wird, die die privatisierten Güter übernehmen.

Nun haben alle bisher ergriffenen Maßnahmen nur zu dem Ergebnis geführt, dass der griechische Staat immer tiefer in seinen Schulden versunken ist und dass die griechische Staatsschuld – mit der Hilfe der Retter, die Geld gegen Wucherzinsen verleihen – geradezu explodiert ist und sich jetzt im freien Fall den 170% des BIP annähert, wo sie doch 2009 nur bei 120% lag. Es können Wetten darauf abgeschlossen werden, dass diese ganze Schar von Rettungsplänen – die jedesmal als die „allerletzten“ dargestellt werden – kein anderes Ziel verfolgt hat, als die Position Griechenlands immer mehr zu schwächen, um ihm – ohne jede Möglichkeit, von sich aus die Bedingungen einer Umstrukturierung vorzuschlagen – dadurch aufzuzwingen, dass es alles seinen Gläubigern überlässt, um der erpresserischen Alternative „entweder die Austeritätspolitik oder die Katastrophe“ zu entkommen. Die künstlich erzwungene Erschwerung des Verschuldungsproblems ist auf diese Weise als eine Waffe eingesetzt worden, um ein ganze Gesellschaft im Sturmangriff zu erobern. Wir sind uns dessen wohl bewusst, dass wir hier Begriffe aus dem Bereich des Militärischen benutzen: Es geht eben wirklich um einen Krieg, der mit den Mitteln der Finanzen, der Politik und des Rechts ausgetragen worden ist, einen Klassenkrieg, der gegen die gesamte Gesellschaft geführt worden ist. Und die Beute, welche die Finanzklasse ihrem „Feind“ zu entreißen hofft, das sind die sozialen Errungenschaften und die demokratischen Rechte – und letztlich überhaupt die Möglichkeit eines menschenwürdigen Lebens. Das Leben derjenigen, die nicht produzieren oder die aus der Sicht der Profitmaximierungsstrategien zu wenig konsumieren, braucht nicht länger erhalten zu werden.

Auf diese Weise wird die Schwäche eines Landes, das sich von einer grenzenlosen Spekulation und zerstörerischen Rettungsplänen in den Würgegriff genommen sieht, zum Einfallstor für ein neues Modell von Gesellschaft, das sich den Anforderungen des neoliberalen Fundamentalismus anpasst. Dieses Modell ist für ganz Europa bestimmt – und zielt auch noch darüber hinaus, wo immer sich das anbietet. Darum geht es wirklich – und aus diesem Grunde lässt sich die Verteidigung des griechischen Volkes nicht auf eine bloße Geste einer abstrakten Solidarität oder ebenso abstrakten Humanität reduzieren. Denn die Zukunft der Demokratie in Europa und das Schicksal der Völker Europas stehen hier auf dem Spiel. Überall wird man uns die „gebieterische Notwendigkeit“ vor Augen führen, eine „schmerzhafte, aber heilsame“ Austeritätspolitik zu betreiben – als das einzige Mittel, um dem Schicksal Griechenlands zu entgehen, obwohl sie doch in Wirklichkeit geradenwegs dahin führt.

Angesichts dieses organisiert vorgetragenen Angriffs auf die Gesellschaft und angesichts der Zerstörung der letzten Inseln der Demokratie, rufen wir unsere Mitbürger, unsere französischen und europäischen Freunde dazu auf, laut und deutlich ihre Stimme zu erheben. Den Experten und den Politikern darf nicht das Monopol des Wortes überlassen werden. Kann uns denn die Tatsache gleichgültig lassen, dass auf Verlangen insbesondere der deutschen und französischen Staatsführung den Griechen in Zukunft freie Wahlen verboten werden sollen. Verlangt die systematische Stigmatisierung und Verleumdung eines europäischen Volkes etwa keine Antwort? Ist es denn überhaupt möglich, gegen die institutionelle Ermordung des griechischen Volkes nicht seine Stimme zu erheben? Und kann man denn Stillschweigen bewahren angesichts der gewalttätigen Durchsetzung eines Systems, das den Gedanken der sozialen Solidarität als solchen aus der Rechtsordnung verbannt?

Wir befinden uns an einem Wendepunkt, von dem kein Weg mehr zurückführt. Es ist dringend geboten, den Krieg der Worte und der Zahlen auch von uns aus zu führen, um der ultraliberalen Rhetorik entgegenzutreten, die Angst und Fehlinformationen verbreitet. Es ist dringend geboten, die angeblich moralischen Lektionen zu demaskieren, die nur dazu dienen, zu verbergen, was wirklich in unseren Gesellschaften geschieht. Es ist mehr als dringend geworden, die rassistische Hartnäckigkeit als solche zu enthüllen, mit der der unterstellte Nationalcharakter eines Volkes (also, ganz nach Belieben: Faulheit und Gerissenheit) zum ersten Grund einer Krise erklärt werden soll, die in Wirklichkeit eine weltweite Krise ist. Was heute wirklich zählt, sind doch nicht die Besonderheiten der Völker, ganz gleich, ob sie real oder nur imaginär sind. Es geht vielmehr darum, was ihnen gemeinsam ist: Das Schicksal eines Volkes, das sich auf alle anderen Völker auswirken wird.

Technische Lösungen, mit denen man die Alternative „entweder Zerstörung der Gesellschaft oder Bankrott“ (was in Wirklichkeit, wie man heute ieht, bedeutet „sowohl Zerstörung der Gesellschaft als auch Bankrott“) vermeiden kann, sind schon vielfach vorgeschlagen worden. Alle müssen auf den Tisch, wenn darüber nachgedacht wird, wie ein anderes Europa aufgebaut werden kann. Aber zunächst einmal steht es an, das Verbrechen anzuzeigen und die Lage vollständig ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen, in der sich das griechische Volk heute aufgrund der „Hilfspläne“ befindet, die von und für die Spekulanten und Gläubiger erdacht worden sind. In dem Moment, in dem sich weltumspannend eine Unterstützerbewegung bildet, in dem die Netze des Internets von Solidaritätsinitiativen nur so wimmeln – sollten da die französischen Intellektuellen die letzten sein, die ihre Stimme für Griechenland erheben? Warten wir also nicht länger, schreiben wir immer mehr Artikel, ergreifen wir in den Medien das Wort, setzen wir Debatten Gang, wo immer sie stattfinden können, starten wir Volksbegehren und Demonstrationen. Jede Initiative ist hier willkommen, jede Initiative dringend nötig. Wir selber ergreifen hiermit die Initiative für ein europäisches Komitee der Intellektuellen und Künstler, das der Solidarität mit dem griechischen Volk in seinem Widerstand dient. Wenn wir das nicht tun, wer dann? Wenn nicht jetzt, wenn dann?”

Vicky SKOUMBI, Chefredakteurin der Zeitschrift ‚aletheia‘, Athen; Michel SURYA, Direktor der Zeitschrift ‚Lignes‘, Paris und Dimitris VERGETIS, Direktor der Zeitschrift ‚aletheia‘.

Und: Daniel ALVARO, Alain BADIOU, Jean-Christophe BAILLY, Étienne BALIBAR, Fernanda BERNARDO, Barbara CASSIN, Bruno CLÉMENT, Danièle COHEN-LEVINAS, Yannick COURTEL, Claire DENIS, Georges DIDI-HUBERMANN, Roberto ESPOSITO, Francesca ISIDORI, Pierre-Philippe JANDIN, Jérôme LÈBRE, Jean-Clet MARTIN, Jean-Luc NANCY, Jacques RANCIÈRE, Judith REVEL, Elisabeth RIGAL; Jacob ROGOZINSKI, Avital RONELLI, Ugo SANTIAGO, Beppe SEBASTE, Michèle SINAPI, Enzo TRAVERSO, Frieder Otto WOLF.

Übersetzt von Judith Dellheim

►Gesamtliste der Unterschriften sehen und Eure Unterschrift hinzufügen hier

Danke The European Graduate School
Quelle: http://www.editions-lignes.com/sauvons-le-peuple-grec-de-ses.html
Erscheinungsdatum des Originalartikels: 21/02/2012
Artikel in Tlaxcala veröffentlicht: http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=6922
via TLAXCALA: Retten wir das griechische Volk vor seinen Rettern!.

Gary Critchley enjoys his first day of freedom after being in jail for 30 years ››Sunday Mercury

Mar 4 2012 by Adam Aspinall, Sunday Mercury

A FORMER punk rocker jailed for over three decades for a crime he insists he did not commit has shared his first taste of freedom with the Sunday Mercury.

Gary Critchley

Gary Critchley, 49, from Birmingham, has been released from prison on parole after 31 years behind bars.

And he is currently learning how to deal with a very different world to the one he has been forbidden from seeing since he was locked up at the age of 17 in 1981.

Gary said: “It feels great to be out, it really does. But it is so strange getting to grips with everything because so much has changed.

“It is like the whole of Birmingham has gone up a gear. Everything is so much busier to how I remember it and there are so many more people about.

“Certain neighbourhoods I knew when I was younger have completely changed their character.

“I could not believe what I was seeing when I saw that the Longbridge factory had gone.

“It was very sad.

“Birmingham is also so much noisier then it used to be but it also looks much more modern in the city centre.

“There is so much for me to see and do, and there is so much for me to learn, that it is going to take time.

“I am just so happy to be out. I am enjoying every minute of it.”

Gary was jailed for the murder Edward McNeill, who was found bludgeoned to death in a London squat in 1980. There were no forensics to tie him to the crime and witness statements blaming someone else were never heard in court.

To everyone’s disbelief Gary was convicted of murder and ‘detained at Her Majesty’s Pleasure’, the juvenile equivalent of a life sentence with a recommendation that he should serve ‘no more than nine years’.

Gary has since lost multiple appeals and the Criminal Cases Review Commission has, so far, refused to re-open his case.

But the Miscarriages of Justice Organisation and The Innocence Project UK have taken up the fight to overturn his conviction.

Meanwhile, Gary said he was relieved to be finally a free man once more and says he hopes to try to make money by selling his paintings.

While in prison he became a prolific painter and won a Koestler award for some of his works.

He has also been encouraged by staff of Cambridge University, who exhibited several of his paintings in their library.

He even sent a painting to Nelson Mandela, who wrote a thank you letter to him and wished him luck with his bid to clear his name.

He said: “I am really keen to work. But I will not be able to do that for a while due to the demands of my parole conditions.

“As I wait for these to work out I think I am going to try to make some money by selling some of my paintings.

“I have had a lot of praise for them in the past and think if I could set myself up in a studio or something like that I could make a good effort trying to make a living out of it.

“So I am going to focus on enjoying my life and clearing my name.

“It is extremely important for me to do that, not just for myself but also for my long-suffering mum.

“My brother Alan was murdered in 1987 and my dad John was killed by a drink driver so I cannot be the only male left in my family with the tag of a murderer. I will not let that happen and I will clear my name.

l For more information visit http://www.justiceforgarycritchley.org

adam.aspinall@sundaymercury.net

via Gary Critchley enjoys his first day of freedom after being in jail for 30 years – Sunday Mercury.

Call for decentralized actions: international day of action against repression on the 10th of March 2012 – Free J.A.I.B. (Vienna) «Fight Repression!

Published on February 12, 2012 in Uncategorized. 0 Comments

The repressive actions of the state, judiciary and police against autonomous political structures in Vienna has increased in the last years . 
After the completion of the written verdict and the acquittal of 13 defendants in the § 278a case against animal rights activists in february, the biggest Austrian court case since 1945 (hopefully) has found its end.

But the next political trial is already taking place: this time against 4 political activists (J.A.I.B.), who were, among others, participating in the education-protests of 2009 (unibrennt: a.o. Audimax-occupation Vienna, Academy of fine arts Vienna,…) and active in anti-racist protests.

During the occupations of the Academy of fine arts Vienna in 2009 and the following occupations of the Audimax and other lecture halls in the university of Vienna, the Federal Office for the Protection of the Constitution and Counter-Terrorism (Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung – LVT) started an extensive investigation. 
The LVT did not just monitor protests, but also observed individuals and locations (especially the Academy of Fine Arts Vienna and the huge Audimax auditorium Vienna), tapped telephones and placed undercover agents. 
These measures were legally “legitimized” by using the sniffer-article 278 (i.e.the formation of a criminal/terrorist organization). In order to justify the investigation, the four activists J.A.I.B. were put into prison for two months in July 2010. Their flats as well as the space of an autonomous culture initiative were raided and many items and computers were seized for several weeks.

The four are being accused of setting a garbage bin on fire in front of a federal job center. They were confronted by the federal prosecutor with the following allegations: forming a terrorist organization, committing terrorist offenses, criminal conspiracy, serious criminal damage and arson.
The four activists used their right to refusal to give evidence. Even after their release, the prosecutor and police were still trying to extort statements from them. A video documentation of a deportation found during a raid was presented by the LVT as a preparation for a planned liberation of prisoners. By now, nearly all of these accusations against J.A.I.B. have been dropped (from the indictment).

On the 13th of March 2012, the opening of their trial will take place.
Read the rest of this entry »

SA.10.03.2012 DEMONSTRATION: FIGHT REPRESSION! KEINE KRIMINALISIERUNG VON POLITISCHEN WIDERSTAND ››fightrepression2010.lnxnt.org

Published on March 1, 2012

DEMONSTRATION
FIGHT REPRESSION!
KEINE KRIMINALISIERUNG VON POLITISCHEN WIDERSTAND

SA.10.03.2012
RAMPE UNIWIEN
15:00
SCHOTTENTOR

Die 4 Aktivist_innen J.A.I.B. sind nun 19 Monate
nach ihrer Enthaftung wegen versuchter Brandstiftung
angeklagt, Prozessbeginn 13.3.2012 9:00 Uhr.
LANDESGERICHT JOSEFSTADT

Ausgangspunkt waren Konstruktionen nach §278,
die auf Observationen von Demos sowie den
Unibesetzungen 2009 (#unibrennt) oder Anti-
Abschiebungsaktionen basieren.

Über mehrere Jahre hinweg wurden Tierrechtsaktivist_
innen für ihr Aufbegehren gegen die Unterdrückung und
Ausbeutung von Tieren terrorisiert und kriminalisiert.
Mit der schriftlichen Urteilsverkündung geht der Wiener
Neustädter §278 Prozess nun hoffentlich zu Ende.

Organisationssparagraphen finden vermehrt ihre
Anwendung. Wie gegen die Anarchosyndikalist_innen
“Belgrad 6”, den 40 No TAV (Hochgeschwindigkeitszug)
Aktivist_innen in Italien, den mutmaßlichen Mitgliedern
der Revolutionären Zellen die Frankreich nach 33 Jahren
im Exil nach Deutschland ausliefern,…Hausprojekte,
Wagenplätze und Freiräume, die praktische Versuche
darstellen jenseits unerträglicher Normalzustände zu
leben, werden mit Polizeigewalt geräumt (Liebig 14/
Berlin, Kukutza/Bilbao, Treibstoff/Wien…).

Aber die Städte kochen weiter!
Kein Bespitzeln, Kriminalisieren, Verhaften
wird jemals Widerstand stoppen!
Mit unserer Vernetzung und aktiven Solidarität
bleiben wir laut und lassen uns nicht einschüchtern!
Gerichte sind zum Essen da (und Häfen für Schiffe).

AUFRUF ZU DEZENTRALEN AKTIONEN

http://www.fightrepression2010.tk

via http://fightrepression2010.lnxnt.org/?p=321

FACEBOOK Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/307743919281548/

Was Grasser droht: 15 Jahre Haft und Pensionsverlust <<http://kurier.at

Eine mögliche Anklage gegen den einstigen Finanzminister rückt näher. Der KURIER beantwortet die wichtigsten offenen Fragen.

 

 Niederungen der Realität: Gerichtssaal und Vernehmungszimmer wurden für KHG bekanntes Terrain. Drei Delikte werden ihm zur Last gelegt

Ein Sonnyboy geht in die Politik, wird der beliebteste Finanzminister seit Jahrzehnten, heiratet in einen Milliarden-schweren Kristall-Clan ein – und wird von seiner Vergangenheit, sprich mehr oder weniger zweifelhaften Freunden, eingeholt: Die Affäre Karl-Heinz Grasser hat alle Zutaten für eine seichte TV-Serie. Für den Hauptdarsteller ist der Fall aber ungemein ernst. Es geht um Malversationen in Millionenhöhe, eine Millionen-Show also, in der es für Grasser irgendwann „Game over“ heißen könnte. Denn die Causa spitzt sich zu: Die Justiz hat den Einstellungsantrag von KHG abgewiesen. Und sogar die Schwiegermutter belastet ihn. Wie geht es weiter? Wird Grasser im Gefängnis landen? Der KURIER beantwortet die wichtigsten Fragen.

Seit Herbst 2009 wird gegen Karl-Heinz Grasser ermittelt und laut Gericht besteht „dringender Tatverdacht“ – warum gibt es dann noch keine Anklage?
Die Antwort lautet: Weil die Ermittlungen immer noch laufen. So wartet etwa die Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) bis heute auf Unterlagen, die bei Hausdurchsuchungen in Liechtenstein und in der Schweiz sichergestellt wurden. Die dortige Justiz hat die Unterlagen zwar seit Längerem in Gewahrsam. Stiftungsräte und Anwälte haben aber Einspruch gegen die Auslieferung erhoben und nun muss ein Gericht klären, welche Unterlagen die Vaduzer Staatsanwälte ins Ausland, sprich nach Wien, schicken dürfen. Dem nicht genug, werden nach wie vor Unterlagen von Hausdurchsuchungen im Zusammenhang mit dem Linzer Terminal Tower ausgewertet. „Daher kann derzeit auch keine Entscheidung über eine Anklage oder eine Verfahrenseinstellung getroffen werden“, erklärt WKStA-Sprecher Martin Ulrich. „Wir sind vom Gesetz verpflichtet, alles umfassend aufzuklären.“ Per Gesetz dürfen Staatsanwälte grundsätzlich nur dann Anklage erheben, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher ist als ein Freispruch.

  Wolfgang Kulterer

Ex-Hypo-Chef Wolfgang Kulterer wurde in Haft genommen, weil er seinen Wohnsitz aufgeben wollte. Karl-Heinz Grasser plant ebenfalls, seine Wiener Wohnung aufzugeben. Warum ist er noch auf freiem Fuß?
Neben dem dringenden Tatverdacht müssen auch Haftgründe (Flucht-, Tatbegehungs- und Verdunkelungsgefahr) vorliegen, um jemanden in U-Haft zu nehmen. Dass Grasser seinen Wohnsitz in der Wiener Innenstadt aufgeben will, bedeutet für die Justiz „nicht zwingend“, dass er mit ihr nicht mehr zusammenarbeitet. Grasser ist bisher zu allen Terminen anstandslos erschienen (er wurde mehrfach stundenlang einvernommen, zuletzt im August 2011) und die Gefahr, dass er die ihm vorgeworfenen Taten wiederholt beziehungsweise versucht, Spuren zu verwischen (Verdunkelungsgefahr) ist – derzeit – nicht gegeben. Abgesehen davon, dass ein Richter die U-Haft angesichts dieser Tatsachen vermutlich nicht genehmigen würde, gibt es ein zusätzliches „Hindernis“: Bei Verdunkelungsgefahr darf die U-Haft maximal zwei Monate dauern. Die Ermittlungen werden sicher noch länger dauern, U-Haft wäre also sinnlos.

 

Welche Delikte werden Grasser zur Last gelegt?

Gegen Karl-Heinz Grasser wird wegen des Verdachts der Untreue, der Bestechlichkeit (Geschenkannahme durch Beamte) und wegen Steuerhinterziehung ermittelt. Worum geht’s bei der Untreue? Dieser Verdacht bezieht sich auf die Auswahl der Investment-Bank, die den Verkauf der staatlichen BUWOG-Wohnungen abgewickelt hat. Grasser steht im Verdacht, dafür gesorgt zu haben, dass die US-Investmentbank Lehman Brothers zum Zug kam, obwohl sich die Vergabekommission ursprünglich für die CA-IB ausgesprochen hatte. Laut Staatsanwaltschaft war Lehman nicht Best- und Billigstbieter – Grasser soll also die Republik finanziell geschädigt haben. Außerdem wird Grasser der Bestechlichkeit verdächtigt. Er steht im Verdacht, einen Teil jener 9,6 Millionen-Euro Provision kassiert zu haben, die bei der Privatisierung der staatlichen BUWOG geflossen ist. Konkret vermuten die Ermittler, dass die BUWOG-Käufer über Umwege von Grasser erfahren haben, wie viel sie bieten müssen, um den Zuschlag zu erhalten. Das juristische Problem der Strafverfolger ist dabei: Für das Delikt der Untreue muss auch ein konkreter Schaden nachgewiesen werden; dieser scheint vorerst aber schwer beweisbar. Denn selbst wenn der BUWOG-Verkauf ein „abgekartetes Spiel“ war (Michael Ramprecht, Ex-Mitarbeiter Grassers) , müsste die Staatsanwaltschaft beweisen, dass ein Konkurrent mehr für die BUWOG-Wohnungen bezahlt hätte, als das tatsächliche Käuferkonsortium. Grasser selbst bestreitet sowohl die Bestechlichkeit als auch die Untreue. Was die Steuerhinterziehung betrifft, hat er eine Selbstanzeige erstattet. Diese bezieht sich allerdings nur auf ein Wertpapier-Depot. Die Ermittler vermuten, dass Grasser über seine komplexen Stiftungs- und Firmenkonstruktionen im Ausland Steuern hinterzogen hat – was Grasser dementiert.

 

Wird es eine Anklage geben?
Ob es eine Anklage in allen Punkten gibt, lässt sich schwer abschätzen. Bei der Frage der Abgaben-, sprich Steuerhinterziehung wird die Entscheidung maßgeblich davon abhängen, wie sich Grassers Steuerberater verhält. Er hat vor den Ermittlern ausgesagt, dass Grasser vier Millionen Euro seiner Meinl-Honorare via Liechtenstein nach Wien überwiesen hat. Diese Praxis wird vom Verwaltungsgerichtshof als Versuch gewertet, die Einkommenssteuer zu umgehen – sowohl der ehemalige Finanzminister wie auch sein Steuerberater mussten das natürlich wissen. Wenn Grassers Berater aussagt, dass der Ex-Finanzminister die Bestimmungen wider besseren Wissens umgehen wollte, droht ein Strafverfahren. Ansonsten müsste Grasser im Falle einer Hinterziehung nur Steuer und Pönale nachzahlen.

Gibt es Zeugen, Indizien oder Beweise, die den Ex-Finanzminister entlasten?
Die Justiz muss Be- und Entlastendes recherchieren. Die Tatsache, dass Grasser als Ex-Spitzenpolitiker eine komplizierte Stiftungskonstruktion in Liechtenstein betreibt, ist bemerkenswert, aber noch nicht strafbar. Ebenso irrelevant wäre, wenn der einstige Finanzressortchef in seinen Stiftungen mehr Geld parkt, als er mit Meinl, Magna und als Minister verdient haben kann. Er muss das nicht erklären können, es sei denn, die Staatsanwaltschaft würde auch wegen Geldwäsche ermitteln – was sie aber nicht tut.

Kann Grasser nur aufgrund von Indizien verurteilt werden, oder braucht es Sachbeweise, Geständnisse etc.?
In Österreich gilt die freie Beweiswürdigung, das heißt: Der Richter entscheidet, welche Information wie relevant ist, es gibt bei Beweisen oder Indizien keine qualitativen Unterschiede. Letztlich liegt es an der Staatsanwaltschaft, ein so dichtes Netz an Informationen zu weben, dass es für eine Anklage und auch für einen Schuldspruch reicht – sonst gibt es keinen Prozess.

Welche Strafe droht KHG bei einer Verurteilung?
Wird Grasser wegen Untreue verurteilt, droht ihm als Ex-Minister eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren Haft. Experten rechnen damit, dass eine Verurteilung jedenfalls zu einer „mehrjährigen Haft“ führen würde. Als Argument gilt die Höhe der involvierten Zahlungen – allein die Kaufsumme der BUWOG betrug eine Milliarde Euro.

Müsste KHG im Falle einer Verurteilung Geld zurückzahlen? Wenn ja, wie viel?
Nur wenn das Gericht einen Schaden festmachen kann. Dafür müsste z. B. ein Sachverständiger nachweisen, dass ein anderer Bieter mehr für die BUWOG bezahlt hätte. Rückwirkend ist das schwierig.

Verliert Grasser bei einer Verurteilung Ansprüche auf eine Politiker-Pension?
Das ist wahrscheinlich, denn aufgrund seiner Tätigkeit als Landeshauptmann-Stellvertreter stünde Grasser in Kärnten ein Drittel der Mindestpension für Regierungsmitglieder zu, sprich: Zwischen 2000 und 3000 Euro brutto. Laut Kärntner Landesrecht verliert man diesen Anspruch, wenn man eine unbedingte Haftstrafe ausfasst.

via http://kurier.at/nachrichten/4487219-was-grasser-droht-15-jahre-haft-und-pensionsverlust.php

Erlasse gegen die Gentrifizierung – Hinz&Kunzt

1. March 2012 | Von BEB | Kategorie: Nachrichten

Nachdem kürzlich für St. Georg und St. Pauli sogenannte Soziale Erhaltungsverordnungen erlassen wurden, wollen SPD und GAL das auch für weitere Stadtteile im Bezirk. Hamm, Horn und Borgfelde sollen so vor „allzu starker Gentrifizierung“ geschützt werden.

Borgfelde-Bildarchiv-Hamburg-300×212 in Erlasse gegen die Gentrifizierung

Der Bezirk Mitte prüft auch für den Stadtteil Borgfelde eine Soziale Erhaltungsverordnung.

Der Bezirk Mitte will in Hamm, Horn und Borgfelde sogenannte Soziale Erhaltungsverordnungen erlassen. Das beschloss der Ausschuss für Wohnen und Stadtteilentwicklung auf eine gemeinsame Initiative von SPD und GAL hin.

Die Stadtteile sollen „vor einer allzu starken Gentrifizierung und Veränderung“ geschützt werden, so Michael Osterburg, Vorsitzender der GAL-Bezirksfraktion. Noch würden „städtebauliche und mieterfreundliche Kriterien allzu oft in den Hintergrund“ geraten. Susanne Buhl, Sprecherin der SPD für den Regionalbereich Hamm / Horn / Borgfelde/ Rothenburgsort sagt: „Wir wollen weitere Entwicklungen mit dem Stadtteilcharakter in Einklang halten.“

Dabei sollen laut den Fraktionen zwei Instrumente helfen: erstens ein sogenanntes Strukturmonitoring, bei dem vor allem vorhandene Daten über die soziale Situation der Bevölkerung und die Wohnsituation mit Mietpreisentwicklung zusammengestellt und ausgewertet werden. Zweitens die Prüfung einer Sozialen Erhaltungsverordnung für bestimmte Bereiche der Stadtteile. Die fachliche Bewertung übernimmt jetzt das Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung im Bezirk Mitte. Erste Ergebnisse sind im Mai dieses Jahres zu erwarten.

Für Teile der Stadtteile St. Georg und St. Pauli gelten seit Februar sogenannte Soziale Erhaltungsverordnungen. Modernisierungen, Nutzungsänderungen und Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen in den Quartieren müssen künftig vom Bezirk genehmigt werden. Laut Bezirksamt Mitte verhindern die Verordnungen die Verdrängung einkommensschwacher Haushalte.

Außer für St. Pauli und St. Georg gilt eine solche Verordnung schon für die südliche Neustadt. Zudem sollen in diesem Jahr auch für das Osterkirchenviertel in Altona und die Sternschanze Erhaltungsverordnungen erlassen werden.

Text: BEB

Foto: http://www.bildarchiv-hamburg.de

via Erlasse gegen die Gentrifizierung – Hinz&Kunzt.

INDECT – Wirre Vision oder Krude Realität ››blog.boxedpages.net

Der Kampf um die ACTA-Ratifizierung ist noch in vollem Gange – es sieht nicht allzu gut aus. Und man hört schon die nächsten Paukenschläge. IPRED ist z.B. der Vorstoß der Europäischen Kommission, so ziemlich alle Punkte die zur Zeit an dem ACTA Abkommen kritisiert werden, in teils noch verschärfterer Form in einem anderen Vertrag festzulegen. Der Startschuss für IPRED fiel schon im Jahr 2004, heise berichtete darüber. Der Aufschrei war allerdings nicht annähernd so laut wie bei der ACTA Diskussion. In einem späteren Artikel werde ich mich näher mit IPRED beschäftigen.

Aber wer jetzt denkt das wars mit dem Eisberg, den muss ich enttäuschen. Im Jahr 2009 hat die EU ein neues Vorhaben ins Leben gerufen, die INDECT – “INtelligent information system supporting observation, searching and DEteCTion for security of citizens in urban environment” (“Intelligentes Informationssystem, das Überwachung, Suche und Entdeckung für die Sicherheit von Bürgern in einer städtischen Umgebung unterstützt”) … Wen der Name noch nicht abschrecken sollte, für den habe ich die Gruselmeldung schlechthin. Und ich bitte nun jeden Leser mit einem schwachen Gemüt unsere Seite zu schließen und sich wieder den schönen Dingen des Lebens zu widmen. Denn was jetzt kommt ist nichts geringeres als blanker Horror für jeden Datenschützer, Demokraten und aufrechten Bürger.

Begonnen hat das ganze wie gesagt schon Anfang 2009 im Zuge des 7. Forschungsrahmenprogramms aus Brüssel. Die Studie soll 5 Jahre andauern und bis zum 31.12.2012 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten des Projekts sollen sich auf 14,8 Millionen Euro belaufen, davon übernimmt die EU 10,906,984 Euro. Von den 17 Institutionen aus 10 Ländern kommen 3 aus Deutschland. Die Innotec Data GmbH, die PSI AG und die Bergische Universität Wuppertal. Das deutsche BKA hat sich einer Teilnahme vorbildhaft enthalten, in einer Pressemeldung lässt es verlauten „aufgrund des umfassenden Überwachungsgedankens des Projektes“ nicht zu partizipieren! Es hat 2009 ein eigenes Projekt “Foto-Fahndung” vorgestellt, welches jedoch 2007 mit überwiegend negativen Ergebnissen eingestellt wurde. Dies war der einzige Beitrag des BKA an dem INDECT Projekt.

An diesem Punkt haben wir die Fakten geklärt, jetzt zum Inhalt, die Webseite Stoppt-Indect hat eine Darstellung die ich selbst nicht hätte besser formulieren können:

INDECT verbindet sämtliche Daten aus Foren, Social Networks (z.B. Facebook), Suchmaschinen des Internets mit staatlichen Datenbanken, Kommunikationsdaten und Kamerabeobachtungen auf der Straße. INDECT wird wissen, wo wir sind, was wir tun, weshalb wir es tun und was unsere nächsten Schritte sein werden. INDECT wird unsere Freunde kennen und wissen, wo wir arbeiten. INDECT wird beurteilen, ob wir uns normal oder abnormal verhalten.

Klingt wie Science-Fiction ist aber harte Wahrheit. Selbst der Wikipedia-Artikel darüber schreibt: “Mittels „Predictive Analytics“ und „Relationship mining“ sollen Risiken analysiert und Straftaten vorhergesehen werden”. Klingt stark nach dem Hollywood Film Minority Report. Damit ist es amtlich, die bis heute geltende Unschuldsvermutung wird in kürze ein Ding der Vergangenheit sein.

Erklärte Ziele des Projektes sind unter anderem die vollständige Nutzbarmachung aller vorhandenen Daten, On- und Offline, um ein Profil über Menschen zu erstellen, welches Straftaten und andere Delikte präventiv aufklären soll. Hierzu sollen alle Aktivitäten von ihnen in Chats, News-Seiten, P2P Netzwerken und selbst dem Usenet automatisch gesammelt und bewertet werden – von einer Software. Ein Dokument (work package 4), welches im Oktober 2009 auf Wikileaks erschien und als “Geheim” gekennzeichnet ist, beschreibt wie die Computerlinguistik dahingehend entwickelt werden soll, das “die Suchroutinen in der Lage sind, Beziehungen zwischen Personen sowie den Kontext einer Unterhaltung bei der Interpretation der Sprache mit einzubeziehen”.

Weiterhin sollen Polizeiliche Einrichtungen die Möglichkeit bekommen, Menschen auf der Strasse zu überwachen. Hierzu sollen UAVs (Unmanned Air Vehicle), kleine fliegende Geräte die mit Kameras versehen sind, in der mobilen städtischen Observation von Bürgern (Mobile Urban Observation System) eingesetzt werden. Diese sollen maximal vernetzt, autonom auffällige Personen verfolgen und die Daten an die nächstgelegene zuständige Einrichtung schicken. Um verdächtiges Verhalten zu definieren wurden Fragebögen an Polizisten verteilt, unter anderem mit Fragen wie:

- Wie sehen Taschendiebe/Dealer/Drogenabhängige/verlorene Kinder/Hooligans/Terroristen aus, welche Kleidung tragen sie?

- Woran erkennt man Autodiebstähle, Vandalismus, Bedrohung mit Waffengewalt etc.

- Woran erkennt man Personen, die Hilfe benötigen?

- Welche Bewegungsarten zeichnen gefährliche Situationen in Massenveranstaltungen aus?

In einer Umfrage mit polnischen Polizisten wird auffälliges Verhalten dann etwas konkreter. Wer auf der Straße rennt, kämpft, zu schnell fährt; wer im öffentlichen Nahverkehr auf dem Fußboden sitzt, zu lange sitzt, Gepäck vergisst; wer im Stadion Flaschen wirft, das Spielfeld betritt; wer am Flughafen Gepäck vergisst oder zu lange sitzt wird erfasst.

In die automatisierte Überwachung sollen des weiteren Bewegung in die “falsche” Richtung, “Herumlungern”, Treffen von mehr als X Personen, Autodiebstahl, Laufen, fallende Personen, Gepäck vergessen, Herumsitzen, länger als die Dauer X, Schreien, Schüsse, Explosionen und fluchende Personen einfließen. Aus diesen Daten wird dann ein personenbezogenes Profil erstellt und in eine Gefahrenkategorie eingestuft. Im schlimmsten Fall für immer.

Auch die bisher installierten öffentlichen Überwachungskameras an größeren Plätzen, in U-Bahn Stationen und Bahnhöfen kommen nicht zu kurz. So soll Software entwickelt werden, die anhand von biometrischen Daten aus Ausweisen und Führerscheinen Bewegungsprofile erstellt und Personen vollautomatisiert verfolgt. Diese Daten sollen dann gemeinsam mit anderen, wie Telekommunikationsdaten (Vorratsdatenspeicherung) und Mobilfunkdaten (Stille SMS / GPS), in einer großen Datenbank zusammengeführt werden. George Orwell, 1984 lässt grüßen. Wem dabei Skynet oder ähnliches in den Sinn kommt, der ist nicht verrückt, kein Verschwörer oder ähnliches, das wird unter Umständen bald sehr real.

Bei der diesjährigen Fussball Europameisterschaft in Polen soll das System erstmals zum Einsatz kommen. Es werden Feldversuche über die Registrierung von abnormalem Verhalten bei den Zuschauern und Anwohnern, sowie eine automatisierte Analyse von Sprechchören durchgeführt. Im September 2010 wurden die Geheimhaltungsvorschriften für INDECT noch einmal scharf heraufgestuft, es wurde ein “Ethikrat” gegründet, der fortan die Veröffentlichungen zu Fortschritten und Ergebnissen kontrolliert.

Nachfolgend noch ein paar Links zu Kritikern und Meinungen.

www.taz.de
www.zeit.de
www.wdr.de
www.asta.uni-wuppertal.de
www.telegraph.co.uk
www.euractiv.de
www.alexander-alvaro.de
www.stopp-indect.info

via INDECT – Wirre Vision oder Krude Realität.

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 239 other followers

%d bloggers like this: