Archive for February, 2012

Spanish police brutalize student protesters in Valencia <<http://roarmag.org

by Jerome Roos on February 21, 2012

Post image for Spanish police brutalize student protesters in Valencia

Conjuring up memories of Franco’s dictatorship, a peaceful student protest in Spain was violently disturbed by police assaults on harmless minors.

A peaceful protest against budget cuts in education in Valencia, Spain on Tuesday ended in bloody police repression. Conjuring up memories of Franco’s brutal dictatorship, squads of riot police violently assaulted a group of some 300 students, arresting at least 26 and leaving scores injured. YouTube footage displayed a policeman forcefully pushing two girls onto a car, while photos emerged of young kids with bloodied faces surrounded by riot police.

While the regional police chief branded the students “as the enemy” and insisted that riot police had merely deployed “proportioned physical force”, reporters on the scene confirmed that the baton-wielding police forces had even fired rubber bullets at the students. Despite the Spanish newspaper El Publico reporting “brutal police aggression”, hundreds of students took back to the streets in the evening and encircled the University of Valencia in protest.

Tuesday’s demonstrations, which come a day after over a million Spaniards took to the streets to contest the governments’s labor reforms, marked the fourth straight day of student protests in Spain’s third largest city. Valencia is one of the most heavily hit regions in Spain’s crippling debt crisis, and with the newly-appointed Rajoy government pushing through even more harsh austerity measures, budget cuts have left most schools without heating.

The images coming out of Valencia have already caused widespread indignation on social media and in the Spanish press, and are likely to feed into further protests in the days ahead. Solidarity demonstrations have been called in Madrid and Barcelona. As we previously pointed out after the crackdowns in Barcelona, New York and Oakland, this type of police violence will, in the end, only further reinvigorate our resistance.

 

*** SEE ALL VIDEOS AND IMAGES HERE ***

VIA http://roarmag.org/2012/02/spain-valencia-students-protest-brutality-violence/

Pressemitteilungen <<kritische-polizisten.de

Verwicklung von Polizei + Verfassungsschutz mit der NSU

21. Februar 2012

Die bürgerrechtliche Orientierung in den Ermittlungseinheiten ist nach wie vor schlecht. Dabei war die Entwicklung im rechten Spektrum bekannt. Auch die Geisteshaltungen in den Polizeien und Verfassungsschutzämtern war und ist bekannt. Illustrieren tut dies unter anderem der im Jahr 2000, in der “TRIBÜNE”, Zeitschrift zum Verständnis des Judentums, 39. Jahrgang, Heft 156, S. 160-170, erschienene Artikel von Thomas Wüppesahl in seiner Funktion als Bundessprecher:

“SS-Runen auf Spinden. Polizei und Rechtsextremismus.”

Bedauerlicherweise kann dieser Artikel fortgeschrieben werden: Von 2000 bis 2012. Davor sowieso. Uns Kritische PolizistInnen erreichten gerade im November und Dezember 2011 zahlreiche Anrufe und Mails, in denen unglaubliche Abgründe polizeilichen Selbstverständnisses von Bayern bis Mecklenburg-Vorpommern geschildert wurden. Unsere Mitglieder (die früheren wie die aktiven) tragen an den Zuständen ohnedies schwer. Ernsthaft interessieren tut dies alles kaum jemanden. Man orintiert sich lieber an den drei großen Gewerkschaften (auch bei den Grünen), also so wie jetzt plötzlich Hundertschaften an ErmittlerInnen sich neuerlich beweisen. Am erschreckendsten ist, dass die Gesamtanalyse zu den Zuständen in den Polizeien weiterhin zutrifft. Niemand von den politisch Verantwortlichen nimmt die ernsthafte Ursachen- und Strukturbehebung vor.

Nach wie vor haben pathetische Sonntagsreden einen höheren Stellenwert als tatsächliche Ursachenbekämpfung. Nun gibt es auch einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuß (PUA) auf Bundesebene zu der Killer-Serie von rechts-außen gegen mindestens 10 Menschen, es wird in wenigen Tagen einen Staatsakt geben, zwei weitere PUA’s auf Landesebenen (Sachsen-Anhalt und Sachsen), mehrere Hundertschaften von KriminalbeamtInnen und StaatsanwältInnen sind in Marsch gesetzt und überprüfen gewissermaßen ihre eigenen Fehler. Und in Untersuchungsausschüssen werden mehr oder weniger kluge Fragen von Abgeordneten gestellt. Manchmal weiß man nicht was furchterregender ist.

Thomas Wüppesahl, Sprecher Kritische Polizisten

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The SIPRI Top 100 arms-producing and military services companies, 2010

The SIPRI Top 100 lists the world’s 100 largest arms-producing and military services companies (excluding Chinese companies), ranked by their arms sales in 2010. The list is based on the comprehensive SIPRI Arms Industry Database, which contains financial and employment data on the world’s major arms-producing and military services companies. The SIPRI Top 100 for 2010 is the 23nd edition of the SIPRI Top 100—earlier versions are available here.

Arms sales are defined by SIPRI as sales of military goods and services to military customers, including both sales for domestic procurement and sales for export. Military goods and services are those that are designed specifically for military purposes and the technologies related to such goods and services.

Although it is known that several Chinese arms-producing enterprises are large enough to rank among the SIPRI Top 100, a lack of comparable and sufficiently accurate data makes it impossible to include them. There are also companies in other countries, such as Kazakhstan and Ukraine, that could be large enough to appear in the SIPRI Top 100 list were data available, but this is less certain.

For more on the coverage and methodology of the SIPRI Top 100 see the notes below and read the sources and methods.

Companies are ranked according to the value of their arms sales in 2010. An S denotes a subsidiary company. A dash (–) indicates that the company did not rank among the SIPRI Top 100 for 2009.

Company names and structures are listed as they were on 31 Dec. 2010. For subsidiaries and operational companies owned by a holding or investment company, the name of the parent company is given in parentheses along with its country, where it differs.

Figures for arms sales, total sales and total profit are in millions of US dollars.

via http://info-agent.blogspot.com/2012/02/das-geschaft-mit-dem-krieg-weltweite.html

via http://www.sipri.org/research/armaments/production/Top100

Das Geschäft mit dem Krieg <<fr-online.de

Waffen verkaufen geht immer

Trotz kriselnder Wirtschaft können sich die Rüstungsfirmen nicht beklagen. Sie verbuchen laut Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri ein Umsatzplus. Auch deutsche Unternehmen profitieren vom Waffenhandel.

F35 Kampfflugzeuge von Lockheed Martin: Das US-Unternehmen steht mit Verkäufen im Wert von rund 35,7 Milliarden Dollar weltweit an der Spitze der Rüstungskonzerne. Foto: Tom Reynolds

Kopenhagen –

Die hohen Staatsschulden in den westlichen Staaten bekommen nun auch die Waffenschmieden zu spüren. Nach Zuwachszahlen von sechs und sieben Prozent in den vergangenen Jahren und zweistelligem Wachstum anfangs des Jahrzehnts stieg der Umsatz der hundert größten Waffenkonzerne 2010 nur noch um ein Prozent. Dies geht aus der neuesten Statistik hervor, die das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag veröffentlichte. Experten erwarten, dass es bei den Waffenverkäufen in den nächsten Jahren zu einem Umsatzrückgang kommen wird. Das verraten die in vielen Ländern beschlossenen Sparprogramme bei der Anschaffung von neuem Kriegsmaterial.

Die Top-100 der Waffenschmieden verkauften 2010, dem letzten Jahr, für das Zahlen vorliegen, Militärgut für insgesamt 411,1 Milliarden Dollar nach 406 Milliarden im Jahr davor. Dies ist – bereinigt um Inflation und Wechselkursschwankungen – eine Steigerung um immerhin 60 Prozent im letzten Jahrzehnt.

Besonders starkes Wachstum verzeichneten Firmen, die sich auf militärische Dienstleistungen wie Systemsupport, Wartung, Reparatur, aber auch Training und Logistik spezialisiert haben. Sie steigerten ihren Umsatz seit 2002 um fast 150 Prozent.

Wegen der oft langfristigen Lieferverträge sei die Rüstungsindustrie von „sofortigen, drastischen finanziellen Bedrohungen“ abgeschirmt, stellt Sipri fest. „Die vorliegenden Zahlen demonstrieren, dass die größten Konzerne trotz Krise weiterhin fähig sind, Waffen und Service zu verkaufen“, sagt Susan Jackson, die Autorin des Rapports.

Größter Rüstungskonzern mit deutscher Beteiligung ist der EADS-Konzern

US-amerikanische und westeuropäische Firmen dominieren das Kriegsgeschäft, mit 44 US-Firmen und 30 europäischen Unternehmen in der Liste der Top 100. Marktführer ist weiterhin der US-Flugzeug- und Raketenbauer Lockheed Martin, der 132000 Menschen beschäftigt, 78 Prozent seines Umsatzes mit Kriegsmaterial macht und diesen gegenüber dem Jahr 2009 um sieben Prozent auf 35,7 Milliarden Dollar steigern konnte. Das britische Rüstungskonsortium BAE Systems nimmt mit 32,9 Milliarden Dollar Rang zwei ein, wobei mehr als die Hälfte des Umsatzes von der US-Tochter stammt. Dritter in der Rangliste ist Boeing. Größter Waffenhersteller mit deutscher Beteiligung ist nach wie vor die deutsch-französisch-spanische Kooperation EADS. Europas größter Luft- und Raumfahrtkonzern setzte mit Militärgut 16,3 Milliarden Dollar um. Das reicht für Rang sieben. Die weiteren deutschen Rüstungskonzerne sind Rheinmetall (31.), Krauss-Maffei Wegmann (52.), Thyssen-Krupp (56.), Diehl (63.) und MTU Aero Engines (100.).

Die Aussagekraft der Erhebung des Friedensforschungsinstituts Sipri ist geschwächt. Der Grund: verlässliche Daten aus den Schwellenländern. So fehlen in der Statistik chinesische Waffenschmieden, obwohl mehrere dortige Unternehmen sich für einen Platz unter den Top-100 qualifizieren würden. Auch in Russland könne es Firmen geben, die auf die Liste gehörten, wegen unzureichender Daten aber nicht berücksichtigt wurden, heißt es in dem Sipri-Report.

via http://info-agent.blogspot.com/2012/02/das-geschaft-mit-dem-krieg-weltweite.html

via http://www.fr-online.de/politik/das-geschaeft–mit-dem-krieg-weltweite-waffenverkaeufe-steigen-weiter,1472596,11715570.html

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Hochgeladen von NickoLoyal am 07.12.2011

SEHR LUSTiG, ABER WAHR.

via http://www.youtube.com/watch?v=AdIkTNnnBFo

 

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Hochgeladen von virtuelli am 28.02.2012

BZÖ demonstriert Ahnungslosigkeit zum
Thema ACTA, Sozialversicherung treibt Selbstständige in die Armut,
BürgerInnen gegen Postamtsschließungen, EU Abgeordneter zu ACTA,
Solidarität mit Griechenland und Wege aus der Krise. Plus
Kurznachrichten. Dr. Falaffel, Veganer Restaurantführer uvm.

via Nachrichten ganz org vom 28. Februar 2012 – YouTube.

viaNachrichten ganz org vom 28. Februar 2012 – YouTube.

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Hochgeladen von daniel0402hrncir am 25.02.2012

“Tanzen gegen ACTA, oder Musik für freies Internet.”

Zum zweiten Mal gingen Tausende Menschen gegen ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement, dt. Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommen) auf die Straßen.

In ganz Europs gab es wieder zahlreiche Demonstrationen gegen das geplante Abkommen der EU. Befürchtet werden neben der totalen Überwachung, dem Verlust der Privatsphäre und der Zensur des Internets, auch durchaus lebensbedrohende Folgen. Zum Beispiel würd durch das beinah überall geltende Urheberrecht, auf Medikamte angewandt werden, womit in Länder mit geringer Liquidität die günstiger zu beschaffenden Generika (billigerer Medikamente) nicht mehr zu haben wären. Oder das Patentrecht auf Saatgut würde den günstigen Anbau auf Korn, Kartoffeln und anderen lebenswichtigen Nahrungsmitteln unmöglich machen.

Darum unterstützen unzählige NGO´s, NPO´s, aber auch Parteien. den Widerstand des Volkes und forcieren die sofortige Einstellung des geplanten Abkommens.

Unterstüzen kann man #STOPPACTA auch selbst unter:

http://www.stopp-acta.info

Daniel Hrncir für WienTV.org

via ACTA ad acta – YouTube.

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Japan aktuell: Tod eines Fukushima-Arbeiters durch Überarbeitung anerkannt ››spreadnews.de

27. Februar 2012

Vergangene Woche berichteten wir über einen Journalisten der Asahi Shimbun, der wegen Drogenmissbrauchs belangt wurde und jetzt folgte am Sonntag bereits die Meldung der Festnahme eines Programmdirektors wegen Drogenbesitzes der NHK. Wir dagegen versichern, dass das einzige Aufputschmittel unserer aktiven Mitarbeiter aus japanischem Grüntee besteht.

Einiges hat sich an diesem Wochenende ereignet, und während die japanische Punkband SCRAP musikalisch gegen TEPCO vorgeht, berichten wir an dieser Stelle über das, was in Fukushima aktuell geschah, wie etwa den Tod eines Arbeiters,  die Ablehnung der Atomkraft und zeigen Fotos einer Notfallübung von TEPCO. Weitere Fukushima News jetzt Spreadnews Japan-Ticker vom 27. Februar 2012.

Die Themen zum Wochenbeginn:

  • Wasserleck an Rohren von SARRY
  • Überarbeitung von Fukushima-Arbeiter als Todesursache anerkannt
  • TEPCO zeigt Katastrophenübung
  • Menschenkette gegen AKW Tokai
  • Flugverbotszone um AKW Fukushima verringert
  • Bürgermeister boykottieren Gespräche über Zwischenlager
  • Dekontaminationszentrum in Fukushima eröffnet
  • Mögliche Einflußnahme auf Kontrollgremium
  • Rauch am AKW Kashiwazaki-Kariwa
  • Niederländisches Sea Shepherd Mitglied wieder aktiv

Wasserleck an Rohren von SARRY: Am Samstag entdeckten gegen 8:30 Uhr Ortszeit ein TEPCO-Angestellter, sowie der Arbeiter eines Partnerunternehmens ein Wasserleck an einem angeschweissten Teil der Leitung der zweiten Cäsiumfiltereinheit (SARRY), die im ersten Stock des Gebäudes einer Abfallentsorgungseinheit für Feststoffe untergebracht ist.

Das Leck habe sich lediglich auf einen Tropfen pro Sekunde beschränkt. Bislang seien etwa 10 Liter ausgetreten, jedoch nicht aus dem Gebäude herausgelangt. Um 10:44 Uhr habe man SARRY abgestellt und ein Ventil oberhalb des Lecks geschlossen, um weiteren Wasseraustritt zu verhindern. Um 11:10 Uhr wurde der Wasseraustritt für gestoppt erklärt.

Eine Messung der Oberflächenradioaktivität ergab 4 bis 5 Millisievert pro Stunde. TEPCO kündigte an, das Wasser zu analysieren und die genaue Konzentration der Radioaktivität im freigesetzten Wasser zu überprüfen. Sie gaben dann die Werte in folgender Weise an.

  • Jod-131: Nicht nachweisbar
  • Cäsium-134: 1.3 x 105 Becquerel pro Kubikzentimeter
  • Cäsium-137: 1.8 x 105 Becquerel pro Kubikzentimeter

Die Dekontamination des angesammelten Wassers wurde durch die kurzfristige Abschaltung von SARRY nicht behindert, zudem bestünden noch ausreichende Bestände an bereits gereinigtem Wasser, so dass es keinen Einfluss auf die Kühlung des Reaktors habe.

Überarbeitung von Fukushima-Arbeiter als Todesursache anerkannt: Nach Angaben des Rechtsanwalts der Hinterbliebenen, wurde der tödliche Herzinfarkt von Nobukatsu Osumi, einem 60 Jahre alten Arbeiter, am 13. Mai vergangenen Jahres jetzt als Folge der Überarbeitung anerkannt.
Dem Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales zufolge, ist dies das erste Mal seit Beginn der Krise, dass der Tod eines Angestellten als Überarbeitung eingestuft wurde.

Der Herzinfarkt wird auf die extrem körperliche und geistige Belastung zurückgeführt, der sich der Angestellte durch Nachtarbeit, dem Tragen von Schutzkleidung und Arbeit an Rohranlagen ausgesetzt sah. Er hatte bereits am zweiten Arbeitstag über Unwohlsein geklagt und war dann verstorben (Spreadnews berichtete).

Die Einschätzung von Osumis Tod könnte ähnliche Entscheidungen nach sich ziehen, denn insgesamt gibt es bereits 35 Fälle in denen Entschädigungsforderungen im Zusammenhang mit der Atomkatastrophe gefordert werden. Dabei geht es auch um den Tod zwei weiterer Arbeiter, die durch den Tsunami starben.

TEPCO zeigt Katastrophenübung: Nachdem gefährlich hohe Temperaturen in der jüngeren Vergangenheit ein entgleisen der Kontrolle über die Situation am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi befürchten liess, will der Betreiber mit einer Katastrophenübung nun offenbar weiteren Bedenken entgegenwirken. Zu den Bildern die am Sonntag und heutigen Montag aufgenommen worden waren, gehören Fotos von der Sicherstellung der Stromversorgung, sowie von Löscheinsätzen, der Einleitung von Kühlwasser, der Strahlungsmessung und Ersten Hilfe.

Menschenkette gegen Neustart des AKW Tokai:  Wie die Mainichi Shimbun heute berichtet, versammelten sich etwa 700 Menschen zunächst in einem Park, bevor sie durch die Straßen zogen und beim erreichen des wegen Wartungsarbeiten heruntergefahrenen Atomkraftwerks Tokai 2, die einen Kilometer lange Menschenkette bildeten. Einige Teilnehmer der Aktion, die von mehreren Organisationen ausgerichtet worden war, hatten über den Mikrobloggingdienst Twitter von dem Protest erfahren und waren eigens aus anderen Präfekturen angereist.

Flugverbotszone um AKW Fukushima verringert: Unmittelbar nach der Fukushima-Katastrophe war die Flugverbotszone um das Kraftwerk auf 30 Kilometer ausgedehnt ausgedehnt worden. Im Mai 2011 folgte dann bereits die Verkleinerung auf einen Radius auf 20 Kilometer. Nun hat Japans Verkehrsbehörde den Bereich Freitagnacht auf drei Kilometer zusammengekürzt. Das berichtet die Nachrichtenagentur jiji sowie die NHK.

Eine gemeinsame Untersuchung der Flugzeuge durch die Ministerien für Transport und Wissenschaft, die zwischen dem 6. und 10. Februar 2012 erfolgte, kommt zu dem Schluss, der Strahlungslevel in einer Höhe von 150 Metern über dem Kraftwerk bei schätzungsweise bis zu 12 Mikrosievert pro Stunde beträgt. Ein Pilot der 1.000 Stunden fliegt, sähe sich pro Jahr einer maximalen Dosis von 12 Millisievert ausgesetzt, was nach Angaben des Transportministeriums unter dem zulässigen Grenzwert von 20 Millisievert liege.

Bürgermeister boykottieren Gespräche über Zwischenlager: Der Versuch der japanischen Regierung, vertreten durch Umweltminister Goshi Hosono und Tatsuo Hirano, Minister für Wiederaufbau, mit den örtlichen Behörden über die Errichtung von Zwischenlagern für radioaktiv belastetes Erdreich in ihren Gemeinden zu diskutieren, ist am Teilnahme-Boykott durch mehrere Bürgermeister gescheitert.

Ursprünglich hatten sich die Minister in Koriyama mit der Führung der acht Gemeinden im Landkreis Futaba, in dem sich auch das AKW Fukushima Daiichi befindet, treffen sollen. Da jedoch sowohl Katsutaka Idogawa, Vorsitzender der Bürgermeister des Landkreises und zugleich Bürgermeister des Orts Futaba, als auch zwei  seiner Kollegen – die Bürgermeister von Hirono and Namie – ihre Teilnahme absagten, waren lediglich informelle Gespräche mit den fünf verbliebenen Teilnehmern möglich. Diese dürften jedoch kein politisches Gewicht haben.

Als Begründung für seinen Boykott nannte Idogawa auf einer Pressekonferenz in Kazo (Präf. Saitama) sein starkes Misstrauen gegenüber der Regierung in Tokyo. Zudem hatten ihn Medienberichte verärgert, in denen die Strategien der Regierung für das Gebiet und den Ankauf von Landstücken bereits vor dem Treffen erläutert worden waren. Dies lasse befürchten, dass die Regierung bereits Entscheidungen hinter dem Rücken der Bewohner treffe. Berichtet wurde der Boykott etwa von der Asahi Shimbun und der jiji.

Auch der Umstand, dass die Regierung ankündigte, man werde das entsprechende drei bis fünf Quadratkilometer große Gebiet zur Lagerung von bis zu 28 Million Kubikmetern radioaktivem Erdreich  zu den Preisen kaufen, die vor dem Beginn der Krise üblich waren und damit den Preissturz nach den Naturkatastrophen ignorieren, scheint somit bislang keinen Anreiz zu bieten. Laut Asahi Shimbun plane die Regierung zwischen 50 bis 100 Milliarden Yen für das Gebiet zu zahlen, abhängig vom gebotenen Standort.

Dekontaminations-Informationszentrum in Stadt Fukushima:  In einer  Meldung vom Samstag berichtet die NHK, dass die Mitarbeiter des im vergangenen Monats vom Umweltministerium eröffneten Zentrums nun damit begannen, die Bürger über geeignete Schritte zur Kontamination und die dafür notwendigen Arbeiten zu informieren. Der Betrieb des Informationszentrums ist eine Reaktion der Behörden auf die Unsicherheit und Besorgnis der Präfektureinwohner, wie sie ihr Eigentum richtig von radioaktiver Belastung befreien könnten.

Im Zentrum werden auch notwendige Arbeitsmittel wie Dosimeter und Hochdruckreiniger vorgestellt. Bürger die selber die Dekontamination ihres Hauses vornehmen wollen, können sich dort Expertenratschläge einholen.

Krisenminister wegen versuchter Einflussnahme kritisiert: Die politische Opposition in Japan kritisiert den Krisenminister Goshi Hosono wegen der möglichen Einflussnahme auf die Neutralität eines unabhängigen Untersuchungsausschusses, da er sich mit dessen Vorsitzendem, Kiyoshi Kurokawa zur Erläuterung eines Entwurfs zur Schaffung einer neuen Atomaufsichtsbehörde getroffen habe. Bei derartigen Treffen könnte Hosono auch politischen Druck ausüben, so die Kritiker, über deren Position die Yomiuri Shimbun am Samstag berichtete.

Rauch am AKW Kashiwazaki-Kariwa: Von einem Gebäude mit Geräten der Wärmetauscheranlage am Reaktor 5 des derzeit ruhenden Kernkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa (Präf. Niigata) wurde am Sonntag eine zu diesem Zeitpunkt ungeklärte Rauchentwicklung festgestellt. Diese hatte sich offenbar am späten Samstag ereignet.  Bei einer Überprüfung konnte kein Feuer als Ursache ermittelt werden. Auch Lecks oder eine Freisetzung radioaktiven Materials konnte nicht festgestellt werden, so der Betreiber TEPCO der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge.

Niederländisches Sea Shepherd Mitglied wieder aktiv: Erst am Mittwoch vergangener Woche war Erwin Vermeulen von einem japanischen Gericht in Wakayama freigesprochen haben – nun ruft er die japanische Regierung bereits erneut zum Stopp des Walfangs, der vorgeblich zur wissenschaftlichen Forschung dient, auf.

Vermeulen saß zuvor in Haft, nachdem ihm vorgeworfen worden war, in der Küstenstadt Taiji, die vom Walfang lebt, einen Mann mit einem Schlag vor die Brust  angegriffen zu haben, als dieser ihn nicht in ein gesperrtes Gebiet vorlassen wollte. Da Vermeulen zu diesem Zeitpunkt jedoch Kamera und Funkgerät in der Hand gehabt habe, hätte er die ihm zur Last gelegte Tat nicht begehen können, entschied das Gericht.

Die Vorwürfe seien politisch motiviert gewesen, um den militanten Walfanggegnern zu schaden, so Sea Shepherd. Iwao Takayama. Der Verteidiger Vermeulens erklärte, das Gericht habe die Klage korrekterweise als ein normales Verfahren des Klägers gegen die Person Vermeulens behandelt und keine Zugehörigkeit zu Interessengruppen verhandelt.

Der Niederländer forderte nun erneut deutlich ein Walfangverbot. Die Walfanggegner stehen seit Jahren mit den Bewohnern von Taiji in Konflikt. Der Ort selbst wurde durch die Oscar prämierte Dokumentation “Die Bucht” international bekannt. Der Dokumentarfilm zeigt das gezielte Zusammentreiben und die Tötung von 2.000 Delfinen im Jahr 2007.

Beziehung zwischen Nagoya und Nanking weiterhin angespannt:  Der Gouverneur der Präfektur Aichi, Hideaki Omura drängt den Bürgermeister der Stadt Nagoya am heutigen Montag, die Verwaltungssitz der Präfektur ist, dazu, die Verbindungen zur chinesischen Partnerstadt Nanking wieder zu glätten, so die Nachrichtenagentur Kyodo.Der Bürgermeister Takashi Kawamura hatte den Unmut der chinesischen Behörden erregt, als er bei einem Treffen mit Vertretern der chinesischen Partnerstadt, das so genannte Nanking-Massaker der kaiserlich japanischen Armee im Jahr 1937 als reguläre Kampfhandlungen bezeichnet und Übergriffe gegen Zivilisten geleugnet habe.

Kawamura, der es zuvor abgelehnte hatte seine revisionistischen Äußerungen zurückzuziehen, versuchte nach Angaben der Mainichi Shimbun, die sich dabei auf Quellen aus dem Umkreis des Bürgermeisters beruft, bereits am Samstag die Wogen zu glätten. So habe er eingeräumt, während des Besuches der chinesischen Vertreter in seiner Stadt eine private Ansicht zu äußern sei unfreundlich von ihm gewesen. Damit übernimmt er zwar die Verantwortung für die Spannungen, seine Aussage bleibt damit dennoch im Raum stehen.

Gouverneur Omura, der eine baldige Beilegung des Konflikts beschwor, äußerte sich zu den Differenzen bei den Zahlen der Opfer aus einem Bericht im Jahr 2010 – China spricht von 300.000 während japanische Experten von 20.000 oder 200.000 ausgehen und erklärte, er würde diese Schätzungen gerne durch Berechnungen gestützt wissen.

via Japan aktuell: Tod eines Fukushima-Arbeiters durch Überarbeitung anerkannt : spreadnews.de.

Grasser will angeblich Penthouse in Wien abstoßen ››GMX.at

Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser will angeblich sein Penthouse in der Wiener Innenstadt abstoßen, schreibt die Tageszeitung “Österreich” unter Berufung auf die “Wiener Immobilienszene”.

Grasser selbst wird in der Tageszeitung mit den Worten zitiert: “Ich betone, dass ich bisher keinen Makler mit dem Verkauf beauftragt habe.”

“Was ich in Zukunft mit meiner Wohnung mache, ist reine Privatsache. Ich bleibe jedenfalls in Wien”, so der ehemalige Minister. “Österreich” spekuliert, Grasser wolle sich nach Kitzbühel zurückziehen.

Das Objekt sei eine Hauptmietwohnung, Eigentümerin sei die Wiener Städtische Versicherung, die Miete betrage “über 20.000 Euro” schreibt “Österreich”. Grasser wolle für den Ausbau vier bis fünf Mio. Euro Investment-Ablöse. Österreich zitiert einen “Insider”, der davon ausgeht, dass es um das Objekt eine Bieterschlacht geben werde.

via Grasser will angeblich Penthouse in Wien abstoßen – GMX.at.

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Hochgeladen von bloodybastard210 am 24.02.2012

Politischer Aschermittwoch 2012

via Merkel bekommt Bierdusche – YouTube.

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These companies are still using Workfare – tell them it’s wrong ››Liberal Conspiracy

by Sunny Hundal    
February 27, 2012 at 9:25 am

All last week, the govt used angry and whiny interviewsw in national newspapers to defend their exploitative Workfare programme. And why not – they don’t care whether people are paid for work or not, providing this gives the impression jobs are being created. They’ve failed to grow the economy so this works instead.

Companies free slave labour that can be discarded after a few weeks without penalty. Why would they complain?

But the A4E scandal has illustrated the scam of the back-to-work industry.
There are two elements to Workfare schemes: people are forced into them, and they get no pay. This is exploitative, and even libertarians and Daily Mail readers agree.

We’d like your help in telling these companies to stop supporting this government scheme.

Below are companies still part of this slave-labour scheme. Others such as Tesco, Sainsbury’s, Superdrug, Boots and the charities, Friends of the Earth, Salvation Army and Mind have pulled out.

Why are they not on the list? Ask them!

Tell us if you hear back from any of them. I’ll post updates as they come in.

Over the last week – the government has deliberately hidden their own documents and re-written history to hide details about their own schemes. WHY?

Political Scrapbook and Left Foot Forward are also joining in. There’s also a Facebook campaign from today.

via These companies are still using Workfare – tell them it’s wrong | Liberal Conspiracy.

Read our Paper.li newspapers :)

sRomy is not having too much time for posts the last days

READ our Newspapers in the meanwhile if you fancy on Paper.li :) –> 15Ogustin

MM der PPÖ – ACTA Rückzieher ist nicht genug, 23.02.2012 ››piratenpartei.at

Medienmitteilung der Piratenpartei Österreichs

ACTA-Rückzieher ist nicht genug – Jetzt geht es gegen den gläsernen Menschen – Internationale Demos für die persönliche Freiheit in der EU werden fortgesetzt

Die Piratenpartei Österreichs (PPÖ) hat am Donnerstag die Zuweisung des Anti Counterfeit Trading Act (ACTA) zur Überprüfung an den EU Gerichtshof (EUGH) nach europaweiten Protesten gegen das im Copyright-Mäntelchen verhüllte Zensurgesetz begrüsst. Die Taktik der EU-Kommission, mit der ACTA zumindest für ein bis zwei Jahre verzögert wird, ist aber nicht das Ende dieses lebensgefährlichen Vertrags, der kranken Menschen in weniger entwickelten Ländern den Zugang zu Generika-Medikamenten verunmöglicht und die Informationsweitergabe im Internet kriminalisiert.

Nach Rechts-Meinung der PPÖ kann ACTA nur komplett abgeblasen werden, da das EU-Recht nur eine Bestätigung oder Zurückweisung wegen menschenrechtlicher Bedenken zulässt. „Nachverhandeln ist nicht mehr möglich. Entweder kommt ACTA zu 100 Prozent oder es kommt nicht“, sagte PPÖ-Bundesvorstand Patryk Kopaczynski.

Kopaczynski sieht sich durch den raschen Rückzieher sowohl der österreichischen Bundesregierung als auch der EU-Kommission darin bestätigt, dass der einfache EU-Bürger sehr wohl mit seinem Protest etwas bewirken kann: „Zuerst sagte die EU-Kommission, unsere Argumente seien dumm, dann fand sie die Proteste undemokratisch und jetzt weist sie es dem EUGH zu. Das ist eindeutig ein grosser Erfolg für die internationale Allianz der europäischen Piratenparteien und alle beteiligten Kräfte, den wir am Samstag bei der Demo entsprechend kommunizieren werden.“

ACTA abgewehrt – Jetzt kommt die Bürgerinformation zum Überwachungs-Europa

Die Piratenpartei, die Grünen, die JuSos und etliche weitere Organisationen werden daher bei der für Samstag, den 25. Februar, angekündigten Gross-Demonstrationen in Wien, Graz und Salzburg beginnen, die österreichische Bevölkerung über die nächsten Schritte der EU zum totalitären Überwachungs-Europa zu informieren.

Die Proteste sind schon jetzt als Erfolg zu werten. „Erstmals haben sich Hunderttausende Europäer erfolgreich gegen ein Gesetz aus Brüssel gewehrt“, sagte Kopaczynski.

Fluggast-Datenweitergabe an US-Heimatschutzministerium DHS

Denn in der EU kommt jetzt ein Schlag gegen die Privatsphäre nach dem anderen.

Der fraktionslose österreichische EU-Abgeordnete Martin Ehrenhauser weist dabei auf das Fluggastdatenabkommen (PNR) mit den USA hin, über das der Innenausschuss des EU-Parlaments bereits Ende März abstimmen wird. Das PNR-Abkommen sieht die Weitergabe von Dutzenden Datensätzen an die US-Heimatschutzministerium DHS (Department of Homeland Security) vor, die dort 15 Jahre lang gespeichert werden und unter anderem für den Grenzschutz ausgewertet werden. „Diese Maßnahme stellt einen unverhältnismässigen Eingriff in die Privatsphäre der EU-Bürger dar. Die anlasslose Rasterfahndung in der Luft ist abzulehnen,“ sagte Ehrenhauser.

VDS macht ab 1. April alle Österreicher zu gläsernen Menschen

Für die PPÖ ist es wiederum vordringlich, jetzt alle Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass das Ende 2007 überfallsartig von der schwarz-blauen Koalition unter der Ägide des unter Korruptionsverdachts stehenden Ex-Innenministers Ernst Strasser eingeführte Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung (VDS) ab 1. April alle Österreicher zu gläsernen Menschen macht.

Im Rahmen von VDS werden künftig alle Kommunikations- und Standortdaten aller österreichischen Einwohner 6 Monate lang gespeichert. Die Piratenpartei beginnt daher am Samstag mit einer Informationswelle zu VDS, mit dem de facto künftig alle Österreicher unter Generalverdacht stehen. Dieses Gesetz steht in krassem Gegensatz zum heimischen Amtsgeheimnis, das Ursache für die Korruptions-Auswüchse in Österreich ist.

Kopaczynski sagte dazu: „Die täglich bekannt werdenden Skandale in Österreich sind ja nur unter dem Mantel des Amtsgeheimnisses möglich, wodurch Lobbyisten und Beamte vor unangenehmen Nachfragen geschützt sind.“

Die totalitäre VDS und die sich ausbreitende Geheimhaltung offizieller Vorgänge im Staatsapparat werden auch zentrale Themen bei der kommenden PPÖ-Bundesgeneralversammlung am 1. April in Wien sein.

Samstags-Demo: Bereits mehr Teilnahmezusagen als am 11. Februar

Auf der Facebook-Seite Stopp-ACTA gibt es bisher 5.800 Teilnahmezusagen für die am Samstag ab 14 Uhr vom Christian-Broda-Platz über die Mariahilfer Strasse zum Parlament ziehende Demo und damit mehr als bei den bundesweiten Demonstrationen am 11. Februar. Weitere 3.400 Aktivisten haben Ihr Interesse bekundet. Nach zweistelligen Minusgraden am 11. Februar hofft die PPÖ, dass Temperaturen über 10 Grad plus die Demo zu einem weiteren Erfolg der entstehenden österreichischen Demokratie-Allianz werden lassen.

DJ MikMok da Groove wird mit de-eskalierendem Sound dafür sorgen, dass der Protestzug erneut zu einem Symbol für die friedliche Protestbewegung der PPÖ und ihrer Themen-Partner wird.

Piratenpartei Österreichs (PPÖ)
Rückfragehinweis: Toni Straka, Bundesmediensprecher
Email: toni.straka@piratenpartei.at
Tel.: +43 676 696 6664
Twitter: PiratenOE

via MM der PPÖ – ACTA Rückzieher ist nicht genug, 23.02.2012.

Vertraulicher Bericht zu “Indect” ››compliancemagazin.de

Piratenpartei wendet sich gegen EU-Überwachungsprojekt und fordert: Bericht des Innenministeriums zu “Indect” öffentlich machen

Piratenpartei: “Jeder ist schuldig bis die Unschuld bewiesen ist – Über die Auswirkungen dieser Instrumente wird leider wenig gesprochen”

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(21.02.12) – Im Innenausschuss des Bundestages präsentierte am 8. Februar 2012 das Innenministerium am einen vertraulichen Bericht zum EU-Überwachungsprojekt “Indect”. [1] Die Piratenpartei fordert, diesen Bericht und sämtliche zugehörigen Dokumente sofort offenzulegen. Weiter wenden sich die Piraten auch gegen das ausgefeilte Überwachungsvorhaben “Indect” an sich.

Im Forschungsprojekt “Indect” [3] werden verschiedene Überwachungstechnologien weiterentwickelt, automatisiert und miteinander verknüpft. “Indect” steht für ein geplantes “Intelligentes Informationssystem zur Unterstützung der Überwachung, Suche und Erkennung (von Personen)”. So soll es möglich werden, dass das System “verdächtiges Verhalten” eines Menschen erkennt, Daten über die betreffende Person einholt, sie nach einer Durchleuchtung dieser Informationen einer bestimmten Gefahrenkategorie zuordnet und gegebenenfalls (z. B. bei Zuordnung zu einer Kategorie “verdächtige Personen”) die Polizei informiert. Ziel ist die Verhinderung von Straftaten, bevor diese überhaupt begangen wurden.

“Es ist jetzt schon vielerorts eine differenzierte Technik der sozialen Kontrolle im Einsatz: Spähsoftware, Videoüberwachung und alle möglichen Varianten auch biometriegestützter Überwachungs- und Kontrollverfahren, wie wir sie unter dem Schlagwort “Indect” zusammenfassen können”, meint Bernd Schlömer, stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland. “Die Überwachung wird hier zum unverzichtbaren Instrument im Kampf gegen das Verbrechen deklariert. Über die Auswirkungen dieser Instrumente wird leider wenig gesprochen. Ich würde mir wünschen, dass die Vertreter der deutschen Innenpolitik die Bürgerinnen und Bürger zumindest über die angedachten Überwachungsinstrumente und -methoden aufklären. Die kontinuierliche Verletzung unserer Privat- und Intimsphäre darf auf keinen Fall in dieser Weise angewandt werden.”

Deutschland sei laut Piratenpartei bereits jetzt eines der sichersten Länder der Welt: Die Zahl der Straftaten sinke stetig, die Aufklärungsrate steige. Eine Notwendigkeit, die Grundrechte mit weiteren Überwachungsmaßnahmen zu beschneiden, sei keinesfalls erkennbar. [2] Wer überwacht werde, ändere sein Verhalten. Zudem werde ein diffuses Gefühl der Unsicherheit geschaffen.

Seit über zwei Jahren wird “Indect” von der Piratenpartei thematisch begleitet. Besonders die integrierte Vernetzung aller möglichen Datenquellen sowie deren automatisierte Auswertung lehnen die Piraten als bürgerrechtsfeindliche Vorverdächtigung ab. Auch sollen unbemannte Flugzeuge – im Volksmund “Drohnen” genannt – im Rahmen von “Indect” bei Großereignissen eingesetzt werden und verdächtige Personen aus der Luft erkennen. Bilder können mittlerweile in Gigapixel-Auflösung erstellt werden, das heißt, jeder einzelne Mensch auf der Straße kann in Passfotoqualität sichtbar gemacht werden.

“Indect” ist ein Vorhaben im Rahmen des 7. Rahmenprogrammes für so genannte Sicherheitsforschung in der EU [4]. Weitere Projekte beschäftigen sich etwa mit dem automatischen Erkennen “auffälligen Verhaltens in Menschenmengen” im Forschungsprojekt “Adabts”.

Quellen:

[1] Tagesordnung des Innenausschusses des Bundestages

http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a04/tagesordnungen/TO_065__Sitzung_am_08__Februar_2012.pdf

[2] Bericht zur Kriminalität in Deutschland

http://www.n-tv.de/panorama/Kriminalitaet-geht-zurueck-article878126.html

[3] Offizielle Website zu “Indect”:

http://cordis.europa.eu/projects/89374_en.html

[4] Übersicht über alle Sicherheits-Projekte des 7. Rahmenprogrammes

http://cordis.europa.eu/fp7/security/fp7-project-leaflets_en.html

Hintergrund zu “Indect”

“Intelligent information system supporting observation, searching and detection for security of citizens in urban environment”

Dt.: “Intelligentes Informationssystem zur Unterstützung von Überwachung,Suche und Erfassung für die Sicherheit von Bürgern in städtischer Umgebung”

“Indect” ist ein Forschungsprogramm der Europäischen Union für die Verbesserung der Massenüberwachung und zur präventiven Verbrechensbekämpfung. Seit September 2010 wurden die Geheimhaltungsvorschriften verstärkt, so dass ein Ethikrat seitdem über die Veröffentlichung von Informationen entscheiden muss. Dies wird auch von Abgeordneten des Europäischen Parlaments kritisiert.

Andere Forschungsprogramme des 7. Rahmenprogrammes:

“Adabts”

Automatic Detection of Abnormal Behaviour and Threats in crowded Spaces (Automatische Erkennung von abnormalem Verhalten und Bedrohungen in Menschenmengen)

“Samurai”

Suspicious and Abnormal behaviour Monitoring Using a netwoRk of cAmeras & sensors for sItuation awareness enhancement (Beobachtung von verdächtigem und abnormalem Verhalten mithilfe eines Netzwerks aus Kameras und Sensoren für eine Verbesserung der Erkennung von Situationen)

(Piratenpartei: ra)

via Vertraulicher Bericht zu “Indect”.

Totale Überwachung – Bericht aus Brüssel – WDR Fernsehen

Mittwoch, 22. Februar 2012, 21.55 – 22.10 Uhr .

zum Video

Die EU fördert ein Forschungsprojekt, das George Orwells „1984“ sehr nahe kommt. Unter dem Titel „indect“ entsteht ein perfekt vernetztes Überwachungssystem.

Indect: Ein Überwachungssystem, das fast kein Personal mehr braucht

Ein Mann steht auf einem Parkplatz, kramt in seiner Tasche nach dem Autoschlüssel. Was er nicht ahnt: Längst hat ihn eine Kamera ins Visier genommen und als potentiellen Autodieb eingestuft. Der Grund: Die Schlüsselsuche – sie dauert scheinbar zu lange. Das Überwachungssystem hat registriert, dass der Mann länger als „normal“ neben dem Auto steht. Verdächtig. Automatisch wird der Mann gescannt, und ein Abgleich mit Datenbanken und Melderegistern ergibt prompt, dass das Auto nicht ihm gehört, sondern einer Frau. Das macht ihn noch verdächtiger. Das System veranlasst deshalb die Verfolgung des Mannes. Dass der lediglich den Autoschlüssel seiner Freundin gesucht hat, konnte es nicht erkennen.

“indect” stellt Bürger unter Generalverdacht

Dieses oder ein solches automatisiertes Überwachungssystem könnte aus dem Forschungsprojekt „indect“ hervorgehen. Es ist darauf programmiert, „abnormales Verhalten“ zu erkennen und sofort einzugreifen. Etwa wenn jemand die Laufrichtung ändert oder eben – wie im Fall des Autofahrers – länger als „normal“ neben einem Fahrzeug steht. Vom Computer gesteuert wird die Kamera zum Polizisten.

Kritiker warnen von „indect“, weil es die Bürger unter Generalverdacht stellt. Jan-Philipp Albrecht, Abgeordneter des Europaparlaments (Grüne), weist darauf hin, dass wir in einer Gesellschaft leben, die auffälliges Verhalten gerne akzeptiert. Und Peter-Alexis Albrecht, Strafrechtler an der Uni Frankfurt, fügt hinzu: „Das Menschenbild des Tatverdachts ist kein Menschenbild der Demokratie“.

Branche für Sicherheitstechnik boomt

Die Forschung läuft dennoch weiter. Gestartet ist „indect“ 2007. 17 Universitäten, Unternehmen und Behörden sind am Projekt beteiligt, darunter auch die Uni Wuppertal. Die EU-Kommission begründet ihr Interesse an dem Forschungsprojekt mit dem Schutz vor kriminellen und terroristischen Überfällen. Denn kein normaler Mensch könne die Aufzeichnungen von Überwachungskameras live überwachen, so Marco Malacarne vom Referat für Sicherheitsforschung und –entwicklung der Kommission. Um schneller reagieren zu können, wie beispielsweise bei der Loveparade in Duisburg sei genau das aber wichtig. „indect“ hätte hier helfen können, die Menschenansammlung früh zu erkennen.

Ein solches Allround-Überwachungssystem kann schnell zum Exportschlager werden. Die Branche für Sicherheitstechnik boomt, selbst die EU-Kommission erhofft sich, dass die Erkenntnisse aus dem Forschungsprogramm exportiert werden können. Bedenklich, finden Kritiker, denn die potentiellen Abnehmer von Sicherheitssystemen wie „indect“ sind in der Regel keine lupenreinen Demokraten. Erst kürzlich wurde deutsche Überwachungstechnik nach Syrien verkauft. Der Europaparlamentarier Alexander Alvaro (FDP) will verhindern, dass die Ergebnisse aus der „indect“-Forschung denselben Weg gehen: „Europa kann sich sonst nicht mehr selbst ins Gesicht schauen“, sagt der Parlamentarier.

via Totale Überwachung – Bericht aus Brüssel – WDR Fernsehen.

Originally posted on Walter Bs Textereien:

In einem Interview äussert der spanische Journalist Amador Fernández-Savater Bemerkenswertes zum Charakter und sozialen Impuls der spanischen Protestbewegung 15-M. Als Chronist des Protestcamps und der Versammlungen auf der Puerta del Sol in Madrid ortet er in der Bewegung 15-M eine neuartige soziale Kraft, welche, wie er sagt, die Welt nicht verändern, sondern gegen jene verteidigen will, die sie zerstören.

Das Interview erschien Ende August in der argentinischen Zeitung «Página/12». Die Fragen stellte Verónica Gago.

Da der Artikel fast schon monströs lang ist – zumindest für Blog-Verhältnisse –, empfehle ich den interessierten LeserInnen, die Druckfunktion am Ende des Artikels in Anspruch zu nehmen. Sie liefert ein ansprechendes Resultat in einem gut lesbaren Layout. Es lohnt sich.

***

Was ist neu an der Bewegung 15-M in Bezug auf die politische Kultur Spaniens der jüngsten Zeit?
Der Journalist Guillem Martínez hat den Begriff «Kultur der Transición»[1] geprägt, um damit eine…

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Originally posted on FedSolutions - IT Management & Consulting:

Is Google exposing all browser privacy settings? Microsoft Internet Explorer is now in the news!

Google was caught last week bypassing default privacy settings in the Safari browser in order to serve up tracking cookies. The company claimed the situation was an accident and limited only to the Safari Web browser, but today Microsoft claimed Google is doing much the same thing with Internet Explorer.

In a blog post titled “Google bypassing user privacy settings” Microsoft’s IE Corporate Vice President Dean Hachamovitch states that “When the IE team heard that Google had bypassed user privacy settings on Safari, we asked ourselves a simple question: is Google circumventing the privacy preferences of Internet Explorer users too? We’ve discovered the answer is yes: Google is employing similar methods to get around the default privacy protections in IE and track IE users with cookies.”

Hachamovitch explains that IE’s default configuration blocks third-party cookies unless…

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Ist die Occupy-Bewegung kommunistisch? ››alex11 – aCAMPada Berlin – Occupy Berlin

13. November 2011 in Allgemein, System-Frage

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Es ist nicht das erste Mal, dass die weltweite Protestbewegung der Empörten als kommunistischer Impuls verleumdet wird. Der Vorwurf ist falsch, widerspiegelt aber meines Erachtens zwei Dinge: ein Dilemma auf Seiten der Empörten und eine Art Anerkennung durch ihre Gegner.

In der Printausgabe der «Basler Zeitung» vom 12. November kommentiert der amerikanische Historiker Ronald Radosh unter dem Titel «Der stete Charme des Kommunismus» in scharfen Worten die Motive der Occupy-Bewegungen in den USA und Europa. Sie, die Bewegungen, forderten dasselbe wie dazumal die Kommunisten: Neuverteilung des Einkommens, Gleichheit und Fairness. Das erinnere fatal an das Europa der 1930er Jahre. Überhaupt sei der Kommunismus auch heute noch ein bedeutendes Phänomen. Besonders in Krisenzeiten werde er als Hoffnungsträger wahrgenommen. Vergessen gehe dabei allerdings, dass der Kommunismus durchwegs totalitären Charakter annahm. Der Kommentar gipfelt in einer üblen Beschimpfung der Protestbewegung:

«Der ‹Occupy Wall Street›-Haufen nennt sich nicht ‹Kommunisten›. Diejenigen, die am meisten Beachtung finden, sind selbsterklärte Anarchisten, andere wieder Sozialisten, Radikale verschiedener Richtungen, Demagogen, Antisemiten, Mitglieder verschiedener ultralinker Gruppen und so weiter. Insgesamt bilden sie eine oft zusammenhanglose Gruppe radikaler Aktivisten, die darauf aus sind, das System umzustürzen.»

Getrost könnte man den Kommentar links – pardon, rechts liegen lassen. Er ist höchst demagogisch und sachlich nicht haltbar. Trotzdem ist er ein paar Gedanken wert, da er auf zwei Symptome im Zusammenhang mit der Protestbewegung hinweist.

Das Dilemma der Protestbewegung

Zum einen ist da ein Dilemma innerhalb der Occupy-Bewegung, das allerdings auch ein gesamtgesellschaftliches Dilemma widerspiegelt: Als Kritiker des heutigen Radikalkapitalismus wird man sogleich als Kommunist oder wenigstens als Sozialist abgestempelt. Das ist nicht viel anders als der Vorwurf des Antisemitismus, der sich gegen sämtliche Kritiker der israelischen Politik richtet. Der vorschnelle Stempel des Kommunismus ist ein Totschlagargument, zeigt aber auch, dass jenseits von Kapitalismus und Kommunismus, jenseits von links und rechts kaum Ideen für eine sachliche Gesellschaftsreform bestehen. Dass aber solche Ideen dringend nötig sind, können nur die paar wenigen Profiteure der heutigen Zustände leugnen. Es fehlen schlicht Perspektiven, wie man die soziale Frage auch noch angehen könnte – sowohl bei der Occupy-Bewegung wie auch gesamtgesellschaftlich. Natürlich gibt es einzelne Ideen wie das bedingungslose Grundeinkommen, die Tobin-Steuer, die Freigeld-Initiativen. Doch der grosse Wurf hin zu einer menschlicheren Gesellschaft ist nicht in Sicht. Allerdings: Vielleicht ist das auch gut so. Die grossen Würfe haben meistens ins Verderben geführt …

Keine pfannenfertige Konzepte

Mit dieser Frage «Wie weiter?» ringen meines Erachtens die Protestbewegungen seit Monaten. Und es stimmt mich zuversichtlich, wenn ich beobachte, wie es sich die Menschen auf den Strassen und öffentlichen Plätzen mit Antworten nicht leicht machen. Es herrscht eine ausgesprochene Skepsis gegenüber vorgefertigten Konzepten – und gegen die Konzepte der etablierten Politik sowieso. Im Zentrum stehen die Erfahrungen, Träume und Ideen der einzelne TeilnehmerInnen. Die Bewegung «Occupy Wall Street» in den USA wie die Schwesterbewegung «15-M» in Europa stellen deshalb zweifellos eine neuartige soziale Kraft dar. Und es ist äusserst wichtig, dass sie den kommenden Winter überstehen.

Die Angst vor der Bewegung

Das führt mich zum zweiten Symptom, das ich aus dem Kommentar in der «Basler Zeitung» herauslese: Wenn die Protestbewegung mit dem Kommunismus gleichgesetzt wird, so ist das zwar falsch, widerspiegelt aber den Stellenwert, den ihr die Gegner beimessen. Es ist eine Art Anerkennung. Die Empörten können nicht mehr ignoriert werden, und ihre Bewegung erreicht womöglich eine gesellschaftliche Dimension und Durschlagskraft wie dazumal der Kommunismus – so jedenfalls die Angst mancher Kommentatoren.

Erstveröffentlichung auf Walter Bs Textereien

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via Ist die Occupy-Bewegung kommunistisch? | alex11 – aCAMPada Berlin – Occupy Berlin.

Originally posted on Walter Bs Textereien:

Auf dem Platz Basel ist ein Ringen um Medienvielfalt im Gange, das exemplarischen Charakter hat – und groteske Blüten treibt. Im Ring stehen die Stiftung für Medienvielfalt, Ermöglicherin und, via die Neue Medien Basel AG, Besitzerin der TagesWoche, sowie die MedienVielfalt Holding, die neue Besitzerin der Basler Zeitung. Doch wer glaubt, dass damit die Medienvielfalt gesichert ist, täuscht sich.

Medienvielfalt ist ein demokratisches Projekt. Ohne sie verarmt die Demokratie, weil die gesellschaftlichen Fragen nicht mehr in einem grösseren Rahmen und annähernd voraussetzungslos diskutiert werden können und weil die Bürger durch einseitige Information lenkbarer werden. Eine Verarmung der Medienvielfalt hat unmittelbar und zwingend eine Verarmung der Demokratie zur Folge.

Und diese Verarmung ist seit längerem im Gange. In Basel zeigt sich das so:

  • 1977 findet hier die erste grosse Zeitungsfusion der Schweiz statt. Die National-Zeitung – die Anfang der Sechzigerjahre von einer rein bürgerlichen zu einer…

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Primavera Valenciana: #PrimaveraEstudiantil ››madrid.tomalaplaza.neT

via http://madrid.tomalaplaza.net/2012/02/21/primavera-valenciana-primaveraestudiantil/

CLICK LINK FOR ALL YOUTUBE VIDEOS ABOUT THE PROTEST IN VALENCIA

 

Imagen vía Público

Imagen vía Público

 

  • Este post es meramente informativo y se irá actualizando periódicamente
  • Para conocer toda la información recomendamos usar los hashtags #PimaveraEstudiantil, #PrimaveraValenciana y #YoTambiénSoyElEnemigo en twitter

 

Responsabilidades políticas

 

La delegada del Gobierno en Valencia, Paula Sánchez, dijo la noche del martes 21 de febrero a representantes de los estudiantes que no dimitirá, que los procesosos judiciales contra las detenidas seguirán su curso y que no habrá depuración de responsabilidades:

 

Manifestaciones de apoyo el 21F #yoTambiénSoyElEnemigo

 

Decenas de manifestaciones tuvieron lugar el 21 de febrero en todo el país, con miles de personas saliendo a la calle en defensa de la eduación pública y contra la brutalidad policial utilizada por las fuerzas del orden en Valencia.

 

Listado de convocatorias en todo el Estado (‘Spanish revolution’ facebook)

 

 

Prensa e imágenes de las movilizaciones #yoTambiénSoyElEnemigo

 

Diagonal: http://www.diagonalperiodico.net/Sigue-la-primaveravalenciana-en.html
Periodismo Humano: http://periodismohumano.com/sociedad/educacion/protestas-por-la-actuacion-policial-contra-menores-en-valencia.html
Público: http://www.publico.es/423339/miles-de-personas-se-solidarizan-con-los-alumnos-agredidos
La Información: http://noticias.lainformacion.com/asuntos-sociales/valencia-escucha-madrid-esta-en-tu-lucha_WagPJrTzEycI0HMhuggfC4/

 

Resumen de acontecimientos:

 

Vídeo vía @ElPais_es

 

Son ya varios días de lucha en Valencia contra los recortes presupuestarios en la educación pública. Por el momento hay un balance provisional de 43 detenidos y un centenar de heridos, cifra que puede ir en aumento si la represión policial continúa. Lo que comenzó en el IES Lluís Vives como una protesta contra la política de recortes y por la defensa de los derechos de la ciudadanía, con la peculiaridad de la media de edad de los manifestantes, se ha convertido en un esperpéntico caso de represión policial que no ha podido pasar desapercibido por los medios de comunicación.

 

El impacto generado por la brutal represión policial, que nos recuerda momentos más oscuros de la historia del país,  y el respaldo público manifestado por las autoridades responsables –Delegación del Gobierno y el jefe superior de la Policía de Valencia–  ha provocado un efecto llamada entre el sector estudiantil que ha terminado extendiéndose a nivel estatal y calando en la opinión pública, gracias a las redes sociales, a las herramientas y lazos generados a raíz de los acontecimientos de mayo de 2011 y a los movimientos sociales. La noche del lunes 20 nadie se sorprendió al ver estudiantes reunidos en asamblea dentro de la Facultad de Geografía e Historia de la Universidad de Valencia, debatiendo públicamente y de manera horizontal próximas líneas de acción, mientras miles de personas seguían, desde sus casas, la discusión por streaming. Desde entonces, las manifestaciones de apoyo a los estudiantes valencianos, contra la brutalidad policial y en defensa de la educación pública no han dejado de sucederse a lo largo del Estado.

 

Asamblea en la Facultad de Historia de Valencia

Asamblea en la Facultad de Historia de Valencia / vía @Patrihorrillo

 

Concentración en Sol el lunes 20 de febrero

Concentración en Sol el lunes 20 de febrero / FotogrAccion (CC BY/SA)

 

 

 

Agresiones a profesionales de medios de comunicación

Agresiones a profesionales de medios de comunicación / vía Público

 

 

 

Imagen vía EFE

Imagen vía EFE

 

Imagen vía @pedroescri

Imagen vía @pedroescri

 

Represión policial intolerable: comunicado desde Acampada Valencia (link original)

 

Denunciamos las cargas policiales contra menores del lunes 20 de febrero

 

Desde el movimiento 15M Valencia :

 

Exigimos el cese de la Violencia policial contra menores, manifestantes  y ciudadanos en general.

 

Denunciamos las situaciones de tensión extrema generada por las actuaciones policiales. En el caso concreto de la actuación del día 20 de febrero de 2012 en el centro de Valencia, los cordones policiales, las persecuciones, los cercos a personas inocentes que les dejaban  sin posibilidad de escapar, todo esto es absolutamente inadmisible en un país como España. La mayoría de los involucrados eran menores y no han ofrecido ningún tipo de resistencia, siendo los agentes de la policía quienes impedían disolver la manifestación manteniendo los cercos y las persecuciones en todo momento. La policía ha cargado en repetidas ocasiones, ha disparado pelotas de humo al aire y ha perseguido a los manifestantes ante la mirada atónita de los transeúntes (algunos de los cuales también han sufrido las cargas) practicando detenciones de forma aleatoria.

 

Ponemos de manifiesto la resistencia pasiva y la actitud pacífica de los manifestantes ante tales agresiones injustificadas que los cuerpos policiales llevan perpetuando durante 3 jornadas de protesta PACÍFICA.

 

Denunciamos que los cuerpos  de seguridad del Estado siguen un modelo de corte autoritario  y represivo, cargando contra toda clase de personas, ya sean menores, activistas, manifestantes o transeúntes que en ese momento se encontraban en el lugar de los hechos por casualidad.

 

Denunciamos la ausencia de la placa identificativa reglamentaria en los agentes de la policia en todas sus actuaciones, así como la negativa de todos ellos a proporcionarla cuando se les pide.

 

Por  todo ello exigimos la dimisión inmediata de la subdelegada del gobierno, Paula de León y del ministro del Interior, Jorge Fernández Díaz, así como de todo su gabinete y persona responsable de los sucesos ocurridos. Asimismo revindicamos el derecho de  manifestación y reunión libre, pacífica y sin coacción policial injustificada de ninguna clase.

 

#PrimaveraValenciana

 

Imagen vía EFE

Imagen vía EFE

 

La complicidad de los medios

 

Igualmente denunciable es la complicidad de gran parte de los medios de comunicación hacia esta política represiva, que lejos de denunciar el problema, ha tratado de justificarlo. Recurriendo al uso de “lo que no se nombra, no existe”, los medios siguen manipulando y  silenciando la legitimidad de las protestas de estos días.Tras un análisis de los principales medios de comunicación, se observa una clara intención de legitimar estas acciones represivas. Muchos de ellos hablan de “batalla entre manifestantes y policía”, de “carga contundente”, “estudiantes radicales” o “los manifestantes seguirán quemando las calles”. Incluso algún medio se atreve a comparar el caso de Valencia con los últimos acontecimientos de Grecia, intentando de este modo, criminalizar la causa de unas y otras. Una vez más, los principales medios de comunicación dan la espalda al pueblo y al derecho a la información veraz recogido en el artículo 20 de la Constitución, y responden a intereses políticos, institucionales y económicos. La información es uno de los requisitos mínimos de las sociedades libres y no debe ser una mercancía sometida a la oferta y la demanda y a los grandes intereses financieros, económicos y políticos

 

Incluso las trabajadoras de Radio Televisón Valenciana (RTVV), a través de su comité de empresa, denunciaron la “tergiversación de la información sobre las protestas”.

 

 

Streamings desde Valencia (podrían no estar operativos)

 

http://bambuser.com/channel/peoplewitness.vlc
http://bambuser.com/channel/acampadabcn_int

 

Archivo de galerías de imágenes:

 

Fotogracción: Represión en Valencia (en constante actualización)
Público: “Represión policial contra las manifestaciones de estudiantes en Valencia”
Pinterest.com: http://pinterest.com/jmgoig/noticias-news/
http://politica.elpais.com/politica/2012/02/20/album/1329754156_737890.html   #1329754156_737890_1329756814
http://www.ara.cat/societat/recrimina-policies-seva-actuacio-EFE_ARAIMA20120220_0134_10.jpg
http://www.flickr.com/photos/marcsardon/
http://fotoretales.blogspot.com/2012/02/cargas-20-n.html?spref=tw.

 

Archivo de prensa:

 

Publico:

 

http://www.publico.es/espana/423041/la-policia-vuelve-a-cargar-contra-estudiantes-en-valencia

 

http://www.publico.es/espana/423089/la-universidad-de-valencia-rodeada-por-policias-y-contenedores-en-llamas

 

http://www.publico.es/espana/423141/el-objetivo-era-cortar-el-trafico-para-denunciar-los-recortes-en-las-aulas

 

http://www.publico.es/espana/423193/fabra-habla-de-cruzada-mediatica-y-llama-violentos-a-los-manifestantes

 

http://www.publico.es/espana/423215/barbera-vi-la-gente-que-era-no-pasaban-de-200-manifestantes

 

Levante:

 

http://www.levante-emv.com/comunitat-valenciana/2012/02/20/policia-vuelve-cargar-protesta-estudiantil/883019.html

 

http://www.levante-emv.com/comunitat-valenciana/2012/02/19/ninos-trataron-ratas/882674.html

 

Periodismo Humano:

 

http://periodismohumano.com/sociedad/educacion/protestas-por-la-actuacion-policial-contra-menores-en-valencia.html

 

Ara:

 

http://www.ara.cat/societat/policia-dispersar-manifestacio-destudiants-retallades_0_649735156.html

 

Linea 36:

 

http://linea36.com/wp/?p=18206

 

El País:

 

http://ccaa.elpais.com/ccaa/2012/02/20/valencia/1329747482_238876.html

 

http://ccaa.elpais.com/ccaa/2012/02/20/valencia/1329756683_501306.html

 

http://ccaa.elpais.com/ccaa/2012/02/20/valencia/1329756683_501306.html

 

La Vanguardia:

 

http://www.lavanguardia.com/politica/20120220/54257862270/batalla-campal-centro-valencia-policia-estudiantes.html

 

La Información:

 

http://noticias.lainformacion.com/asuntos-sociales/diez-detenidos-tres-de-ellos-menores-en-escaramuzas-entre-estudiantes-y-policia-en-valencia_DX0Q6SVeulvocGzdODwll6/

 

http://noticias.lainformacion.com/educacion/profesores-y-padres-de-alumnos-se-encerraran-esta-noche-en-el-ies-luis-vives-de-valencia_4vukggdiEnDcP9vQPmXx24/

 

http://noticias.lainformacion.com/asuntos-sociales/se-suspende-el-encierro-de-padres-y-profesores-en-el-ies-luis-vives-de-valencia-por-la-actividad-policial_KooL0orkwWnHTT9hvehiq4/

 

20 minutos:

 

http://www.20minutos.es/noticia/1314549/0/disturbios/estudiantes/valencia/

 

Las Provincias:

 

http://www.lasprovincias.es/20120220/comunitatvalenciana/valencia/protesta-estudiantes-valencia-vives-201202200856.html

 

Diario Crítico:

 

http://www.diariocritico.com/nacional/indignados/manifestaciones/ministerio-del-interior/movimiento-15-m/unidad-intervencion-policial/407474

 

RTVE (with video):

 

http://www.rtve.es/noticias/20120220/protestas-estudiantiles-continuan-valencia-medio-cargas-policiales/499609.shtml

 

http://www.rtve.es/alacarta/audios/boletines-rne/policia-subido-acera-empezado-darnos-empujones-se-han-llevado-nieta-esposada/1327859/

 

RTVV:

 

http://www.rtvv.es/va/comunidad-valenciana/Continuen-protestes-estudiantils-centre-Valencia_0_649735106.html#.T0JzIbuUkNw.twitter

 

233 Grados:

 

http://233grados.lainformacion.com/blog/2012/02/reportan-que-varios-periodistas-han-sido-agredidos-por-la-policia-en-valencia-.html

 

Ideal

 

http://www.ideal.es/granada/rc/20120220/sociedad/policia-carga-porrazos-contra-201202201631.html

 

El Triangle:

 

http://www.eltriangle.eu/cat/notices/2012/02/denuncien_a_la_fiscalia_de_menors_les_agressions_policials_als_estudiants_de_l_ies_lluis_vives_28476.php

 

Vilaweb:

 

http://www.vilaweb.cat/noticia/3986802/20120220/cap-policia-diu-carregat-lagressivitat-joves.html

 

Der Standard

 

http://derstandard.at/1329703191898/Polizeigewalt-in-Spanien-Schuelerdemo-gegen-unbeheizte-Schule-brutal-aufgeloest

 

http://www.spiegel.de/

 

 

via Primavera Valenciana: #PrimaveraEstudiantil.

Why Anonymous is Winning Its War on Internet Infrastructure ››Forbes

“To our hacker allies, our fellow occupiers, our militant comrades all over the world, the time for talk is over: it’s time to hack and smash, beat and shag.”

The call to arms issued last week by the international hacker group Anonymous was accompanied by a frenzy of online hacking. Attackers took down the websites of a tear-gas manufacturer in Pennsylvania, the Nasdaq and BATS stock exchanges and the Chicago Board Options Exchange. A few days later they hacked into websites owned by the Federal Trade Commission and the Bureau of Consumer Protection.

The messages they left behind—about their opposition to everything from the Anti-Counterfeiting Trade Agreement, a controversial new treaty for enforcing intellectual property rights, to violent suppression of democracy protestors in the Middle East—had the air of giddy jubilation.

“Guess what? We’re back for round two,” the hackers wrote in reference to their attack on the FTC websites, their second such raid on the agency in less than a month. “With the doomsday clock ticking down on Internet freedom, Antisec has leapt into action. Again. Holy deja vu hack Batman! Expect us yet?”

Comic posturing aside, the hackers seemed amazed by their success: A barely organized ragtag “team of mayhem,” as one Anonymous offshoot dubbed itself, was knocking down the Web infrastructure built by major corporations and large government agencies as if it were nothing but paper backdrops in a school play.

The hackers hadn’t discovered some secret digital weapon. They weren’t exploiting some zero-day vulnerability in a core application. They weren’t backed by a powerful government agency. They didn’t even have the advantage of surprise—the group has been around in one form or another for almost a decade.

Yet they were winning—easily—against targets as noteworthy as the U.S. Department of Justice, the Federal Bureau of Investigation, the Central Intelligence Agency, the White House and Citigroup.

The victories underscore what is perhaps both the main point of the global Anonymous movement and the secret of its success—that the people in charge, whether they be in Alexandria, Egypt or Alexandria, Virginia—are too corrupt, too complacent and too careless too be trusted. Almost nothing makes that point as effectively as Internet security: Officials have known that the networks were vulnerable for well over a decade and have chosen to do little about it.

Anonymous lays siege to websites using a method called “distributed denial of service” or DDoS. There is nothing new about a DDoS attack, which basically floods a computer that is connected to the Internet with messages, such as connection requests, until it crashes.

The threat of DDoS was raised as far back as February 2000, when successful attacks on Amazon, eBay, CNN, Buy.com and Yahoo made headlines around the world.

Since then the size and frequency of DDoS attacks has continued to increase. Akamai, whose content delivery network spans 80,000 servers in 70 countries, recently reported that DDoS attack incidents had soared 2,000 percent in the past three years. Experts describe DDoS attacks of 10 Gigabits per second and larger as “the new normal.” IT analyst groups like Forrester and Gartner regularly advise their clients to invest in DDoS protection.

But the ongoing rout of large government and corporate sites by Anonymous indicates few are listening.

“Internet security is like life insurance,” said Carlos Morales, vice president of sales engineering for Arbor Networks, which sells DDoS protection to network operators and Internet service providers around the world. “A lot of people don’t think they need life insurance until they have a major event like a heart attack.”

Robert Ayoub, an analyst with Frost and Sullivan describes a pass-the-buck mentality. “Traditionally, companies have seen DDoS as an issue for service providers or the government,” he said, noting that differentiating between a legitimate spike in traffic from an attack isn’t easy.

Part of the reluctance of major corporations and government agencies to address DDoS may be that effective protection isn’t cheap. It requires investing in bandwidth, hardware and expertise. Traffic has to be filtered in the cloud and on-premises using a variety of techniques and equipment, which has to be licensed and maintained. Ideally, the two systems are coordinated, so that when an attack is discovered on-premises, a company can request help from its Internet service provider.

Basic cloud protection alone starts at about $5,000 a month. But that cost can increase exponentially depending on the volume of traffic and the size of the site that’s under attack.

Experts will tell you that scrimping isn’t really an option. In addition to attacks by Anonymous,  companies, and financial institutions in particular, are coping with DDoS attacks by criminal gangs who use ever more sophisticated tools.

According to the World Infrastructure Security Report, which was published by Arbor Networks earlier this month, attackers are upping the ante by  using DDoS to take out critical applications like HTTP, DNS. SMTP and also launching multi-vector attacks—making protection more costly.

The survey’s respondents, which included 114 self-classified Tier 1, Tier 2 and other IP networks operators, said the cost of single DDoS attack could range from $8,000 to $1.5 million dollars. More than 44 percent of respondents experienced between 10 and 500 DDoS attacks per month.

Despite the large numbers of successful attacks, security personnel who responded to the survey—more than 70 percent were engineers and/or managers—had difficulty getting the ear of higher ups. The majority of respondents said their companies had ten or fewer employees working in security and a whopping 58 percent had never rehearsed their security plans.

Efforts to defend networks so far have been so ineffectual that Anonymous recently posted its plans, Joker style, to take the Internet down on March 31. The hackers provided a blueprint for “Operation Global Blackout,” daring network operators to make the changes need to prevent the attack.

“We know you won’t listen,” Anonymous wrote. “We know you won’t change. We know it’s because you don’t want to. We know it’s because you like it how it is.”

Photo Credits:

Photo of Anonymous courtesy of liryon

Photo of Internet data center courtesy of The Planet

via Why Anonymous is Winning Its War on Internet Infrastructure – Forbes.

Wirtschaftsdiktatur in Europa ››Portal amerika21.de ››Frei Betto

22. Feb 2012 Von Frei Betto, Havanna

Der brasilianische Befreiungstheologe Frei Betto kritisiert die europäische Wirtschaftsdiktatur. Die großen Herausforderungen der Armut und ökologischen Zerstörung bleiben unbeantwortet.

Jetzt will die Zentralbank der Europäischen Union für jedes Land, das in der Krise steckt, einen Wirtschaftsprüfer bestimmen, um das Budget zu kontrollieren. Das ist die Offizialisierung der Wirtschaftsdiktatur. Großbritannien und die Tschechische Republik stimmten dagegen. Aber die anderen 25 Länder nahmen die Festlegung an. Es bleibt herauszufinden, ob Griechenland, das erste Land auf der Liste der Wirtschaftsdiktatur, akzeptieren wird, unter Verlust seiner Souveränität seine Buchhaltung einer externen Kontrolle unterziehen zu lassen.

Die gegenwärtige internationale Krise ist aber viel tiefgreifender. Sie lässt sich nicht als Finanzturbulenz zusammenfassen. In der Krise befindet sich ein zivilisatorisches Paradigma, das auf dem Glauben beruht, es könne ein uneingeschränktes Wirtschaftswachstum auf einem Planeten mit unendlichen Ressourcen geben. Dieses Paradigma identifiziert Glück mit Reichtum, Wohlergehen mit Anhäufung materieller Güter, Fortschritt mit Konsumismus. Alle Dimensionen des Lebens – des unseren und des Lebens des Planeten – durchleben heute einen beschleunigten Prozess der Kommerzialisierung. Der Kapitalismus ist das Reich des unendlichen Verlangens, das auf den Widerspruch gestoßen ist, sich auf einem endlichen Planeten, mit begrenzten Naturressourcen und einer beschränkten Bevölkerungskapazität angesiedelt zu haben.

Die Logik der Akkumulation ist autoritärer als alle in der Geschichte bekannten diktatorischen Systeme, denn sie ignoriert die kulturelle Vielseitigkeit, die biologische Vielfalt und begeht den schweren Fehler, die Menschheit aufzuteilen in diejenigen, denen die letzten Fortschritte von Wissenschaft und Technik zugänglich sind, und jene, die keinen Zugang haben. Daher rührt ihr verheerendster Aspekt: Die Akkumulation und der Besitz des Reichtums in Händen einiger Weniger wird möglich durch die Besitzaufgabe und den Ausschluss Vieler.

Die Frage ist nicht, herauszubekommen, ob der Kapitalismus aus dem Krankenzimmer von Davos mit Überlebenschancen herauskommt oder nicht, auch wenn er gezwungen wäre, immer bittere Medizin zu schlucken, wie z.B. die Demokratie abzuschaffen und die Stimme des Volkes gegen Wirtschaftsprüfungsagenturen, die Politiker gegen Finanzmanager auszutauschen, wie es jetzt in Griechenland und Italien geschieht. Die Frage ist, herauszufinden, ob die Menschheit als Zivilisation den Kollaps eines Systems überlebt, das Bürgerrecht mit Besitztümern und Zivilisation mit konsumorientiertem angelsächsischem Paradigma assoziiert.

Wir stehen kurz vor Río+20. Und niemandem ist entgangen, dass dieses Haus, das wir bewohnen – der Planet Erde –, erstaunliche klimatische Veränderungen erfährt. Im Sommer ist es kalt und im Winter ist es warm. Die Gewässer sind verschmutzt, die Wälder verwüstet, die Nahrungsmittel durch Schadstoffe und Pestizide vergiftet. Das Ergebnis: Dürren, Überschwemmungen, Verlust der genetischen Vielfalt, zu Wüsten gewordene Böden. In der wissenschaftlichen Gemeinschaft gibt es einen Konsens darüber, dass der Treibhauseffekt, also die Erderwärmung, Konsequenz der schädlichen Aktion des Menschen ist.

Alle Anstrengungen, um das Leben auf dem Planeten zu schützen, sind bisher gescheitert. Im Dezember 2011 war in Durban (Südafrika) das Höchste, was erreicht werden konnte, die Gründung einer Arbeitsgruppe für Verhandlungen über ein neues Abkommen zum Treibhauseffekt. Es soll im Jahr 2015 angenommen und im Jahr 2020 eingeführt werden! Der Fachbereich Energie der USA hat berechnet, dass im Jahr 2010 etwa 564 Millionen Tonnen Treibhausgase ausgestoßen wurden, sechs Prozent mehr als im Jahr davor.

Warum wird kein Fortschritt erzielt? Weil die Marktlogik es verhindert. Es sei nur erwähnt, dass die Länder des G-8 nicht etwa vorschlagen, das menschliche Leben und das des Planeten zu retten. Nein, sie wollen einen internationalen Markt für Kohlenstoff oder schmutzige Energie schaffen, damit die Industrieländer Verschmutzungsquoten von den armen oder Entwicklungsländern abkaufen können, die diese nicht ausschöpfen.

Und was sagt die UNO? Nichts, weil sie es nicht schafft, sich aus dem ideologischen Käfig des Marktes zu befreien. Deswegen schlägt sie Río+20 einen Betrug namens “Grüne Wirtschaft” vor. Sie glaubt, dass der Ausweg in Marktmechanismen und technologischen Lösungen besteht, ohne die Machtbeziehungen zu verändern, ohne die soziale Ungleichheit zu reduzieren oder eine erhaltbare umweltverträgliche Welt zu schaffen, in der alle ein Recht auf Wohlergehen haben.

Die Eigentümer und großen Nutznießer des kapitalistischen Systems – zehn Prozent der Weltbevölkerung – beanspruchen für sich 84 Prozent des globalen Reichtums und erhalten das Dogma der unbefleckten Empfängnis aufrecht, dass es genügt, dem Haifisch die Zähne abzufeilen, damit er aufhört, aggressiv zu sein.

via Frei Betto: Wirtschaftsdiktatur in Europa | Portal amerika21.de.

Originally posted on sVlog:

Hochgeladen von Odroerir2 am 06.02.2009

Ich habe bis jetzt noch keine Deutsche Version im Netz gefunden. Die Untertitel sind von mir und recht schnell übersetzt, also mit ein paar Tippfehlern.

Beschreibung aus dem Englischen von: http://thetake.org/index.cfm?page_name=synopsis

In den Vorstädten Buenos Aires’, laufen 30 arbeitslose Arbeiter einer Autoteilefabrik in ihre geschlossene Fabrik, legen Schlafsäcke aus und weigern sich zu gehen.

Alles was sie wollen ist die stillen Maschinen wieder zu starten. Aber dieser einfache Akt – die Übernahme – hat die Kraft die Globalisierungsdebatte auf den Kopf zu stellen.

Unter dem Einfluss von Argentiniens dramatischem wirtschaftlichen Zusammenbruch 2001, findet sich Lateinamerikas Mittelklasse mit dem größten Wohlstand in einer Geisterstadt von verlassenen Farbiken und Massenarbeitslosigkeit. Das Forja Autoteilewerk liegt brach bis seine vorherigen Angestellten eingreifen. Sie sind Teil einer kühnen neuen Bewegung von Arbeiten, welche bankrotte Betriebe besetzen, und in den Ruinen des gescheiterten Systems Jobs erzeugen.

Aber Freddy, der Präsident der…

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EU economic governance ››European Commission

The EU and its Member States have taken a series of important decisions that will strengthen economic and budgetary coordination for the EU as a whole and for the euro area in particular. As a result, the EU’s interdependent economies will be better placed to chart a path to growth and job creation.

Surveillance of economic and fiscal policies

The economic and financial crisis has revealed a number of weaknesses in the economic governance of the EU’s economic and monetary union. The cornerstone of the EU response is the new set of rules on enhanced EU economic governance which entered into force on 13 December 2011. It has four main components:

  • Stronger preventive action through a reinforced Stability and Growth Pact (SGP) and deeper fiscal coordination: Member States are required to make significant progress towards medium-term budgetary objectives (MTO) for their budgetary balances. Expenditure benchmarks will now be used alongside the structural budget balance to assess adjustments towards the MTO. An interest-bearing deposit of 0.2% of GDP will be imposed on non-compliant euro-area countries.
  • Stronger corrective action through a reinforced SGP: The launch of an Excessive Deficit Procedure (EDP) can now result from government debt developments as well as from government deficit. Member States with debt in excess of 60% of GDP should reduce their debt in line with a numerical benchmark. Progressive financial sanctions kick in at an earlier stage of the EDP. It is a non-interest interest bearing only deposit of 0.2% of GDP may be requested from a euro-area country which is placed in EDP on the basis of its deficit or its debt. Failure of a euro-area country to comply with recommendations for corrective action will result in a fine.
  • Minimum requirements for national budgetary frameworks: Member States should ensure that their fiscal frameworks are in line with minimum quality standards and cover all administrative levels. National fiscal planning should adopt a multi-annual perspective, so as to attain the MTO. Numerical fiscal rules should also promote compliance with the Treaty reference values for deficit and debt.
  • Preventing and correcting macroeconomic and competitiveness imbalances: Over the past decade, Member States have made economic choices which have lead to competitiveness divergences and macroeconomic imbalances within the EU. A new surveillance mechanism will aim to prevent and correct such divergences. It will rely on an alert system that uses a scoreboard of indicators and in-depth country studies, strict rules in the form of a new Excessive Imbalance Procedure (EIP) and better enforcement in the form of financial sanctions for Member States which do not follow up on recommendations.

Enforcement is strengthened by the expanded use of ‘reverse qualified majority’ voting. Under this voting system, a Commission recommendation or proposal to the Council is considered adopted unless a qualified majority of Member States vote against it.

Legislation

Regulations

Directives

Commission proposals on stronger budgetary surveillance in the euro area

In addition to the new rules on economic governance, the Commission on 23 November 2011 proposed two draft Regulations to enhance the coordination and surveillance of budgetary processes for all euro-area Member States, and especially for those countries that have excessive deficits, that are experiencing or are at serious risk of financial instability, or that are under a financial assistance programme.

>> 23/11/2011. Economic governance: Commission proposes two new Regulations to further strengthen budgetary surveillance in the euro area

Commission Green Paper on Stability Bonds

The Commission Green Paper on Stability Bonds, published on 23 November 2011, sets out three main options: the full substitution by Stability Bond issuance of national issuance, with joint and several guarantees; the partial substitution by Stability Bond issuance of national issuance, with joint and several guarantees; and the partial substitution by Stability Bond issuance of national issuance, with several but not joint guarantees. The objective of the Green Paper is to have a broad debate on the issues raised.

>> 23/11/2011. http://ec.europa.eu/economy_finance/articles/governance/2011-11-23-green-paper-stability-bonds_en.htm&#8221;>Green paper on stability bonds

Proposals

Coordination of economic and fiscal policy planning – The European semester

The European SemesterIn the past, the EU institutions discussed economic policies in the spring and examined fiscal policies and developments separately in the autumn. But in 2010, a new approach towards economic surveillance and a new policy-making timetable was agreed. The aim is to ensure that all policies are analysed and assessed together and that policy areas which previously were not systematically covered by economic surveillance – such as macroeconomic imbalance and financial sector issues – are included.

The new approach was put into practice for the first time during the first half of 2011, the first ‘European semester’. EU-level discussions on fiscal policy, macroeconomic imbalances, financial sector issues, and growth-enhancing structural reforms will now always take place jointly during the European semester and before governments draw up their draft budgets and submit them to national parliamentary debate in the second half of the year (the ‘national semester’).

This ‘upstream’ policy coordination should make the implementation of policy guidance more effective and help embed the EU dimension in national policy-making. The annual cycle begins with the Commission’s Annual Growth Survey, which gives broad guidance on priority actions to be taken at EU and national level. Member States then submit Stability or Convergence Programmes on their fiscal plans and National Reform Programmes on structural reforms and measures to boost growth and jobs.

The Commission assesses these reports based on an integrated analysis covering fiscal, macroeconomic, and structural policies and on that basis proposes concrete policy recommendations for each country. The June European Council discusses the recommendations and the Council adopts them.

Documents

2011 Annual Growth Survey (AGS)

Commission 2011 country-specific recommendations

Setting of economic priorities – The Euro+ Pact

To give further impetus to the governance reforms, 23 Member States, including six outside the euro-area (Bulgaria, Denmark, Latvia, Lithuania, Poland and Romania), signed the Euro Plus Pact in March 2011. The Pact commits signatories to even stronger economic coordination for competitiveness and convergence, also in areas of national competence, with concrete goals agreed on and reviewed on a yearly basis by Heads of State or Government. The Euro Plus Pact is integrated into the European semester and the Commission monitors implementation of the commitments.

>> Conclusions of the Heads of State or Government of the euro area of 11 March 2011. A Pact for the euro. Stronger economic policy coordination for competitiveness and convergence.

Europe 2020

The Euro Plus Pact builds on the existing framework of economic priorities agreed at EU level under the Europe 2020 strategy for ‘smart, sustainable and inclusive’ growth. The strategy sets targets in the fields of employment, innovation, climate/energy, education and social inclusion.

>> Europe 2020 – The EU strategy for smart, sustainable and inclusive growth

Repair and safeguard measures – Financial sector repair

Getting Europe back on track also requires a healthy financial sector. The EU, therefore, established a new financial supervision architecture in January 2011. It includes a European Systemic Risk Board (ESRB) for macro-prudential oversight of the financial system, and three European supervisory authorities: the European Banking Authority, the European Insurance and Occupational Pensions Authority, and the European Securities and Markets Authority. Rules have also been tightened on capital requirements for banks, investment firms and insurance companies, and new rules on remuneration and bonuses will reduce incentives for short-term risk-taking. Bank stress tests have been conducted and the Commission will propose a framework to allow banks to fail in an orderly manner, thus ensuring that taxpayers don’t have to pay for bailouts.

>> European Systemic Risk Board (ESRB)
>> European Financial Stability Facility EFSF
>> European Banking Authority (EBA)
>> European Securities and Markets Authority (ESMA)
>> European Insurance and Occupational Pensions Authority (EIOPA)
>> Directorate-General Internal Market. Information on financial services (banking, insurance, securities, etc.

Stability mechanisms

To guarantee the stability of the euro area as a whole and assist individual Member States in financial difficulties and/or under serious market pressure, temporary mechanisms have been set up as a backstop of last resort. A permanent mechanism is scheduled to be in place as of 1 July 2012 subject to pending ratification.

Financial assistance to Greece: Responding to the imminent threat of Greek insolvency, euro-area Member States set up an ad hoc mechanism on 2 May 2010 to provide, together with the IMF, €110bn of financial assistance to Greece in the form of bilateral loans. On 21 July 2011, the Heads of State or Government of the 17 euro-area countries announced a raft of additional measures designed to alleviate the Greek debt crisis and ensure the financial stability of the euro area as a whole. The summit saw agreement on a new financial support programme for Greece worth some €109 billion, a voluntary contribution from the private sector, the extension of maturities, and lowering of lending rates.
>> Financial and economic support package for Greece – detailed information

  • Temporary financial backstop mechanisms: The European Financial Stabilisation Mechanism (EFSM) is based on guarantees from the Community budget up to €60bn, while the European Financial Stability Facility (EFSF) is an inter-governmental body providing up to €440bn in guarantees from the euro area Member States. The IMF decided to complement these mechanisms with a potential financial support to euro area countries of up to €250bn.
    Ireland and Portugal have been granted €85bn and €78bn in assistance respectively from these funding mechanisms. The 21 July 2011 summit statement covered improving the effectiveness of the current European Financial Stability Mechanism (EFSF) and of the future European Stability Mechanism (ESM), adhering to fiscal consolidation and growth in the euro area, and strengthening EU economic governance.
    >> Financial assistance package for Ireland
    >> Financial assistance for Portugal
    >> European Financial Stability Facility (EFSF)
    >> European Financial Stabilisation Mechanism (EFSM)
  • European Stability Mechanism (ESM): The ESM is scheduled to become operational on 1 July 2012 subject to pending ratification. It will supersede both the EFSF and the EFSM. It will have an effective lending capacity of €500bn.
    >> 11 July 2011. Signing of the Treaty on the European Stability Mechanism

via EU economic governance – European Commission.

Demokratie: Ein Europa der restriktiven politischen Überwachung ››WELT ONLINE

Europa wird radikal verändert. Mit Verordnungen in einer mit dem Sozialismus verwandten Sprache will die EU in die Nationalstaaten hineinregieren.

In diesen Tagen wird zunehmend klar, wie sich die EU-Kommission und die Regierungen der Euro-Staaten das künftige Europa vorstellen. Es ist ein zentralistisches Gebilde, das künftig direkt in die Haushaltsbudgets der Mitgliedsstaaten hineinregieren kann.

Die hierzu im vergangenen November von EU-Währungskommissar Olli Rehn verkündeten Absichten liegen dem Rat der Europäischen Union inzwischen als „institutionelles Dossier“ mit Datum vom 16. Februar 2012 vor.

Es ist der „Entwurf einer Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über gemeinsame Bestimmungen für die Überwachung und Bewertung (…) gesamtstaatlichen Haushaltsplanung (…) und der Korrektur übermäßiger Defizite der Mitgliedsstaaten im EU-Währungsgebiet“.

Merkwürdige Formulierungen

Dieses Papier hat es in sich, nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich. Denn bei so mancher Passage fühlt sich der Leser unweigerlich an Formulierungen des „real existierenden Sozialismus“ erinnert, wenn es dort etwa heißt: „Ein wichtiger Meilenstein in diesem gemeinsamen Zeitplan sollte die Veröffentlichung des zentralstaatlichen Haushaltsplanentwurfs zum 15. Oktober sein.“

Und weiter: „Da die Einhaltung der Bestimmungen des Stabilitäts- und Wachstumspakts auf Ebene des Sektors Staat sicherzustellen ist und die Erreichung der Haushaltsziele eine kohärente Budgetierung in sämtlichen Teilsektoren dieses Sektors erfordert, sollten gleichzeitig mit dem zentralstaatlichen Haushaltsplanentwurf auch die wesentlichen Parameter der Haushaltspläne aller anderen Teilsektoren des Sektors Staat veröffentlicht werden.“

Nur zum Verständnis: Mit dem „Zentralstaat“ ist der Bundesstaat in einem föderativ verfassten Staat gemeint, nicht die EU, wie man leicht meinen könnte. Und der Begriff „Sektor Staat“ meint übrigens ebenfalls den Staat, und mit den anderen Sektoren sind staatliche Einrichtungen wie etwa die Bundesagentur für Arbeit oder die Rentenversicherung gemeint.

 Weitgehender staatlicher Dirigismus

Thematisch bündelt bereits Punkt 4 der vorangestellten „Erwägungsgründe“ die ganze inhaltliche Brisanz: „Um das ordnungsgemäße Funktionieren der Wirtschafts- und Währungsunion zu gewährleisten, erlaubt der Vertrag den Erlass spezifischer Maßnahmen für das Euro-Währungsgebiet, die über die für alle Mitgliedssaaten geltenden Bestimmungen hinausgehen.“

Mit den „spezifischen Maßnahmen“ ist ein weitgehender staatlicher Dirigismus gemeint, das heißt, jedes Euroland muss nun Maßnahmen ergreifen, damit die durch Brüssel genannten Ziele erreicht werden. So sollen etwa alle 16 Euro-Länder ihre Staatshaushalte nach Brüsseler Vorgaben aufstellen. Geschehen soll dies in einem „europäischen Haushaltssemester“.

Nach den Vorstellungen der Kommission und des Rates müssen künftig alle Regierungen bereits bis Mitte April, spätestens jedoch bis zum 31. April ihre haushalts- und wirtschaftspolitische Strategie für das darauffolgende Jahr mit Brüssel abstimmen. Zum 15. Oktober müssen die Haushaltsentwürfe der Mitgliedsstaaten stehen.

Im Papier des Rates liest sich diese Bestimmung so: „Der Haushaltsplanentwurf für das Folgejahr für den Zentralstaat und die wesentlichen Parameter der Haushaltsplanentwürfe für alle anderen Teilsektoren des Sektors Staat werden alljährlich spätestens zum 15. Oktober veröffentlicht.“

Ziel ist maximale Kontrolle

Doch nicht nur die Haushaltsdaten müssen die Staaten vorab von Brüssel überprüfen lassen, bevor die nationalen Parlamente die Haushalte beschließen können, sie verpflichten sich drüber hinaus, Brüssel vorab über die geplante Ausgabe von Staatsanleihen zu informieren. Ziel all dieser Bestimmungen ist eine maximale Kontrolle.

Im Entwurf des Rates der Europäischen Union beschreiben die Autoren dieses Ziel mit den Worten: „Die Mitgliedsstaaten sollen nicht nur von der Festlegung von Leitgrundsätzen und Haushaltzielen profitieren, sondern auch von einer synchronisierten Überwachung ihrer Haushaltspolitik.“

Für den Fall, dass ein Staat sich nicht an die Vorgaben hält, sieht das Papier verschärfte Sanktionsmöglichkeiten vor. Ist ein Land „Gegenstand eines Defizitverfahrens“ wird dieses „genauer überwacht“. „Eine genauere Überwachung sollte gewährleisten, dass etwaige Abweichungen von den Empfehlungen des Rates für die Korrektur des übermäßigen Defizits frühzeitig korrigiert werden“, schreiben die EU-Beamten. Falls haushaltpolitische Maßnahmen für eine dauerhafte Korrektur des Defizits nicht ausreichen, wird von dem betroffenen Mitgliedsland ein „Wirtschaftspartnerschaftsprogramm“ verlangt.

Griechenland denkt über Verfassungsänderung nach

Welche Folgen dieses Durchregieren für Schuldnerländer zeitigen kann, zeigt sich aktuell in Griechenland. Dort denkt die Regierung auf Druck der EU doch tatsächlich über eine Verfassungsänderung nach, um der Tilgung von Schulden absoluten Vorrang einzuräumen. In der Praxis hieße das: Die Regierung tilgt die Schulden des Staates, auch wenn sie dann keine Renten, Gehälter und Sozialleistungen mehr auszahlen kann.

Dazu wird es wohl nicht kommen, weil zwei Abstimmungen im Parlament in zwei aufeinanderfolgenden Legislaturperioden notwendig sind. Aber es zeigt, welchen Weg Europa nimmt.

Lesen Sie das Blog von Günther Lachmann

via Demokratie: Ein Europa der restriktiven politischen Überwachung – Nachrichten Politik – Ausland – WELT ONLINE.

Originally posted on Staatsanwaltschaft Hannover:

LKA Niedersachsen

Die Hannoveraner Polizei ( SchuPo ) ist von drastischen Mittelkürzungen durch das NJM betroffen.
Das Justizministerium in Niedersachsen hat der Polizei radikal die Mittel für Übungsmunition zusammengestrichen.

Das ist ein Skandal, weil ohne anständige Übung wohl noch mehr Steuerzahler von Kriminellen oder auch von mangelhaft ausgebildeten Polizisten erschossen werden. Auch wäre es für den Selbstschutz der Beamten von Vorteil, wenn man die Schießübungseinheiten wie bisher aufrecht erhalten würde. Interessant sind die Sparbeträge, über die wir bei den Kürzungen sprechen. Eine Patrone kostet 27 Cent. Das Ministerium will ca. 300.000 Schuss pro Jahr sparen. Der Betrag liegt also bei ca. 87.000 Euro. Daran erkennt man, wie hier die Prioritäten gesetzt werden: Nach  Griechenland fließen Milliarden, die garantiert abgeschrieben werden müssen und für die Ausbildung der Polizei ist kein Geld da. Oder ein anderes Beispiel: Der Rotlichtstaatsanwalt Uwe Görlich schädigt das Land Niedersachsen durch sein Gehalt ( ca. 6.000 Euro/Monat ) um…

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FRN: “Handys bitte ausschalten.” INDECT wtf?

Kurzbeschreibung Das europäische Forschungsprojekt INDECT war Berichtsthema des Innenausschusses des Bundestages vom 8.2.2012. Natürlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Was INDECT ist und warum 1984 nicht nur für Paranoiker interessant sein könnte, dazu hier mehr.
Beitragsart Feature
Sprache deutsch
Redaktionsbereich(e) Politik/Info
Produktionsdatum 17.02.2012
AutorInnen linksdrehendes radio
Radio Radio Blau, Leipzig 99,2 MHz
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04107 Leipzig
fon: 0341/30100-06, fax: -9
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Dateiformat MPEG-1 Layer 3, 192 kbit/s, Stereo, (44100 kHz)
Datum 17.02.2012/23:55
Lizenz
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Nichtkommerziell, Bearbeitung erlaubt, Weitergabe unter gleicher Lizenz erwünscht. Creative-Commons Lizenzvertrag
Skript Handys bitte ausschalten!, so stand es in der Tagesordnung zur 65. Sitzung des Innenausschusses, am 8. Februar 2012 im Bundestag. Soweit so absurd normal. Als Tagesordnungspunkt 20 fand sich dort der: „Bericht des Bundesministeriums des Innern zum europäischen Forschungsprojekt INDECT“. Schon wieder ein Akronym? In der Tat, aber diesmal kein vierstelliges, wie acta, pipa, sopa. INDECT, Intelligent information system supporting observation, searching and detection for security of citizens in urban environment also auf deutsch, Intelligentes Informationssystem zur Unterstützung von Überwachung, Suche und Erfassung für die Sicherheit von Bürgern in städtischer Umgebung. Für die Sicherheit. Na wie schön. Doch was steckt dahinter, immerhin finden sich sich so illustre einrichtungen, wie die Bergische Universität Wuppertal, die University of York in England oder die Technische Universität in Gdansk in Polen als beteiligte Partner. Das ganze ist also ein Forschungsprojekt, so stand es ja auch in besagter Tagesordnung, der europäischen Kommission, im Rahmen des Forschungsrahmenprogramm. Diese werden aller 4 jahre neu ausgelegt und mehrere Milliarden Euro ausgeschüttet. Das aktuelle, zu dem auch INDECT gehört, hat gar ein Volumen von über 50 Milliarden Euro. Zum Ziel des Ganzen heißt es dann:
„wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen in der Gemeinschaft zu stärken und die Entwicklung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit zu fördern sowie alle Forschungsmaßnahmen zu unterstützen, die aufgrund anderer Politiken der Gemeinschaft für erforderlich gehalten werden „
Soweit so unüberraschend. Doch was will INDECT nun genau.
Steigt man tiefer ein diese Welt liest sich das Ganze als wäre 1984 von George Orwell nun doch zur Gebrauchsanleitung geworden. SO sollen unter anderen computergestützte Routinen entwickelt werden, mit denen sogenannter abnormales Verhalten automatisch identifiziert werden kann. Im Internet und auf der Straße. Abnormales Verhalten, dieser Begriff findet sich seit längeren in Aufsätzen und Theorien über Strafrecht und die Zukunft der Sicherheit in Gesellschaften. Also die Abweichung einer festgelegten oder akzeptierten Norm und findet heute schon Anwendung wenn es um glitzernde Innenstädte geht.
In Großbritannen findet man Anti-Social-Behaviour schon länger wieder und reicht von der randalierenden Jugendgruppe bis zum Kippenfallenlasser in der Fussgängerzone.
Würde also solches Verhalten identifiziert werden, soll automatisch festgestellt werden, wer diese Person, oder diese Gruppe ist, ob sie schon in der Vergangenheit auffällig geworden ist und ob automatisierte Abhilfe geschaffen werden kann.
Als klänge das noch nicht vollumfassend und paranoid, wird auch an dem Einsatz unbemannter Fluggeräte, also Drohnen geforscht, die hochauflösende Fotos des überflogenen Gebietes schießen können oder zum Beispiel flüchtende Autos verfolgen können. Dabei ist die Technik schon heute in der Lage, aus der Luft so detaillierte Fotos zu machen, dass daraufhin eine automatische Gesichtserkennung ansetzen kann. Unter anderen bei Musikfestivals wird das, wenn auch noch analog, schon lange genutzt. Analog deswegen, weil die Festivalbesucher im Nachhinein aufgefordert sind, sich und ihre Freunde zu taggen, also mit Namen zu kennzeichnen. Tausende Personen sind so auf einem einzigen Bild identifizierbar. Und mit der nötigen Technik bedarf es dieser menschlichen Hilfe eben nicht einmal mehr.
Um um alles perfekt zu machen, werden am Ende alle vorhandenen Datenbanken, also daten die mittels Vorratsdatenspeicherung erhoben wuren, Telekommunikationsüberwachung etc. vernetzt werden.
Was von INDECT als Ergebniss konkret erwartet wird:
Testinstallation von Überwachungssystemen zur Gefahrenerkennung in großstädtischen Bereichen.
Geräte zur mobilen Objektverfolgung
Erstellung einer Suchmaschine mit der Möglichkeit einer semantischen Suche in Dokumenten, basierend auf Wasserzeichen
System zur Verfolgung krimineller Aktivität und Gefahrenerkennung im Internet
Sicherstellen von Datensicherheit und Schutz der Privatsphäre durch den Einsatz von Wasserzeichentechnologien und kryptografischen Algorithmen

Dass das ganze nicht transparent abläuft, geschenkt. Hier wurden aber über die Jahre, immerhin seit 2009 wird nun geforscht, die Informationen immer tröpfelnder, und werden letzten Endes nun über einen sogenannten Ethikrat freigegeben. Dieser hat sich auch mit den ethischen Fragen dieses Projektes beschäftigt und kam März 2011 zu dem Ergebniss, dass dass alle Forschungsaktivitäten voll den ethischen Grundsätzen und Bestimmungen der Europäischen Union entsprechen.
Was nun im eingangs erwähnten Bericht im Innenausschuss des Bundestages zu lesen war, – man weiß es nicht, schließlich sind diese Sitzungen ebenfalls geheim und wenn nicht aus Versehen irgendwie Dokumente an die Öffentlichkeit gelangen, die dort nicht hin gelangen sollten – wird man dies wohl nie erfahren. INDECT jedenfalls liest sich wie der real gewordene Albtraum, eines jeden Paranoikers, nur dass das Ganze realer wird und näher rückt, als man es für möglich gehalten hätte.
Fraglich auch, inwieweit die beteiligten Forschungseinrichtungen damit leben können, an solchen Projekten beteiligt zu sein, Ansonsten ist die Popularität von INDECT ähnlich wie bei den 4buchstabenakronymen ACTA, SOPA, PIPA. Jedenfalls über die Jahre gesehen. INDECT fand zwar schon statt, in Nachrichtenmagazinen, abends, und mit ausführlicher Darstellung des Geplanten, so richtig auf dem Behandlungstisch scheint das Thema aber noch nicht zu liegen. Dabei gilt die Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine schon als Testfeld für die ersten konkreten Ergebnisse. Vielleicht lässt sich ja etwas vom ACTA Schwung, von diese Mobilisierung auch auf INDECT verteilen. Verdient hätte es dieses Projekt in jedem Fall.
via FRN: “Handys bitte ausschalten.” INDECT wtf?.

Der ESM-Putsch: Gouverneure vor Machtübernahme

19.02.2012

Der ESM ist in seiner Tragweite bisher kaum von der Bevölkerung begriffen worden. Der ESM-Vertrag ist eine Verhöhnung und Verspottung des gesunden Menschenverstandes und der europäischen Rechtstradition schlechthin. Mit dem ESM-Vertrag putscht eine kleine Gruppe von Regierenden gegen ihr eigenes Volk. In Zukunft herrschen die  Gouverneure.

  Autoren: Juristen der Taxpayers Association of Europe

Ab 1999 haben Regierungen der Euro-Länder die Eurozone durch unprofessionelle, leichtsinnige und teils geradezu törichte Finanzpolitik, durch fortgesetzte Verstöße gegen den Vertrag von Maastricht und den Stabilitätspakt, bis zum Zerreißpunkt geschädigt und Kreditorgien in Billionenhöhe ausgelöst. Dadurch wurde ab 2007 eine weltweite Spekulation gegen den Euro ausgelöst.

Als Gegenreaktion haben die Verursacher der Krise ab 2007 hilflose und untaugliche „Rettungsmaßnahmen“  eingeleitet, um das entstandene Chaos einzudämmen. Ultimative Rettung sollen nun der Fiskalpakt und die Schlagkraft der ESM-Mega-Bank bringen.

Beabsichtigt ist, die in den vergangenen 13 Jahren (wegen desaströser Euro-Finanzpolitik) aufgelaufenen Schulden der schwachen Euro-Länder über die ESM-Bank zu sozialisieren und (u.a.) auf die Bürger und Steuerzahler umzuschulden.

Die dafür notwendigen Kredite sollen über das Privatvermögen aller europäischen Bürger rückabgesichert und garantiert werden. Dies heißt nichts anderes, als dass bestehende Schulden in Billionenhöhe abgelöst und durch neue ESM-Bank-Kredite ersetzt werden sollen.

Für diese werden zukünftig vor allen deutsche Bürger und Steuerzahler unbegrenzt haften. Hinter einem grandios orchestrierten Durcheinander von Aktionen, Manipulationen, Gipfeln, Gesetzen, Erklärungen etc. werden die massiven Finanzprobleme in- und ausländischer Banken über den ESM klammheimlich auf den Schultern der Bürger abgeladen. Hauptakteure: die Gouverneure!

Und nebenbei soll mit diesem „genialen“ Plan auch die weltweite Spekulation gegen den Euro beendet werden. Der ESM-Plan ist aus vielen Gründen gänzlich naiv und kann die Euro-Zone in ein finanzielles Chaos stürzen, dessen Folgen für die Bürger von verheerenden Ausmaßen sein können.

(a) Nicht die Spekulation ist die Ursache der europäischen Finanzkrise.

(b) Ursache ist vielmehr die offensichtliche Unfähigkeit der (u.a.) Euro-Finanzminister zu kontrollieren, ordentlich und sparsam zu haushalten und Regeln einzuhalten.

(c) Eine Besserung dieses Verhaltens und dieser Schwächen ist derzeit nicht in Sicht.

(d) Die als Gouverneure der ESM-Bank vorgesehenen Finanzminister fehlen i.d.R. die fachliche Qualifikationen zur Ausübung größerer Bankgeschäfte: Insbesondere sind sie nicht qualifiziert für die Führung einer europäischen Großbank.

(e) Der den ESM-Vertrag begleitende Fiskalpakt weist im Kern die gleichen Mängel und Unbestimmtheiten auf, die schon den Vertrag von Maastricht und den Stabilitätspakt zerstört haben. Ein Placebo Effekt wird sich nicht einstellen.

(f) Die ESM-Bank wäre der Auftakt, zusätzlich auch noch die zahlungsfähigen Euro-Länder (DNFiÖ) in den Abgrund zu reißen.

Mit dem ESM-Vertrag wird unkontrollierbare, politische und finanzielle Macht auf eine kleine Gruppe von Personen (die Euro-Finanzminister und ihre Umgebung) übertragen.

Als Verursacher der Krise scheiden diese per se für deren Eindämmung aus. Es besteht die Gefahr, dass Fehlverhalten und Fehlentscheidungen der Vergangenheit vertuscht werden.

Es dürften auch ganz banale Gründe hinter dem ESM-Projekt stecken: Die Privilegien und der zu erwartende Quantensprung im Einkommen der Gouverneure/Direktoren der ESM-Bank hat möglicherweise ein unstillbares Verlangen nach diesen ESM-Posten ausgelöst.

  Der ESM im Einzelnen:

1. Die Regierungsspitzen der Euroländer gründen die erste europäische, supranationale, ESM-(Mega)-Bank. Diese ist von Lizenzierung befreit (Art. 1,Art. 32, Abs. 9).

2. Die ESM-Bank erhält Blankovollmacht unbeschränkt Geschäfte jeder Art mit jedermann abschließen (Art. 3).

3. Zur Ermöglichung des Plans „ESM-Bank“ werden den schwachen Euro-Ländern, da diese im Eurosystem an Zahl überwiegen, Stimmrechtsvorteile eingeräumt (Art. 4).

4. Die 17 an der ESM-Gründung beteiligten Finanzminister bilden den rechtlich unantastbaren Gouverneursrat der ESM-Bank (für die BRD: Dr. W. Schäuble). Dieser hat totale Kontrolle und letzte Entscheidungsmacht in allen finanziellen, sachlichen und vor allem personellen Dingen der ESM-Bank. Jeder Rat hat einen Stellvertreter (Art. 5).

5. Die Gouverneure setzen sich ihr Gehalt und das ihrer Direktoren geheim in unbekannter Millionenhöhe selbst fest (Art. 5 Abs. 7 (n), Art 34).

6. Das Aktien-Haftungs-Kapital der ESM-Bank beträgt (zunächst) € 700 Milliarden, aufgeteilt in (a) € 80 Milliarden einzuzahlende Aktien und (b) € 620 Milliarden abrufbare Aktien. (Art. 8 Abs. 1). Die Gouverneure können das Haftungs-Kapital durch Ausgabe neuer Aktien bis in Billionenhöhe (c) beliebig erhöhen (Art. 8 Abs. 2, Art. 10 Abs. 1).

7. Im Verlustfall und aus sonstigen Gründen muss nicht eingezahltes ESMHaftungskapital binnen 7 Tagen eingezahlt werden. Kann ein Mitglied nicht zahlen, wird der dann offene Betrag auf die übrigen Aktionäre umgelegt (Art. 9, Art. 10, Art. 25 Abs. 1 c, 2).

8. Wird das Aktienkapital nicht erhöht (Ziff. 6), haften die Länder, je nachdem wie viele ESM-Aktionäre zahlungsunfähig werden1, für (Minimum) 27 % – x % (Maximum 100%) aus € 700 Mrd. Wird das Aktien-Haftungs-Kapital durch Wagemut oder gar Dummheit der Gouverneure erhöht (Art. 8, Art 10), kann sich daraus erhöhte Haftung über € 700 Mrd. hinaus ergeben (Art. 9, Art. 10, Art. 25 Abs. 1 c, 2).

9. Die ESM-Bank kann: (A) Euro-Ländern Überziehungskreditlinien einräumen, Art 14, (B) Banken finanzieren, Art. 15; (C) Euroländern Kredite geben, Art. 16; (D) von Euro-Ländern direkt Staatsanleihen ankaufen, Art. 17; (E) von Euro-Ländern indirekt Staatsanleihen ankaufen, Art. 18; (F) diese Liste ändern, also auch erweitern, Art. 19; (G) Zinspolitik betreiben2, Art. 20; (H) Eurobonds herausgeben, Art. 21. – Summa summarum kann die ESM-Bank Finanzgeschäfte jeder Art und Höhe betreiben. (Art. 14 – 21).

10. Die ESM-Bank-Geldoperationen (A), (C), (D), (E) sind umschuldende Staatsfinanzierung schwacher Euroländer zu Lasten der Bürger der starken Euroländer, insbesondere Deutschlands. Die Bankenhilfe (B) fließt an die Gläubiger der notleidenden Banken. Die Finanzierungen umfassen immer Neuschulden und Altschulden (seit zumindest 1999).

11. Art. 21: Die ESM-Bank kann unbegrenzt (Refinanzierungs-)Kredit/Geld aufnehmen um damit die Schulden schwacher Euro-Länder/Banken zu finanzieren. Diese neuen ESM-Schulden werden durch das Aktienkapital der ESM-Bank (mindestens € 700 Mrd.) gedeckt, für dessen Einzahlung die Länder/Bürger haften. Wegen des Dominoeffektes haften im Ernstfall die Bürger eines Landes in voller Höhe von € 700 Mrd. (ggf. erhöht gem. Art.10!) für alle vom ESM aufgenommenen und in Europa verteilten Gelder/ Kredite. Art. 21 führt also Eurobonds ein, ohne dies auszusprechen. Gleichzeitig wird damit auf alleiniges Risiko der Bürger ein Schneeballsystem der Kreditfinanzierung aufgebaut.

12. Die ESM-Kredite (Art. 14, 15, 16) haben bei Konkurs eines Eurolandes (etwa Griechenlands) Nachrang gegenüber IWF-Krediten. Daraus folgt – wie jeder nachrangige Gläubiger weiß – ein massiv erhöhtes Verlust/Haftungs-Risiko (Präambel, Abs. 13 und Abs. 14).

13. Die indirekten Aktionäre der ESM-Bank, die zahlenden und haftenden Bürger der Euro-Länder, haben keine Möglichkeit die Geschäfte der ESM-Bank durch Bestellung unabhängiger externer Prüfer auf ordnungsgemäße, sachliche und rechnerische Richtigkeit zu prüfen. Solche Prüfungen sind ausgeschlossen (Art. 26 – 30).

14. Die ESM-Bank und ihr Vermögen etc. pp. genießen absolute Immunität und können nie und nirgendwo vor Gericht belangt werden. Gerichtliche oder gesetzgeberische Maßnahmen gelten für sie in Zukunft nicht mehr. Die ESM-Bank ihrerseits hat Klagerecht gegen jedermann. (Art. 32)

15. Die ESM-Bank ist von Kontrollen und Lizenzen jeder Art befreit (Art. 32 Abs. 9).

16. Die Gouverneure und alle sonstigen Mitarbeiter der ESM-Bank haben jetzt und für alle Zukunft Schweigerecht und Schweigepflicht und sichern so die Geheimhaltung

(a) ggf. der Operationen der ESM-Bank, (b) ihre eigenen Aktivitäten innerhalb der ESM-Bank und insbesondere (c) die Bestimmungen von Art. 32, 34 – 36 ab.

17. In ihrem ureigenen Interesse genießen alle Gouverneure, Direktoren etc. pp der ESM-Bank samt Schriftwerk Immunität von jeglicher Gerichtsbarkeit hinsichtlich ihrer geschäftlichen (nicht amtlichen!) Tätigkeit für die ESM-Bank, gleich ob sie hunderte Milliarden Euro verschleudern, vernichten, oder veruntreuen (Art. 35).

18. Die Gehälter der Gouverneure (s.o. Ziff. 5), der Direktoren und sonstigen Mitarbeiter der ESM-Bank sind von allen (auch indirekten) Steuern und Abgaben vollständig befreit. Die Gehälter – unter dem Rang der Gouverneure – unterliegen einer vom Gouverneursrat festgelegten internen Steuer an die ESM-Bank, Art. 36 Abs. 5.

19. Das Volumen der (konsolidierten) Darlehensvergabe von ESM und EFSF ist unbegrenzt und nur in der Übergangsphase auf 500 Milliarden EUR beschränkt (Art. 39, Art 10).

20. Da der jeweilige nationale Regierungschef den Finanzminister auf unbestimmte Zeit bestimmt und dieser die jederzeit widerrufbare Position des Gouverneurs besetzt, wird es zu extremen Machtkämpfen um den Posten der Finanzminister und chaotischen Zuständen in der ESM-Bank bei jedem Wechsel des Finanzministers und der Regierung kommen.

21. Mit Ratifizierung des ESM-Vertrages besiegeln die nationalen Abgeordneten das Ende ihrer eigenen demokratischen, nationalen Rechte, (Art. 47 Abs. 1).


Der ESM-PutschDie Dinge liegen doch sichtbar vor aller Augen: Die außerhalb jeglicher Legitimität stehenden ESM-Privilegien sind der Köder, mit dem zuerst die Finanzminister und ihre Entourage in die ESM-Falle gelockt wurden. Dorthin sollen ihnen nun, nach vielen fadenscheinigen Argumenten und apokalyptischen Drohungen auch die Abgeordneten der Länder, damit die Länder selbst und ihre Bürger folgen.

Mit der Ratifizierung schließt sich dann die Falle. Danach werden die Eurobonds von Spekulanten aufgekauft und in kürzester Zeit haben die Gläubiger der ESM-Bank in Europa das Sagen. Europas Bürger – vor allen die Deutschen – dürfen dann zwar endlos zahlen, Rechte werden sie aber nicht haben, da diese laut Vertrag ohnehin ausgeschlossen sind.

Der ESM-Vertrag ist eine Verhöhnung und Verspottung des gesunden Menschenverstandes und der europäischen Rechtstradition schlechthin. Mit dem ESM-Vertrag putscht eine kleine Gruppe von Regierenden gegen ihr eigenes Volk.

Die aus der Implementierung der ESM-Bank unter Führung der bekannten Gouverneure drohenden Schäden würden jeden Zusammenbruch des Euro-Systems als lächerliche Nebensächlichkeit erscheinen lassen.

Schließlich: Europa hat vor dem Euro existiert und wird nicht mit ihm untergehen, sondern friedlich fortbestehen. Die jetzigen Zustände hingegen bringen Unfrieden in das europäische Haus – Unfrieden politischen Ursprungs!

Downloads:

Mehr: ESM stoppen! Die EU-Bürger zahlen die Zeche

via Der ESM-Putsch: Gouverneure vor Machtübernahme.

ISAAA-Zahlen: Anbau von Gen-Pflanzen floppt in Europa – Greenpeace, Nachrichten zum Thema Gentechnik

07.02.2012,

veröffentlicht von Benjamin Borgerding

Gentechnik ist Kassengift: Neue Zahlen der Gentechnik-Lobby zeigen, dass gentechnisch manipulierte Pflanzen in Europa ein kommerzieller Flop sind. Auf Europas Äckern ist 2011 nur etwa 0,06 Prozent der Fläche zum Anbau von Gen-Pflanzen genutzt worden. Die Zahlen hat die Lobby-Organisation ISAAA (International Service for the Acquisition of Agri-biotech Application) am Dienstag vorgelegt.

Die Zukunft für Gen-Pflanzen in Europa sieht düster aus: Insgesamt sind im Jahr 2011 in Europa nur auf knapp über 115.000 Hektar Gen-Pflanzen angebaut worden – bei einer Gesamt-Anbaufläche von 179 Millionen Hektar.

“Die weitverbreitete Ablehnung gegen Gen-Pflanzen und Umweltschutz-Bedenken vieler europäischer Regierungen, Wissenschaftler und Landwirte haben aus Gentechnik einen wirtschaftlichen Reinfall gemacht”, kommentiert Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Dirk Zimmermann. Lediglich der gestiegene Anbau von Gen-Pflanzen in Spanien ist dafür verantwortlich, dass die Zahlen für Gesamteuropa im letzten Jahr über den Zahlen vom Vorjahr lagen – nachdem sie zuletzt dreimal hintereinander rückläufig waren.

Die Veröffentlichung des jährlichen ISAAA-Berichts folgt auf die Ankündigung des größten Chemie-Konzerns der Welt, BASF, Projekte zur Entwicklung und zum Anbau von Gentechnik in Europa einzustellen. BASF hatte festgestellt, dass die “Mehrheit der Verbraucher, Landwirte und Politiker” den Anbau von Gen-Pflanzen ablehnt.

Auch das Prestige-Projekt der BASF – die Gen-Kartoffel “Amflora” – ist gescheitert: Nach ihrer Anbauzulassung im März 2010 ist die Amflora nur auf unter 20 Hektar angepflanzt worden. Auf Deutschland entfielen daraus zwei Hektar. Mangels Interesse von Landwirten und Industrie hat BASF die Amflora zuletzt selbst angebaut – zu reinen Werbezwecken. 2012 wird es auf deutschem Ackerboden aller Voraussicht nach zu keinem kommerziellen Anbau von Gen-Pflanzen kommen.

Die einzige Gen-Pflanze, die 2012 noch in Europa angebaut werden soll, ist Monsantos Gen-Mais MON810. Doch auch MON810, der ein Insektizid produziert, ist derzeit in sieben EU-Ländern aus Sorge vor Umwelt- und Gesundheitsrisiken verboten. Im Januar hat Monsanto angekündigt, nicht länger Gen-Mais in Frankreich verkaufen zu wollen, “da günstige Bedingungen für den Verkauf von MON810 für 2012 und darüber hinaus nicht gegeben sind.”

Nach 16 Jahren aggressiver Vermarktung verteilen sich achtzig Prozent des weltweiten Anbaus von Gen-Pflanzen auf nur vier Länder in Süd- und Nordamerika: die USA, Kanada, Brasilien und Argentinien. Jüngste Bestrebungen, neue Gen-Pflanzen in China (Gen-Reis) und Indien (Gen-Auberginen) einzuführen, sind gescheitert.

via ISAAA-Zahlen: Anbau von Gen-Pflanzen floppt in Europa – Greenpeace, Nachrichten zum Thema Gentechnik.

ACTA Demo – Route fixiert DEMO AM 25.02.2012 ››MM der PPÖ

Von output | Veröffentlicht am: Februar 21, 2012

Medienmitteilung der Piratenpartei Österreich, Wien, 21.02.2012

Route für Anti-ACTA-Protestzug am 25. Februar fixiert

Bei der überparteilichen Demonstration gegen das Anti-Counterfeiting-Trade-Agreement (ACTA) haben die Veranstalter am Dienstag in Zusammenarbeit mit der Piratenpartei Österreichs (PPÖ), den Grünen, den Jungen Sozialisten und etlichen weiteren Organisationen die Route für die Anti-ACTA-Demonstration in Wien am 25. Februar offiziell fixiert.

Europaplatz – Mariahilfer Strasse – Babenberger Strasse – Parlament – Siegmund-Freud-Park

Demzufolge wird der Protestzug, für den bisher weit über 5.000 Teilnahmezusagen vorliegen, am Samstag, den 25. Februar 2012 ab 14 Uhr vom Europaplatz über die Mariahilfer Strasse, die Babenberger Strasse und den Ring zum Parlament ziehen, wo es eine Abschlusskundgebung geben wird. Danach findet ein Ausklang im Siegmund-Freud-Park statt.

Die überparteiliche Veranstaltung wird mit einem Lautsprecherwagen die Passanten entlang der Route nach dem Motto „Politk macht, wer mit macht“ über die Auswirkungen des in einer geheimen Sitzung des EU Agrar- und Fischereirats beschlossenen Zensurgesetzes informieren und zur spontanen Teilnahme an dem Protestzug aufrufen.

Nach den bundesweiten Demonstrationen am 11. Februar wird am Samstag DJ MikMok da Groove für passende, de-eskalierende Musik und gute Stimmung am Weg zum Parlament sorgen.

Die Rednerliste der Kundgebung vor dem Parlament wird spätestens am Donnerstag bekanntgegeben.

Piratenpartei Österreich (PPÖ)

Rückfragehinweis: Toni Straka, Bundesmediensprecher

email: toni.straka@piratenpartei.at

Tel.: 0676 696 6664

Twitter: @PiratenOE

via MM der PPÖ – ACTA Demo – Route fixiert, 21.02.2012.

Konservativer EU-Fraktionsschef: “Acta ist am Ende” – Golem.de

Der Fraktionschef der Konservativen im Europaparlament ist bei Acta eingeknickt. Nach den breiten Protesten in den vergangenen Wochen sieht Joseph Daul keine Hoffnung mehr für das Handelsabkommen.

Nach den Massenprotesten am vergangenen Wochenende hat der Fraktionschef der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) im Europaparlament Acta für gescheitert erklärt. Joseph Daul sagte dem Onlinemagazin Cuej.info: “Acta ist am Ende.” Nach den unerwartet starken Protesten werde das EU-Parlament dem internationalen Handelsabkommen wohl nicht zustimmen, erklärte Daul. Seine Fraktion ist die stärkste im EU-Parlament und unterstützt Acta.

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hatte am 10. Februar 2012 bereits dafür gesorgt, dass Deutschland Acta vorerst nicht unterzeichnet. Das Auswärtige Amt hatte eine entsprechende Weisung zurückgezogen.

Die Piratenpartei Deutschland, die die Proteste mitorganisierte, erklärte, dass am Wochenende in Deutschland über 100.000 Menschen gegen Acta auf die Straße gegangen seien. In vielen weiteren europäischen Staaten gab es Proteste. Mit Lettland hatte zuvor bereits das dritte europäische Land vorläufig die Umsetzung von Acta ausgesetzt. Als Grund gab die Regierung auch die Bürgerproteste an. Vorher hatten erst Polen und dann Tschechien die Ratifizierung ausgesetzt.

Video: Demonstration gegen Acta in München (1:03)

In einer Erklärung der EVP vom 15. Februar 2012 erläutert Daul etwas vorsichtiger, dass der Ratifizierungsprozess von Acta im EU-Parlament gerade erst begonnen habe. “Wir werden Acta gründlich überprüfen und alle Sorgen über Beschränkungen des Internets berücksichtigen. Der Schutz des geistigen Eigentums ist von entscheidender Bedeutung für die Exportindustrie der EU, die auf Innovation angewiesen ist. Wir begrüßen daher das Ziel von Acta, Europa zu ermöglichen, Produktfälschungen zu bekämpfen.” Die EVP-Fraktion im EU-Parlament kämpfe für ein freies Internet, dessen Bedeutung gerade erst durch die Ereignisse in der arabischen Welt demonstriert worden sei.

via Konservativer EU-Fraktionsschef: “Acta ist am Ende” – Golem.de.

ACTA-Abkommen: Deutsche Content Allianz fordert Bundesregierung zur konsistenten Positionierung zum Urheberrecht auf | Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) ››Presseportal.de

 

17.02.2012 | 10:53 Uhr

Berlin (ots) – Die ARD-Vorsitzende, Monika Piel, der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Prof. Dr. Gottfried Honnefelder, der Vorstandsvorsitzende des BVMI, Prof. Dieter Gorny, der Vorstandsvorsitzende der GEMA, Dr. Harald Heker, der Vorstandsvorsitzende der Produzentenallianz, Alexander Thies, der Präsident der SPIO, Steffen Kuchenreuther, der Präsident des VPRT, Jürgen Doetz, sowie ZDF-Intendant, Prof. Markus Schächter, fordern die Bundesregierung gemeinsam dazu auf, das ACTA-Abkommen zum Schutz vor Internetpiraterie ohne weitere Verzögerung wie bereits beschlossen zu unterzeichnen und mit größerem Nachdruck als bisher eine zukunftsorientierte Reform des Urheberrechtes sowie dessen Schutz im digitalen Zeitalter in Angriff zu nehmen. Hierzu zählt auch eine Verbesserung der urheberrechtlichen Rahmenbedingungen für legale Angebote.

Stellvertretend für die Deutsche Content Allianz erklärt Jürgen Doetz: “Nachdem sich jeder davon überzeugen konnte, dass alle bei ACTA zur Eindämmung von Rechtsverletzungen vorgesehenen Maßnahmen bereits dem deutschen Schutzniveau entsprechen, sollte das Abkommen nun auch unterzeichnet werden. Wir bedauern, dass die Bundesjustizministerin die internationale Durchsetzung des europäischen Schutzniveaus in Frage stellt.” Mit ihrer Forderung stehe die Deutsche Content Allianz nicht allein. In ähnlicher Form hätten sich auf EU- und nationaler Ebene auch andere Bündnisse und Verbände, wie etwa der Bundesverband der Deutschen Industrie und der Markenverband, positioniert.

Piel, Honnefelder, Gorny, Heker, Thies, Kuchenreuther, Doetz und Schächter erinnern in diesem Zusammenhang auch an die vom Bundeswirtschaftsministerium jüngst erneut zur Diskussion gestellten Warnhinweise bei Verletzungen des Urheberrechtes, die wenige Tage später von der Ministerin öffentlich kassiert worden seien. Die Bundeskanzlerin habe der Reform des Urheberrechtes in ihrer Regierungserklärung hohe Priorität eingeräumt. Es seien jetzt eindeutige Signale notwendig, die Reform anpacken und durchsetzen zu wollen, da sonst die Gefahr einer Kluft zwischen der deutschen Kreativwirtschaft und den Gruppen unserer Gesellschaft, die den Schutz des geistigen Eigentums als einen Angriff auf die Freiheit im Internet diskreditierten, bestehe. Diese Freiheit sei ein hohes, unbestrittenes Gut, solange sie nicht als Rechtlosigkeit interpretiert werde.

Von der Kreativwirtschaft müsse offenbar in diesem Zusammenhang noch stärker als bisher vermittelt werden, dass sie mit dem für alle Kreativen und die Vermittler ihrer Werke existenziellen Schutz des geistigen Eigentums keineswegs Barrieren in der digitalen Internetwelt errichten wolle, sondern es zusammen mit zeitgemäßen Angeboten längst als unverzichtbare Zukunftssicherung begriffen hätte. Dazu müssten allerdings auch die urheberrechtlichen Rahmenbedingungen für legale Angebote und Nutzungen verbessert werden.

Gerade bei einer Generation, in der viele ohne jedes Unrechtsbewusstsein für “digitalen Diebstahl” aus Schule und Elternhaus in die große Welt des Internets entlassen worden seien, verlange dies viel Aufklärung und vor allem Diskussionsbereitschaft, wie sie die vor knapp einem Jahr gegründete Deutsche Content Allianz bereits bei ihrer Gründung öffentlich angeboten hatte. Bisher habe sich die sogenannte Netzgemeinde dieser Diskussion jedoch weitgehend entzogen und lasse konstruktive Beiträge zum Schutz des geistigen Eigentums vermissen.

Die Vertreter der Deutschen Content Allianz kritisieren, noch gelte für zu viele der Schutz des geistigen Eigentums und die Freiheit im Internet als unüberbrückbare Kluft. Das schlage sich auch in der praktischen Politik durch ein Auseinanderdriften von Medien- und Netzpolitik nieder. Politik, Medien und Gesellschaft seien gemeinsam aber einmal unter der Überschrift “Konvergenz” angetreten. Auch wenn dies stets eine besondere Herausforderung dargestellt habe, dürfe man es nun nicht aus den Augen verlieren, argumentieren die Köpfe der Deutschen Content Allianz.

Über die Deutsche Content Allianz:

Die Deutsche Content Allianz ist ein Zusammenschluss der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD), des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA), der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen (Produzentenallianz), der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO), des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) sowie des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF). Zentrales Anliegen der Content Allianz ist es unter anderem Urheber- und Leistungsschutzrechte zum Schutz der kulturellen Vielfalt zu stärken.

Pressekontakt:

Hartmut Schultz, Hartmut Schultz Kommunikation GmbH,

Tel.: 030/39880-101,

Email: schultz@schultz-kommunikation.de

via ACTA-Abkommen: Deutsche Content Allianz fordert Bundesregierung zur konsistenten Positionierung zum Urheberrecht auf | Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) | Presseportal.de.

ACTA – Geheimverhandlungen mit Lobbyisten ››LobbyControl

10. Februar 2012 | 8 Kommentare

In diesen Tagen formiert sich in vielen Ländern Widerstand gegen die Ratifizierung des “Anti-Counterfeiting Trade Agreement“ (ACTA). Dabei handelt es sich um ein internationales Handelsabkommen, welches Standards im Kampf gegen Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen etablieren soll. ACTA wurde zwischen der EU und zehn weiteren Staaten außerhalb der bestehenden internationalen Institutionen, wie der Welthandelsorganisation (WTO) und der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO), ausgehandelt. Die Öffentlichkeit war zunächst ausgeschlossen. Erst nach Druck durch einige EU-Abgeordnete und nachdem bereits Teile eines Entwurfes ihren Weg in die Medien gefunden hatten, wurde eine erste offizielle Version des Abkommens veröffentlicht. Nach wie vor sind aber wichtige Teile und die Zusatzprotokolle, ohne die die Tragweite des ACTA schwer zu überblicken ist, selbst den Abgeordneten der betroffenen Ländern, die über die über die Ratifizierung von ACTA entscheiden sollen, nicht zugänglich.

Lobbyisten unter sich
Neben den intransparenten Verhandlungen ist vor allem der Einfluss der Unterhaltungs- und Softwareindustrie sowie die Pharmabranche auf diese zu kritisieren. Diese saßen durch die Delegation der USA bei allen Verhandlungen mit am Tisch. Deren Verhandlungsführer Stanford McCoy, arbeitete zuvor bei der Anwaltskanzlei Covington & Burling, die ihre Klienten u.a. im Bereich Urheberrechtsverletzungen und Anti-Produktpirateriemaßnahmen vertrat. Auch die an ACTA beteiligte “Deputy Assistant USTR for IP Enforcement” Kira Alvarez war zuvor Vize Präsidentin der Global Public Police-Abteilung bei Time Warner und Lobbyistin für den Pharmakonzern Eli Lilly. Ferner wurden die betroffenen Industrien über den aktuellen Stand der Verhandlungen unterrichtet und hatte Zugang zu den Dokumenten, wohingegen die Öffentlichkeit und die Parlamente im Unklaren gelassen wurden. Da passt es nur allzu gut ins Bild, dass das zuständige Referat für Urheberrecht der EU-Kommission mit Maria Martin-Prat, einer ehemaligen Lobbyistin des Musikindustrieverbandes IFPI, besetzt ist.

Lobbyisten drängen auf schnelle Ratifizierung
Die Verbände der Musik- und Filmindustrie, aus dem Verlagswesen, Software und Markenschutz drängen jetzt auf eine rasche Ratifizierung. So versuchen sie unter anderem zu verhindern, dass das EU-Parlament eine rechtliche Vorabprüfung von ACTA durch den Europäischen Gerichtshof veranlasst. Die Lobby-Gruppe “Kangaraoo Group” organisiert derzeit Veranstaltungen, bei denen Lobbyisten aus dem Lager der ACTA-Befürworter mit EU-Abgeordneten ins Gespräch kommen.

Proteste gegen die Ratifizierung von ACTA
Aber auch der Widerstand gegen ACTA hat sich inzwischen formiert. In diesem Monat wird es auch in Deutschland zahlreiche Demonstrationen gegen eine Ratifizierung des Abkommens geben. Eine Übersicht der geplanten Aktionen finden Sie hier.

Update: Der Protest scheint bereits Früchte zu tragen. Nach Medienberichten hat das Auswärtige Amt die bereits erteilte Weisung zur Signierung des umstrittenen Vertragswerks wieder zurückgezogen. Die Bundesregierung folgt damit dem Beispiel von Polen, Tschechien, Lettland und der Slowakei.

Weitere Informationen zu ACTA:

Copyright-Abkommen: Warum Acta in den Papierkorb gehört, Spiegel Online, vom 27.01.2012.

Das ACTA-Abkommen: Kampf gegen Piraterie oder Zensur?, Tagesschau.de, vom 01.02.2012.

Antipiraterie-Abkommen: ACTA sorgt erst nach Unterzeichnung für Aufschrei, Der Standard, vom 08.02.2012.

“Der kleine Urheber hat doch nichts von einer Verschärfung”, Süddeutsche.de, vom 06.02.2012.

Urheberrechtspakt: Tschechien und Slowakei ratifizieren Acta vorerst nicht, Spiegel Online, vom 07.02.2012.

via http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2012/02/acta-geheimverhandlungen-mit-lobbyisten/

 

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